Alte Gastherme ersetzen

Hallo zusammen,

Ich hätte da mal ein paar fragen zum Thema Gastherme ersetzen.

ausgangssituation:

Alte Junkers Gastheme (11KW Leistung) mit einem viel zu hohen CO wert (reparatur lohnt nicht wirklich). der Gasverbrauch liegt momentan bei Jährlich ca. 35000 kwh. Das Haus EG (70m²) OG(70m²)ist im vorderen teil 1/3 altbau und wurde vom vorbesitzer 2 mal erweitert (2/3) gedämmt. Das gesamte haus hat doppelglasfenster.

der Plan:

die therme die im Gewölbekeller steht abbauen und durch eine BWWP ersetzen (vitocal) vermutlich. Ein Angebot werde ich die Tage vom Handwerker bekommen (abklemmen der Gasleitung und ausbau des zählers + einbau der BWWP). Heizen möchte ich dann Anschließend mit einem kleinen Holzofen (steht mittig im Hausflur) und 4 Monosplit geräten oder Multisplit je nachdem was besser passt.

Fragen:

  • gibt es klare Empfehlungen welche Splitgeräte angeschafft werden sollen ? Den einbau der Splitgeräte würde ich selber übernehmen (bereits eine billige TCL quickconnect im Flur verbaut mit der ich aber wegen der effizenz nicht wirklich heizen will).
  • Sollte für jede Klima vom Sicherungskasten eine Extra leitung incl absicherung gezogen werden ? wie hoch sind die Maximalen Leistungsaufnahmen im Tiefsten Winter ?
  • Lieber R290 Geräte nehmen zwecks selbstinstallation ?
  • oder würde es sinn machen eine Zentrale normale Wärmepumpe für Wasser und Alte heizkörper zu nehmen ? Diese liegen ja dann Preislich doch deutlich höher ?

Ich glaube da werden die meisten wohl Daikin empfehlen gerade wenn damit auch geheizt werden soll.

Würde ich auf jedenfalls so machen, alleine schon für eine höhere Ausfallsicherheit. Schieflast spielt da auch noch eine kleine Rolle. Elektrische Leistungsaufnahme steht auf dem Außengerät und ist Abhängig von der Größe.

Eine R290 Monoblock Wärmepumpe bekommt man Materialpreis für unter 5000€
z.B. Panasonic Aquarea LT 9 kW

Eine BWWP und 4 Splitklimageräte nur Materialpreis wird bestimmt nicht billiger kommen.

Wenn man die Gastherme gegen eine Wassergeführte Monoblock Wärmepumpe austauscht gibt es natürlich einiges zu beachten. (Heizlast / Heizkörper / Vorlauftemperatur etc.)

Rein technisch vom Anschluss gesehen findet da aber so gut wie keine Veränderung am existierenden Wassergeführtem System statt.

Sprich: Die 4 Rohre für Heizung und WW gehen anstatt an die Gastherme an das Innengerät der WP. Von diesem gehen dann 2 gedämmte Rohre und Strom + Datenkabel durch eine Kernbohrung nach draußen.

Die Bohrung nach draußen würde in jedem Szenario anfallen.

Ich würde die Option mir offenhalten das bisherige wassergeführte System weiterverwenden zu können. Ohne mehr Infos wird es natürlich schwierig konkret zu sagen x oder y ist besser.
Wenn z.B. die Heizungsrohre 60 Jahre oder noch älter sind und neu gemacht werden sollten dann sind das natürlich ganz anderen Voraussetzungen.

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Danke erstmal für die schnellen Infos!

Also im Keller wo die jetzige heizung steht gibt es bereits eine Bohrung nach Draußen 25x25 cm groß (wurde zur belüftung des Kellers gebraucht). Die Brauchwasserleitungen sind alle neu (weißer Kunststoff vor 10 Jahren vom vorbesitzer getauscht) Die Heizungsrohe sind auch neu (Kunststoff weiß) bis auf im vorderen hausteil dor gehen an 4 Heizkörper noch alte Stahlrohre. Die heizkörper sind alle bis auf 2 durch solche ersetzt worden.

Im Keller liegt aber momentan nur 1 Phase Strom Sprich ich müsste aus dem OG dann nochmal ein (5x2.5?) kabel in den Keller legen. Darf ich den Anschluss komplett selber machen ?

Die alte Gasheizung abklemmen wird ja nur ein Fachbetrie machen dürfen ?

Nachtrag: ich sehe gerade die KIT-WC09L3E5 230 Volt 9 kW Monoblock / Hydrosplit von Panasonic R290 kommt ja z.b. auch mit 230v aus ?

Angesichts der Tatsache, dass die Leitungen und Heizkörper ja noch fast neu sind, würde ich den damaligen Invest nicht einfach stilllegen / rausreisen wollen.

Bzw. ich empfehle das nur zu machen wenn du zumindest beide Varianten grob durchgerechnet hast.

