"Alte Inselanlage" soll erweitert werden, aber wie?

Wir haben eine Inselanlage auf Mallorca. Es ist weit und breit kein Stromanschluss vorhanden. Die Anlage kann man hier sehen: Finca Demo Anlage.
Die Anlage ist seit 2018 ohne Probleme in Betrieb. Sie wurde in den Jahren immer mehr belastet, da immer mehr Geräte angeschlossen wurden. Alles funktioniert noch einwandfrei. Die Bleibatterie ist schon sehr groß und nicht mehr “state of the art”. Die Solarmodule werden immer leistungsfähiger, alle Geräte auch. Die Ansprüche steigen. Also muss ich mir Gedanken machen, wie ich langsam auf die neue Battrietechnik umschalten kann. Die Bleibatterie von 1000Ah = 24000 Wh belegt einen ganzen Batterieraum und kann nur bis zu 400Ah entladen werden. (60%) Vom Platz her könnte ich, mit der neuen Batterietechnik, locker die doppelte Energie speichern und fast ganz nutzen. (90%) Sonne ist im Überfluss da, bis auf wenige Tage im Winter.

Jetzt meine Frage. Wie kann man am geschicktesten die OPzS Bleibatterie langsam durch eine LiFePo4 oder Ähnliche parallel ersetzen? Am besten, beide Batterien, so lange die Bleibatterie noch gut in Schuss ist, parallel betreiben. Der Wechselrichter ist ein Victron MultiPlus 24/5000, der nicht gerade darauf wartet, dass ein weiterer Wechselrichter parallel geschaltet wird. ( Nicht zu empfehlen, da zu alt ) Am liebsten wäre mir, 2 Systeme parallel arbeiten zu lassen und das ältere Gerät, wenn es dann so weit ist, abzuschalten. Platz ist genug vorhanden. Einen Wechselrichter, der einen 24 Volt und einen 48 Volt Batterieeingang hat, kenne ich nicht.

Habt ihr da gute Ideen?


Ulrich

Wenn du damit leben kannst, das Blei nur noch bis 27V aufzuladen, könnte man einen 8s LFP Speicher parallelschalten. Nutzt gefühlt 70% der Bleikapazität und 80% der LFP Kapazität und man erkauft sich besseren Ladewirkungsgrad mit bissel Umladeverluste Das ist jedenfalls der Plan für meinen Bleihaufen. Bei so 10h Sonne funktioniert das.

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Kannst du die Bleibatterien auf 48V umverdrahten?

Oliver

Hallo Ullrich ja der Weg zu 48V ist denke ich die Sinnvollere warum ? Mehr Leistung bessere Technik man kann auch 24V Blei und 24 V Lifepo4 in Reihe schalten machbar wäre das aber die ladung muss separat erfolgen, ansonsten Lifepo4 zellen holen und passenden Deye Wechselrichter.

Darüber muss ich mich einmal schlaumachen. D.h. auf ewig auf 24 Volt bleiben.

Auch eine Möglichkeit. Auf die Idee bin ich noch nicht gekommen! Alle Victron Geräte müssten das können. Das schaue ich mir einmal genauer an.

Die Idee auf 48 Volt zu gehen und dann LiFePo4 parallel schalten ist, finde ich, schon mal ein gangbarer Weg. Dann könnte man die Bleibatterie so lange wie möglich noch benutzen. Die wird ja noch ca. 8 Jahre und mehr durchhalten. Den MultiPlus muss ich dann aber ersetzen. Für 48V gibt es ja eine große Auswahl. Danke für die Antworten.

Sorry, das war ein Denkfehler. Die 24 Volt Bleibatterie kann man nicht auf 48V verdrahten, da ich ja nur 12 Zellen habe. Schade. Der Weg ist eine Sackgasse. Ich benötige eine Lösung, wo ich die “alte” Anlage parallel mit einer neuen betreiben kann. Es ginge mit 2 x Victron MultiPlus II. Einen 24 Volt Wechselrichter und einen 48V Wechselrichter. Diese beiden Geräte kann man, nach meinem Wissen zusammenschalten, wenn sie im selben Jahr hergestellt wurden.

Vielleicht solltest du dann doch die Radikallösung ins Auge fassen, und dich von dem Bleihaufen trennen. Dessen nutzbare knapp 15kWh kosten dich neu als LiFePo keine 2000.-

Oliver

Ja, die Radikallösung bleibt mir als letzten Ausweg immer offen. Nur das wollte ich umgehen. Wenn du so etwas machst und hast keinerlei Backup, da es weit und breit kein Stromanschluss gibt, ist das leichter gesagt als getan. Wir haben 2 Gefriertruhen und 2 Kühlschränke…(voll)

Eine technisch machbare Lösung wäre ein Synchronwandler im Verhältnis ca 2,1:1. Der transferiert Leistung in beide Richtungen. Das sollte sich irgendwie bewerkstelligen lassen mit den aktuellen 50A China step downs, die werden kaum warm dabei

Naja ein Deye 6 oder 8K + einen 16s Lifepo4 liegst du bei 3-3500€ und du hast ein System das funktioniert und für die Zukunft auch gewapnet ist, danach kannst du deinen Victron veräusern dafür findet sich bestimmt ein Käufer, wenn du dann noch nen tausender druf legst kannst du einen 32kWh Akku bauen da hast du mehr leistung wie du je brauchst, nachteil der Lifepo4 sie mögen halt keinerlei Kälte sofern das bei euch ein problem wäre.

Komplett neues Victron System aufbauen. (>=5000 MP2).
Dessen ACout dann an den ACin vom alten System.

Matthias

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Stimmt! Das wäre auch eine Lösung. Man müsste nur die Batterieladung dann etwas genauer konfigurieren, sonst wird immer erst die Bleibatterie voll geladen.