Während meines Abendspaziergangs habe ich etwas kurioses beobachtet.
In der Linksabbiegespur stand ein Auto etwa 4 Fahrzeuglängen hinter der Haltelinie
an einer stark frequentierten Kreuzung. Dahinter sammelten sich immer wieder Fahrzeuge,
die darauf warteten dass es weiter geht und schließlich hupend dran vorbei fuhren.
Ich war zunächst auch irritiert.
Als ich weiter ging, des Rätsels Lösung. Das Elektroauto konnte nicht mehr fahren
und die Warnblinkanlage funktionierte nur vorne. Die auf Hilfe wartenden Personen im
Fahrzeug wussten das natürlich nicht und schauten nur dumm aus der Wäsche.
Dass bei einem Kfz die Warnblinkanlage nur vorne funktioniert, habe ich noch nie erlebt.
Darf eigentlich gar nicht passieren.
Früher war das nicht möglich, weil das Blinkerrelais dann einen zu niedrigen Lampenstrom
bemerkt und anfängt schnell zu klickern. Darauf wird dann der Fahrer aufmerksam und
stellt sein Warndreieck raus. Aber heute ist halt alles anders.
Tja, das ist vermutlich der Nachteil des Einsatzes von modernster Technik.
Soll heißen, ich hab in meinem Octavia von 2019 schon feststellen müssen das mittlerweile jedes Lämpchen was auch nur irgendwie zu leuchten hat per PWM, also Halbleitertechnik, angesteuert wird. Da muss ich spontan an den amerikanischen Markt denken wo die Blinkleuchten ja auch gern mal gedimmt zusammen mit dem Abblend- oder Standlicht leuchten. Das Dimmen mit Halbleitern und PWM bietet sich hier natürlich an und eine einheitliche Leistungselektronik in der nur Softwareparameter je nach Markt angepasst werden müssen schafft Gleichteile und damit Kostenersparnis.
Wenn nun aber die Leistungselektronik für z.B. die hinteren Blinker einen weg hat, nun dann blinken sie halt nicht mehr. Seltsam finde ich nur, dass in diesem Fahrzeug offensichtlich nicht die Stromaufnahme der hinteren Blinker gemessen wird um damit festzustellen, dass es einen Defekt direkt am Leuchtmittel gibt. Da wurde vermutlich am falschen Ende gespart.