3Phasen Multiplus System. Eigenverbrauch reduzieren?

Siehe hier:

Meine Konsequenz ist. Wenn man Großverbraucher wie Wärmepumpe und e Auto zusammen mit großem Batteriespeicher hat auf jeden Fall dynamische Stromtarife nutzen, dann juckt der Nachtverbrauch in den drei Wintermonaten nicht weil man in dieser Zeit die Multiplus zum Laden der Batterie benutzt. Es gibt im Winter pro Tag zwei Zeitfenster wo der Strom besonders günstig sein soll, eins davon ist genau nachts. Batterie muss also inklusive Wandlungsverluste bis 12 Stunden abdecken können.

Das mit dem hoymiles mit precharge circuit und Open dtu Steuerung kann man zum Spaß machen wenn man zb eine relativ kleine Batterie hat kombiniert mit niedrigen state of charge. da können die 1,2kwh Mehrverbrauch dann relevant sein und eventuell sogar die Lebensdauer des Batteriespeicher etwas erhöhen, weil man dann weniger Zyklen macht. Das wäre dann ein Hybrid System aus Niederfrequenz für hohe Lasten und Hochfrequenz für niedrige Nacht Grundlast

Vielleicht geht es ihm ja um die Winterzeit, die Monate Dez-Jan sind ja oft nicht mit klarem Himmel gesegnet. Aber ehe ich da in Technik investiere, die die MP2 ab und umschaltet, würde ich überlegen wo noch eine Lage Solarmodule verbaut werden können

Das zweifele ich mal an. In der Inbetriebnahmephase habe ich das Dreiphasensystem samt Raspi4 (VenusOS) und zwei DC/DC Wandlern (zur Bereitstellung von 5V für den Raspi und 24V für meine SPS) mit einem Labornetzteil betrieben. Das Gesamtsystem hat sich 75W im Leerlauf gegönnt.

Ist deine AC Last rein ohmsch oder wird Blindleistung mit erfasst? Die Multis müssen die gesamte Scheinleistung der Last aus den Akkus holen, nicht nur die rein ohmsche Wirkleistung.

Folgende Effizienzdiagramme stammen hier aus dem Forum:

Bei Entladung:


Beim Laden mit dem MP2 5000:


Der Gesamte Faden dazu ist hier: Wirkungsgrad Victron Multiplus 2 5000 - #11 von alex_s

Daraus schließe ich, das eine rein ohmsche 150W Last an einem MP2 5000 zu einer Leistungsaufnahme von 166W aus dem Akku führen würde, da er laut Diagramm einen Wirkungsgrad von ca. 90% bei 150-200W hat. Demnach ist hier offensichtlich noch Blindleistung im Spiel die aber auch aus dem Akku geliefert werden muss.

Mit 90% finde ich den Wirkungsgrad in dem Leistungsbereich alles Andere als "sehr" schlecht. Das soll jetzt aber bitte nicht als "für Victron in die Bresche spingen" verstanden werden.

Nach meinem Verständnis berücksichtigen diese Diagramme nicht den Eigenverbrauch der MP2s.
Das kommt noch OnTop.

Ich sehe bei mir gängige Grundlasten des Hauses von ~250W. bedeutet ca 83W je MP2
Nach Diagramm ca 72% Wirkungsgrad wären 115W je Multi und 347W komplett.
Das sehe ich so aber nicht. Aus dem Akku werden gute 500W gezogen (über Shunt gemessen).
Die Eigenverbrauch ist in den Diagrammen exludiert.

Ich hab seit Monaten keinen günstigen Strompreis nachts mehr gesehen. Die Kosten konventioneller Kraftwerke sind dafür zu hoch. IKB (stadtversorger in der Nähe) bietet mittlerweile nur noch "Mittagsstrom" an zu reduziertem Preis.

Grundverbrauch reduzieren: Steckernetzteile sind Heizgeräte. So viele wie möglich davon raus und direkt DC bucks verwenden.

Wer den grossen WR nachts aus haben will. kann nen HM400 mitlaufen lassen, ca 40€ Kleinanzeigen + 20€ openDTU onbattery ist leistbar

Da frage ich noch mal ganz bewusst nach, sind es Watt oder VA?

Bei deiner Differenz zwischen Leistungsaufnahme Grundlast + Eigenverbrauch käme man auf ~52Watt Eigenverbrauch pro MP2. Meine drei zusammen haben inkl. Raspi "nur" 75W.

Gemäß geeichtem Haushaltszähler Watt.

Darum. ~150W Eigenverbrauch deckt sich mit der Victron Darstellung:

10469kWh
+484kWh
-6099kWh
= 4854kWh Verbrauch und nicht 4185kWh

Es fehlen 669kWh. teilt man das durch die aktuellen 5844h diesen Jahres kommt man auffällig gut in die Region von ~114W Dauerlast = Eigenverbrauch vom System
Interessante Darstellung von Victron sag ich nur und Verständnis von "Gesamtverbrauch". Aber wenn man es weiß, naja.

Zurück zum Hauptthema. Aus meiner individuellen Darstellung könnte man jetzt auf die Idee kommen, sich die 484kWh Netzbezug durch Optimierung der 669kWh Eigenverbrauch einzusparen. Das ist aber nicht Realität. Die 484kWh sind bewusst gezogener Netzstrom vom E-Auto-Laden. Ich hatte nie eine Situation, dass ich das Victron über Netzstrom versorgen musste. Insofern sind bei mir 669kWh × 0,147€ (Opportunitätskosten PV-Vergütung) = 98€ als Betriebskosten für 8 Monate, ~147€ pro Jahr bei mir. Dafür und inklusive der Ersparnis durch die Leistungsfähigkeit, die das System liefert, sehe ich keine Option, daran etwas sinnvoll zu ändern.