Anlagenplanung im Selbstbau 24Kwp

Hallo zusammen,

ich plane aktuell eine Solaranlage für das Haus meiner Schwiegereltern.
Das ganze möchte ich dann auch mit Unterstützung selber montieren.

Geplant ist eine 24kwp Anlage mit 14kwp im Süden und 10kwp auf dem Norddach.
Das ganze bekommt dann auch einen Hochvolt 20Kw Speicher.
So, da aber durch Gauben und Vorschprünge teilweise Verschattungen habe, habe ich dann die einzelnen strings auf unterschiedliche MPPTs geplant.

String-Tabelle
Area InSeries_Modules MPPT_Assignment Pdc_STC_kW Vmp_String_STC_V Voc_String_STC_V Voc_at_-10C_V Voc_at_-20C_V Imp_String_A Isc_String_A
Sued_links 10 SH20T_MPPT1 4,5 328,2 393 428,763 438,981 13,71 14,48
Sued_rechts 7 SH20T_MPPT2 3,15 229,74 275,1 300,1341 307,2867 13,71 14,48
Garagendach 8 SH20T_MPPT3 3,6 262,56 314,4 343,0104 351,1848 13,71 14,48
Nord_gesamt 22 SG15RT_MPPT1 9,9 722,04 864,6 943,2786 965,7582 13,71 14,48
Garagenwand 7 SG15RT_MPPT2 3,15 229,74 275,1 300,1341 307,2867 13,71 14,48
Summe 24,3

So komme ich auf 6 MPPTs, wofür ich jetzt 2 Wechselrichter von Sungrow
geplant habe. Das ist einmal ein Hyrid Wechselrichter mit 20kwp und 3 Mppt und einer mit 15kwp mit 2 Mppt.
Das ganze habe ich so geplant, weil es technisch mit den Strings so gut zusammen passt.

Jetzt meine Frage: was spielt für die Anmeldung der Anlage später eine Rolle? Ist es die installierte Modulleistung, also 24,3Kwp, oder die Leistung der Wechselrichter, was dann 35Kwp wären?

Gibt es irgendwelche Voraussetzungen die man (der Elektriker) erfüllen muss ab einer bestimmten Grenze?

Was mich auch interessieren würde, was muss der Elektriker machen, was darf man selbst machen? Gibt es da genaue Vorgaben?

Vielen Dank im Voraus!

Letztlich Verhandlungssache zwischen Dir und dem Elektriker, der es am Ende verantworten muß.

Hallo Börni,

Unbedingt nach der Planung ABER VOR Kauf von irgendwas … einen Elektriker haben der es später 100 % abzeichnen wird.

So hatte ich es auch gemacht, mit ähnlichen Grössen, aber mit 2 x 8K Deye , und 2 weiteren MWR und 24 kwh Pylontechs im Keller… alles mit Homeassistant automatisiert (und alles selbst beigebracht :slight_smile: ) , und 4 Klimaanlagen (a 340,-) und ner Pool-WP.
Nun finanziell > 90 % autark im Jahr inkl 2 E-Autos ( mit aber nur ca 15Kkm gesamt )

Brauche derzeit ca 1400 Eu in den dunklen Monaten an Strom, und bekomme ca 700,- im Jahr Einspeisung.

Vor 3 Jahren hatte ich noch ne Gasleitung am Haus und fuhr Diesel. Jeden Monat ca 440,- durchgängig pro Monat Energiekosten plus 100-200 Eu Diesel.

Einer der schwierigsten Dinge war tatsächlich jemanden mit Zulassung zu finden der es einträgt /anmeldet ( darf und kann ) ( er wollte dann hier auch die gesamte AC Seite neu machen ( was ja eh musste ) (60j altes EFH) und so hat er auch noch was verdient.

In gesamt gut 5 Jahren (also noch ca. 3 ) bin ich dann somit im Plus … gerechnet ( war gespart das Geld, somit keine Zinsen) . Habe aber draussen und DC… auch fast alles selbst gemacht, bis auf den Aufbau auf das eine steile Hausdach.

