(A)FTXMA20 vs (A)FTXMA25 vs (A)FTXMA35 Single Split Unterschiede + bedarfsweises Heizen

Grüßt euch,

Ich frage mich gerade warum es diese Modellreihen überhaupt gibt im Mono-Split Bereich.

Laut meinen Recherchen können die Anlagen fast alle ähnlich weit herunter regulieren (ca. 80-120 Watt), haben ähnliche Innen- und Außenlautstärke und auch Abmessungen von Außen- und Innengerät. Einkaufspreisunterschiede im Vergleich zu den restlichen Installationskosten sind auch eher gering.

Jetzt zur Kernfrage:
Im wenig gedämmten Altbau und eher bedarfsweise orientiertem Heizverhalten:

In kleinen Räumen lieber "überdimensionieren", also sagen wir mal Raum mit 12-15qm mit FTXMA35 bestücken?

Weil herunter regulieren kann sie ja genau so gut wie die 25er oder 20er, welche teilweiße im Ausland gar nicht angeboten wird.

Vielen Dank

Die Geräte unterscheiden sich technisch minimal voneinander. So hat die 3,5kW Ausführung des Innengerät zb. eine minimal anderen Wärmetauscher.

Grundsätzlich wird die Unterschiedliche Leistung aber wohl großteils durch andere Softwareparameter bestimmt.

Man kann deshalb nicht wirklich zu einem bestimmten Gerät raten - weil die Unterschiede real dann nicht sehr groß sind.

Wenn man sich an den meistens geringen Mehrkosten nicht stört, würde (bzw. habe ich das auch) ich direkt zu den 3,5 kW Geräten greifen.

Lüfterdrehzahlen.

In einem so kleinen Raum wirst du wahrscheinlich kein 35er-Modell benötigen. Es ist nicht nötig, ein überdimensioniertes Gerät zu wählen. Das Gerät ist ohnehin schon überdimensioniert, da es deutlich schwerer ist als andere.

Nötig sicher nicht.

Aber macht es etwas schlechter?

Besser macht es definitiv, dass es eben ein wenig mehr Maximalleistung erreichen kann.

Ich hatte damals dann jeweils die großen Geräte gekauft, weil ich sehr viel bedarfsweise heize. Da könnte es dann selbst im kleinen Raum ggfs. ein Vorteil sein. (garantiert ist das ja nicht, weil man es mit Pech sogar zurückregeln muss damit es nicht takten anfängt)

Bei mir können alle Geräte problemlos durchlaufen - auch ohne Bedarfssteuerung usw.

Kommt halt immer darauf an, ich denke man wird mit beiden keine Problem haben.

Solange du keine durchsichtigen Wände und Einfachverglasung hast und morgens 10°C Temperaturdrop aufholen musst sehe ich darin wirklich keinerlei Nutzen.

(Heizlastberechnung natürlich trotzdem gern 1x machen)

Ich würde es vom Preis abhängig machen.

Damals war bei mir 2KW nochmal 150€ günstiger pro Kombi als 2.5KW.

Es kann aber weil die 2KW seltener sind auch sein, dass du 2.5KW günstiger bekommst. Einfach mal schauen. Ich hab hier 9x das 2KW Innengerät im Haus verteilt aus Kostengründen und weil mehr einfach nicht notwendig war.

P.S Ergänzung

Und 40% Demand bei der 2KW Kombination sind weniger Watt als bei der 3.5KW-Version.

Kann ein Vorteil sein wenn man Bedarfssteuerung nutzen will, muss aber nicht. Ich benutze es halt mit als Regelungsgröße zusammen mit einer künstlichen Hysterese um häufiges Takten bei mir in Übergangszeiten zu vermeiden

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Schön zu hören dass es wirklich so ist. Es wird ja immer wieder erwähnt, dass die Versionen bis 3,5kw sich eigentlich nicht wirklich unterscheiden. Hatte daher zwischenzeitlich auch mal zweifel ob ich statt den 1,5kw Geäten nicht eher auf 2 oder 2,5kw hätte gehen sollen.

Kann die 2kw Version auch weiter runter modelieren als die 3,5kw?

Ne ich meine die unterste Modulation ist identisch. Der Kompressor im AG ist glaube ich auch identisch. Ist wie schon im Thread gefallen sicher viel Software/Lüfterdrehzahlbedingt. Mit Ausnahme des leicht anderen Wärmetauscher des 3.5er IG's

Mit faikout geht auch 30%. Wobei ich glaube (zu wenig Messpunkte) dass unter 40% nicht bei jeder Temperatur außen/innen etwas ändert. Sprich unter 40% ändert Mal was, Mal macht es keinen Unterschied. Daher ist es vielleicht auch in der App nicht wählbar.

