@ste2k Hallo Zusammen, habe am Anfang auch ewig nach per MQTT regebaren AC-Ladegeräten 25,6V und dann auch noch bezahlbar gesucht und nichts gefunden.
Mein Plan war es, den PV-Überschuss per AC einzufangen und Abends per AC wieder in das Hausnetz einzuspeisen und das möglichst in Stufen je nach Überschuss und Netzlast.
Ob nun meine Lösung irgendwann rentabel wird, welcher Wirkungsgrad nun wirklich erzielt wird, war mit nicht ganz so wichtig. Ich glaube, bei einem Balkon-Kraftwerk ist das dann mehr ein Hobby.
Mein Lösung zum Problem, welche nun auch seit 2 Monaten läuft ist folgende:
Ich habe 2 BKW mit 2x 800W-Panels / 2x 600W Wechselrichter APSystems in/auf meiner Garage, welche normal in das Hausnetz einspeisen.
Die Einspeisung messe ich mit 2x Shelly 1PM.
Den Überschuss messe ich mit einem Shelly 3EM in meinem Zählerkasten. So weit so gut. Das läuft für sich auch ohne Akku.
Den Akku wollte ich nicht in der Garage platzieren, im Sommer zu heiß und im Winter zu kalt.
Deshalb entschied ich mich für eine 1-Stecker-Akku-Lösung.
Tagsüber Aufladung und Abends Entladung erfolgt über einen einzigen Schukostecker.
Akku kann also unabhängig überall im Hausnetz platziert werden. Bei mir im gemäßigten Keller.
Der Akku (vorher 1x 100Ah 25,6V Xenes 8 Einzel-Zellen mit DalyBMS, jetzt verdoppelt auf 2x 100Ah 25,6V auch Xenes) wird gesteuert über ein Shelly 4PM und 2x Wemos D1 Mini mit Software von SoftwareCrash ( Link entfernt ) messen die Zellspannung beider 2x 8Zellen über die beiden BMS aus.
Der Shelly 4PM steuert mit zwei Relais 2x Victron Blue Smart IP22 24/16(1) zum Laden.
Das eine Victron ist auf 8A eingestellt, das zweite auf 16A. Die Victrons haben den Vorteil, das beide per Bluetooth sich unterhalten können und somit in 3 Stufen, entweder einzeln mit 8A (ca.220W) oder 16A (ca.460W)oder zusammen mit 24A (ca.680W) laden können. Zweiter Vorteil ist, die Ladekennlinie der Victrons ist für LifePO4 perfekt, sodass ich mir hier keine Sorgen der Überladung usw. machen muss.
Man könnte das Aufladen mit drei Ladegeräten noch stufiger ausführen und verschiedene Vicrton Blue Smart IP22 24 kombinieren (4/8A,6/12A,8/16A).
Leider kann man aktuell die Halbierung der Ampere in den Victrons nur mit der Bluetooth-App einstellen und nicht per MQTT. Dann wären alleine mit zwei Victons schon 3x3 Varianten oder so ähnlich möglich.
Das Shelly 4PM steuert mit den zwei restlichen Relais 2x EVT300 zur Einspeisung am Abend.
Die EVT300 sind mit einer EVB202 gedrosselt. Einmal auf 70W und einmal auf 100W. Somit kann ich auch hier in drei Stufen einspeisen, 1x 72W, 1x 113W und zusammen 185W, so jedenfalls momentan bei mir, angepasst auch meine Grundlast am Abend. Leider sind die EVT300 mit der Netz-Synchronisierung sehr langsam, sodass die Steuerung NodeRed etwas aufwändiger wird. Und die EVT300 haben noch ein Problem bei 24V-Akku-Technik, dass hier der Strom mit sinkender Akku-Spannung ansteigt und bei ca. 25,4V Schluss ist. Ist aber nicht so tragisch, da man dadurch nicht unter die 15-20% Akku-Entladung kommt.
Alles zusammen (die Shellys und die MQTT-BMS-WemosD1) überwache ich mit Home Assistant und steuere das ganze nun mit NodeRed anhand der Akku-Zellspannung.
Home Assistant und NodeRed war alles Neuland und die Lade-/Entladekurve muss ich auch noch optimieren. Ganz zu schweigen des Akku-Flows in NodeRed. Das geht bei Profis bestimmt eleganter, aber bin jetzt nach zwei Monaten ganz zufrieden mit der Reglung.
Das Laden des Akkus ist so eingestellt das bei Überschuss die Victrons in drei Stufen die sogenannten Minus-Watt abfangen und unter Umständen auch etwas mehr Watt vom Hausnetz ziehen. Das etwas mehr ist notwendig, damit die Lagegeräte nicht bei jeder Wolke ständig ein-/ausschalten und ich natürlich auch schon bei Minus 20 oder 30 Watt zuschalten kann. Das etwas mehr an Stromnetzbezugs zur Akkuladung wird Abends dann einfach wieder dem Hausnetz beim Entladen zugeführt. Wirkungsgrad mal aus Acht gelassen.
Konnte mit den 2 BKWs schon 4KW an einem Tag (ein Tag mal mit ordentlich Sonne, welche momentan sehr rar sind) in den Akku pumpen und über die Nacht zu zweidrittel wieder abgeben.
Und alles bleibt recht kühl, Akkus werden geschont, Tiefenentladung nicht möglich, da unter 3,18V Zellspannung die EVT300 nicht mehr genug Strom bekommen und alles ist sowie so durch die beiden DalyBMS nach unten und oben nochmal abgesichert.
Das ist meine Stufenvariante als Lösung den Überschuss einzufangen. Stufenlos / Analog und MQTT wäre natürlich ein Traum.
Hier mal beispielhaft für den heutigen Tag, Bild in der Mitte ist Lila die Solarleistung und Hellblau die beiden Ladegeräte und Orange geht jetzt am Abend die 185W Einspeisung der EVT300 los.....
Vielleicht ist meine Einstecker-AC-Variante bzw. eine Art tragbarer Akku-Koffer für den Ein- oder Anderen eine Anregung. Lösungen gibt es natürlich viele und definitiv auch mit einem besseren Wirkungsgrad.