Ich habe nur eines falsch gemacht …. VIEL ZU LANG damit gewartet, hätte ich vor 10 Jahren machen sollen, hihi

PS: es kommt im Regelfall niemand der die eingetragenden Leistungen nachmisst !
Plane (und trage ein )mit den installierten Platten Zahlen. Nicht was die WR könnten.
Und wenn Du nicht 3 kwp einträgst und 30 kwp installierst … kommts eh nicht auf ein paar kwp auf dem Papier an :slight_smile: :wink: knickknack blinzel :slight_smile:

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Er muß bei den Netzbetreibern eingetragen sein und Deinen Zählerschrank auf die aktuellste TAB anpassen. Ansonsten geht der Zählermonteur später wieder nach Hause ohne etwas zu wechseln.

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Vielen Dank euch allen!

Dann muss ich mich wohl sputen mit dem Elektriker ..

Das auch noch .. schränkt das Ganze vermutlich nochmal deutlich ein ..

Gibts da irgendwelche Tipps, worauf man bei der Suche achten sollte?

Moin,

mal ein paar Hinweise:

1.) Als erstes einen Elektriker suchen, der dir die Anlage sicher in Betrieb nimmt. Im Photovoltaikforum gibt es einen Thread “Elektriker mit Herz”, dort hatte ein User mal dieses Projekt gepostet. https://www.mein-diy-elektriker.de/ Wenn du im Bereich Oldenburg / Bremen wohnst, dann kann ich dir einen Elektriker nennen.

2.) Plane die Anlage einmal so, dass du wirklich alle Dachflächen betrachtest. Damit meine ich insbesondere auch Nebengebäude, Anbauen, Carports, etc. Es ist viel einfacher einmal zu planen und zu bauen, als das Stück für Stück zu machen.

3.) Überlege dir, wo du deinen Wechselrichter platzieren möchtest. Ich habe den bei uns im Hauswirtschaftsraum platziert. Nur: Dort steht auch 200L Warmwasser rum, ein Server, Waschmaschine, Trockner, Gefrierschrank. Im Sommer, wenn aus den 30kWp gute 22kW Leistung entstehen, dann wird es in dem Raum schon zu warm. Ich bin daher am überlegen, den Wechselrichter nach außen zu setzen.

4.) Wenn du es exakt planen willst und ein paar Abende investieren möchtest, dann nutze die kostenfrei Version von PV SOL 3D von Valentin Software. Die Software ist aber nicht so ganz intuitiv. Ansonsten kann man auch mit Papier und Stift oder Google Sketchup gute Ergebnisse erzielen (mir sei als K2 Händler auch der Tipp erlaubt, dass K2 Base nicht schlecht ist, zumal man dort direkte eine Materialliste bekommt).

5.) Den Elektriker bei Laune halten :wink:

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Stimme dir bei Punkt 1,3,4 und 5 voll zu. Ich habe alles alleine gemacht (habe aber auch ne Ausbildung als Elektriker und habe halt später EDV gemacht). Allerdings ist es viel besser, einen Elektriker zu haben der einem sagt worauf es ankommt. Verlegen und anschließen konnte ich natürlich, aber die neuesten Vorschriften kannte ich halt auch nicht und hatte auch keine Lust die alle rauszusuchen. (was darf im Zählerschrank eingebaut sein (zu meiner Lehrzeit durfte dort alles sein, später dann nix, jetzt darf wieder). Selbst mein eingetragener Elektriker war fassungslos, als der Abnahmemensch des Netzbetreibers etwas bemängelte und wieder abzog ohne den Zähler zu wechseln. Habe dann mit Beschwerde gedroht, da das eine Kann und keine Muss Vorschrift war. Eine Woche später kam dann ein anderer und hat alles abgenommen.

Sprich wenn dein Elektriker, je nach Netzbetreiber, nicht hart im Nehmen ist geht das gerne mal schief. (Auf jeden Fall Vertrag wegen Abnahme machen, mein Nachbar hatte das nicht und der Elektriker hatte irgendwann keinen Bock mehr und damit war es ein Streit ums Geld und die Zulassung, alles sehr unerfreulich)

Also Punkt 1 und 5 am wichtigsten.

Punkt 2 sehe ich anders. Ich habe mit Süddach angefangen, dann Westdach und Terrasse und dann Carport gemacht. Blieb immer brav unter den 25 kwp und habe es als Erweiterung gemeldet.

Zu einem der obigen. Es gibt ein Amt das per Satellit überprüft ob und wieviel PV auf den Dächern ist und das kartographiert. Bisher greifen wenige Netzbetreiber darauf zu. Aber wenn fällt es schon auf, wenn es viel zu viel ist. Daher nicht übertreiben.