Im Prinzip ist das ziemlich egal, selbst 30% sind noch 1-2 Stufen unter der geringsten Last. Sprich auf minimal Last kann man sowieso nur via temperatur differenz ist vs soll regeln. Bedarfs Steuerung geht so ganz gut bis 160-170w runter bei 30% (wass halbwegs Sinn macht bei 470w = 100% Standard Last für die 2.5kw). Die 3.5kw wird dann wahrscheinlich so bis 220w per Bedarf steuerbar sein (30% von 650w) und drunter nur noch per Differenz. Bezieht sich auf kühlen. Die 2kw geht dann wohl meist auf zweit niedrigste Stufe zu begrenzen mit 30% wenn das wirklich klappt (960rpm). Mit 40% wird man eher nur max 1080rpm am Kompressor erzwingen können. Die 720rpm nur noch per Differenz.

Wenn nur 140w nötig, um Temperatur zu halten kann man nur noch via soll/ist und Kompressor Geschwindigkeit oder Watt Sensor agieren bei der 2.5kw um ein takten bzw auf/ab zu verhindern. Und das braucht eine sehr komplizierte Regelung um da deutlich besser wegzukommen vs der Automatik (die braucht meist 1-2 Runden Regelung um halbwegs zu treffen aber pendelt relativ weit rum).

Will man exakte Temperatur mit 0.15°+- dann kann man das mit Home Assistant und faikout schaffen, die Automatik schafft das bei mir nicht (weder faikout noch Daikin). Die pendelt eher erst 1-2mal +-0.5 um dann auf im besten Fall +-0.25 etwa einzupendeln bei Daikin und die faikout Automatik funktioniert bei mir noch weniger exakt. Emura/Stylish mit der 64 Punkt Kamera können das evtl besser? Je kleiner der Raum desto schwieriger ist es exakt die Temperatur zu halten. Je größer desto schwerer im ganzen Raum dieselbe Temperatur zu halten aber leichter das Pendeln zu vermeiden (messung mit Raum Thermometer, nicht dem Thermometer vom IG)

Wer mit Home Assistant steuert und takten absolut Vermeiden will (wenn möglich) kommt also um eine Kombination aus beiden Optionen nicht rum, oder noch besser nimmt bei sehr wenig Bedarf dann den trocken Modus.

Ich würde die Bedarfs Steuerung also nicht als Kriterium ansehen.

Achtung 100% sind komplett Freigabe AFAIK. Max kann man also 95% nutzen will man etwas limitieren.

Besser wäre man könnte direkt den Kompressor Steuern oder Ziel Watt Vorgabe setzen. Dann ginge evtl 0.05° +- und kein pendeln mit einer guten steuerung (wenn das Raum thermometer 0.01° Auflösung hat und das halbwegs messen kann).

Wichtiger als die absolute Temperatur sehe ich aber die gefühlte Temperatur an. Ob es +-0.3° hat merkt man weniger wie wenn wegen Takten die rel Luftfeuchtigkeit Mal eben um 15% ansteigt weil die Klimaanlage kurz ausgeht. Bei mir im Schlafzimmer ist jede Takt Pause sofort Anstieg um mindestens 10% rlf und 0.5°. Die Perfera bleibt dabei meist 5-6min aus, und dass zu vermeiden ist Teil der Automatik. Ist bei 18° auf die ich kühle wegen der geringen Kapazität für Luftfeuchtigkeit deutlich relevanter vs 22-23°.

Das geht aber nur mit externer Steuerung indem man frühzeitig von kühlen auf Luft trocknen wechselt. Da geht der Lüfter innen nämlich nochmal deutlich runter, womit man die Effizienz stark senkt, und nochmals 30-40% an Leistung wegnimmt ohne daß es zu takten kommt (Stromverbrauch bleibt identisch). Für die Effizienz ist trocken halt eher Gift. Aber die beste Möglichkeit um takten beim kühlen zu vermeiden.

Evtl machen Emura/stylish das etwas besser und man kann da auf so Tricks verzichten.

Aber zumindest mit faikout gibt es keinen Vorteil der kleinen Anlagen. Aber wenn man ganz sicher die Max Last nicht braucht halt auch keinen Vorteil der 3.5er...

Noch besser das takten vermeiden kann man indem man zu hochwertigen MEL /Fujitsu greift. Die haben Doppel rollkkolben Kompressor und können deutlich tiefer modulieren vs Daikin single split (bei MEL sowohl laut Eurovent als auch Meldungen hier im Forum, bei Fujitsu rein laut Eurovent).

Welche Perfera ist also eher egal 2.0-3.5. Will man takten absolut verhindern ist die Perfera nicht die beste Wahl, egal ob 2.0 oder 3.5. dafür hat sie einfach zwei Schwächen, keine gute Messung der Temperatur und einfach rollkkolben Kompressor. Dazu ist die min Geschwindigkeit vom Lüfter innen bei kühlen einfach auch noch zu hoch. Das können andere auch besser. Dazu ist der Sprung von Trocknen zu night/flüstermodus auch zu groß ,da bräuchte es noch eine Zwischenstufe. Für ein Schlafzimmer wo 18° sein sollen würde ich die Perfera generell nicht empfehlen. Da sind im selben Preis Niveau MEL besser, auch weil die sich auf 16° einstellen lassen. Fujitsu sieht am Datenblatt bei Eurovent deutlich besser aus (Nordic Serie).

