Speicher wird nicht in kW (Leistung) sondern in kWh (Arbeit) gerechnet. 10kWh Kapazität erlauben 10h ununterbrochenen Toasterbetrieb. Diese ergibt sich aus der Nennspannung des Akku und seiner Kapazität in Ah. Ein 100V 10Ah Akku speichert genau so eine kWh wie ein 50V 20AH Akku oder einer mit 1000V und 1Ah.
Ob Du Hochvolt oder Niedervoltspeicher nimmst, ist eher Geschmacks- und Geldsache. Bei Niedervolt lässt sich durchaus in DiY was machen, bei Hochvolt wird davon eher abgeraten, also vermutlich eine Unternehmerleistung. Ein Hochspannungsakku, also ein paar 100V Nennspannung, führt bei einem elektrischen Schlag dazu, dass sich die Muskeln verkrampfen und ein Loslassen durch den Gleichstrom erschwert bis unmöglich wird. Wenn Du mit der Nennspannung unterhalb der Kleinspannungsgrenze, bei DC 120V, bleibst, besteht diese Gefahr nicht. Bei einem HV-Akku darf der zu verlegende Querschnitt zwischen Akku und Spannungswandler kleiner sein, weil bei gleicher Leistungsabgabe die Ströme kleiner sind.
Der Klassiker fürs DiY dürfte ein NV LiFePo-Akku sein, der auf Grund seiner geringen Spannung keine Gefahr eines elektrischen Schlags birgt und auf Grund der Zellchemie nicht zu außergewöhnlichem Brandrisiko führt. Ich vermute allerdings, dass Du so gar keine Ahnung von Elektriktrick hast und würde Dir daher empfehlen ausgiebig zu lesen und gute YT-Tutorials zu gucken und hier alle Fragen zu stellen, die so auftauchen könnten.
Sei mir nicht böse, aber in der Weise wirst du nicht weiterkommen. Du hast nur sehr geringe Kenntnisse, was nicht schlimm ist.
Aber du kannst dir nicht eine Bauanleitung zusammenfragen, die du in ihren Einzelheiten doch nicht verstehst. Da bleiben nochmals endlose Risiken für dich.
Mein persönlicher sehr nett gemeinter Ratschlag:
Du wirst dein ganzes Projekt nicht schaffen, wenn du nicht eigenes Wissen aufbaust.
Dies ist ein gutes Board mit technisch sehr versierten Teilnehmern.
Lies dich durch die Bereiche durch, in denen du die Antworten auf deine Fragen vermutest. Du musst nicht alles verstehen, lies einfach quer. Auf diese Art wirst du immer mehr finden was du brauchst, und immer mehr Zusammenhänge verstehen, die dich Fehler vermeiden lassen.
Und dann fang an nach den Details zu fragen, die du noch nicht gefunden hast.
@zorro99 Die Enphase sind Mikro-WR für je ein Modul. Das hat bestimmte Vorteile, Stichwort Verschattung, aber auch Nachteile beim Verkabelungsaufwand. Diese WR laden keinen Akku. Du brauchst in der Kombination noch ein Ladegerät, das Dir den Akku bei Sonnenschein lädt und einen Batterie-WR, der aus der Batteriespannung in Dein Hausnetz, am besten dreiphasig, notfalls auch nur einphasig, einspeist. Die letzten beiden Geräte kann ich aber auch nur benennen, aber keine empfehlen. Da müssten andere was zu sagen.
Wenn Du die Anlage konventionell aufbaust, also viele Modul zu einem String zusammenschaltest, wie bei Batterien + an - an + an - usw., dann bekommst Du u.U. bei Verschattung weniger Ertrag, hast aber weniger Verkabelungsaufwand. Von jedem String gehen zwei PV-Kabel zum WR, der im Idealfall ein Hybrid-WR ist, also sowohl aus dem Modulertrag und auch aus dem Akku ins Hausnetz einspeisen und gleichzeitig den Akku laden kann.