Hallo,
Ich plane derzeit ein Balkonkraftwerk mit Nulleinspeisung und Speicherung. Habe nun nach eingehender Recherche mir die Komponenten (siehe Anlage) zusammengestellt.
Ich bin jedoch noch unsicher, ob meine Annahmen mit diesen Komponenten stimmen und würde mich über fachkundigere Einschätzung und Rückmeldung freuen:
Wie funktioniert die Zusammenarbeit der Geräte
Shelly 3EM misst den Energiefluss im Hausnetz
• Er erfasst, wie viel Strom aktuell aus der PV-Anlage kommt.
• Er misst, ob dein Haus Strom aus dem Netz bezieht oder ins Netz einspeisen würde.
Ready2plugin Stromwächter sorgt für 0% Netzeinspeisung
• Der Stromwächter stellt sicher, dass kein Strom ins öffentliche Netz zurückfließt.
• Falls Überschuss vorhanden ist, kann der Wechselrichter oder Speicher den
Strom aufnehmen.
Shelly Pro 1PM steuert die Ladung des Marstek Venus E Speichers
• Er sitzt zwischen der Stromversorgung (z. B. einer Steckdose oder festen
Leitung) und dem Marstek Venus E Speicher.
• Der Shelly Pro 1PM wird über den Shelly 3EM gesteuert und schaltet nur dann
ein, wenn PV-Überschuss vorhanden ist.
• Sobald kein Überschuss mehr da ist, trennt er die Ladespannung, sodass der Speicher keinen Netzstrom zieht.
Marstek Venus E Speicher bleibt aktiv und versorgt das Haus mit Strom
• Der Speicher kann weiterhin Strom ins Hausnetz einspeisen, selbst wenn der
Shelly Pro 1PM die Ladung unterbricht.
• Somit wird sichergestellt, dass der Speicher nicht komplett stromlos wird.
du kannst das Ganze auch etwas einfacher haben indem du dir den Marstek JUPITER E holst plus Shelly PRO 3em
Hier kannst du die 4 Module (pro Modul bis 670 W) direkt anschließen und sparst dir den HMS-20004 T WR + Ready2Plugin Stromwächter + Shelly pro 1PM
Der Jupiter gibt auch nur dann den Strom bis 800 W ab wenn er im Hausnetz benötigt wird und hat die Nulleinspeisung bereits mit an Board.
"Dank der Anti-Einspeisungstechnologie wird 100 % Eigenverbrauch gewährleistet, was besonders für Anwender interessant ist, die überschüssige Energie nicht ins Netz einspeisen möchten."
Ich habe selbst 2 Venus E Speicher und die lohnen sich durch den AC lade/entlade Verlust nur wenn du reichlich PV Überschuss hast, sprich ne etwas größere Anlage als deine geplanten 2000 W.
Zudem ist deine Denkweise mit den Shelly Pro 1 PM falsch, du brauchst beim Venus den Shelly Pro 3 EM der dann direkt hinter dem Zähler sitzt um alle 3 Phasen zu messen. Bei PV Überschuss lädt er sich automatisch auf und bei Netzverbrauch gleicht er mit seiner Ladung dann den Verbrauch auch automatisch bis zu 2500 W aus...bis er leer ist.
Hallo Martu,
herzlichen Dank für Deine schnelle und hilfreiche Reaktion auf mein Anliegen. Deine Anregungen mit ich noch einmal durchgegangen und nun zu dieser Konfiguration gekommen: 4 × 630 W Bifaziale Solarmodule (JA Solar JAM72D42-630/LB) → Flachdachmontage, bessere Erträge durch Reflexion Hoymiles HMS-2000-4T Mikro-Wechselrichter → Wandelt Gleichstrom in Wechselstrom um (bis 2000 W Einspeisung) !!!! Begründung. Anlage!!!! Shelly Pro 3EM → 3-Phasen-Energiemesser zur intelligenten Steuerung & Verbrauchsoptimierung Marstek Venus E Speicher (5,1 kWh, 2000 W Entladeleistung) → Speicherung von überschüssigem Solarstrom
OK, du willst das als normale Anlage anmelden und nicht nur als Balkonanlage. Geht das dann auch nicht gleich mit mehr als 4 Modulen bei dir? Bekommst ja dann EEG.
Ja mit dem Venus passt es dann der nimmt sich dann was er bekommen kann und gibt auch ab was er hatt. Das ist wirklich Plug and play wenn der Shelly pro 3em installiert ist und du dann dort den Port 1010 bei RPC über UDP freigegeben hast.
Wo hast du das Vergleichsfenster zu den Wechselrichtern her? Warum sagt der bei dem HMS schnellere Batterieladung wenn der gar keine hat? Und Netzbezug? hat doch der Jupiter über die Module auch gar nicht.
Flexibilität ..ja ist halt ein Wechselrichter?
HMS schnellere Batterieladung, weil der 2000 W mir ist Haus bringt und nicht auf 800 begrenzt. Ich muss den Stromwächter dann wohl doch nehmen, damit es als Balkonkraftwerk durchgeht und die 800W Einspeise ins Netzt nicht überschritten wird. Habe alles mit Chatgpt entwickelt. Die Tabelle bezieht sich auf die generelle Konfiguration und Zweck der Nutzung.