Meine Informationen bezüglich sich nur auf kühlen. Zu heizen habe ich keine Ahnung. Da kommen dann ja noch Probleme wie abtauen hinzu.

Und die Problematik ist auch primär bei 18° Ziel Temperatur vorhanden. Bei 22-23° ist es weniger relevant . Da steigt erstens die Luft Feuchtigkeit viel langsamer und zweitens hat man im Bereich wo es ins Takten geht dann weniger Abstand Temperatur mäßig zu anderen Räumen womit dann 5-6min Pause weniger relevant sind. Es wäre übrigens auch nicht gut wenn die nach 1-2min sofort wieder losgeht weil es dann zu permanent ein/aus kommen könnte. Die wirkliche Fehler hier in der Steuerung ist einfach dass der Lüfter innen nicht zuerstauf 370rpm geht wenn sie zu takten beginnt . Der Kompressor wird ganz einfach zu viel Unwucht haben um tiefer wie 720rpm zu verkraften. Und außen der Lüfter würde auch noch eine langsamere Stufe gut nutzen können. Da ist einiges an Verbesserungs Potential für einen Nachfolger vorhanden. Daher verspielt hier die Software der Perfera einen 10er SEER. Auf cond.D ist sie zu schlecht (würde mich aber nicht wundern wenn das Absicht ist , weil sonst gäbe es ein großes Argument nicht die stylish oder Emura zu kaufen).

Bei minimal Last pendelt daher meine Perfera alle 2 oder 4min zwischen Trocknen und kühlen. Da muss man aufpassen das bei beiden der gleiche Winkel der Blades gespeichert ist damit das nicht der lauter Motor ein Geräusch verursacht. Weil trocken ist zu wenig Kühlleistung, kühlen bei 105-110w noch zuviel. Weniger wie trocknen hatte ich aktuell noch nicht. Das Problem wird erst in 2-3 Wochen passieren wenn es kälter wird. Dann wird sich takten bei wohl 13-14° Temperatur außen Morgens in der früh nicht mehr vermeiden lassen. Aktuell bei mindestens 16-18° geht es noch gut.

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Ja, will man z.B. ein Labor sehr genau temperieren, sind die Perfera-Anlagen ggf. nicht die richtige Wahl.

Wir hatten gestern im Tagesverlauf bis zu 2.7 Grad Temperaturdifferenz in einzelnen Räumen. Hätte ich nicht auf den Thermometer-Graf geschaut, wäre mir das überhaupt nicht aufgefallen.

@extremecarver welche Anlagen von Fujitsu oder MEL empfiehlst du denn? Und die Frage an den Rest: wie viel schlechter sind die im Heizverhalten?

Daikin verwendet in aller Regel keine Rollkolbenverdichter, sondern Swing-Verdichter, worauf Daikin Patente hat.

Isoliert betrachtet kann die MEL zwar tiefer modulieren, aber wann genau sie das macht und wie gut die Regelung wirklich ist, dazu gibts nicht genügend Erfahrungen. Kann also auch der volle Reinfall sein.

Fürs kühlen ist MEL hier im Forum bekannt dass die deutlich tiefer runter modelliert 35-40w... Also halb so viel wie Daikin bzw noch etwas weniger. Alle Serien am AY aufwärts...

Beim heizen weiß ich es nicht, dazu scheint da ja noch mitsurunner nötig zu sein um unnötiges abtauen zu verhindern.

Die Fujitsu airstage KH Nordic ist eher unbekannt. Die neigt wohl bei -20 bis -25 dazu, zu oft abzutauen. Aber das ist in DACH eher irrelevant. Weiters wird etwas der Abstand zwischen niedrigster und zweit niedrigster Ventilator Stufe bemängelt. Sonst hört man nur positives, wenn auch nicht viel da selten verkauft. Bzw evtl bezieht sich das mit den Lüfter Stufen noch auf den Vorgänger... Die Effizienz bzw Wärmeleistung bei -25 bzw -30 Grad wird dagegen stark gelobt. Sollte aber auch logisch sein ist ja in der jeweiligen Klasse unübertroffen was Wärmetauscher Fläche/Gewicht angeht, zumindest die 35er und 42er, die 25er wird von der MEL R290 noch übertroffen. Laut Eurovent kann die auch sehr weit runter takten, und ist bei sehr geringer Last extrem effizient vs Perfera und dazu im Gegensatz, vor allem zu MEL auch außen noch sehr leise. Bestellung geht halt nur via Osteuropa oder Skandinavien.