ich stehe vor dem Dilemma, mit zwei Außengeräten unser dreigeschossiges Haus klimatisieren zu müssen. Mehr Außengeräte bekomme ich nicht unter, ohne mir meine PV-Module zu verschatte.
Nun ist der Plan für Ausbaustufe 1 (Klimatisierung von EG und OG):
Ich würde die Anlage gerne knapp dimensionieren, um nerviges und schädliches takten so gut es geht zu vermeiden. Das Erdgeschoss wird nachts vermutlich deutlich weniger gekühlt und dann laufen nur noch die beiden Innengeräte im Obergeschoss im silent mode. Mindestkühlleistung laut Datenblatt ist 1,7kw.
Falls wir doch noch Hitzeperioden von über 40°C über mehrere Tage am Stück bekommen, kann ich die Kühlung über den Fussboden mit der Wärmepumpe unterstützen lassen.
Was haltet ihr von der Idee? Ist das so vernünftig?
Das zweite Außengerät würde dann später die beiden Zimmer im Dachgeschoss kühlen, mir zwei Innengeräten.
Habt ihr Tipps für andere Außengeräte, die zuverlässig weit heruntermodulieren können?
nur zum Vergleich. Bei uns auf den Kanarischen Inseln ist es üblich das nur die Schlafzimmer gekühlt werden. Das ganze Haus muss ja nicht runter gekühlt werden
Ich habe mein ganzes Haus (BJ 2004) mit einer 12000 BTU Fensterklimaanlage im offenen Treppenhaus zwischen EG und OG ganz erträglich gekühlt/getrocknet, ich vermute das Du mit 1 x 2.5 kW und 2 x 2.0 kW ganz gut über die Runden kommst.
Das reicht leider nur kurzfristig, da die Luftfeuchtigkeit innerhalb weniger Tage stark gestiegen ist und sich nicht hat raus lüften lassen. Dadurch musste, zur Verhinderung von Kondenswasser, die Temperatur des Kühlwassers so weit angehoben werden, dass die Kühlung nicht mehr funktionierte. Aber wenn ein Innengeräte das Erdgeschoss entfeuchtet, kann natürlich auch die Wärmepumpe bei Bedarf dauerhaft unterstützen.
Okay. Also lese ich hier jetzt jedenfalls aus den bisherigen Antworten heraus, dass niemand die Hände über dem Kopf zusammenschlägt und darauf hinweist, dass es eine blöde Idee ist, so eine Schwache Klimaanlage installieren zu lassen.
Dann ist es in dem Bereich offenbar so wie bei den Wärmepumpen: so klein wie möglich dimensionieren und im Zweifel die kleinere wählen
Deine Idee sollte gehen, ich würde aber tendenziell eher ein 3,5 kW Gerät im EG verbauen und dann das 3MXM52.
Alternativ 1,5 + 1,5 + 3,5 beim 3MXM40.
Takten ist nicht pauschal schädlich. n Kühl- oder Gefrierschrank geht auch den ganzen Tag an und aus, auch im Minutentakt und das dann jahrelang.
Ansonsten kann ich nur für mich sprechen, bei uns (3x Schlafzimmer im OG und 1x Wohnzimmer im EG) läuft eine 4MXM68 absolut problemlos und in der Kühlperiode taktet da rein gar nichts.
Für 60m2 halte ich aber ein 2,5er Gerät aber für etwas zu unterdimensioniert. Wenn alle Geräte (2,0 + 2,0 + 2,5) laufen, hat das dann maximal 1,7 kW Kühlleistung was tatsächlich doch etwas dürftig für das EG ist. Bei 1,5 und 1,5 und 2,5 wären es hingegen schon 2 kW.
Bei einem 3MXM52 Gerät und 2,0 und 2,0 und 3,5 wären es hingegen schon 2,5 kW
Eigentlich ist es bei LLWP und LWWP so, dass nicht die Maximalleistung oder Nennleistung relevant fürs Takten ist, sondern die Mindestmodulation.
Bei Split-Klimas musst du dann auch genau darauf schauen, findest du in den Eurovent-Daten. Sind in der Regel die Werte, wo die Anlage am wenigsten leisten muss, Cond D. Bei Bettervent sind die Eurovent-Daten etwas aufgehübscht:
Die kommt also bis etwa 1,4kW Kühlleistung runter. Die 5,2kW geht auch noch, aber die 6,8 kW hätte schon 3,93 kW Kühlleistung, da hast du einen Sprung, der dann zu deutlichem Takten führen kann.
