Ausganssituation: Frei stehendes Haus in Miete (deshalb nur BKW), E-Auto, Heizung zum Teil per Klima-Split (logischerweise auch Kühlung im Sommer), Brauchwasser auch über Strom, also sehr hoher jährlicher Verbrauch von ca. 13.000+ kW/h. Mit Kühltruhe + Kühlschrank im Keller + Home Office und Poolpumpe im Sommer dürfte ich einen relativ hohen Grundverbrauch haben (noch nicht gemessen.
Ich denke über eine Anker Solix Pro 3 mit 4 kWp nach. Die Solix hat ja 3600 W/h Eingangsleistung und max. 800 W Einspeisung ins Hausnetz.
D.h. ich will jetzt herausfinden, ob sich ein Zusatzspeicher von 2,7 kWh lohnt oder nicht.
Jetzt zeigt mir die Berechnung im Tool für die 2,7 kWh Speicher, die ja in der Solix Pro drin sind nur extrem wenig Einspeisung ins Netz an.
Im Sommer bei max Sonne sollten die 4 kW Module ja locker die vollen 3600 W liefern, die die Solix Pro aufnehmen kann. Davon werden aber nur max. 800 verbraucht oder eingespeist. Wenn ich das richtig interpretiere, wäre der Akku nach spätestens 1 Stunde voll und würde ab dann alles, was die verbrauchten 800 W pro Stunde überschreitet ins Netz einspeisen.
Das ist aber nicht, was mir die Tool-Berechnung zeigt.
Hab ich da einen Denkfehler oder wird das eventuell falsch berechnet? (Die maximale Einspeisung von 800 ist definitiv eingegeben. )
Kleine Korrektur: kW/h und W/h gibt es nicht, sind. Sind kWh und Wh, aber du meintest in dem einen Fall wohl 3600 W maximale DC-Eingangsleistung.
Du hast einen irre hohen Stromverbrauch mit 13.000 kWh im Jahr. Und so ein Tool kann nur davon ausgehen, dass du die gleichmäßig ziehst, was natürlich extrem neben der realen Nutzung liegen kann. Bei 13.000 kWh sind das 35,6 kWh pro Tag bzw. eine Dauerleistung on 1483 W. Wenn aber nur 800 W eingespeist werden können in dein Hausnetz, kommt selbst ohne Speicher nie die Situation zu Stande, dass dein Strom ins öffentliche Netz gespeist wird.
Beispiel: Du ziehst tagsüber nur 100W Grundverbauch und Abends hängst du das E-Auto zum Laden dran und ziehst auch sonst richtig viel. Dann hast du von dem produzierten Strom fast nichts. Der Akku ist ganz schnell voll und der Rest wird fast vollständig verschenkt.
Was Du beschreibst verstehe ich. Meine Grundlast wird vermutlich mind. 400 W sein und ich ziehe natürlich deutlich mehr, wenn Warmwasser-E-Boiler und Klimaanlage (heizen/kühlen) laufen. Das Auto zieht nur langsam mit 1800 Wh.
Meine eigentliche Unklarheit kommt von der Tatsache, dass ich mit max 800 W Nutzung vom BKW und niedrigem Speicher ja schnell ne volle Batterie habe im Sommer. Wie du richtig schreibst, würde ich dann den Überschuss in Netz herschenken. Aber das Tool gibt mir trotzdem insgesamt einen extrem hohen Selbstnutzungswert. Den könnte ich in meinem Verständnis nur durch mehr Speicher oder direkter Nutzung der 1200W aus dem Speicher erreichen. Aber selbst damit würde die Batterie schnell voll sein, weil ja nur 2000 W rausgehen und bei peak 3600 W rein.
also der Rechner zeigt mir nicht, wieviel ich aufgrund des zu kleinen Akkus gratis einspeisen würde. Der selbst genutzte Strom dürfte im Setup mit 2,7 kWh Akku und 3600 W Maximalleistung der Module niemals so hoch (3540,27 kWh) sein.
Das ganze hilft mir trotzdem, es ist halt schade, dass ich den Rechner jetzt nur bedingt einsetzen kann. LG
Du kannst es auch anders rechnen: Bei 4kWp Modulleistung wird es dir an recht vielen Tagen gelingen, einen 2,7 kWh Speicher voll zu bekommen. Und die kannst du dann in Zeiten nutzen, wo nicht von der PV-Anlage kommt. Du hast damit an allen Tagen diese 2,7 kWh vor der Einspeisung ins öffentlich Netz gerettet und für dich nutzbar gemacht.
Grob übern Daumen kann man da mit 200 Tagen rechnen. Rechnet man jetzt noch 10% Verluste raus und 5% Restkapazität, die man nicht nutzen sollte, sind das dann etwa 2,3 kWh * 200 = 460 kWh, die du pro Jahr mit einem Speicher sparst. Bei 0,3 Euro sind das dann 460 kWh * 0,3 Eur = 138 Euro.
An einem sonnigen Tag im Frühling/Sommer bekommst du mit 4kWp etwa 20 kWh Strom geerntet. Wenn man die 400 W Grundlast für 10 Stunden mal abzieht, bleiben dir noch 16 kWh Überschuss, den du speichern könntest. Da ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass auch ein zweiter 2,7kWh Speicher sich noch ganz ähnlich rechnet, wie der erste.
Ich würde beim PV-Tool mal versuchen, mit weniger Verbrauch zu rechnen, dann kommt das vermutlich besser hin. Rechne mal nur mit den 400 W Grundlast, also 3500 kWh Verbrauch pro Jahr.
Großartige Antwort, ich werde das mit weniger Gesamtverbrauch rechnen und vergleichen. So oder so hab ich jetzt ein gutes Gefühl, wie ich das berechnen kann. <3