Anlage richtig erden?

Hallo und Servus,

wie muss eine geplante PV-Anlage richtig und elektrokonform geerdet werden?

Bei mir sind zwar einige Leerrohre vom Dach in den Hausanschlussraum verlegt, indem sich der Zählerkasten und die Potentialausgleichsschiene befindet, jedoch kein direkter Zugang zur PA-Schiene.
Die Leerrohre enden im Zählerkasten.

Muss ich dann immer einen entsprechenden, massiven 16 qmm vom Dach zum Potentialausgleich verlegen?
Kann ich die Erdung der Anlage auch im Zählerkasten gewährleisten?
Eine Dachrinnenerdung mittels Kupferdachrinne scheidet auch aus, weil hier kein zusätzlicher Erder eingeschlagen werden kann.

Wie wurde die Erdungsproblematik bei euren PV-Anlagen durchgeführt?


Schöne Grüsse

Franz

Servus Franz,

Mein PE vom Dach geht auch als 16mm direkt Im Keller auf den Haupterder.
Manche hier im Forum sind auch der Meinung, dass es auch noch unbedingt ein GAK mit SPDs direkt unterm Dach braucht.

Wenn Du in der Suche DEHN eingibst, dann wirst du sicher fündig.

Hallo,

also ich habe bei mir alle PV- Schienen auf dem Dach mit 16mm² Volldraht (das habe ich günstig bekommen) verbunden.
Durch einen Schacht geht das Kabel auf die Potenzialusgleichsschiene in den Keller und außen geht ein Kabel an einen Kreuzerder ( 1,5m Verzinkt ).

Das nennt sich meines erachtens Potenzialausgleich.

Alexander

Habe jetzt diesn Ratgeber gefunden https://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=&esrc="s&source=web&cd=&cad=rja&uact=8&ved=2ahUKEwj5taquv_T5AhUnX_EDHWurBDEQFnoECBEQAQ&url=https%3A%2F%2Fwww.solarwirtschaft.de%2Ffileadmin%2Fcontent_files%2Fmb_bswsolar_blitzsch.pdf&usg=AOvVaw2DiSOkHohMEF6atV1OsyiB".

Demnach ist ein mindestens 6 qmm Erdungsdraht ausreichend.

Ich denke das nicht alle PV-Anlagenbesitzer entsprechende Leerrohre verlegt haben um die Leitungen vom Dach in den Keller zu bekommen.

Wie habt ihr das bewerkstelligt?

Ich kenne das hier https://www.vde.com/de/blitzschutz/infos/pv-anlagen.
Die Potenzialausgleichleitung vom Dach / Unterkonstruktion zur Potentialausgleichschiene solle (muss) getrennt zu den Strom- bzw. String-Leitungen verlegt werden.
Ansonsten kann es durch Induktion oder kapazitiver Kopplung beim Blitzeinschlag zu Strömen in diesen Leitungen kommen.

Bei uns im Wohngebiet gibt es auch viele Anlagen die keinen Blitzschutz haben und auch keine Anschluss an die PAS

Ich kenne das hier https://www.vde.com/de/blitzschutz/infos/pv-anlagen.
Die Potenzialausgleichleitung vom Dach / Unterkonstruktion zur Potentialausgleichschiene solle (muss) getrennt zu den Strom- bzw. String-Leitungen verlegt werden.
Ansonsten kann es durch Induktion oder kapazitiver Kopplung beim Blitzeinschlag zu Strömen in diesen Leitungen kommen.

Bei uns im Wohngebiet gibt es auch viele Anlagen die keinen Blitzschutz haben und auch keine Anschluss an die PAS
Deshalb hat mein Elektriker vorgeschlagen, aussen zusätzlich ein 8mm Runddraht (50mm²) direkt zum Erder zu ziehen - um eine eventuelle Überspannung nicht durchs Haus zu schicken - also hier soll ich das Gestell direkt an den Erder führen, ebenso die DC ÜSS. PA geht hier auch durchs Haus durch den Keller bis in die Erde. HAK ist aber unterm Dach.
PA muss zwar eigentlich getrennt geführt werden im Haus - macht aber selten einer lt. meinem Eli.

