Anfängerfrage: Erweiterung der Balkonsolaranlage. Welche Akkugröße?

Hallo,

Meine seit ca 1Jahr bestehende Balkonsolaranlage soll erweitert werden.
Bestand:
2 Bifazeale Module volle Südausrichtung (ca 430W/St.) an einem Hoymiles 800W 2T und für die Nulleinspeisung einen Ferrariszähler.

Da wir davon ausgehen das der Zähler bald getauscht wird möchten wir die Nulleispeisung über einen Akku realisieren.

Geplant, (oder Besser meine Gedanken):
Die Bestehenden Module mit 2 (gleichen) Bifazealen Module zu 2S2P erweitern. Die Halterungen werden um eine manuelle Neigungsmöglichkeit (Sommer flach, Winter steiler) erweitert
Jeder String hat einen eigenen MPPT die am Ausgang Paralell geschalten einen Akku laden. Mit dem vorhandenen Hoymiles, per opensorce Webapplikation und Shelly 3EM soll die Nulleinspeisung realisiert werden.

Meine Fragen wären:
Akkuspannung: 24 oder 48V? (Hoymiles verkraftet 65V)
Funktioniert der günstige PowMr 60A gut mit 2 Solarmodulen an 48V bzw 51,2V Akkus?
Wie groß muss der Akku sein, (Akkukapazität) bei Modulleistung von ca. 1880Wp und Jahresverbrauch von 3500-4000KWh. (ja wir haben einen Boiler)?
Habe Ich irgendwo einen Denkfehler, oder gibt es mittlerweile bessere Lösungen? Bitte Schreiben.

Liebe Grüße
Michael

Alles richtig @Eisbaer09

Akku mit 24V Spannung bringt am HM 800 nicht die volle Leistung. Der hat eine im Datenblatt nachzulesende Eingangstrom Begrenzung (in meinem Fall 14 A je Eingang) Spannung (V) mal Stromstärke (A) gleich Leistung (W). Mehr als DC 700W bei 25 V geht dann nicht und am AC Ausgang kommt etwas weniger an (Wirkungsgrad des WR).

Wenn du bald einen digitalen Zähler bekommst, dann brauchst du keine Shelly mehr sondern einen Lesekopf. Der digitale Zähler hat eine IR Schnittstelle. Die muss man erst freischalten und dann morst das Teil alle Verbrauchsdaten über die Schnittstelle aus.

Da dein WR nur direkten Kontakt zum Akku hat, und ein LFP 48V Akku die zulässige Spannung nicht überschreitet passt das. Die PV Module gehen ja an einen MPPT Laderegler. Schau nach welche Eingangsspannung der verträgt. Du darft dann Module in Reihe schalten und auch höhere Spannungen PV seitig an den Laderegler geben. Der Akku sollte den Ladestrom vertragen. Da bei dir 1880W geliefert werden können, entsteht ein Ladestrom von 40 A. Der Akku sollte also mindestens 40Ah haben. Mehr geht immer. Was Sinn macht, wird von den Parametern abhängen, die deiner Entscheidung zugrunde gelegt werden sollen. Dazu macht es Sinn, die Verbräuche (auch nachts) zu ermitteln.

Du kannst hier im Forum oder auch an andern Stellen im Netz viele Hinweise finden.
L.G.

Bei nkon gibt es gerade sehr günstige LFP Zellen in 105Ah z.B. Evtl. würde ich aber noch höher gehen, schadet auch nicht 280Ah zu nehmen. Einen 48V Akku bekommst Du so mit BMS unter 1000Eur in DIY, ein Fertigakku kostet mind. das doppelte. 48V macht hier tatsächlich mehr Sinn, auch wegen des optimalen Arbeitspunkts der WR. Bei 24V bekommst Du nicht die volle Leistung, wie deff schon erwähnt hat. 280Ah wären zwar bei der Größe der PV übertrieben, aber am Ende kosten dich die 280Ah nur wenige 100 Euro mehr und Du hast Reserven, die auch mal ein paar graue Tage überbrücken.

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@paddy72
die Preise für Akkus sind immer noch im Sinkflug. Ein Fertigteil in Form eines KfZ Akkus für mit 50 Ah und 51,2V LFP gibt es in der e-bucht schon für 300 bis 400 € für 2,5 kWh. Wer mehr will, kann auch Stand- und Wandakkus für Preise um 1200 € für 10 kWh kaufen. Doch 10 kWh sind vielleicht ein wenig übertrieben für das Setting mit 4 Modulen.

