25mm oder 32mm Durchmesser zwischen LWWP und Pufferspeicher

Hallo, eine Frage an die Experten:

zwischen Jeisha und Pufferspeicher werden etwa 14 Meter (Summe VL und RL) Rohr sein. Meine Recherchen haben ergeben, dass ein Druckverlust von 0,02 mbar pro Meter bei 32mm und 0,06 mbar bei 25mm auftreten werden. Soweit so gut, klingt nach dreimal soviel. Aber wirkt sich das aus, oder ist es in der Praxis (Effizienz) vernachlässigbar, ob 25mm oder 32mm Rohr verlegt werden?

Vielen Dank

Mit wieviel Durchfluss rechnest du denn im Maximum?

Laut Datenblatt kann die Jeisha 22l/min pumpen. Der Pufferspeicher wird direkt angeschlossen, also pumpt die Jeisha gegen die 300l im Speicher. Aus dem Speicher bedient sich dann eine weitere, separate Pumpe/Mischer, um die 160l durch die Heizkörper zu pumpen. Also pumpt die Jeisha maximal 4 mal pro Stunde den Speicher rund… Maximal… realistisch ist aber ein viel geringerer Wert von minimal vielleicht 9l / min (22/2,5)- den ich aber auch nur annehme (2kW therm bei min Modulation und 5kW therm max).

Also zwischen 9l/ min und 22l/ min…

als erstes solltest du berücksichtigen das es mit dem Durchfluß im Heiz/WW Betrieb alleine nicht getan ist. Dein real wichtiger Wert für den Durchfluß entsteht beim Abtauen der Wärmepumpe. Dort fährt die WP maximalen Durchfluß. Die Jeisha kann laut Datenblatt ca. 44l/min ~ 2,5m³/h. Das sind bei 32’er ALU Verbundrohr ca. 1,4m/s Strömungsgeschwindigkeit. Das ist schon relativ viel.

Das obige gilt aber eher für ältere Heizungsanlagen, bei Wärmepumpen geht man mit der Strömungsgeschwindigkeit leicht höher.

Mit 25’er Verbundrohr hat man ca. 2,2m/s Strömungsgeschwindigkeit.

Ich habe alles mit 32’er ALU Verbundrohr = 24mm Innendurchmesser verrohrt und komme auf 32l/min = 1,2m/s. Und das hört man wenn die WP abtaut deutlich, obwohl ich schon den HKV meiner FBH mit 19mm Armaflex isoliert habe.

[Edith] aber nur den HKV hört man, die FBH hört man da nicht :wink: ist also im Grunde kein Problem bei mir. Mit HK würde man das dann aber sicherlich hören und da könnte man mit einem Reihenrücklaufpuffer/-speicher was verbessern.

Meine Empfehlung ist also 32’er ALU Verbundrohr und lieber mehr Durchmesser als zu wenig :wink:

Zweitens: achte darauf das dein WW-Speicher auch WP-tauglich ist. Der Speicher sollte eine Wärmetauscherfläche >= 4m² haben und hohe Durchflußmengen zulassen.

Drittens: bei den hydraulischen Einbaugeräten, sprich Kugelhähnen, Schlammabscheider, Mikroblasenabscheider etc. pp. achte darauf das sie den vollen Durchfluß ermöglichen. Gerade bei den Fittings für die Rohre gibt es dort große Unterschiede.

1 „Gefällt mir“

Ist quasi irrelevant. Er hat ja ,wenn ich das richtig lese, den Puffer als hydraulische Weiche.

quasi ja :wink: wenn man den Weg der Rohre von der WP hin zum Puffer vernachlässigt. Aber gerade darum ging es bei seiner Frage, welchen Rohrdurchmesser wählt man von der WP hin zum Speicher.

Ein Parallelpuffer als hydraulische Weiche an einer WP kostet Effizienz.

Danke an die Poster,

ja, der Pufferspeicher ist ein 300 l Speicher, in den die WP reinpumpt.

Der hat 9 Stück 6/4 Zoll IG Öffnungen. 5 davon VL WP, RL WP, VL Hzg, RL Hzg, Entlüftung/SiGruppe werde ich nutzen, die anderen zunächst nicht. (plus 6 Stück 1/2 “ für Temphülsen)

Auf der Seite zum Heizkreis hin ist im Haus sowieso 3/4”, 1” und Siederohr verbaut, da stellt sich die Frage nicht, weil ich dort eine separate Pumper und Mischer nutzen werde. Ich brauche nur jede Menge Wasser mit maximal 55°C, um das durch das Haus zu pumpen. Die letzten beiden Heizwinter habe ich Messreihen gemacht und nie über 55° im VL der Heizung gemessen.

Hydraulische Weiche ist vielleicht das richtige Wort dafür. Die WP soll also das max. 55° warme Wasser bereitstellen. Hzg und WP Kreis sind vom selben Wasser durchflossen.

