Aktuell betreibe ich einen SunnyIsland 6.0 mit 14,3kWh Amy-Speicher. Ich bin von der Notstromlösung (Phasenumschaltung) trotz der wenigen Netzausfälle überhaupt nicht begeistert und würde den SunnyIsland gerne verkaufen und auf ein System mit 3 Phasen umsteigen. Zudem habe ich Netzwerkprobleme (manchmal kommuniziert das Energymeter nicht mit dem SunnyIsland).
Ich denke hier an 2x Multiplus 5000 + 1x Multiplus 3000 (letzter ist aus einem anderen Projekt übrig). Kann man die 3000er und 5000er so kombinieren?
Ich muss (durch eine Anlagenerweiterung) für eine 7kWp Fassadenanlage einen eigenen Wechselrichter (mit gutem Schattenmanagement) kaufen und überlege hier, einen Fronius Symo mit 4kW zu nehmen (Einphasig).
Jetzt ist meine Frage, wie verhält sich mein System bei einem Netzausfall?
Wird bei einem Netzausfall und PV Überschuss (folglich nur auf einer Phase) die Batterie ggf. geladen?
Die Batterie wird geladen aber halt nur mit dem einen Multiplus der an der selben Phase hängt, je nachdem wie du das aufgebaut hast sollte einer notstrom funktion nix im wege stehen
Mir geht es jetzt speziell um den Notstrom-Fall. Da wird die Antwort von DavidieHD zutreffen?
Edit:
Die Frage ist, brauch ich den wirklich im Ersatzstromfall die Möglichkeit zur Batterieladung?
Ich habe mich jetzt auch mit der 1:1 Regel beschäftigt. Ich dachte immer, Fronius ist da ausgeschlossen. Mittlerweile denk ich, dass ich wohl auch einen im Bestand befindlichen Kostal Piko 10 (3 Phasen) nehmen kann, welche ich über die RSE Eingänge beim Netzausfall auf die Summe der Ladeleistungen der MP2 begrenzen...
Wenn Du Die Verbraucher an AC-In anschließt und als ESS betreibst (Gridcode DE), also der Normallfall, muss (NA-Schutz) und wird bei Stromausfall kein Strom an AC-IN ausgegeben werden. Nur an AC-OUT. Du bräuchtest dann eine Umschaltlösung, die die Verbraucher an AC-OUT anschließt.
Wenn Du allerdings alle Verbraucher generell an AC-OUT ohne Umschaltlösung anschließen willst (also auch große Verbraucher wie Herd und Backofen, etc.), reichen Dir vermutlich 3 Multiplus II 5000 nicht aus. Dann brauchst Du vermutlich wie Jörg es beschrieben hat 3 x Multiplus II 10000. Siehe auch Operation Hausspeicher - Mein erster realer Inselbetrieb mit PV-Support - meintechblog.de
Das kommt darauf an wie Deine PV-Panels angeschlossen sind. Gehe nachfolgend davon aus, dass der Akku nicht so leer ist, das das BMS abschaltet:
Panels via Victron MPPT: Ja
Wechselrichter wie Fronius an AC-OUT: Ja
Wechselrichter wie Fronius an AC-IN: Nein
Wenn der Akku so leer ist, dass das BMS abschaltet und die Multiplus II ausgeschaltet sind,ist die Einzige Möglichkeit den Akku wieder zu laden über Victron MPPTs oder ein separates Ladegerät an den Akkus. Die Multiplus II können nur über Akku starten. Man sollte daher in einem Victron-System zumindest ein paar Panels auch per Victron MPPTs anschließen.
@burntime DU darfst aber auch die 1:3 Regel für PV an AC out zu installierten Speicher nicht vergessen.
irgendwo muss die Leistung der soviel ich verstanden habe zwei Wechselrichter ja hingehen wenn kein Netz mehr da ist. und du darfst auch nie auch nur annähernd in die Nähe der Abschaltspannung der BMS laden, weil genau dann könnte das Netz weg sein und deine beiden Wechselrichter laden noch Vollgas auf Ac-out rein das müssen die drei MP2 ja in die Batterien drücken können.
Ich habe selbst 10,5 kWp an Fronius Symo10 und 6kWp mit 2x Victron MPPT an 3x MP2 3000 mit 31kW Akku hängen und mir war das zu gefährlich mit dem Fronius an AcOut, im falle eines Netzausfalls schalte ich Das Netz und den Fronius per Umschalter von AcIn weg (also abgeschaltet) und das Haus auf AcOut. Die beiden MPPTs und der Akku reichen für ein paar Tage und wenn nicht wird der Akku per Notstromaggregat geladen.
Mh, also ich werde einen Kostal 8.5kW WR nun am AC Out anschließen. Die Schalteingänge des RSE-Einganges werde ich für den Fall des Netzausfalls auf 25% begrenzen - dann reden wir über 2,1kW PV Strom im unwahrscheinlichen Falle des Netzausfalls. Den krieg ich mit dem Ladestrom der MP2 (3x35A) in die Batterie. Viel mehr möchte ich einer Batterie (14,3kWH von Amy) auch nicht unbedingt zumuten.
Das einzig sensible Thema beim Netzausfall ist die Monoblock Wärmepumpe, welche im Außenbereich ohne Strom Frostschäden bekommen könnte.
Seitdem wir hier wohnen, waren zwei längere Stromausfälle (2-3h), welche ausgerechnet in der Nacht (aber ausserhalb der Frostperiode) waren. Unsere Wärmepumpe ist PV-Optimiert, heizt (dank KFW 40+ Haus) nachts eigentlich nie.
Daher denke ich, ist meine Systemauslegung für den genannten Anwendungsfall (wirtschaftlich) optimiert.
Das Thema interessiert mich an der Stelle auch. Warum hast du solche Zweifel dass der Kostal nicht schnell genug abgeregelt würde? Der Kostal unterliegt doch auch der VDE ARN 4105 und muss bei Frequenzwegfall oder Anhebung herunter regeln bzw. ganz abschalten - und das innerhalb der von der VDE vorgegebenen Zeit.
Du hattest geschrieben: "Weil die Kombi (Sungrow 10kW und Kostal 7kW) bei meinem Schwiegervater läuft."
Und, dass Du den Kostal planst, also vermutlich noch nicht hast.
Das da beim Schwiegervater auch noch ein Multiplus II läuft und auch VenusOS läuft, wie auf dem Bild dargestellt, war mir nicht klar.