4xEFH , ESS Shelly 3EM MP2 5000 + 16kwh

Wenn man es kompliziert machen will, kann man das machen. Die Spannungen bei gleichem SOC sind sehr unterschiedlich beim Laden und Entladen.

Bei etwa 100% SoC ist das laden CV statt CC, bei entladen gibt's einen einfachen load correction factor mal Strom für'n voltage drop, damit man ohne Last auch bei der richtigen Spannung aufhört zu entladen und nicht zu früh aufhört.

Sogar mit shunt gibt's immer Long Term Drifts, da sind Spannungsbasierte Grenzen KISS. Zu Info kann man den SoC natürlich anschauen, aber besser nicht drauf regeln.

Danke für euer ganzes Feedback!

Hier eine kurze Zusammenfassung, was ich bisher mitgenommen habe bzw. Antworten auf eure Fragen:

  • Die Verbindung des Venus OS mit dem BMS ist obligatorisch und wird umgesetzt – selbst wenn Laden und Entladen spannungsbasiert gesteuert werden.

  • Eine Regelung über den SoC ist mit Victron möglich, aber nicht zwingend erforderlich.

  • Eine spannungsbasierte Regelung ist grundsätzlich machbar, muss aber individuell geprüft werden. Das Festlegen der Spannungswerte in Kombination mit den Grenzwerten des BMS ist dabei nicht trivial.


Punkte, auf die ich genauer eingehen möchte

Warum kein Wechsel auf Deye:
Ich möchte das Speichersystem möglichst unabhängig von der Erzeugung realisieren.
Die vorhandenen Wechselrichter sollen weiter genutzt werden – die Stringspannungen im EFH passen nur zur Solis-Variante, nicht zu den Deye-Geräten.

Eine unabhängige Umsetzung von Stromerzeugung und Speicherung halte ich für die langfristig bessere Lösung:

  • Sie erhöht die Versorgungssicherheit bei Komponenten

  • Sie erlaubt mehr Flexibilität im Fall von Ausfällen

  • Ich bin nicht auf ein spezielles Ersatzteil angewiesen, das gleichzeitig zwei Funktionen abdeckt


Victron RS 48/6000 – Exkurs:
Aufgrund eurer Hinweise zum Victron RS 48/6000 habe ich etwas recherchiert und im Forum einen sehr hilfreichen Beitrag dazu gefunden. RS 48/6000 230V Smart Solar - #4 von uschi
Wenn eine Erweiterung der PV-Anlage mit vertretbarem Stringweg zum Batteriespeicher/Victron RS 48/6000 möglich wäre, wäre das eine sinnvolle Option.
Als reine Alternative käme allerdings nur der Multi RS infrage – der bietet zwar ähnliche Funktionen wie der Multiplus II, ist aber preislich keine echte Option, wenn die MPPT-Tracker ungenutzt bleiben.


Aktuelle Einkaufsliste

  • Shelly Pro 3EM – zur Messung & Regelung der Einspeisung

  • Raspberry Pi 4B (4 GB) – als Steuerzentrale mit Venus OS

  • 8 GB microSD-Karte

  • Isolated RS485 CAN HAT (B) für Raspberry Pi (2x RS485, 1x CAN, mit Schutzschaltungen) (wafeshare)

  • Victron Multiplus II 5000 – als Lade-/Entladegerät

  • Interface MK3-USB (VE.Bus → USB)

  • 16s LiFePO₄-Akku (voraussichtlich ein Fertigakku von Nkon)

  • Verbindung per CAN mit dem Raspberry Pi

ich halte euch auf dem Laufenden

Generell gute Wahl.

Wenn Du eine schnelle Regelung bei Nulleinspeisung haben willst und Dir wichtig ist, dass Du möglichst wenig aus dem Netz beziehst, auch bei taktenden Verbrauchern (Herd, Backofen, etc.), ist der EM540 das Mittel der Wahl. Der wird out-of-the-box von VenusOS unterstützt und schafft eine wesentlich schnellere Regelung als ein Plugin mit Shelly Pro 3EM.

Ramp-Up wird man mit einem Shelly Pro 3EM ähnlich wie dem EM540 hinbekommen. Beim Ramp-Down ist aber der EM540 wesentlich schneller. Liegt an der Implementierung von Victron, der den EM540 über Modbus/RTU bevorzugt. Gibt dazu entsprechende Threads hier im Forum.

Wenn es Dir egal ist, ob Du pro Monat ein paar kWh mehr aus dem Netz beziehst, ist aber auch der Shelly eine gute Wahl.

Insbesondere ist der Shelly Pro 3EM eine gute Wahl, wenn man Stromwandler einsetzen will. Aber man braucht halt ein zusätzliches Plugin bei VenusOS.

Ich würde ein SSD nutzt, kein SD Card. Es sei denn, wenn dein Venus OS down ist läuft dein System ohne Probleme weiter.

Bzgl SoC vs Spannungsgrenzen. Letzte ist sehr sicher, ohne Korrektur beim Entladen hört er leicht zu früh auf. SoC kann sehr abweichen vom echten Landeszustand.

