2 x 25,6V LiFePo Reihenschaltung unterschiedliche Spannungen bei Absorption

Die Batterie kann ohne Einschränkungen brauchbar sein, wenn sie lediglich nicht gut balanciert ist. Das ist regelmäßig der Fall, wenn die Batterie längere Zeit nicht balanciert wurde. Das muss man erst mal überprüffen, indem die Batterie längere Zeit bei 13,6V gehalten wird. Sollte sie trotzdem den Ladestrom unterbrechen, muss zunächt weiter reduziert werden. Wenn eine 100Ah Batterie 5% zu wenig Kapazität hat, entspricht das 5Ah. In dem Fall muss die Zelle mit der höchsten Spannung um 5Ah durch den Balancer entladen werden. Nur dadurch können die anderen Zellen die 5Ah aufholen. Wenn man einen Balancerstrom von 100mA annimmt, dauert das 50 Stunden. Der Ladestrom wird dabei ebenfalls 100mA betragen. Schaltet der Balancer dabei ständig ab, dauert es noch länger.

Das habe ich mir auch so gedacht und deshalb die Akkus recht lange bei ca. 13.2V gelassen. Recht lange ist dabei mehr als zwei Wochen. Auch habe ich den WR dann mal so niedrig eingestellt, dass dieser eine Akku eben nicht aussteigt und bin wieder zurück auf 13.2V und da wieder verweilen lassen. Der externe Balancer hat dabei die vier Akkus auf den jeweiligen Spannungen gehalten oder ausgeglichen. Das alles änderte aber nichts. Versuche danach den Akku mit 14.4V laden zu können scheiterten weiterhin.

Ich hätte gerne den Akku mal geöffnet und die Zellen einzeln getestet, was aber wegen Garantieansprüchen nicht ging.

Ich habe übrigens keine 100Ah Akkus gehabt, sondern 230Ah. Der besagte Akku hatte noch 217Ah. Aber um diese fehlende Kapazität ging es mir nicht in erster Linie, sondern um das Funktionieren an sich. Das war eben bei dem einen Akku nicht möglich so wie es eigentlich angedacht war. Hätte ich den Akku normal mit 14.4V laden können ohne das dieser sich abschaltet, wäre das nochmal eine andere Situation gewesen. Hier war halt das Problem der große Unsicherheitsfaktor, dass der Akku sich irgendwann einfach abschaltet und das ganze System und auch die Verbraucher daran lahm legt. Unter Umständen nimmt dann womöglich noch der WR Schaden usw.

Ich habe mir jetzt zwei Deye SE-G5.1 Pro-B gekauft. Damit hat sich auch das Balancen und die Kommunikation zum WR erledigt. Für die paar Teuros mehr, was die beiden gekostet haben, bekommt man das alles schon fertig ordentlich aufgebaut und somit ist da auch kein Gebastel im Spiel.

Schau dir die Spannung in der Ladekurve einer Zelle mit 3,3V an und ermittle die Spannung einer Zelle, die 5Ah weniger SOC hat. Der Unterschied ist etwa Null. Damit kann kein Balacer arbeiten, weil er die Spannungsdifferenz als SOC-Differenz interpretiert. Was auch sonst? Die hättest du auch tausend Jahre parallel lassen können. Da hätte überhaupt nichts balanciert. Schau weiter rechts in die Ladekurve: Bei 3,4V fangen die Zellenspannungen ganz sachte auseinanderzulaufen. Bei 3,45V deutlich. Über 3,5V völlig labil. Wenn man auf 3,4V pro Zelle lädt, ist die Wahrscheinlichleit gering, dass eine Zelle auf 3,6V wegläuft, weil alle Zellen etwas an Spannung zunehmen. Es ist aber genug, damit eine Zelle die weniger als 1Ah SOC hat eine ausreichende Spannungsdifferenz erzeugt.