@Eisbaer09
Akkus aus Zellen zusammen bauen, mit Busbars verbinden, BMS Verkabelung, Verspannung und Gehäuse ist schon ein gewisser Aufwand. Kostet kein Geld, aber Zeit.

L.G.

Herzlichen Dank für die sehr guten Antworten und Tipps.

Stimmt, P=U*I
Fazit mind. einen 36V-Akku verwenden, besser 48V .
Ausserdem könnte man den Leitungsquerschnitt verkleinern.

Ja, ich hatte vor 2 Strings mit 2 Panels in Serienschaltung zu bauen. Jeder String geht in einen eigenen MPPT. Als MPPT dachte ich an die günstigen "Blechkisten" PowMR 60A. Die machen auch die 48V am Ausgang. Aber wie funktioniert der Eingang, wenn da nur 2 Module in Serie dranhängen und es gerade mal Wolkig ist. Kommen dann auch noch 48V am Ausgang raus? Also wenn die Eingangsspannung unter 48V sinkt.
Wobei ich auch noch nicht weiß wie die 48V berechnet werden. (Ob mit 15 oder 16 Zellen).

Das gefällt mir :smiling_face_with_three_hearts:

Wie ist da nur die Qualität? Hat jemand Erfahrungswerte?

Eine uns bereits für Verdampferakkus bekannte Adresse.

So um die 5Kwh denke ich wird für den Anfang erst mal reichen.

Zeit spielt bei mir weniger eine Rolle (Rentner). Es macht mir auch Spaß so was zu bauen.

Neue Idee:

Wie denkt Ihr darüber wenn ich meine angedachte manuelle Verstellung des Winkels (Sommer flach, Winter steil) durch einen Linearantrieb ersetzen würde? Einfach mit einem Voltmeter den Maximum messen. Könnte man z.B. auch mit nem Arduino steuern.

Nochmals Danke für die Antworten

Grüße
Michael

dann brauchst du 2 Kisten, denn m.A. gibt es nur einen PV Eingang.

Auch bei Wolken bricht die Spannung nicht stark ein (wenige Volt) . Allein der Strom läßt gewaltig nach.

Viel Aufwand, das alles sturmsicher zu konstruieren. Als Module noch viel teuerer waren, war Solar tracking in aller Munde. Schau sie dir an, die Teile, die heute angeboten werden Diese 2 achsigen "Solar Tracker" kosten deutlich mehr, als die Module, die sie tragen können und steigern den Ertrag vielleicht um 30 ´bis 40%.

Bei dir geht ja nur eine Achse, da reicht die Handverstellung doch aus. Erwarte keine Wunder. Arduino braucht´s auch nicht. 2 Fotodioden nebeneinander, dazwischen eine schmale Wand. Die wirft Schatten auf eins der beiden, wenn die Ausrichtung nicht perfekt ist. Kleiner OpAmp steuert die H Brücke des Gleichstrom Motors, so dass er vor und zurück dreht, bis beide Fotodioden gleiche Helligkeit messen. Hab ich mal vor 30 Jahren mit einem Antennenrotor gemacht und damit eine Ost-West Nachführung gebaut. Lief und war lustig anzuschauen, bis zum nächsten Sturm. Das war´s dann.

L.G.

Hallo deff,

Ja, das war meine Absicht. Zum einen für den Fall dass mal ein Strang ausfällt, läd noch der andere Strang, zum anderen: falls später mal ein 2. Akku installiert wird kann ich die Stränge komplett bis zum Wechselrichter Teilen.

Danke das ist eine sehr wichtige Information für mich.
Ich Versuche mich gerade durch das Datenblatt meiner Panele zu lesen:
(Wollte gerade das Datenblatt hochladen, darf ich aber als neuer Nutzer noch nicht)
https://www.jasolar.com/uploadfile/2022/1130/20221130094951200.pdf

Naja ich will ja kein richtiges Solartracking, sondern nur die Module, die nach Süden gerichtet sind optimal anstellen. Stabilität ist schon klar, ich dachte dabei: so in der Art wie ein Scherenwagenheber beim Auto mit einer einfachen Gewindestange als Spindel.

