Ich habe jetzt so viel recherchiert und gelesen, dass ich den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehe. Ich will 3 x 475 Watt Solarpanele an einen MPPT anschließen. Später kommt noch ein viertes dazu.
Wenn ich die Daten im Victron-Rechner eintippe komme ich auf einen 250/100 - sowohl die Größe des Geräts, als auch die Preisdimension erschreckt mich etwas. Benötige ich da wirklich ein solch großes Gerät oder mach ich irgendwelche Rechenfehler?
Ah, ich war jetzt auch von einem 48V System ausgegangen. Bei 24V System (Ladeschluss also irgendwo bei 27,6V) würde bei drei Modulen der MPPT 150/35 ein Flaschenhals werden. Da müsste dann der 150/45 ran um mehr Potential auszuschöpfen. Theoretisch wären mit 3 x 475W jedoch knapp 52A Ladestrom möglich.
Meine Meinung/Tipp: Am besten wäre allerdings gleich der Aufbau eines 48V (51,2V) Systems, das spart in der Zukunft viele Ehrenrunden - gerade wenn du eh eine relativ große Kapazität anstrebst.
Direkt 48V bzw. 51,2V würde ich auch sehr empfehlen in Betracht zu ziehen. insbesondere wenn es etwas mehr wie nur ne kleine Gartenanlage werden soll und sowieso noch mehr Akkus angeschafft werden sollen.
Ansonsten gibt auch noch den 100/50 für 24V und ist mit 122€ aktuell die günstige Möglichkeit.
Da würde man dann Zwei Module in Reihe und dann parallel verbinden können.
Hängt natürlich ein bisschen davon ab wann das vierte Modul kommen soll.
Ah! Den habe ich übersehen. Davon zwei Stück ist ja immer noch günstiger wie so ein “Monster”.
Aufgrund vom Multiplus bin ich bereits bei 24V (Fahrzeuginstallation). Passt aufgrund der restlichen Spannung dann ganz gut.
Dann lieber zwei der 100/50 Regler - als ein so großes Monster? Oder? Übersehe ich jetzt etwas?
Ich behaupte einer reicht.
4x475 W sind 1900W
bei 26V also 73A Ladestrom
Der kann MPPT 100/50 kann 50 A verarbeiten.
Da Solarmodule nur perfekt ausgerichtet und in kalten Bedingungen auf ihre Nennleistung kommen sollte die Überbelegung funktionieren und ist auch von Victron Seite kein Problem.
Wenn man hierzu noch etwas mehr Info bekäme, also Ausrichtung und Winkel und wie wichtig es wäre die letzten 5% Ertrag zu bekommen und in welchem Verhältnis zum Aufwand das steht.
Alternativ gehen auch zweimal der 100/30 mit 24V. Dann hätte man auch zwei getrennte MPPTs wenn Verschattung ne Rolle spielen sollte.
Ich würde auch einen 150/45 in Betracht ziehen, den habe ich selber im Einsatz.
Selbst wenn du die 4 Module in Serie schaltest hast Du bei +20 ca. 123 V und bis -5 oder gar -10 bleibst Du noch unter 150V. Wenn es mal wieder superkalt und supersonnig wird, mußt Du halt rechtzeitig den Stecker ziehen, allerdings denke ich, dass die Spannung unter kleinem Strom dann doch schnell unter die 150V fällt.
Wenn Du ganz auf Nr. sicher gehen willst konfigurierst Du die 4 Module in 2S2P, also je 2 parallel und dann in Serie. Ist vom Wirkungsgrad aber vermutlich nicht so gut wie 4S, weil die Spannung nicht so richtig hochkommt.
Ich rate auch ganz stark zu einem 48V System, insbes. wenn 16kWh oder mehr angedacht sind. Insbes. dann solltest Du tatsächlich nur 4S für die Module in Betracht ziehen, sonst ist die Spannungsdifferenz zwischen PV und Batterie einfach nicht hoch genug. Die Batterie lädst Du dann mit 55,2V oder gar mehr und von PV kommen nur gut 60 - das ist zu knapp m.E.
den 250V Regler würde ich niemals nehmen! Nicht nur wegen des Preises. Angenommen die Module erzeugen ihre Nennleistung Das ist bei unverschatteter Lage kurzzeitig möglich. Dann erzeugen zwei Stück davon 950W und der Strom am Ausgang des Reglers beträgt dann theoretisch 35,2A betragen. Dafür reicht ein Smartsolar 100/30 aus. Für das dritte Modul ebenfalls einen 100/30. Falls du noch mehr erweitern willst, kannst du anstatt der 100/30 lieber 100/50 nehmen und daran 4 Module 2S2P anschließen. 3 Module sind nicht sinnvoll mit nur einem Regler.
Wenn die Batterie voll ist oder das BMS abschaltet ist der Strom=0
Schau in das Diagrmm des Moduls und lese mal ab wie hoch der geringe Strom sein müsste, um die Spannung zum Beispiel von 155V auf 145V zu senken. Vorher schaltet der 150/35 nicht wieder ein. Und dann rechne noch die Leistung aus die dabei verbraten werden muss
Unsinn! Das steigt ganz langsam an. Und am Morgen sollte die Batterie geladen werden, wenn sie über Nacht (etwas) entladen wurde. Und dann kommt noch dazu: wann wird es denn im Winter wirklich hell? Bestenfalls ab 9.00…10.00 Uhr - sollte doch kein Problem sein.
Und die Wettervorhersage schaut man ja i.d.R. auch - also ich hätte da absolut 0 Probleme!
-15 Grad hatten wir hier die letzten 10 Jahre nicht mehr und wenn die Sonne voll scheint, steigt auch die Temperatur ganz schnell. Also: alles kein Grund zur Panik!
ich bin jetzt mal von 4 Modulen in Reihe ausgegangen. Dann steigt die Leerlaufspannung schon bei +11°C auf 151V. Die werden natürlich nur erreicht, wenn kein Strom fließt. Wann fließt kein Strom? Wenn die Batterie voll ist oder das BMS abschaltet und keine Verbraucher an sind. Die Wahrscheinlichkeit ist noch überschaubar. Aber! Alle 10 Minuten macht der Regler einen Scan. Und er geht bei Strom=0 los. Und dann schaltet der Regler aus. Und er schaltet erst wieder ein, wenn 145V unterschritten werden. Da ich keine Diagramme für das Modul gefunden habe, nehme ich ein ähnliches, um den Strom zu bestimmen, der die Spannung senken kann. Die Leerlaufspannung ist hier vergleichbar mit der eines kühlen Moduls des TO. Es geht nur um die Steilheit der Kurve im Bereich knapp unterhalb der Leerlaufspannung:
fairerweise nehme ich die blaue 800W Kurve. Wenn man die Spannung eine 4er Reihenschaltung um 10V senken will, muss man pro Modul 2,5V senken. Wenn ich bei diesem Modul ausgehend von 38V um 2,5V nach links gehe, lande ich senkrecht darüber an der blauen Kurve bei 6A. Das ist immerhin der halbe Kurzschluss-Strom. Das entspicht einer Leistung der vier Module von 852W! Und wenn sich diese Situation anbahnt, sollte man die PV-Leitungen nicht trennen!