Ist der Preis wichtig oder Amortisation?

Weil es unnötig ist bzw. anbinden kann man machen für die Visualisierung.

Dann hast du hier auf dem Board noch nicht genügend gelesen, denn genau das Gegenteil davon ist Fall, zumindest wenn es um die Steuerung durch das BMS geht. Genau wie es @drescher-2 schon erwähnt hat. Vorallem wenn das ganze auch noch "Keep it simple" sein soll und der TE offensichtlich auch nicht genügend Erfahrung damit hat, und das ganze zusätzlich auch noch für Familienangehörige sein soll, kann man nur dringend von sowas abraten!

Braucht er auch nicht denn dafür ist das BMS zuständig. Und er kann den SOC nicht nur besser sondern viel besser und mehr als ausreichend. Da der TE einen ESS Assistenten einrichten muss für die Nulleinspeisung wird es sicher interessant mit der Angabe für den Wert des "Mindest SOC" wenn er keinen genauen SOC hat.

Dann lies mal hier auf dem Board zum Thema :wink:.
Nur soviel, das Board ist voll mit Problemen die daher kommen das viele der Anwender nicht das nötige Wissen dazu haben wie man ein vom BMS gesteuertes System korrekt zum laufen bekommt weil sie es falsch konfigurieren. Und hier kommt dann auch im Falle eines Victron Systems der Wert des "Mindest SOC" ins Spiel.

Du meinst wohl eher die Spannungen sind ziemlich gleich bei unterschiedlichen SOC.

Und den "Load Correction Factor" stellst du wo genau ein?

Und was macht man mit der Angabe des Wertes für den "Mindest SOC" im ESS welches darauf basierend die Entladung des Akkus stoppt?

Kann muss aber nicht...
Hast du schonmal ein ESS System eingerichtet und einen Smart Shunt besessen?

Ahoj,

danke für den Hinweis mit der SD-Karte vs. SSD – des Themas bin ich mir bewusst.

Da ich ohnehin vier identische Systeme aufsetzen werde und sich dabei lediglich die IP-Adresse des Shelly ändert, ist der Aufwand überschaubar. Eine fünfte SD-Karte als Backup zu klonen ist für mich daher kein Problem.

Der Hinweis zum EM540 vs. Shelly 3EM Pro ist ebenfalls gut. Die Entscheidung für den Shelly ist aber bereits gefallen, da dieser bereits ins Netzwerk eingebunden ist.

Dadurch sind wir bei der Aufstellung des Victron mit Batterie deutlich flexibler – LAN-Anschluss muss in der Nähe vorhanden sein sowie eine 2,5 mm²-Leitungen.

Den etwas höheren Netzbezug sehe ich als vernachlässigbar an.

Ein Wechsel auf den EM540 würde sich wirtschaftlich nicht lohnen, da die Shellys bereits vorhanden sind.

Zum Thema Wirtschaftlichkeit:

Ich rechne ungern mit der Amortisation, sondern betrachte lieber den Return on Invest – unterm Strich muss das Ganze preis-wert sein, also in einem sinnvollen Verhältnis zwischen Kosten und Nutzen stehen.

Grüße

Da Du schon genug Daten hast, check noch ob die Effizienzen einigermaßen passen. Hier charge, discharge und round-trip efficiency. On top kommen natürlich noch mehr Verluste, zB Kabel, Batterie.

2 „Gefällt mir“

Open-DTU-On-Battery :slight_smile:

Mindest SoC kann ja Fehlerhaft sein. Hauptsache es gibt noch einen Spannungsbegrenzung.

Müssen muss ja gar nichts. Ja, ich habe selber einen gebaut und auf einen smart shunt habe ich verzichtet. Mein JK BMS SoC Anzeige ist grottenschlecht aber ich habe einen work-around gefunden die gut funktioniert. Meine Bedingungen sind auch ziemlich ideal für meinen work-around, etwa 1-2 Wochen maximal sieht die Batterie kein 100% (im Winter wg Tibber), die Abweichung ist etwa 1%. Smart shunt ist bestimmt besser, aber für mich reicht es. Work-around ist btw das tracken von den kWh die in der Huawei lader gehen (korrigiert für energy weighted charging efficiency) und wie viel die Hoymiles WR entladen.

Wie ist es dann bei Dir im System? Angenommen die SoC Werte passen nicht, sind 25% aber in Wirklichkeit 0%, Spannung 2.6V pro Zelle? Entlädt Dein System dann nicht weiter? Dann passt es doch.

