Hallo an das Forum
Vor einigen Tagen erreichte mit ein Drohbrief meines Netzbetreibers Mitnetz mit der Mitteilung, in absehbarer Zeit bei mir ohne meinen Wunsch wegen PV über 7kWp ein IMSYS einzubauen. Das Preisblatt dazu habe ich hier gefunden: https://www.mitnetz-strom.de/Media/docs/default-source/datei-ablage/2025_mns_pb_msb_ab-20250801.pdf?sfvrsn=a4be47f8_4 hier Seite 2, die Tabelle mit den Netzentgelten kann ich gerade nicht finden. Vergünstigte Preise gab es aber nur in den Quartalen 2 und 3 von 22-2 Uhr. Durch PV liegt mein Netzbezug in dieser Zeit bei nahezu NULL.
Jetzt geht es mir um die Kosten für mich. Wenn ich das nach der o.g. Tabelle richtig lese, kostet der Zähler selbst bei Anlagen von 7-15 kWp 50€ im Jahr, bei Anlagen über 15 bis 25 kWp 110€ im Jahr. Für mich nur Geld abschöpfen ohne eine erkennbare Mehrleistung oder ist das bei größerer Leistung ein anderer Zähler ? Als nächstes diese Steuerbox, um meine PV Anlage abzuregeln macht weitere 50€ im Jahr, in Summe 100 oder 160€ im Jahr. Jetzt möchte uns AGNES noch weitere 7€ je kWp im Jahr aufbrummen, macht bei meinen angemeldeten 10 kWp weitere 70€. Und für alle Leser, die das Kleinkram finden: Ich bekomme 7,9 Cent/kWh Einspeisevergütung, davon geht eiskalt noch die Märchensteuer ab. Leider finde ich im EEG die Reglung nicht mehr, dass Einspeisevergütung Netto ist.
Leider ist eine Kommunikation mit Mitnetz unmöglich. Bei Anrufen hängt man ewig in der Warteschleife, bis zur Ansage “Wir haben keine Lust, mit Ihnen zu reden” und Emails werden großzügig ignoriert.
Ich erzeuge knapp 10 MWh im Jahr mit einer Ost/West Anlage. In den ersten beiden Jahren des Bestehens, hatte ich tatsächlich gute 6 MWh eigespeist. Diese Zeit ist vorbei, seit Anfang letzten Jahres läuft LWWP und seit letztem Herbst kam noch eine Funkenkutsche ins Haus. Jetzt liegt meine geschätzte Einspeisung bei unter 3 MWh oder in Geld etwa 200€. Damit sind noch nicht einmal die zukünftigen Unkosten für AGNES und IMSYS gedeckt. Einen zu geringen Netzbezug habe ich auch nicht mehr, waren die letzten 12 Monate etwa 5300 kWh. Daran wird sich bis Sommer 2030, abgesehen von Schwankungen der winterlichen Verhältnisse, nicht viel ändern. Danach wird vermutlich der Verbrauch des Autos im Winter nachlassen, da bin ich dann faule Sau und werde nicht mehr täglich gute 100 km Arbeitsweg fahren.
Kann man dieses IMSYS irgendwie legal umgehen ? Wie funktioniert die Datenübertragung dieses IMSYS ? Könnte ja sein, dass es hier starke Beeinträchtigungen im Mobilempfang gibt. Meine Wechselrichter sind drei Victron MP 3000, die könne sowieso nur 2,4 kW Dauerleistung pro Phase und dies Einspeisung habe ich freiwillig auf 6 kW begrenzt, da bei Volllast in der Eispeisung der Netzbezug wieder unnötig zu nahm.
Um es kurz zu machen, ich will dieses Ding nicht und einen Nutzen oder Vorteil habe ich auch nicht. Selbst dynamische Strompreise bringen mir nichts. Im Sommer habe ich selbst genug Strom aus eigener Erzeugung und im Winter durch Heizung ist Strom bei hohem Verbrauch meist teurer.
Grüße aus dem Vogtland