Im Speicher ist aber auch ein Wärmetauscher drin , der aber zunächst nicht genutzt werden wird, sondern erst später, wenn die Sache läuft, dann erweitere ich die seit 1997 vorhandene Solarthermie zur Nutzung dieses WT in dem WP Pufferspeicher.

Jetzt geht es nur um die Verrohrung vom Speicher zur WP hin.

6/4” Löcher sind vorhanden, also sind 40mm. 32mm und 25mm in der engeren Wahl.

Ich lese bisher heraus, dass 32 der richtige Wert ist?

theoretisch kannst du 1 1/4” benutzen da die Jeisha diesen Durchmesser als Anschluß hat, mehr lohnt nicht da dann die Jeisha zum Flaschenhals wird. Aber das wird teurer als 1” auf 32’er ALU Verbundrohr. Ich habe alles auf 1” ausgelegt bei den Fittings, Messingteile, Filter, Hähne usw. und eben mit ALU Verbundrohr 32/3 verbunden, mit Schraubfittingen. Also kein Löten oder Pressen nötig. Beim Zusammenbau hatte ich keinerlei Undichtigkeiten, besonders nicht bei den Übergangsverschraubungen von ALU Verbundrohr auf Messing 1” System. Bei den Kugelhähnen, Filter und Übergangsverschraubungen habe ich darauf geachtet das sie vollen Durchgang haben.

[Edith]
Distanz WP zum HWR ebenfalls ca. 7 Meter.
Und die WP mit Flexschlauch in das Haus eingeführt. rjTec.eu - Flexschlauch, sauerstoffdicht, super flexibel

1 „Gefällt mir“

Interpretiere ich das richtig das du mit der WP dauerhaft 55°C Vorlauf fahren willst? Das ist grenzwertig.

nein, 55°C war der Maximalwert, der benötigt wurde. Meist waren es 35° bis 38° weil sowieso die LLWP in den Haupträumen gelaufen sind.

Aber die Nebenräume haben keine LLWP und da ist auch kein Platz - aber es sind Heizkörper vorhanden…

Ich bin kein Heizungsbauer, würde aber sagen dass das, was du da machst, keine gute Idee ist. Du drückst mit der Pumpe der Wärmepumpe das Wasser in den Speicher. Und du drückst mit der Heizungspumpe das Wasser in den Heizkreis. Damit verwirbelst du permanent das Wasser in dem 300l Tank. Gerade auch bei hohen Temperaturen ist das denkbar schlecht, vielleicht liegt da der Hund warum du auf 55°C gehen musst, weil das Wasser den Weg des geringsten Widerstandes nimmt.

!!!Das hier ist nur ein Beispiel, ich weiss nicht, wie es in deiner Anlage läuft!!!

Der 300l Speicher bekommt von deiner Wärmepumpe an einem oberen Anschluss 55°C geliefert. Unten sind es 45°C. Du ziehst nun mit der Heizungspumpe das Wasser, aber es werden keine 55°C durchgezogen weil die Wärmepumpen-Pumpe mit 4 mal so hoher Pumpleistung in den Puffer nudelt wie die Heizkreispumpe. Du bekommst einen hydraulischen Kurzschluss, die Wärmepumpe zieht von unten mit soviel Druck, dass sie das selbst erwärmte Wasser durchzieht und das gar nicht in den Heizkreis kommt.

Wichtig wäre also, dass mindestens einer der Heizkreise, entweder der von der Wärmepumpe, aber eher der von den Heizkörpern und Heizung, durch einen Wärmetauscher fließt. Für die Wärmepumpen sind diese Wärmetauscher meist zu klein, weil die viel Fläche benötigen. Ob das für die Heizung reicht, weiss ich nicht.

Ich glaube eher dass du Druckverlust durch die 2 Pumpen bekommst als Probleme wegen 25 ode 32er Rohr.

Ich sehe das ähnlich wie @roterfuchs.

Hallo, verstehe ich es richtig, dass du den Pufferspeicher hauptsächlich behalten möchtest um später die Solarthermie mit in das Heitzsystem zu integrieren?

Ohne die Anlage genau zu kennen, habe ich folgende Ideen/Anregungen/Bemerkungen:

  • Wenn es nur wenige Räume sind, welche die Heizkörper benötigen ist ggf. selbst die kleine Jeisha überdimensioniert.
  • Wenn du stattdessen die Grundlast generell mit der Jeisha machst, sind die LLWP ggf. überdimensioniert.
  • Ich würde lieber die VL-Temperatur von der Jeisha regeln lasen und nicht über eine separate Pumpengruppe.
  • Die Solarthermie würde ich ggf. eher für Warmwasser verwenden, dann hat man auch im Sommer was von und könnte die Systeme gut trennen.
1 „Gefällt mir“

