Ich schweiße regelmäßig Ansaugbrücken um (Thema zu große Motoren in zu kleine Autos ? ) . Da nehme ich WIG . Ich darf da ein riesen Gerät mit AC bei uns in der Firma benutzen, ansonsten wird das nix. Und selbst das steigt nach 15 Minuten aus und braucht dann 1h zum Abkühlen. Das Schweißgut muss auf 150-200° vortemperiert werden und der Schweißspalt gut vorbereitet werden etc. Alles Dinge die bei diesem Fall völlig unmöglich sind.
Theoretisch könnte man es auch mit einem MIG Gerät und Alu-Draht probieren. Das Problem ist, auch hier sollte man eigentlich vortemperieren und der Masseanschluss sollte die Kontaktfläche der Zelle sein. Sonst müsste man mit dem Schweißbad den Kontakt anschmelzen und das schafft man mMn nicht da die Zelle selber sehr gut Wärme leitet und alles abzieht.
Ich würde versuchen rauszukriegen ob diese Zellen von einem Wiederverkäufer mit Bohrung verkauft werden und wie tief die in etwas ist und dann tatsächlich eine Sacklochbohrung mit Gewinde setzten. Am besten einen zweiten Gewindebohrer vorne abschneiden damit man möglichst viel Gewinde erreicht bei minimaler Bohrtiefe.
Mal noch ein anderer Vorschlag, warum nicht versuchen die Energie die in der Zelle steckt zum Schweißen zu benutzen. Allerdings wird man vermutlich nur eine geringe Kontaktfläche verschweißen können, dann reicht der lokale Widerstand nicht mehr um die Temperatur hoch genug zu kriegen.
Vielleicht n doofer Einwand, aber kann man sowas nicht kleben?
Klar wird der Übergangswiderstand grösser und ich würde das auch nicht mit 280A belasten, aber im normalen Rahmen?
Ein Kleber, der so niederohmig ist, um so hohe Ströme nahezu verlustfrei weiterzuleiten, ist mir nicht bekannt. Kleben kenne ich nur, wenn es um Daten- und Steuerleitungen geht bei geringen Strömen. Und generell ist das ein Spezialbereich, leitfähige Klebstoffe findet man meist nur als teure Industrieprodukte. Ein Pattex-Leitkleber, der in jedem Baumarkt zu bekommen ist, wurde noch nicht erfunden.
Hallo und danke für die umfangreiche Diskussion! Ich meine herausgelesen zu haben, dass Laserschweißen die sicherste und vermutlich auch technisch beste Variante darstellt. Ich werde mal schauen, ob ich Firmen in Berlin oder Umland finde, die sowas machen. Der Tipp mit "Werkzeugmacher" bringt mich vielleicht weiter. Vielen Dank!
Dein letzter Post klingt so, als fände man Laserschweißer-Firmen/-Leute wie Sand am Meer. Nach welcher Branche bis auf Werkzeugmacher sollte ich Ausschau halten?
ich bräuchte das Ganze bei 7x Zellen, da sind M6 Anschlüsse abgebrochen, wahr wohl fehlerhaft in der Fabrik, möchte die nicht nach China wieder zurück schicken, kennt einer eine Firma die die wieder mit Laser dran schweißen würde?
Jop, kenne ich, cooler Typ! Aber der Hersteller bezahlt mir die Reparatur und da dort keine Löcher mit Stiften drin sind, sondern das aufgeschweiste M6er mit Platte sind, würde ich das gerne professionell gelöst haben. Keine Firma in DE die das machen könnte?