Deshalb hat mein Elektriker vorgeschlagen, aussen zusätzlich ein 8mm Runddraht (50mm²) direkt zum Erder zu ziehen - um eine eventuelle Überspannung nicht durchs Haus zu schicken - also hier soll ich das Gestell direkt an den Erder führen, ebenso die DC ÜSS. PA geht hier auch durchs Haus durch den Keller bis in die Erde. HAK ist aber unterm Dach.
PA muss zwar eigentlich getrennt geführt werden im Haus - macht aber selten einer lt. meinem Eli.
Ich hatte dazu jetzt ein Leerrohr vorgesehen das getrennt verlegt ist.
Wenn ich das nicht hätte, würde ich das genau wie du machen. Was hilft es einen Potenzialausgleich zu haben und durch die induktive/kapazitive Kopplung geht der WR trotzdem kaputt.
Ich habe auf dem Speicher auch noch zwei GAKs mit SPD für die Strings. Braucht man nicht unbedingt da die meisten WR SPD Type 1 schon eingebaut haben.
Ich hoffe mal das es hilft. Wenn es soweit ist werde ich berichten :lol:

Bei einem vorhandenen Aussenerder (Blitzableiter) werden Traggestelle und die Module darüber geerdet.
An der Hauserdung / PE hängen dann lediglich der/die GAK mit ihren Überspannungsableitern.
Bei Dehn gibts dazu eine Broschüre zum Download.

Man sollte sich klar machen was man tut!

Wenn auf der Anlage eine Überspannung erzeugt wird die durch die Erdung abgeleitet werden muss macht es keinen Sinn dies über die PAS zu erledigen, in meinen Augen.
Warum will man sich den Blitz ins Haus holen?

Kreuzerder setzen der nur die Erdung der Anlage übernimmt, so bleibt der Blitz draussen und trotzdem ist es VDE konform.

Hallo

Mit Blitzschutz ist es wie mit dem Sicherungsautomaten.
Der Sicherungsautomat schützt das Kabel vor Überlastung.
Der Blitzschutz mit allen seine Erdungsmassnahmen schützt das Gebäude vor Feuer.

Alle Träume, das eine Erdung irgendein Gerät vor Beschädigung durch einen Blitzeinschlag schützen kann, könnt ihr begraben.
Selbst bei einem Naheinschlag im Nachbarhaus sind meist nur die Kabel zu retten.

Den Fall haben wir gerade gehabt: Einschlag im Nachbarhaus. Bei uns waren vom Ferneher bis zur Heizung alle Geräte defekt, die in der Steckdose steckten. Dazu natürlich alle Vorräte in der Tiefkühltruhe und im Kühlschrank verloren. Selbst der neue Stromzähler hat es nicht überlebt.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas

Thomas

Dann ist der Einschlag in dein Haus wahrscheinlich sogar über die Erde oder den Neutralleiter gekommen, oder?

Wir hatten das hier bei uns auch schonmal vor einigen Jahren Einschlag im Nachbarhaus, zum Glück nicht ganz so viel kaputt, wie bei dir.
Der letzte Einschlag war vor ca. vier Jahren in der Umspannstation im Ort, da hat es bei uns auch noch ein paar Sachen gerissen, wie zB. den DSL Router.
Daher Zustimmung 100% Schutz gibt es nicht.

Bei etwas so exponiertem, wie einer Solaranlage auf dem Dach ist wirklich zu überlegen, ob man dort eine direkte Verbindung zur Erde herstellen will.
Wenn eine BS-Analge existiert, besagen die Installationsvorschriften sogar, dass die PV-Analge einen Mindestabstand zur BS-Anlage haben muss.

Zuerst sollte man checken, ob man das höchste Haus in der Nachbarschaft hat.
Wenn ja, sollte bereits ein Blitzschutz existieren, da das höchste Gebäude im näheren Umkreis das bevorzugte Ziel von Blitzen ist.
Wenn nein, und es existieren noch mehrere höhere Gebäude im Umkreis, dann könnte der Blitzschutz sogar eine Einladung für die elektrische Entladung sein, sofern der Widerstand der feuchten Luft in Reihe mit dem Widerstand deiner BS-Anlage niedriger ist, als der Widerstand des Nachbarhauses ohne BS-Anlage.
Entladungen suchen immer den Weg des geringsten Widerstandes...

