AC Speicher zur Erweiterung einer Bestandsanlage?

Liebe Community,

Ich habe eine Frage in die Runde.

Ich habe ein Haus mit kleiner PV-Anlage auf dem Dach (3,6 kwp an einem Kostal Piko 3,6 MP Wechselrichter)

Um den Eigenverbrauch zu erhöhen würde ich gerne einen Speicher nachrüsten. Da ich in den nächsten 5-10 Jahren die Anlage nicht erweitern möchte würde ich gerne einen AC Speicher mit ca. 5 kwh nachrüsten wollen um v.A. Die Grundlast in der Nacht abzudecken und noch ein bisschen Spielraum zu haben. Evtl kommt noch ein bkw kurzfristig dazu aber das wird sich zeigen.

Ich habe schon einen shelly pro 3 EM installieren lassen.

Ich hatte mit das zendure solarflow ac 2400 plus mit einer Erweiterung vorgestellt nach dem ich gesehen hatte dass man diesen auch über ha Api ohne cloud weiter betreiben kann nachdem man ihn einmal eingerichtet hat.

Habt ihr Alternativen oder Anmerkungen.

Für jeden input bin ich Dankbar.

Lg

Kurzes Update

Nachdem ich noch länger weiter recherchiert habe und hier im Forum gelesen habe habe ich mich schlussendlich für die Marstek Venus E 3.0 entschieden. Unter anderem auch wegen des deutlich niedrigeren Preis.

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Ich denke mit der Venus machst Du nichts verkehrt. Aber bei nur 3,6kWp PV-Generatorfläche bekommst Du bereits nun schon die Venus nicht mehr ansatzweise tagsüber vollgeladen - nehme ich zumindest je nach Lage an. Hättest das Invest daher auch ins nächste Frühjahr schieben können. Wir haben hier seit Sept. 25, eine Venus E und D mit insg. 10kWh, 28kWp. Läuft wie ein Uhrwerk - beide Speicher auch über Modbus TCP in Homeassistant und evcc angebunden.

Rechne "Nacht" = 16h. Wie viel wird in der Zeit verbraucht? Soll es auch 1 Regentag weit reichen (+24h)?

Dass stimmt gerade in den nächsten Monaten ist Nacht eher 16 h.

Aber auch damit sollte zumindest die Grundlast abgedeckt sein.

Für 24 h wird es wohl auf keinen Fall reichen. Aber dafür kann ich jetzt in den nächsten Monaten erstmal beobachten und schauen was notwendig ist und ggf. erweitern.

Wie viel Einspeisevergütung gibt es denn?

Meine Bilanz der letzten 12 Monate:
1.571 kWh eingespeichert x 0.08 EUR entgangene Vergütung = 125,68 EUR
1.256 kWh ausgespeichert x 0.27 EUR gesparter netzstrom = 339,12 EUR

Ladeverlust + Eigenverbrauch = 20,05 %
Gespart = 213,44 EUR

Das ganze mit einer 10kWp PV, da wird der Venus E meist voll und meist leer.


Die Einspeisevergütungnliegt bei 12 Cent und Stromtarif mit 32 Cent / kWh.

Ich weiß aber noch nicht wie hoch unser Strom Bedarf sein wird da wir das Haus gerade erst gekauft haben. Es wird sich zeigen wie viel wir verbrauchen / einsparen können.

Beim Auslesen der Statistik der letzten 2 Jahre aus dem WR konnte ich aber sehen, das von Ende Februar bis Mitte Oktober tagl. Eine PV mindesteinspeisung von 5 kWh gegeben war.

Das heißt zwar nicht dass der Akku voll wird wegen laufendem Verbrauch aber zumindest ist ein Anhalt da was die Anlage so leistet.

Und wie bereits im ersten Post geschrieben will ich ggf. Noch ein BKW zusätzlich anschließen um noch mehr raus zu holen.

Da hast du aber den Monatsdurchschnitt durch die Tage geteilt.

5-10kWh schaffen meine 30kWp Süd an schlechten Tagen. Gibt aber auch Tage an denen nichtmal 3kWh erreicht werden. Jahresertrag ~1100kWh/kWp.

Würde aber trotzdem zum Speicher raten. Gibt genügend Tage in denen das funktioniert.

hier noch Dezember und Januar. da hatten wir leider längere Phasen mit viel Schnee auf der PV, da geht natürlich gar nix mehr. Mit 10kWp (Ost-West) kann man das Ding aber auch an Weihnachten voll bekommen.



Bei aktuell 1000,- Anschaffung kann man den Venus-E in 5 Jahren amortisiert bekommen. Ich hab leider noch 1.400 bezahlt, also 7 Jahre..

Ja was der Durchschnitt. Das passt dann nicht ganz :wink: ich hab den Akku jetzt bestellt und 940€ auf der offiziellen Website aus Deutschland bezahlt. Ich bin mal gespannt was das erste Jahr so bringt :face_with_peeking_eye:

Wenn eh noch paar Panels angeschlossen werden wollen, kann man das bei dem Speicher?

Prinzipiell denke ich schon weil es ja als balkonkraftwerk mit mikrowechwelrichter bereits direkt eingespeist wird.

Oder habe ich da einen Denkfehler?

Der shelly misst dann die Einspeisung und Steuert die Einspeisung in den Akku.

Der Venus-E ist ein rein AC gekoppelter Speicher.

Ich glaube da hab ich mich nicht klar genug ausgedrückt :sweat_smile:. Ich meinte, dass das balkonkraftwerk direkt ins Hausnetz einspeist. Deshalb hatte ich kein Problem gesehen das im Verlauf noch zu installieren.

Das sollte ja kein Problem mit dem ac gekoppelten Akku verursachen, oder?

Der Venus-E braucht halt Daten von einem kompatiblen Smartmeter. Daran sieht er dann, wann Überschuss vorhanden ist (Einspeisung ins Netz) oder Netzbezug verursacht wird (Mehr Hausverbrauch als PV Produktion. Woher der Strom im Hausnetz kommt, ist dabei egal. Ein, zwei oder drei PVs.

Wahrscheinlich hat deine Kostal WR ein Kostal Smartmeter. Du kannst entweder zusätzlich einen Shelly einbauen, oder versuchen einen Shelly zu emulieren mit den Daten vom Kostal.

Läuft das komplett lokal?

Wie stellt man da die 2,5kW ein, wenn man das mit einer richtigen PV betreiben will?

Den shelly pro 3 em hab ich schon einbauen lassen. Also am smartmeter scheitert es nicht mehr :sweat_smile: ich hab auch schon eine über eine Steckdose mit eigens eingerichteten schaltkreis mit Sicherung installieren lassen um ggf die vollen 2,5 kw einspeisen zu können.

In der App oder via Modbus.

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Balkonkraftwerk dazu und AC Speicher geht schon alles, aber es wird ein Loch in die Einnahmen des Bestand reißen. Dazu kommen die Verluste der mehrfachen Wandlung. Besser als reguläre Erweiterung anmelden nicht als BKW

Das ist ein guter Tipp. Ich wusste nicht dass ich auch die steckerfertigen Kleinanlagen als reguläre Erweiterung anmelden kann.

Mehr als 800W darf man ja aber dann trotzdem nicht über die Steckdose einspeisen oder?

Was passiert denn dann mit der Einspeisevergütung?

Nachtrag:

hab mich gerade eingelesen. Ist wirklich ein super Tipp. Werde ich auf jeden Fall berücksichtigen :+1:

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