Wird schon halten, aber macht die Anlage bei häufigem Takten ineffizient und vor allem sinkt der Komfort, wenn man im selben Raum sitzt. Gerade beim Kühlen, merkt man es sofort, ob kühle Luft kommt oder nicht.
das Haus ist KFW70 und somit relativ gut isoliert . Ich habe auch im Wohnzimmer viel Glas , ca 9-10m2 , hier helfen schon dichte Gardienen oder Vorhänge um die Erwärmung im WZ zu verringern . Da man Nachts meistens nur die Schlafräume noch kühlt , falls notwendig , wäre ein größeres Außengerät nicht notwendig . Oft wird ja bevor man ins Bett geht die Klima auch ausgeschaltet , man muss nur genug Zeit einplanen um alles rechtzeitig runter zu kühlen .
Wichtig ist das man eine gute Position für das Innengerät hat so das der Luftstrom passt .
Ich denke die von dir genannte Leistung bzw Geräte passen .
Stell doch mal ein Grundriss ein und zeichne ein wo die Innengeräte bzw das Aussengerät hin sollen . Machdir noch Gedanken wie du es mit den Kondensat machen möchtest .
Mein Haus entspricht wohl KFW 50 bei 120m2 und ich habe mit einem Gerät ( max 3,7 KW ) das Haus an den heißen Tagen problemlos runter kühlen können . Muss aber dazu sagen das bei mir die Rumaufteilung fast Ideal ist .
Genau, die Mindestmodulation ist mir wichtig. Die hätte ich gerne so niedrig wir möglich, damit nachts beim Kühlen der Schlafzimmer möglichst wenig Takten und dadurch Komforteinbußen entstehen.
Die 3MXM40 kommt laut Datenblatt auf 1,7 kW runter, was scheinbar einer der niedrigsten Werte bei Triosplits ist.
Danke für den Link. Da sind relevante technische Daten schön aufbereitet!
dass du mit 3,7 kW Maximalleistung auf 120m² im KfW50 gut hinkommst, ist ja schon mal gut zu hören. Bei mir sind es ja nur 100m², die mit 4 kW klimatisiert werden sollen. In den 50m² des DG soll ja später noch ein gesondertes Außengerät wirken.
Die Platzierung des Innengerätes im EG (Wohnzimmer) ist tatsächlich etwas schwierig. Die Garage, die parallel zum Haus steht, verhindert einen freien Eintritt der Leitungen ins EG. Und ein Fenster macht die Sache noch spannender: Da sind nur ca. 20cm zwischen der Garagenwand und dem Fenster. In diesem Bereich müssen die Leitungen durch, ohne, dass die Kante der Mauer abplatzt.
Das Kondensat vom EG soll bis kurz vor das Außengerät zurückgeführt werden. Dort ist ein Bett, in das es einfach einlaufen kann.
Das Kondensat vom OG soll im Kanal an der Fassade entlang nach unten aufs Garagendach geführt werden.
Rot: Außengerät
Grün: Innengerät
Blau: Leitungsweg für EG
Ich war auf dem Stand, dass es kleinere Innengeräte als 2,0 nicht gibt. Dann muss ich vielleicht nochmal in einer anderen Produktreihe der Innengeräte gucken.
Und auch, wenn das takten nicht schädlich ist, befürchte ich, dass es nervt. Weil der Luftstrom immer wieder anläuft, das Innengerät Geräusche am Beginn und Ende des Taktes macht, die Entfeuchtung der Luft nicht zuverlässig ist. Aber vielleicht hat mein KI-Berater mir da auch zu viel Angst gemacht.
Hast du auch keine Auffälligkeiten, wenn ein Schlafzimmer und das Wohnzimmer keine Leistung abnehmen?
Das 3MXM52 wird nicht Takten. Das ist keine wesentlich andere Mindestmodulation als das 40er. Ich bin der Meinung, dass für das EG die Leistung des Innengeräts doch recht sparsam bemessen ist.
Du kannst natürlich das 3MXM40 nehmen, aber ich empfehle dann dringend im Og die 1,5er Geräte.
Meiner Erfahrung nach sind in diesem Themenbereich 95% der Antworten völliger Schwachsinn.