Und nochmal zur Erinnerung für alle, die über Blitze nachdenken:
Blitze haben Entladungsströme von mehreren 10.000 Ampere bis zu mehreren 100.000 Ampere, das Kabel, was das aushält, ist für Otto-Normalverbraucher nicht wirklich finanzierbar.
Die einfachen BS-Anlagen, die ich kenne haben einen Metallstab, der außen am Haus möglichst nicht parallel zu irgendwelchen anderen Leitungen oder Metallkonstruktionen entlang läuft, um dem "blinden" Blitz den nächsten Weg zur Erde zu zeigen.
Der Metallstab haucht bei dieser sozialen Geste i.A. sein Leben aus und muss ersetzt werden.

Herzliche Grüße

Dachständer und Blitzableiter nun weg.
Ich schicke die Blitze jetzt zu meinen Nachbarn alle mit geerdeten Dachständern und ab und zu PV.
Von dort aus kommen sie zu mir nicht mehr an mehreren Überspannungsableitern aus dem Erdkabel und Telekom vorbei.
So geht seit Jahrzehnten nichts kaputt, obwohl in Strasse immer Schäden.

Fragen tun sie immer wieder, warum bei mir nie etwas kaputt ist. :grin:

Ein Hoch auf die Nachbarn mit den hohen Häusern!!! :mrgreen:

Herzliche Grüße

Mit den hohen geerdeten Ständern. :grin:

Fragen tun sie immer wieder, warum bei mir nie etwas kaputt ist. 😁
Du hast bestimmt Stromwichtel im Keller, die ernähren sich von solchen Überspannungen und machen dann Winterschlaf bis zum nächsten Blitzeinschlag. :D

Herzliche Grüße

Wichtel von Hager, den Chinesen traue ich das nicht zu.
6kV Überspannungsableiter in Trafostation schluckt von den Dachständern der Nachbarn in mein exklusives Erdkabel auch was weg.

An den letzten Defekt kann ich mich kaum noch erinnern. :thinking:
Nach 30Jahren aber nun wegen Verbrauch vieles ausgetauscht. :grin:

Frage am Rande,
unser Elektriker meinte damals wir müssten nichts machen da der See bei uns alles "schluckt".
Der See ist ca 100m entfernt und ca 30 35m tiefer als die Dachspitze von unserem Haus.

Wir haben daher nichts, und ich meine das ich an den Nachbarhäusern (aus DDR Zeiten noch) die ein paar Meter höher stehen, auch nichts erkennen kann.

Bei meinen Eltern hatte mal ein Blitz im Ort, ca 500m entfernt in den Strommast oder so eingeschlagen, da waren dann auch TV Router und co hinüber.

Der innnere Blitzschutz ist genau deshalb heute Pflicht.
Wer hats erfunden? genau die Vereinigten Versicherungen.

Schäden bleiben dadurch Örtlich begrentzt.
Kleingedruckt wird es vermutlich auch schon.

Wenn äußere Blitzschutz Versicherungen mehr Rendite bringen würde, wäre er bestimmt auch schon Pflicht.

Wohnhäuser brennen heute aber nicht mehr so schnell, meistens bröckelt da nur der Aussenputz wie bei Musikkameraden, Kanonenschlag und die Haare stehn einem zu Berg,

Direkt vorm Wohnzimmer hat dieses Jahr bei mir auch wieder mal einer in den Boden eingeschlagen, zuvor stand da eine 15m hohe Birke die ist jetzt aber weg? Die Wurzel steckt aber noch? Als ob sie noch da wäre :thinking: 5m daneben zwei 10m Wohnhäuser. :grin:

.Moin

Nicht mehr ganz taufrisch, aber Aufschlusreich:

Normgerechte Installation von PV-Anlagen (Elektropraktiker):
https://www.elektropraktiker.de/ep-2006-09-741-744.pdf?eID=tx_mspdamlinks&dlid=59080&hash=0ed7c543255a331493284b8381354931

Erdung von Photovoltaikanlagen (Elektropraktike):
https://www.elektropraktiker.de/ep-2005-12-960-960.pdf?eID=tx_nawsecuredl&falId=7295&hash=d3af319e69d2fd3452d2e943b956b76d

2,5 basssd :grin:

Bei einem Potentialausgleich werden überflüssige, unerwünschte Energieflüsse zu einer Schnittstelle zusammengefügt, die wiederum keine oder nur eine sehr geringe elektrische Spannung aufweist.

Bei einer Erdung wird Energie ohne Sammelstelle, direkt in die Erde abgeleitet. :kissing: