ich betreibe seit ca. 6 Monaten ein 8S System mit Zellen von Lishen 272Ah. Nun spiele ich mit dem Gedanken, das gesamte System auf 16S (48V) zu erweitern. Dafür müsste ich logischerweise neue Zellen kaufen. Mir sind da EVE Grade A Zellen mit 280Ah ins Auge gefallen.
Da meine Zellen leider etwas älter sind, wollte ich einmal eure Meinung zur Erweiterung einholen.
Ein paar Details zu den bestehenden Zellen: Die Zellen wurden 2021 vom Vorbesitzer direkt beim Hersteller gekauft, einmal komplett zur angegebenen Ladeschlussspannung geladen, entladen und anschließend für zwei Jahre (bis 2023) bei 3,3V Zellspannung gelagert. Diese Zellspannung hatten sie auch noch, als sie anschließend aus einem Erbfall in meinen Besitz gelangt sind. Die Zellen haben seitdem 70 Vollzyklen hinter sich. Der Vorbesitzer hat die Zellen leider nie nutzen können.
Spricht aus eurer Sicht etwas dagegen, das Akkupack unter diesen Umständen entsprechend zu erweitern?
Wer sich für mein aktuelles System interessiert bzw. die Hintergründe für meinen Umstieg auf 16S erfahren möchte: Ich habe mein Projekt hier im Forum bereits vorgestellt:
Ich antworte jetzt nur, weil sich sonst niemand gemeldet hat.
Ich stand auch vor dem Problem dass ich mit 8s angefangen habe und schnell gemerkt habe, dass 16s viel mehr Sinn macht.
Bei mir sind es perfekt selektierte EVE LF280k V2 gerade mal 3 Monate alt. 290AH. Balancer hat noch nie was tun müssen.
Neue EVE LF 280k V3 haben "leider" mindestens 300AH und eine entsprechend andere Ladekurve. Es hat keinen Sinn inn gemacht diese an ein BMS zu schalten. Daher hab ich den 8s verkauft und direkt einen neuen 16s gebaut.
Mit deinen Lishen wirst du in Kombination mit neuen 280k nicht froh werden. Höchstens mit 2x8s mir je einem BMS und noch einmal 2x24v BMS.
Es ist klar, dass dein Gesamtsystem genausoviel Kapazität nutzbar hat wie die schwächere 8er Gruppe in deinem zukünftigen system. Ansonsten hast du kein Problem, nichts mit balancing oder irgendwas. Das Zellen gleich sein müssen, ist bei LiFePO ein Märchen von YT, welches aus der Blei Zeit stammt .
Einzige Ausnahme, Selbstentladung Zellen, aber die kannst du auch bei neuen haben und werden notfalls getauscht.
Ich habe hier einen Frankenstein Akku im Test. Eine 100 Ah Prismatisch LiFePO, zweimal 15 p Rundzellen 3 Ah LiFePo, , also 45 Ah, und einmal 24 P LiIon (!!) aus 2,8 Ah Zellen.
Das Ding ist Bestandteil meiner EEG Power Bank zum Handyladen.
Läuft. Das zum Thema " allen Zellen müssen gleich sein".
Gut, dass du was dazu gesagt hast. Dein Wissen und deine Erfahrung kann ich nicht aufweisen.
Mich hat es einfach zu nervös gemacht, wie sehr die Spannungen beim entladen auseinander gelaufen sind.
Aber wenn ich meine Befindlichkeiten um Sinne von "das muss alles immer perfekt gleich sein" bei Seite lasse, dann kann ich durchaus nachvollziehen das du damit Recht haben wirst.
Ich sehe es genau so wie du, dem Strom ist am Ende relativ egal, aus welcher Zelle er kommt. Wichtig ist, dass die neuen Zellen eine höhere Gesamtkapazität aufweisen, so dass die alten Zellen nicht künstlich heruntergezogen werden. Das wäre mit den 280Ah gegeben.
Was ich mangels Erfahrung einfach nicht bewerten kann, ist die Degeneration der doch schon älteren Lishen Zellen.
Macht es Sinn ggfs. mal den Innenwiderstand der alten Zellen zu testen? Habe aktuell kein passendes Messgerät dafür, aber das wäre ein Grund sich mal Eines zu kaufen, sofern es eine aussagekräftige Variable ist Kannst du ein Gerät empfehlen?
Gibt's darüber hinaus noch mögliche Werte, die einen aussagekräftigen Rückschluss auf den Zellzustand zulassen?
Wahrscheinlich kommt raus dass die Zellen ähnlich sind, wenn nicht, war es das wert. Kann man machen, schadet nix.
Ich empfehle die Selbstentladung gezielt zu prüfen, aufladen auf 3,5 V, 14 Tage stehen lassen, erneut Spannung messen. Bzw die Zeit, bis die Zell auf 3,45 gefallen sind.
Als zweites Messgerät, was man haben sollte: UT210E.
Zangen Ampere Meter, bis 200 A. Und automatisches Multimeter, ziemlich genau. Mit den beiden hat man alles zusammen, was man mindestens braucht. Es fehlt genaue Strommessung bei niedrigem strom, aber die braucht man außer zum kalibrieren von BMS nicht.
Zangenampermeter hab ich bereits, wenn auch ein Kaiweeds HT206D. Erfüllt seinen Zweck soweit ganz gut, die Genauigkeit kann ich leider nicht vollends verifizieren.
Geht das Kaiweeds auch bei Gleichstrom? Das UT ja.
Zangenamperemeter sind bei Strom nie so genau wie shunt multimeter, besoders im niedrigen bereich. Dafür musst du dann 20 bis 30 Eu bei reichelt ausgeben.
Der Vortel der zange ist die bequeme bedienung - auch für Wechselstrom !
Ja, das geht auch bei Gleichstrom. Bin alles in allem recht zufrieden mit dem Gerät.
Die Strommessung ist alles in allen akzeptabel, nicht auf den Zehntel Ampere genau, aber für meine Zwecke allemal ausreichend. Habs mal mit nem shelly und der Anzeige meines BMS bei konstenten 500w Output gegengeprüft.