Hallo Henry,
bist du inzwischen weiter gekommen mit deiner Anlage? Habe im Prinzip ähnliche Komponenten und will das das Maximum in den Speicher untertags knallen und abends 800watt freigeben.
Habe bei mir die PV Module an der Garage und ein 5x 2.5mm3 Kabel zum Hauptverteilung.
Laut VDE ist eine Einspeisung von nur 800 Watt zulässig.
Ich habe fast die gleich Anlage als Balkonkraftwerk (HMS-2000T, mit 4 585W Modulen und Marstek Venus e 5.1Kw).
Nachdem ich die Anlage ca seit 2 Monaten mit der Battrie im Betrieb habe, kann ich sagen ohne Smartmeter (Shelly, Marstek,...) ist es einfach nur mühsam. Man hat nicht immer den gleichen Output von WR und wenn man den Marstek per Hand einstellt (z.B.: 1000W laden von 9 - 13 Uhr) und dann kommt eine Wolke vorbei, bezieht man wieder Strom aus dem Netz.
Das habe ich 3 Wochen durchgemacht - ist nicht lustig.
Aber mit der Steuerung geht das ab wie Schmidt's Katze: WR auf 100% (=2KW) gestellt und geladen wird mit bis zu 1600W bei guter Sonne und je nachdem was ich selbst verbrauche (Waschmaschine, Geschirrspühler, Kaffeemaschine,...)
Ich erzeuge an guten Sommertagen zwischen 13 und 16 KW, davon gehen 5-6KW in die Batterie und 5-7 KW ist über den Tag Eigenverbrauch. Somit gehe ich fast nichts ab.
Mein Glück ist das die "Dauerverbraucher" auf der gleichen Phase hängen wir die Solaranlage.
lg
Racer
Hallo Herr Racer,
danke für die Rückmeldung bin gerade am überlegen ob ich die Vernus 3.0 mir gleich holen anstelle der 2.0
Wie sieht deine Verkabelung aus das du den WR auf 100% ( 2kwp) stellen kannst.
Man darf doch nur laut VDI 800watt ins Netz speißen.
Gruß Sepp
4x 505 W Vertex S+ Paneelen, Südausrichtung und 35/45° Neigung, per Funk an
OpenDTUonBattery der redet mit dem
Shelly Pro 3EM der in der Haus-Verteilung sitzt , ein mit 850€ im Februar erworbener sehr preiswerter
Marstek Venus E Gen.3.0 mit 5.1kWh
...alles wird von HomeAssistant aufgezeichnet und lokal auf nem Mini-PC gespeichert.
Sehr zu empfehlen aber etwas nerdig kompliziert einzurichten. Ich habe da Hilfe.
Der Akku peichert seit März den Überschuß zuverlässig ab, so daß ich fast nichts in öffentliche Netz verschenke. Er steht übrigens im Keller direkt an der Hausverteilung angeschlossen und hat dort eine eigene Steckdose, so daß es nicht zu einer Überlastung der Hausnetzes kommen kann, wenn er mal kurzzeitig mit 2500W (nicht 2000) einspeist.
Das Shelly liefert die Netzbezug-Meßdaten per LAN für den Marstek, (der hängt auch am LAN, das ist unbedingt ratsam wegen der möglicherweise sonst ungenügenden WLAN Verbindung)
und ich habe seitdem nachweislich nur 52 kWh in Netz verschenkt bei 1180 kWh PV-Erzeugung, also nur 5%.
Interessant ist auch, daß der Akku nur 11% Umwandlungsverluste in 5 Monaten nachweislich aufweist.
Bei der Anmeldung in der Netzagentur bemerkte ich dann leider, daß es eigentlich dort gar nicht zulässig ist, meinen (gebrauch erworbenen) Hoymiles1800 auf 800W zu drosseln, (was ja geht) das erlaubte das Formular da schon nicht mehr.
Also habe ich ihn notgedrungen mit 800W angemeldet, das ging dann, und er läuft aber seitdem prima mit seinen max.1800W, die aber praktisch nie erreicht werden.
So läuft alles wunderbar und ich bin sehr mit den Komponenten zufrieden.
P.S.: Die OpenDTUonBattery scheint allerdings etwas Probleme zu haben, ins LAN zu gehen: das will sie nicht. Sie fällt auch des öfteren aus, vermuten wir.
Hallo Sepp,
wenn Du Marstek mit "WR" meinst:
den stellst Du am besten nahe an deine Hausverteilung bzw. machst ihm da dran eine eigene Steckdose.
Außerdem rate ich (DRINGEND!) zu einer LAN-Verbindung, anstatt WLAN, ebenso beim Shelly Smartmeter!)
So kann selbst bei einem 1,5² Kabel es zu keiner Überlastung kommen, da diese ja die maximal 2,5 kW Einspeisung (nicht 2 kW) als Dauerbelastung verträgt.
Merke: Ist natürlich nicht normgerecht.
Aber ich parke auch schon mal im Parkverbot.