Ich befinde mich gerade in der Findungs/Plaungsphase für den kommenden PV Ausbau und allem was dazugehört. Zu besseren Verständnis erstmal eine Bestandsaufnahme.
Was habe ich?
Ein Haus das 1938 als Doppelhaus gebaut wurde, irgendwann in den 70/80er?? wurde die rechte Haushälfte in 3 Wohnungen unterteil, eine je Etage. Im Dachgeschoss wurden zwei Räume der linken Hälfte verschlossen und zu der Dachgeschosswohnung auf der rechten Seite geöffnet. Wohnfläche insgesamt ca 330m². Zwei Wohnungen sind aktuell vermietet, die Dachgeschosswohnung muss erst renoviert/saniert werden bevor ich dort neu vermieten kann.
In der linken Haushälfte auf den noch verbleibenden 270m² Wohnen wir. Das Gebäude ist komplett unterkellert. Dach teilweise gedämmt, Kellerdecke ungedämmt.
Eine Gasheizung je Haushälfte ist für Warmwasser (200literWWSpeicher) und Heizung zuständig. Gasverbrauch für uns ca 30-35tsd kWh(Temperaturen aber schon im ungemütlichen Bereich), vorher waren es 40000 kWh pro Jahr für uns, für die Mietlinge etwa 50-70tsd, hier sei gesagt das bis vor kurzen überwiegend ältere Personen dort gewohnt haben. Unser Stromverbrauch liegt bei 4500-5000kWh, letztes Jahr waren es 5000,trotz BKW das 550kWh beigesteuert hat. Stromverbrauch der Mieter ist mir nicht bekannt.
Was habe ich bis jetzt getan?
In unserer Wohnung:
- Heizkörper getauscht überall Typ33 verbaut, dadurch konnte die Vorlauftemperatur schon auf unter 60°C reduziert werden.
- Fenster getauscht, Zweifach verglast.
- Elektrik neu gemacht
- Aktuell fahre ich ein PheV ein BEV ist aber in den nächsten 5 Jahren sehr wahrscheinlich.
- Mittlere Wohnung die Heizkörper getauscht, auch überwiegend Typ 33
- Fenster sind bereits zweifachverglast.
Was möchte ich in Zukunft?
- In erster Linie weg vom Gas als Energieträger.
- Strom für mich und meine Mietlinge lokal erzeugen und speichern.
- BWWP für Warmwasser je eine pro Haushälfte (beide von mir versorgt?)
- LWWP für unsere Seite
- LWWP für Vermietung, wenn sich das bei uns etabliert hat
- Klimaanlage für 3 Räume bei uns, primär zum kühlen. (Wohnzimmer, Schlafzimmer und Büro)
- Einen Wassergeführten Pelletkaminofen als Backup und für die sehr kalten Tage an denen die LWWP die Heizstab einschalten würde (optional)
- ggf. Klimaanlage für die vermietete Wohnung im Dachgeschoss
Als erstes soll das BKW (steht lieblos aufgeständert im Garten rum) weg und durch eine PV auf einem Terassendach ersetzt werden ca 6,6kWp sind geplant. Später soll dann natürlich auch die Dachfläche voll gemacht werden, das Dach hat Platz für ca 66 Module auf der Süd und je 8 Module auf Ost und West. Verschattung gibt es eigentlich nur durch zwei kleine Dachgauben.
Nun kommt die Frage wie fange ich an damit ich keine doppelte Arbeit und Kosten habe.
Ich möchte soviel es geht selber machen, bin Handwerklich nicht ungeschickt und bin gelernter Energieanlagenelektroniker. Batterie also selber bauen und vorzugsweise mit Victron Geräten arbeiten und lieber mit einem CerboGX als mit RasberryPi oder ähnlichen. Den Anfang soll die Garten/Terassen Anlage mit ~6,6kWp, 3x Mp2 5000 und 15kWh Akku machen. Dafür möchte ich Solitek 370W Module verwenden. Hier stellt sich die Frage, WR, Micro WR oder Laderegler? Die 5000er sind am Anfang natürlich etwas überdimensioniert das ist mir bewusst.
Aufs Dach würde ich ~35kWp bekommen, um die Mieter mit Strom aus der PV zu versorgen muss ich den Umweg über die Batterie gehen, wäre es da sinvoller ein Teil der Dach PV über Laderegler direkt die Batterie speisen zu lassen? Wenn ja wieviel?
Mir ist klar dass es aktuell gesetzlich noch Schwierig ist den Strom über diesen Umweg den Mietern zukommen zu lassen. Im worst Case bekommen die einen 800W WR als BKW angemeldet der dann aus meiner Batterie versorgt wird und soweit es geht eine Nulleinspeisung macht. Damit ich den Strom nicht verschenke kann ich entweder einen ungeeichten Zwischenzähler je WE setzen oder aber die Kaltmiete etwas erhöhen. Auch ist mir bewusst das Mieter meinen Strom nicht nehmen müssen, sehe ich aber eher als unwahrscheinlich an.
Eine zweite Anlage aufbauen und diese als VE laufen zu lassen möchte ich nicht, da ich im Winter soviel Strom wie es geht selbst für mich und meine Mieter nutzen möchte.
Die Dachgeschosswohnung ist aktuell meine größte Baustelle, da dort die Fenster mit getauscht werden müssen und entweder die Gauben neu gestaltet oder ggf. entfernt werden. Auch steht die Überlegung im Raum die Dachhaut in diesem Zuge komplett zu erneuern was ein größerer finanzieller Aufwand ist. Daher wird es dieses Jahr noch keine Module aufs Dach schaffen.