Grüße
Michael

Moin,

in dem Datenblatt ganz unten sieht man die Diagramme. Die Spannung unter Last (Mpp) bei 200W Licht (Bewölkung) beträgt ca. 30 V. Bei Sonne (1000 W) ist sie mit 32,8 V angegeben. Doch sinkt die Spannung bei Erwärmung der Module. Der thermische Effekt ist mit 0,26%/C angegeben. Die Datenblatt Angaben beziehen sich auf eine Oberflächen Temperatur von 25 Grad. Bei vollem Sonnenschein im Sommer bei 30 Grad Luft werden die Module gewiss auf 55 Grad erhitzt. Um 7% bis 8 % wird die MPP Spannung im Sommer sinken.

Bei 2 in Serie wird also für den 50 V Akku eventuell etwas knapp. 56,x V wird beim vollen Akku anstehen. 2 V schluckt der MPPT.

Der MPP Lader muss auch noch die max Leerlaufspannung vertragen.Für die max. Serien Spannung nimmt man die V leerlauf + 10 Reserve. Hier also 38,32 + 10% = 42V. Bei 4 Stück in Reihe kommt man mit MPPT Ladegeräten bis 200V PV Eingang gut aus. Bei 2s2p reichen 100 V Ladegeräte.

Edel und teuer, dafür aber wasserfest und mit Bluetooth sind Geräte der Marke Victron. Bei mir werkeln Geräte von Epever. Die arbeiten schon seit Jahren. Dazu gibt´s einen WLan Stick als Zubehör für ca 20 €. Damit kann man das Gerät auf der CN Cloud anmelden und dann die aktuellen Werte aus der Ferne abfragen.

Mit dem PowerMR habe ich keine Erfahrung. Sein Limit am PV Eingang liegt bei 160V. Das könnte bei 4s etwas knapp werden, wenn es im Winter sehr kalt ist. Dann steigt die Spannung an den Modulen im Leerlauf um die o.g. 10%.

Bei der Auswahl des MPPT achte darauf, dass er auf die Ladecharakteristik von LFP Akku´s eingestellt werden kann. Aus historischen Gründen kommen viele mit den Parametern für Blei Akkus daher. Das sollte man anpassen können.

L.G.

Hallo Deff,

Das ganze braucht doch mehr Hirnschmalz als ich anfangs dachte.

Habe jetzt in der Rechnung nachgeschaut welche Module (von den 6 im Datenblatt aufgeführten) ich genau habe. Es sind die 425W Module.

Also rechne ich mal:
32,01 Vmp (bei voller Sonne) -10% (wegen Wärme im Sommer) = 28,81 Vmp Im Sommer bei voller Sonne und maximaler Erwärmung.
Da ich 2 Panels in Reihe geschalten habe komme ich auf 57,6 Vmp, 2 Volt schluckt der MPPT (sagen wir mal 2,6V), dann bleiben an den Akkus 55V bei voller Sonne übrig.

Ein Akku mit 16 Zellen hat ja eine Nennspannung von 51,2V aber (!!!) die Ladeschlussspannung einer LiFePo4 Zelle ist 3,6 bis 3,65V.
D.h. ein voll geladener 51,2V Akku hat voll geladen eine Spannung von 57,6V
Das schaffen meine Panels nicht!!!

Ein Akku mit 15 Zellen hat eine Ladeschlussspannung von 54V. Das würde funktionieren, aber nur bei vollem Sonnenschein. Bei Bewölkung sieht das u.U schon wieder anders aus.

Für mich heißt das jetzt: 36V ist das Optimale für unser Balkonsolarsystem.

Das war übrigens genau meine Eingangsfrage: "Ob 2 Module ausreichen einen 48V akku zu laden" Ich hatte schon die Befürchtung, dass Sie nicht ausreichen. Irgendwie hatte ich gehofft, das intern im MPPT die Spannung z.B. bei zu wenig Sonnenschein "hochgetaktet" wird.

Ich danke Dir für diese super ausführliche Antwort. :+1:

6 Panele aufstellen wäre mir am liebsten, aber dann bin ich über der gesetzlichen Regelung von max.2000Wp :face_vomiting:

Ja leider.