1 „Gefällt mir“

Öhm hier geht es aber um ein PV System mit Multiplus, Speicher und Venus OS inkl. ESS :wink:. Da gibt es solche Einstellungen nicht, aber andere Einstellungen wie zb. DVCC und SVS für die reale Akkuspannung die dann an den Multiplus übermittelt wird, der Spannungsabfall der Leitungen spielt dann keine Rolle mehr. Und eben die Einstellung für den "Mindest SOC" im ESS, der fix eingestellt wird und möglichst von einer Serösen Quelle kommen sollte :grinning_face_with_smiling_eyes:. Stimmt der SOC von der Quelle nicht läuft man Gefahr eine "Low Battery Voltage" Meldung zu bekommen. Deshalb fragte ich auch ob du schonmal ein ESS eingerichtet hast und einen SmartShunt besessen hast :wink:. Genau dafür ist ein SmartShunt in einem Victron System sehr sinnvoll, der liefert dir dann die genaue Klemmspannung (SVS) vom Akku, den Strom (SCS) und viele weitere nützliche Infos. Den SmartShunt kannst du auch nicht mit dem SOC eines JK-BMS vergleichen, der hat richtig konfiguriert selbst nach über einer Woche ohne synchronisieren bei mir unter 1% Abweichung im SOC. Die ganze Sache kann man dann easy nutzen um den Akku zu schonen in dem man einfach 20% "Mindest SOC" im ESS einstellt. Aber hier mag sicher auch Leute geben die das irgendwie mit dem JK-Inverter-BMS hinfummeln, nur das der SOC hier eben nur genau zweimal in einem Zyklus stimmt, nämlich bei synchronisation auf 0% und bei 100%. Aber jeder wie er möchte...

Nun bei mir läuft das ganze als ESS mit SmartShunt als Batteriewächter.
Der Akku wird bei 20% SOC weggeschalten (außer bei Netzausfall) und Unterschiede von 25% im SOC wird es nie geben, auch nicht nach Wochen oder Monaten. Falls doch schaltet der Multiplus bei etwas über 3V den Akku weg, und falls auch das nicht passieren sollte greift das BMS mit seiner eingestellten 3V UVP. Ist also quasi dreifach abgesichert und wird zudem schonend entladen.

Ja, das ist eine gute Lösung.

Bin schon lange in den Foren unterwegs. Hier, bei Photovoltaik und insbesondere im Victron-Forum. Letzteres ist bei einem Victron-System interessant, weil da auch Victron-Mitarbeiter zuschauen und auch Tipps geben. Als ich vor Jahren anfangs bei der Parametrisierung der Spannungseinstellungen im VenusOS-Probleme hatte, hat mir konkret ein Mitarbeiter von Victron geholfen und sich nach meiner Freischaltung auf meine VRM-Instanz aufgeschaltet.

Wir reden hier von einem System mit VenusOS. Wenn man einen Akku mit CAN-Bus und Pylontech-Emulation holt, ist das Plug and Play. Man muss keinerlei Treiber installieren. Klar sollte man bei der Akkuauswahl sich vorher mal informieren. Da hat sich in den letzten Jahren viel geändert. Viele Hersteller haben Ihre Pylontech-Emulation jetzt gut hinbekommen. Im Zweifel schaut man mal im Victron-Forum nach.

Ein Kollege hat einen Felicity-Akku mit VenusOS und MP2 problemlos im Einsatz.

Will man einen DIY-Akku bauen, ist das JK-Inverter BMS die erste Wahl. Läuft mit VenusOS ohne Probleme.

Klar gibt es mit den Herstellern vieler Wechselrichter große Probleme. Und wenn man per RS-485 anbindet, geht es nicht Plug-and-Play. Da muss man serialbattery einsetzen und muss Lust haben die vielen Parameter richtig einzustellen. Das entfällt bei CAN-Bus.

Wer es KISS bei einem Victron-System haben will, dem kann ich nur empfehlen einen Akku mit Pylontech-Emulation auszusuchen, sich im Victron-Forum vergewissern, dass auch andere das im Einsatz haben.

Das ist einfacher als den MP2 über VenusOS ohne BMS-Anbindung über Schwellwerte zu steuern.

Und klar ein Victron SmartShunt ist erste Wahl, wenn man einen genauen SOC haben will. Braucht man aber nicht unbedingt.

1 „Gefällt mir“

Wie gewohnt die Spam-Werbung eines einzigen Foristen…

Da fehlt wie immer der Hinweis, was die Saxe so kosten. Ist für „Geld spielt keine Rolex“-Kandidaten.

Oliver

1 „Gefällt mir“

Falsch verstanden.

Die 20% minimal SOC waren ein Beispiel. Man kann genauso 0% einstellen und auch so betreiben. Ohne Probleme. Dann hat man bei Stromausfall evtl. keine Energie mehr, um Notstrom auf AC-OUT zu haben. Manche brauchen das nicht und stellen 0% ein. Andere 5%, 10%, etc. Kann man in 5%-Schritten einstellen.

Und 20% Verlust haben die MP2s auch nicht.

Kurze Anmerkung meinerseits, wieso Victron eine gute Idee ist.

Du kannst als “Admin” im VRM Portal alle drei Installationen sehen.
Mit dbus-SerialBattery hast du einzelne Zellen im Blick und bekommst maximal viele Datenpunkte UND du bist in einer sehr kundenorientierten Umgebung unterwegs.

Die komplette Installation ist schon fast ein nobrainer.

Das einzige was ich nicht beurteilen kann ist die Integration vom Shelly, wird aber vermutlich ebenfalls sau einfach.