Das Strom Kabel kannst du gerne selber legen, der tatsächliche Anschluss sollte :wink: aber ein Elektriker machen.

An die Gastherme sollte auch nur ein entsprechender Fachbetrieb dran.
Der wird aber auch nur den Gashahn und Wasserhahn zudrehen und dann das Teil abschrauben.

na wenn ein normaler 230v Anschluss ausreicht müsste ich ja nichtmal mehr ein Kabel legen. Nur mal zum durchrechnen wäre so ein angebot KIT-ADC09L3E5 230 Volt 9 kW Splitwärmepumpe mit 185 Liter Trinkwasser, 5.420,00 € (nur lurz gegoogelt) alles was ich brauche ? dort ist ja auch der Brauchwasserspeicher mit dabei (Reichen da 180 Liter?).

Selbst die 230V Varianten brauchen zwei separat vorgesicherte Leitungen. (1xHeizstab,1xWP an sich)

Wie wurde denn bisher das Warmwasser zubereitet?

  1. Getrennter Pufferspeicher
  2. In der Gastherme Integrierter Pufferspeicher
  3. Direktes Durchlauf erhitzen des Wassers

Bei 1) kann der ja weiter verwendet werden und man braucht nur das Außengerät , nur das 3 Wege Ventil muss an die WP dran.

Bei 2) und 3) würde das von dir verlinkte Set verwendet werden können

Wieviel Speicher du brauchst kannst nur du selber beantworten.
Wenn z.B. 4 Personen 2 mal am Tag duschen und man noch den Whirlpool füllen möchte wird es logischerweise "etwas" knapp.

im moment steht ein alter junkers pufferspeicher neben der Therme. Also sehe ich das richtig das es bei den monoegräeten keine einheit mehr im inneren gibt sondern das wasser einfach erwärmt dann in meinen pufferspeicher und die Heizung fließt ? Dann hätte ich ja nichtmal die Problematik mit leitungen evakurieren oder entlüfte. ist das denn so effezient wie eine Splitanlage ?

Richtig der gesamte Kältekreislauf findet im einem Gerät statt.
Es muss nichts mit Kühlmittelleitungen gemacht werden.

Der Wärmetransport findet über ganz "normalen" Wasserleitungen statt. (Gedämmt nach draußen)

Vom Aufbau her kannst du es dir so vorstellen, als würde deine Gastherme nicht am Keller an der Wand hängen sondern draußen an der Hauswand.

Von der Effizienz her sind Luft-Luft und Luft-Wasser Wärmpumpen vergleichbar, da kommt es eher auf den Herstellen an.

Super echt vielen vielen danke für deine Infos! Also damit steht es für mich eigentlich fest das es ein Monoblock gerät wird das erspart mir die meiste Arbeit. Gibt es irgendwelche Empfhelungen ? oder ist die Panasonic Aquera da schon der Tipp ? wo bestellt man die am besten ? würde es sinnmachen den Pufferspeicher dann durch einen neuen zu ersetzen passend zur WP (zwecks messungen und so)?

und nochmal zusammenfassend:

  • Strom Raus legen
  • 4 Wasserleitungen raus legen (Vor und Rücklauf Heizung und Kaltes brauchwasser rein /warmes Brauchwasser an den Pufferspeicher)
  • alles an den Monoblock Anschließen und fertig?

Die Gasttherme durch einen Holzvergaser ersetzen?? Die Gesetzlichen Vorgaben (politischer Fahrplan, EU-Fahrplan) dazu kenne ich aber nicht (das müsste genau abgeklärt werden).

R290 Monosplit / Multisplit gibt es kaum. R290 ist derzeit erst bei den Luft/ Wasser Wärmepumpen in kommen und da hauptsächlich bei den teuren Geräten.

Luft/ Wasser Wärmepumpen ist die Vorlauftemperatur für die monatlichen Stromkosten ganz entscheidend hinzu kommt noch eine gute Dämmung.

Technisch funktioniert eine Luft/ Wasser Wärmepumpen auch mit hoher Vorlauftemperatur im Altbau überhaupt keine Frage aber wie sehen dann die Stromkosten aus?

Extra Leitung – ja. Aber wenn nicht in Eigenleistung Elektriker besichtigen lassen und Kostenvoranschlag einholen – Gefahr das der Bestandschutz fällt und dann kann es teuer werden.

Monosplit - Daikin Ururu Sarara wäre eine Möglichkeit (ist recht beleibt hier im Forum)

Luft/ Wasser Wärmepumpe wie sehen hier die Stromkosten bei 55 Grad Vorlauftemperatur aus? Es gibt natürlich auch Niedertemperatur Heizkörper die sind aber sehr teuer.

35.000kw geteilt durch Wirkungsgrad 3,5 wären 10.000kw oder hab ich da einen Fehler gemacht? Was meint ihr dazu?

Die beiden erwähnten Panasonic WP sind im DIY Bereich relativ beliebt weil man die selber anschließen und einrichten kann.