Stefan

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Moin,

hast du den Wechselrichter den schon bei der initialen Planung so ausgelegt? Wenn ja, dann ist das ja so auch völlig richtig. Problematisch wird es eher, wenn man das Hausdach belegt hat (dann entsteht die Sucht) und man dann merkt, dass da noch deutlich mehr gegangen wäre.

Also korrigiere ich ein bisschen meine Aussage: Einmal die “Vollbelegung” planen und den WR danach auswählen, später dazu bauen und anklemmen ist ja kein Problem.

Das war bei mir übrigens ähnlich: Einen dicken Huawei SUN2000 33KTL-A ausgewählt, das Hausdach belegt und einen MPPT gar nicht belegt, da ich erstmal ein Gartenhaus bauen musste, auf das 12 Module passten.

Vielen Dank euch für die ganzen Tipps :slight_smile:

Das Dach und die Fassade von der Südwand der Garage ist schon ganz gut verplant, nur das Norddach von der Garage ist frei, aber wie gesagt, es sind schon 24kwp :slight_smile:

Habe das mit dem SMA Sunny Designer Visuell geplant.

Danke für den Tipp, hier konnte ich aber lediglich eine kostenlose Testversion für 30 Tage finden. Hast du die gemeint?
Ansonsten auch noch vielen Dank für den Link zu dem diy Elektriker :slight_smile:
Die Unterkonstruktion habe ich auch mit K2 Elementen geplant, aber alles manuell im Kopf und mit Listen :smiley:

Vielen Dank für den Tipp, das ist sicher hilfreich :slight_smile:

Kann ich daraus schließen, dass es garnicht auf die Leistung vom Wechselrichter ankommt, sondern eher auf die installierte Modulleistung?
Der Grund weswegen ich frage ist, weil ich natürlich auch die AI nutze, der aber überhaupt nicht vertraue und deswegen einfach wissen möchte, wie ist es tatsächlich. Suchen im Netz habe ich leider auch nicht wirklich befriedigende aussagen

z.B. hat mir die AI gesagt, dass über 30kVA an Wechselrichterleistung habe, folgendes noch dazu kommt:

Wenn du über 30 kVA Wirkleistung am Netzanschlusspunkt liegst, brauchst du:

  • NA-Schutzrelais

  • 2 allpolige Leistungsschütze

  • Schaltschrank / Feld

  • Verdrahtung

  • Inbetriebnahme / Parametrierung

  • Abnahme durch Netzbetreiber

Realistische Kosten 2026

Position Typischer Bereich
NA-Schutzrelais 500–900 €
Leistungsschütze 400–800 €
Gehäuse / Schaltschrank 300–800 €
Planung + Einbau 800–1.500 €
Netzbetreiberprüfung 200–600 €

:backhand_index_pointing_right: Gesamt: **2.000–4.000 € Mehrkosten

Ist das tatsächlich so zu erwarten bei meiner aktuellen Planung, oder erzählt der hier (wie so oft) nur mist?

Die Anzahl der Panels sagt nix aus über die am Netz angeschlossene Leistung

liegt meist daneben. Z.B. ist die WR-Leistung begrenzbar z.B. auf zusammen 22kW. Das wären 3x32A oder bei ausreichender Batterie auf 11kW = 3 x 16A. Was am besten ist, läßt sich nur vor Ort sagen anhand der vorhandenen Elektrik

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Da bin ich auch am überlegen, wo genau ich es hin machen sollte. Zur Auswahl steht ebenfalls der Waschkeller (momentan sehr ähnlich wie bei dir :smiley: ), quasi auf der Rückseite vom Elektroschrank. Ist der kürzeste Weg von dem GAK.
Auf der anderen seite vom Treppenhaus ist dann der Heizungskeller, wo dieses Jahr auch eine Wärmepumpe rein kommen wird. Da wäre eigentlich der bessere Platz, da komme ich dann aber vermutlich auch knapp über 10m Kabellänge zwischen GAK und WR und müssten dann nochmal ein paar Meter vom WR zum Elektroschrank wieder verlegen.
Naja, mal schauen, das ist vermutlich auch ein Thema, was wir mit dem Elektriker abstimmen sollten.