Andreas hat in seinem Video MPPT´s von PowMr und Epever vorgestellt. Ich habe mal einfach den PowMr ins Auge gefasst, weil er scheinbar recht flexibel ist (was Eingangs- und Ausgansspannung betrifft), habe mich aber noch nicht entgültig festgelegt. So läd dieser scheinbar 12V, 24V, 36V und 48V Akkus. Der Epever konnte in diesem Video nur bis 24V Akkus laden. Allerdings ist das Video auch schon 2 Jahre alt und es gibt mittlerweile noch andere MPPT´s. Welcher MPPT es letztendlich schafft eingebaut zu werden ist noch nicht entgültig gekärt (ich bin dafür offen)

Zu was braucht man einen Stick am MPPT? Oder meintest Du am Wechselrichter? Der Hoymiles hat übrigens schon W-Lan (leider auch mit Cloud). Da kann man die Ausgangsleistung über die App Steuern (leider nur in % und nicht in Watt). Die Funktion will ich mit der Opensource-Lösung (deren Namen ich immer vergesse) nutzen.

Ich kenne das vom Modellbau. Muss da jedesmal das Ladegerät von NiMh auf LiPo umstellen. Akkuspannungen beachten sind Wichtig. Sonst Akku kaputt oder schlimmer noch, Er explodiert.

So genug Roman geschrieben.

Ich danke dir für die sehr gute Antwort, sie hat mir im Verständniss sehr gut weitergeholfen.

Grüße
Michael

Hallo Micha,

du hast alles wichtige richtig erfasst und kannst die Daten verarbeiten und selbst rechnen. Das ist supi.

Von Epever gibt es einige wenige Geräte, die nur 12 und 24V können. Die anderen gehen bis 48V und arbeiten mit LiFePo. Den Wlan Stick oder ein USB Adapter braucht man, weil es am Gerät keine Möglichkeit gibt, die Ladeparameter zu ändern - Standard ist Blei.

Es ist ein wenig schade, dass deine Module nur 54 Zellen haben und deshalb etwas nach oben fehlt (es gibt auch Module mit 60 bzw 72 Zellen).

Wirklich voll laden bis Vmax muss man die Akku´s nicht. Meiner mit 8 Zellen wird im Regelbetrieb nur bis 27,4 V also 3,425 V pro Zelle. Schau dir die Ladekurven der LFP Zellen an, die Spannung verändert sich an beiden Enden, doch für die Kapazität ist das nur von untergeordneter Bedeutung. Entweder ist der Akku zu 99% voll oder auf 5% entladen (bei 3 V).

Sonnige Wochendende (ach ja, Renter haben immer Wochenende :smiley:
Ciao

Ich rechne fürn Sommer mit -15% der Spannung. Bei powmr, epever oder easun sind 3 panels in Reihe besser, geht auch: 2 strings je 3 panels parallel. Die 51V 280-315Ah kits haben alles was man braucht. Drunter ärgerst dich nur irgendwann, spätestens beim 1. Regentag

Hallo zusammen,

OK, da war ich mit 10% optimistischer, habe da überhaupt keine Erfahrungswerte.

Würde ich liebend gerne machen, dann bin ich aber leider über den, für ein Balkonkraftwerk erlaubten, 2000Wp.

Die Befürchtung habe ich auch.

Ja, das war mir vor deinem gestrigen Post noch völlig unklar. Irgendwie war ich auf dem Trip; die Module sind alle irgendwie gleich und unterscheiden sich nur in Nuancen.
Der Kauf damals war so ein Komplettangebot, von dem wir 2 gekauft haben. eines für die Schwiegermutter unten im Haus und eines für uns.
Der Hoymiles Wechselrichter mit 800W war damals auf Risiko gekauft. Es lief gerade die erste Petition, die noch nicht gesetzlich abgesegnet war. Und Hoymiles eben weil es da mit anderen Wechselrichtern Probleme mit nicht vorhandenen Abschaltrelais gab.

Der ursprüngliche Gedanke war die Module der Schwiegermutter in unser System zu übernehmen (damit wir 4 gleiche Module haben) und Ihr neue (Ähnliche) zu Kaufen.

Nach Deinem gestrigen Post, kam mir der Gedanke ich könnte zu meinem 54 Zellen Modul ein Modul mit 72 Zellen in Reihe schalten. Dazu habe ich mir mehrere Datenblätter von 144 Halbzellen (was auch immer eine Halbzelle ist) Modulen angeschaut und bin mit der Stromleistung auf keinen grünen Zweig gekommen. Eigendlich auch klar denn P=U*I. Soll heißen: Module mit einer annähernd gleicher Leistung, aber einer höheren Spannung müssen weniger Strom abgeben.
Ich würde sagen da brauche ich wohl 4 andere Module, bin aber überzeugt da macht meine Regierung nicht mit.