Ich bin weder ein Heizungsbauer noch habe ich jemals so etwas aufgebaut.
Sondern teile nur meinen Wissenstand.

Es gehen nur Zwei Leitungen nach draußen.

Der Rest ist im Prinzip wie bei der Gastherme:

Anschluss der Temperaturfühler

Anschluss 3-Wege Ventil.

Und Konfiguration.

Ich will dir nicht zu nahe treten, aber die Fragen die du bisher gestellt hattest, haben für mich nicht den Eindruck erweckt, dass du so etwas selber installieren solltest.

Wenn ich die Situation falsch einschätze gerne korrigieren.
Ich möchte aber ungern, dass du in die Situation kommst: Ja aber im Forum hat xy gesagt das ist ja alles ganz einfach ist und du stehst vor einem Scherbenhaufen.

okay danke das reicht mir erstmal an informationen falls ich nochwas brauche schreibe ich nochmal. Auf jedenfall vielen dank.

35.000kw geteilt durch Wirkungsgrad 3,5 wären 10.000kw oder hab ich da einen Fehler gemacht? Was meint ihr dazu?

Wir heizen seit ein paar Jahren mit 3 Daikin Perferas Monosplit und die Gasheizung ist aus seitdem. Die Anlagen laufen nach Bedarf, also bei uns ca 50% der Zeit wodurch sich z. B. das Wohnzimmer nachts auf 14Grad abkühlt, aber gehen natürlich 30min vor betreten wieder an. Ich schreibe das daher so ausfühlich, weil wir von 18.000kwh Gas auf unter 2000kwh Strom gekommen sind. Das läuft alles mit den Timern der Daikin App, die Familie ist zufrieden. Bei uns lohnt sich kein Multiplsplit, weil der Bedarf zu unterschiedlich ist (Wohnzimmer, Kinderzimmer und Schlafzimmer und dadurch der Verbrauch steigen würde. Bei der Auslegung würde ich auch eher unter- als überdimensionieren, die Heizleistung ist auch im Ecomode enorm und die Geräte takten kaum.

Zur Eingangsfrage nochmal. Im Keller haben wir auch eine TCL. Das kann man mit den Daikins nicht vergleichen. Die TCL gehen regelmäßig auf 1000W hoch, die Perferas sind auch bei Minusgraden im Ecomode nie über 550W. Man kann schon mehrere Anlagen an 2,5mm Leitung anschließen, ich würde aber immer versuchen die einzeln an jeweilige FI Schalter zu setzen, wenn möglich.

Hi zusammen,

da hier ja doch noch ein paar antworten gekommen sind und falls noch jemand anders nach einer neuen Heizung sucht hier meine Erfahrunf/Antwort.

Also im endeffekt hab ich mich doch zu einer Monoblock Wärmepumpe entschieden.

Ich habe mir eine Panasonic Aquarea K 9KW (5800€) gekauft und bin extrem zufrieden damit.

Der Einbau hat sich als sehr einfach rausgestellt!

1 3x2,5mm² Kabel nach vom SIcherungskasten nach Draußen wo der Monoblock steht und 1 3x 1,5mm² Kabel das schon von der alten Heizung im keller lag wurden benötigt.

Die alte Gastherme wurde dann einfach durch das Hydromodul der Panasonic ersetzt und mit verbundrohren miteinander verbunden (mit schraubwinkeln und Kupplungen kann das Jeder der ein wenig Handwerkern kann).

Fazit nach 3 Monaten im Betrieb ist einfach Super.

Ich habe jetzt im erste Monat etwa 100 € an Strom für Heizung und Wasser benötigt (Temperaturren draußen waren so um die 5-10 Grad)

im 2ten Monat waren es 300€ an Strom (Vorlauftemperatur war noch viel zu hoch mit 55 grad). und die Außentemperaturen waren um die 0 bis -5 Grad.

Im 3ten Monat werden es denke ich so um die 200 - 230€ werden (Vorlauftemperatur mittlerweile auf 47 grad gesenkt und außentemperaturen so um die 5 Grad).

Ich werde Versuchen die Vorlauftemperaturen ncoh weiter zu senken (Ich denke ein wenig geht da noch nach unten).

Übrigens belaufen sich die Kosten für die Wassererwärmung auf nur circa 15€ im Monat! (da werde ich Sommer wohl mit meinem Balkokraftwerk auskommen, sprich in den Sommermonaten bei ausgeschaltet heizung werden keine Stromkosten dazu kommen)

Mein Haus is übrigens nicht übermäßig gedämmt (Altbau teilweiße von 1900).

Meine Heizkörper sind normale typ 22.

falls jeadn noch mehr infos braucht einfach fragen.

lg

Marco

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Meinst du evtl. die Aquarea L? Die K ist doch ein Splitgerät, wo auch kältetechnisch was zu installieren wäre.

Stimmt L habs verwechselt (sehen fast gleich aus)ist die R290 Variante!