Der Betrieb von Pufferspeichern – und insbesondere von Schichtenspeichern – in Kombination mit Wärmepumpen senkt den COP (Coefficient of Performance) und sollte nach Möglichkeit vermieden werden. Es gibt dazu ausführliche experimentelle Untersuchungen, ich finde aber gerade nur dieses Paper:
:backhand_index_pointing_right: Haberl et al., Schichtungstests – OST Hochschule

Der Vorteil eines Systems ohne Puffer liegt darin, dass du deine Heizkörper, Wärmesenken oder Wärmetauscher direkt mit der tatsächlich benötigten Vorlauftemperatur versorgst – ohne zusätzlich einen Puffer mit aufheizen zu müssen.
Niedrige Vorlauftemperaturen sind gut für die Effizienz deiner Wärmepumpe.

Die Solarthermie würde ich im Sommer ausschließlich laufen lassen und die Wärmepumpe in dieser Zeit abschalten.
Wenn es dir ums Warmwasser geht, kannst du den Puffer gezielt über ein Ventil beschicken.

Zu den Rohrdurchmessern:
Wir haben die Leisha mit 32 mm Leitung bis zu den ersten Heizrohren – und im ganzen Haus hört man beim Abtauen überhaupt nichts, obwohl ein Großteil der Bestandsverrohrung nur 12 mm Kupfer (Außendurchmesser) hat.
Ich hatte mir vorher echt Sorgen gemacht, auch wegen möglicher Ventilgeräusche – aber am Ende war die Anlage viel leiser und besser als der alte Kram, ganz ohne zusätzliche Maßnahmen.
Wenn du kannst nimm 32 ansonsten wird bestimmt auch mit 25mm alles gut sein.

Wieviel Liter Wasser hast du in deinem Heizsystem ohne Puffer in Wärmetauschern und Rohren (das ist für das abtauen ggf. relevant)?

Das ist bei ihm wurscht, weil sein Heizkreis vom WP-Kreis entkoppelt ist. Geräusche sind daher nicht vorhanden weil die Heizkreispumpe da langsam durchsuppt.

Das mit dem Puffer sehe ich ebenfalls, wie so oft, anders.

Wer eine PV-Anlage hat, und kann Überschüsse einlagern, der benötigt dann einen Puffer. Hat er ihn nicht kann er nur die Wohnung überheizen zum Einlagern.

Danke für die Inputs, ich denk da drüber nach.

Warum hier der Pufferspeicher?

Alle HK haben Thermostatventile und das soll so bleiben. Also kann die Situation eintreten, dass der Heizkreis zu ist. Es gibt ein Überströmventil das sitzt aber in 22mm zwischen VL und RL…

Die Haupträume haben 4 LLWP, das funktioniert seit drei Jahren sehr gut. Die Nebenräume sollen weiterhin mit den HK beheizt werden. Die vorhandene Gastherme funktioniert sehr gut, soll aber nicht mehr laufen (kann aber, falls das erforderlich wird). Die kann ich mit Kugelhähnen hydraulisch isolieren, sobald die WP laufen kann. Manuelles Hybrid ist also möglich…

Der Energieberater, der den ISFP erstellt hat, empfahl Pufferspeicher und der HB, der mir ein Angebot von 39TEuro für die WP gemacht hat, plante auch mit Speicher. (voll durchgeknallt der Mensch…)

Solarthermie ist vorhanden und lädt seit 1997 den vorhandenen 300l WW Speicher auf, PV Überschuss geht in den Heizstab des WW Speichers, aber erst dann, wenn die Akkus voll sind.

In 2027 fällt meine EEG Anlage aus der Förderung, dann habe ich zusätzlich 3 Megawattstunden pro Jahr zur Verfügung. Die gehen dann in die Pufferspeicher sowohl WW als auch WP (s.u.)

Wenn ich die Funktionen der Panasonic richtig verstehe, wird die Zusatzplatine die Steuerung der Heizungspumpe übernehmen, und die Hauptplatine den Speicher. Witterungsgeführt mit externem Temperatursensor.

Der WW Speicher wird später eine Erweiterung des 300l Pufferspeichers der WP werden, dann stehen 600l Puffer zur Verfügung für die WP. Und die 160l im Heizkreis…

WW wird dann mit einer BrauchwasserWP gemacht werden. Die habe ich im Sommer eingebaut, sie bedient aber zurzeit eine Flächenheizung (Wand) in einem Raum und trocknet dabei die Wäsche im Keller. Sie hat 200W WP und optional 1500W Heizstab. Damit bringt sie 106 l auf 53°, bzw 75°C. Die Flächenheizung wird dann später an die Pufferspeicher der WP angeschlossen und dann weiterhin über Shellys gesteuert werden.

Ja, ich rechne mit geringerer Effizienz durch den Pufferspeicher- aber der ist in diesem Umfeld und in meinem Vorhaben ein Muss.