Hallo,
ich war bisher ein wenig “drüben” im Photovoltaikforum unterwegs, aber so richtig bin ich bisher dort nicht weitergekommen. Gefühlt bekommt man da meist erstmal die immer selben Standardantworten, ohne konkret auf einzelne Fragen/Situationen einzugehen. Vielleicht liegt es aber auch an meinen Fragen, wir werden sehen ![]()
Wir haben vor 3 Jahren ein Haus in 09123 gekauft, viel saniert bisher und nun soll die erste PV-Anlage geplant und gebaut werden. Ich selbst bin Elektrotechniker und durchdenke vieles meist ein wenig zu sehr, entsprechend versuche ich oft gründlich den Sachverhalt zu verstehen und zu optimieren.
Wichtig, Elektrotechniker, kein Elektriker - aber ich habe einen zur Hand, der die Anmeldung machen würde.
Hier sieht man im Überblick unsere Situation. Die Kreise auf dem ersten Foto zeigen die Position der drei Flachdächer, die belegt werden sollen.
Allesamt haben EPDM-Deckung:
-
Anbau mit Neigung 5° Richtung Azimuth -20° (Entwässerung nach Südost), Fläche 6,50x4,55m
-
Schuppen mit Neigung 5° Richtung Azimuth +70° (Entwässerung nach Südwest), Fläche 6,41x5,12m
-
Schuppen direkt am anderen Schuppen, aber 50-100cm tiefer, Neigung 7° Richtung Azimuth +70° (Entwässerung nach Südwest), Fläche 6,47x3,67m
Ich habe einige Belegungen mit K2-Systems und auch mit dem SMA Designer durchgespielt. Die Verschattung poste ich in einem weiteren Beitrag (darf nur ein Bild je Post hochladen). Aber prinzipiell ist Dach 1 nahezu unverschattet, während Dach 2 und 3 an einigen Stellen durchaus öfter Schatten sehen durch Bäume (mehr im Winter, weniger im Sommer; aber auch im Sommer teils bis 11 Uhr oder ab 15 Uhr im Schatten).
Ich habe mir zusätzlich auch ein kleines Tool geschrieben, was auf den Dächern verschiedene Module in verschiedenen Ausrichtungen und Neigungswinkeln anordnet, gegenseitige Verschattung im Winter berücksichtigt und eine eine Kompromissbildung zwischen Winterertrag & geringer Verdreckung bzw. Schneeanfälligkeit bei steileren Modulen vs. höchstmöglicher installierter Leistung / Sommerertrag & geringerer Windanfälligkeit ermöglichen soll. Zumindest möchte ich es eigentlich gern dafür nutzen, den Modulwinkel so steil wie möglich zu stellen, ohne die Modulanzahl nennenswert zu reduzieren.
Konkret habe ich nun erstmal ein paar Fragen - aber natürlich gern auch allgemeine Einschätzungen, falls euch was auffällt…
- Auf Dach 1 könnte ich die Module 10° nach Süden aufrichten, ohne Verschattung im Winter zu erzeugen. Aber diese Aufständerung würde hochkant erfolgen, also die Module über die kurze Seite kippen. Seht ihr das als problemlos machbar und habt ihr Tipps zur Unterkonstruktion dafür? Bisher habe ich nur das K2 MultiAngle System gefunden, aber das taucht teilweise nichtmal auf der offiziellen Seite auf, keine Ahnung wie gut das (noch) zugänglich ist…?
- Dach 2 würde so als Ost/West gehen oder bei Drehung der Module um 90° passt sogar ein Modul mehr drauf und dann könnten sie um 20° nach Westen (West-Südwest) angestellt werden - aber auch wieder hochkant aufgeständert mit derselben Unsicherheit bzgl. Unterkonstruktion.
- Dach 3 geht vermutlich nur dachparallel. Sobald man hier irgendwas anstellt, verliert man merklich Module. Es sei denn, man sucht sich sehr lange Module, dreht sie 90° zur Skizze oben und neigt sie nach Westen. Aber dann ragen sie auch ganz schön weit hoch (Wind!). Oder gibt es hier noch andere Ideen?
- Wie ihr seht ist Dach 1 anders ausgerichtet als Dach 2 und 3. Letztere wiederum erfahren wechselnde Verschattung (natürlich tageszeit- und jahreszeitabhängig). Welche Ansätze zur Verschaltung würdet ihr sehen? Dach 1 könnte an einen eigenen MPPT. Aber kommt ein globales Schattenmanagement noch mit der Situation auf Dach 2 und 3 zurecht, so dass diese auch an den einen String-WR kommen könnten (z.B. zweiter und/oder dritter MPPT)? Oder sollte man hier besser mit Mikrowechselrichtern arbeiten - dann wäre auch die Modulausrichtung/-neigung egal, also z.B. Ost/West auf Dach 2 und flach auf Dach 3. Zu berücksichtigen ist hier evtl. auch, dass Dach 2/3 über eine längere Leitung bis in den Keller angeschlossen werden müssen (grob vielleicht 15m). Und dass ich auf jeden Fall einen Akku installieren möchte, möglichst mit DC-Anbindung (das ginge vermutlich trotzdem mit AC-Leitung der µ-WR an einem AC-Eingang des großen WR, ne?).
Danke schonmal für alle Gedanken dazu! Und falls ich wichtige Infos vergessen habe, bitte einfach fragen ![]()