Darüber habe ich mir noch nicht wirklich Gedanken gemacht, hatte aber im Hinterkopf; " Laden bis ca 80% ist für den Akku am besten und er hat eine längere Lebensdauer"

Ich sehe das bei meinen Modellbauakkus. Die dümpeln immer eine Ewigkeit bei 4,2V rum, bevor das Ladegerät endlich mal auf Voll springt (dafür fließt aber nur noch ganz wenig Strom). Und wenn man auf Austellung ist und das Fahrzeug, welches gerade am Ladegerät mit 4,2V hängt, absteckt und fährt, merkt man kaum ein Unterschied in der Laufleistung zu einem "Vollen Akku". Ja manchmal will man unbedingt das Fahrzeug fahren das am Ladegerät hängt. Meine Modelle haben alle einen fest eingebauten Akku. Den kann man wegen der größe nicht mal ebenso tauschen. Aber dafür haben alle E-Antrieb :wink:

Zusammenhänge von Strom und Spannung sind mir aus meiner Berufsausbildung nicht ganz unbekannt. Auch das, dass Spannungen mit 25KV und hohem Innenwiderstand nicht so gefählich sind wie Spannungen mit 4KV und geringerem Innenwiderstand.
So das war jetzt ein kleines Rätsel, welchen Beruf habe ich einmal gelernt?
(Den Beruf gibt es heutzutage in dieser Form nicht mehr)

Leider fehlt heute die Sonne :frowning: Man könnte ja mal einen Vorschlag für eine Petition machen: Tagsüber nur Sonnenschein ohne Wolken, Wolken und Regen nur Nachts :rofl:
Immer Wochenende stimmt nicht ganz, mit einem älteren Haus hat man immer genug Arbeit.

Wünsche viel Spaß beim Rätseln.

Schönen Sonntag
Gruß
Michael

@Eisbaer09

Hallo Michael,

heiteres Beruferaten mit Robert Lembke? Toll. Hat ihr Beruf mit Messen und Regeln zu tun?

Scherz beiseite. Bei mir werkelt ein HMS an einem 25,2 V Akku. Statt 800W kann ich "nur" ca 600 bis 650W in mein Hausnetz einspeisen. Das reicht für die meiste Zeit. Und wenn die Heizstäbe im Geschirrspüler oder der Waschmaschine eingeschaltet sind, dann reicht es ja ohne hin nicht. Das wäre eine Variante, bei der du keine Probleme mit den 54 Zellen Modulen haben wirst. Halbe Zellen sind halbierte Zellen in der doppelten Anzahl. Die Idee kam von der TH Aachen - wenn ich nicht irre. Die erste Reihe ist oben im Modul, die zweite Reihe unten. Beide Reihen teilen sich die 3 Buypass Dioden, die in der Mitte des Moduls angebracht sind. Die halbe Zelle treibt weniger Strom, weshalb die Leiterbahnen oben auf der Zelle etwas schmaler ausfallen. Damit will man etwas mehr Leistung und ein besseres Schatten Verhalten erreichen.

Eigentlich wolltest du ja was zur Akku Größe erfahren. Mein 20 kWh Akku wird von 2 PV Feldern gespeist, die zusammen 3,4 kWpeak leisten können. Diese Zahl ist aber rein theoretisch, denn die beiden Felder sind unterschiedlich ausgerichtet. Das Maximum war bisher 2,5 kWpeak.

Das wäre bei dir gewiss zu groß. Deine 4 Module mit zusammen 1,9 kWpeak könnten an sehr sonnigen Tagen ca den 5 bis 6 fachen Ertrag liefern, d.h. 10kWh reichen völlig aus um den gesamten Strom solcher Tage zu speichern. Das ist die "Geiz" Variante (nur nix verschenken). Die muss man aber auch verbrauchen, sonst verschenkt man den Strom am darauf folgenden sonnigen Tag. Die andere Sicht ist: wieviel brauche ich in der Nacht. Das kannst du mal ausmessen. 1-2 kWh sind es bestimmt von Sonnenaufgang bis Untergang.

Eins steht fest: über den Winter kommen wir damit nicht.

Ciao

Der WR wird ja "nur" aus dem Speicher betrieben. Da müsste doch vollkommen latte sein, wie viel an Panels am Dach hängt?

