hab ja an anderer stelle schon mehrfach über meine 35 jahre alte pv-anlage mit siemens-modulen berichtet, die gerade (hoffentlich) repartiert wurde. an auch an anderer stelle hab ich erwähnt, dass ich zusätzlich ein kleines balkonkraftwerk aufs gartenhausdach setzen will, da hatte ich ein paar montage-fragen. ist ziemlich geklärt. hab aber noch ein paar detailfragen.
meine nostalgische anlage bringt ja mit den 30 siemens-modulen so 1500 w max. wir haben aber viel verschattungsproblematik auf dem hausdach mittlerweile. wollte eigentlich zusätzlich die kleine solakon-anlage mit dem kleinen speicher von 2,1 kaufen. ursprünglich nur mit 900 w
nun bin ich auf einige spezialfragen gestossen..
a) wenn ich in der spitze 1500 watt vom dach hab und 2000 watt vom balkonkraftwerk -- welche speichergrösse ist dann sinnvoll?
b) rein theoretisch 3500 watt - ist das nicht zu viel für den speicher, der nur eine eingangsleistung von 2600 hat.. oder ist das nur zu vernachlässigen
c)ich habe ja ein smartmeter (was leider seit januar installiert ist und noch nicht funktioniert) was hoffentlich bald funzt. geht der ab und an auftretende überschussstromm dann auch über den zwei wege zähler (wie bei der pv-anlage) und wird dann auch vergütet??? da ich natürlich längst aus der 20 jahres-frist bin (die bei mir 31 jahre waren) bekomm ich eh nur 5 cent +/- x für das kw.
d) brauch ich eine spezielle technik, damit ich komplette nulleinspeisung hab, also dass der solakon-speicher nicht des nachts auf die idee kommt, den teuer erzeugten strom billig ins netzt einzuspeisen? brauch ich da zb diesen solakon power tracker ? oder sogar eine shelly, oder bekommt man das so über die software der solakon hin?
Alles easy, dein Speicher läd nicht mehr als er verträgt.
Der Speicher läd nur bis er voll ist.
Max 2 KW DC von den Modulen. Ausser du schließt mehr an. Selbst bei 4KWp am Speicher läd er mit max 2,6 KW.
Wenn weniger als 2,6 KW DC kommt UND dein Smartmeter (das für dein BKW, nicht das schon verbaute) noch Einspeisung durch die Altanlage erkennt, wird dieser Überschuss noch per AC in den Akku geladen.
Du bist dadurch auch unter dem Tag nicht auf 800W Verbrauchsdeckung limitiert. Das BKW schiebt zu der Erzeugung der Altanlage noch max 800W zusätzlich ins Haus.
Also bei guter Sonne, bis zu 2,3 KW Stromverbrauch, ohne Netzbezug.
warum nicht mit solakon.. da gefällt mir die nicht-chinesische software-/serverlösung gut. preis und qualität sind auch in ordnung. gibts momentan immer ruinöse preis-angebote, keine ahnung ob das immer so ist oder gerade jetzt oder marketing-strategie.
welche lösung würdest du denn realisieren.. bin ja an jedem tipp interessiert.
Zur Speichergröße, also deiner Frage a): Aus den möglichen 1.500 plus 2.000 Watt allein lässt sich noch keine sinnvolle Akkugröße ableiten. Die Wattzahl beschreibt eine Leistung; für die Kapazität in Kilowattstunden zählt, wie viel Strom du vom Nachmittag bis zum nächsten Morgen tatsächlich brauchst.
Ich würde zuerst an mehreren typischen Tagen den Verbrauch in diesem Zeitfenster und den tagsüber verbleibenden Überschuss anschauen. Ein größerer Akku hilft wenig, wenn er selten gefüllt oder nachts kaum entladen wird. Wegen deiner Verschattung ist dafür der gemessene Überschuss aussagekräftiger als die Summe der Modulleistungen.
Davon getrennt würde ich vor dem Kauf anhand des konkreten Modells klären, ob der Speicher überhaupt Überschuss aus der alten Dachanlage aufnehmen kann. Das folgt nicht allein daraus, dass beide Anlagen am selben Haushalt hängen. Ein Datenblatt oder eine bestätigte Herstellerangabe zu dieser Betriebsweise wäre dafür hilfreich.
Wie hoch ist ungefähr euer Verbrauch zwischen Sonnenuntergang und dem nächsten Morgen, und welches Speichermodell genau meinst du?
inzwischen hab ich auch verstanden, dass der strom aus der nostalgischen pv-anlage nicht in den balkonkraftwerk-speicher laufen kann.
zu meinem verbrauch:
bisschen schwer zu bestimmen für mich... grundlast liegt so bei knapp über 200 watt die stunde, tagesverbrauch liegt bei ca 3500 kwh/jahr bei ca 10 kw/tag. mittlerweile kommen allerdings ca 1000 kwh hinzu, die ich in mein kleines elektroauto lade. im sommer fast immer via langsam-schnarchstrom direkt aus der nostalgischen pv-anlage. im herbst/winter klappt das meist nicht, da hab ich so einen tarif, wo ich nachts billiger laden kann....
hab mir jetzt die solakon-anlage mit 4x450 watt-modulen und 2,1 kw speicher bestellt. 450 watt, weil die 500er module zu lang sind... ggf kann ich ja noch nachrüsten..
2 module kommen aufs dach, was nach süden zeigt. bei den anderen modulen bin ich mir nicht sicher, ob es sinnvoll ist, sie am gartenhaus unten an die wand zu stellen, geht aber nur im unteren teil quer, quasi von der erde bis zum fenster.
. oder auf die rückseite des dachs, das zeigt aber genau nach norden. könnte sie auch einfach in eine nische links vom gartenhaus stellen. schauen wir mal 30 tage lieferzeit. warum auch immer.
ne, lass mal.. die winter-problematik kenn ich von unserer nostalgischen pv-anlagen. bin jetzt ohnehin erstmal in urlaub bald... werd das irgendwann zwischen nov- und februar aufs dach bringen im winter (der ja bei uns im regelfall keiner mehr ist) und dann läufts ab frühjahr ordentlich...
Danke für die Zahlen. Aus 3.500 kWh Jahresverbrauch allein lässt sich keine passende Speichergröße ableiten. Entscheidend ist, wie viel Strom du vom Nachmittag bis zum nächsten Morgen brauchst und wie viel Überschuss die Module tagsüber tatsächlich in den Speicher laden. Die zusätzlichen rund 1.000 kWh fürs E-Auto würde ich getrennt betrachten: Nach deiner Beschreibung lädst du im Sommer direkt aus der Dachanlage und sonst oft nachts über den günstigeren Tarif.
Die bestellten 2,1 kWh sind daher zunächst eine Ausgangsgröße, keine sichere Unter- oder Überdimensionierung. Wenn die Anlage läuft, kannst du an typischen Tagen prüfen, wie oft der Speicher voll wird und wie viel davon bis morgens entladen wird. Bleibt er häufig teilweise geladen, bringt mehr Kapazität wenig. Ist er dagegen regelmäßig früh leer und tagsüber voll, könnte Nachrüsten interessant sein. Ob das mit deinem konkreten Modell möglich ist, solltest du beim Hersteller prüfen.