Hallo Zusammen,

Mit messen ja, regeln eher nicht. Vielleicht mal messen an einer Regelschaltung. Tipp: Die m.M. nach wichtigsten Geräte in der Werkstatt sind Voltmeter, Ohmmeter und Trenntrafo. :wink:

Da sind wir gerade dabei, das einmal über ein paar Tage zu ermitteln.
Wenn ich den Jahresverbrauch (ohne Balkonkraftwerk) auf ein Tag herunter rechne, verbrauchen wir ca 8,5Kwh/Tag

Prinzipiell sehe ich das auch so, aber greift bei einem Balkonkraftwerk mit Speicher da die gesetzliche Bestimmung mit max 2000Wp nicht?

Meine Frau, kam mir gestern mit einer komplett Fertiglösung an. Darin Enthalten: Akku mit 2,5KW und Wechselrichter in einer Kiste, 4 Solarpanels, Shelly. Das ganze mit Lieferung für fast 900,-€
Jetzt will Sie von mir Preise zum vergleichen. Auf der Suche nach Preisen bin ich aufgeschreckt, weil die von mir angestrebte Lösung mit OpenDTU nicht funktionieren wird, da mein Wechselrichter schon W-Lan integriert hat.
Jetzt bin ich etwas ratlos und suche nach einer Lösung die den Shelly mit dem Hoymiles hms-800w-2t zur Nulleinspeisung verbindet.

Kann mir da Jemand eine Lösung nennen?

Danke
Grüße
Michael

Moin,
mag sinnlos erscheinen, ist aber für das vereinfachte Meldeverfahren im Marktstammdatenregister vorgesehen. Im Handbuch zum vereinfachten Meldeverfahren steht´s so drin. Abzurufen ist es hier:

@Eisbaer09
Das Problem mit dem HMS mit eigenem WLAN könntest du durch Tausch lösen. Neu hab ich den HM ohne WLAN bei Reichelt gesehen. Verkaufen kannst du dein Gerät über Kleinanzeigen o.ä.

zum Beruf: Radio- und Fernsehtechniker?

L.G.

Dazu kannst Du mir gern mal einen Link geben :wink:

Ich tippe auf Marstek, statt Shelly ihr eigener Mist.

Hallo,
welch merkwürdiges "Sonderangebot" ist das denn. Ein WR mit 2000W ist erstmal nicht anmeldefähig (im vereinfachten Verfahren). Der WR hat zwar 4 PV Eingänge, doch um ihn mit dem Marstek B2500 zu verbinden, muss man einen anderen Weg gehen. Die PV Module werden an den Marstek angeschlossen und er hat nur 1 Eingang. Ob ausreichend Y Verbinder beigefügt sind, ist dem Angebot nicht zu entnehmen. Die müssten dann auch für besonders hohe Ströme ausgelegt sein. Vom Marstek geht es dann aus dessen Ausgang zum WR. Da der WR pro Kanal nur 13 A audnehmen kann, müssen auch hier Y Verbinder eingesetzt werden, um wenigstens 2 Eingänge parallel zu nutzen. Laut Datenblatt kann der Marstek 1100W maximal aufnehmen (oder 50A). Von den 1800 W PV Leistung bei guter Wetterlage wird ein Teil nicht genutzt.

Die "Wunderkiste" Marstek soll über ihren Ausgang den WR steuern und in der Leistung auf 800W drosseln. Das heißt, im Marstek sind 2 Dc/Dc Wandler enthalten, einer für den Eingang (von 12V bis 59V - ein step up converter) und einer für den Ausgang (step down). 2 mal Umwandeln = 2 mal Verluste.

Auf mich macht das Angebot keinen attraktiven Eindruck. Wenn die Steuerung mittels des mitgelieferten Sensors funktionieren soll, wird das wahrscheinlich nur über die CN Cloud funktionieren. Eine zeitnahe Anpassung der WR Leistung an den aktuellen Verbrauch wird daher einige Zeit in Anspruch nehmen. Und wenn die CN Cloud abgeschaltet wird, geht nix mehr.

Gewiss gibt es Möglichkeiten mittels Raspi und HA eine eigne Lösung zu programmieren. Doch das geht mit deinem HMS mit WLAN gewiss auch.

Mögen die Fachleute gnädig mit meinen Anmerkungen umgehen. Ich komme nicht aus der Branche und habe einfach nur gute Erfahrungen mit AHoy (openDtu) gesammelt. Meine Laderegler arbeiten mit einer CN Cloud und da gab es schon Ausfälle. Für mein System ist das aber ohne Bedeutung, da die openDtu davon nicht betroffen ist.

L.G.