Muss ja aber mit 14.4V funktionieren. Wäre die Garantie nicht gewesen, dann hätte ich den Akku sowieso mal geöffnet und das Zelle für Zelle kontrollieren können. Aber so konnte ich ja nur von außen auf den Akku einwirken. Jeder Akku muss mit dieser Ladespannung funktionieren. Ob da jetzt ein Defekt einer oder mehrerer Zellen vorlag, oder die Spannung der vier Zellen im Akku "nur" zu weit auseinander gedriftet sind und vielleicht nach wochenlangen Laden mit 0.5A das sich wieder gelegt hätte, kann ich dir nicht sagen. Jetzt sind sie weg und Ersatz ist ja schon da.

Der funktioniert ja auch. Er kann aber nicht ohne Aus und Einschalten des Ladestromes in Reihe mit anderen Zellen bis 3,6V geladen werden, wenn die Zellen nicht den 100% identischen SOC bei 100% gleicher Kapazität haben. Du hast dich mit den Lade Und Entladekurven nicht auseinandergesetzt. Sonst würdest du es verstehen. Achte bei den Kurven darauf, dass sie nicht im oberen Spannungsbereich verzerrt sind. Dann sieht man die Dramatik deutlich. Nebenbei ist es nicht gut für die Lebensdauer, wenn man höher als 3,45V lädt und es ist aus Gründen der speicherbaren Kapazität auch überhaupt nicht erforderlich. Der ungüsnstigste Anwendungsbereich ist Reihensschaltung in Kombination mit Nulleinspeisung. Das liegt an der Physik und an der Chemie. Daran kann man nichts ohne Weiteres ändern. Stelle dir vor, du würdest 8 Sektflaschen in eine gemeinsame Halterung setzen und wolltest dann alle gleichzeitg in 8 leere Flaschen umfüllen, ohne das etwas überläuft. Das geht genau so schlecht. Aber es funktioniert genau wie deine Batterieen.

Nein, er funktioniert(e) nicht. Wenn ein Akku damit beworben wird - so wie auch alle anderen zu erwerbenden Akkus dieser Art - ihn mit einer Ladespannung von 14.4V-14.6V vollzuladen, dann muss er das auch können. Ohne dass der sich abschaltet! Konnte er aber nicht. Folglich ist da etwas nicht in Ordnung. Du stellst da gerade mit deiner Aussage völlig normale Vorgänge bei den Lifepo4-Akkus in Frage. Tip: Schau dir die technischen Daten z.B. eines Victron IP22/30 an, du wirst immer eine (feste) Ladespannung von 14.4V vorfinden sowie ein Erhaltungsladen von 13.8V. Selbst die Spannung der Erhaltungsladung wäre für diesen Akku schon zuviel gewesen. Wie soll der Akku also deiner Meinung nach geladen werden? Wenn der Akku mit 14.4V so nicht zu laden ist ohne dass er sich abschaltet, dann ist entweder ein zu großer Drift der Zellen untereinander oder eine oder mehrere Zelle(n) ist/sind hochohmiger als die anderen. Ja und was sollte ich da jetzt dran machen? Auf jedenfall kannst du dann ja nicht behaupten, dass der Akku funktioniert. Er funktioniert vielleicht von 10-90% SOC, aber das ist ja nicht Sinn der Sache und das entspricht auch nicht den Angaben des Herstellers. Das müsste ich dann ja auch erstmal rausfinden/austüfteln, wo da die Grenzen wären. Sry, aber das ist alles irgendwie am Thema vorbei.

Das was du da zu beschreiben versuchst, dafür ist das BMS im Akku zuständig. Macht es den Ausgleich nicht oder kann es den nicht machen, so bleibt es immernoch dabei dass etwas mit dem Akku nicht stimmt. Wenn z.B. eine Ladespannung von 13.8V eingestellt ist und der Ladestrom nicht kontinuierlich in Richtung nahe 0A geht, sondern von 3A plötzlich auf 0A springt und der Akku sich abschaltet, so ist das alles andere als eine "Ladekurve" und der Akku funktioniert somit auch nicht.

Es geht hier auch nicht darum, wie man diesen Akku im Dauerbetrieb später mal optimal behandelt, denn da gebe ich dir Recht, da würde ich im normalen Dauerbetrieb auch nicht 100% vollladen und bis auf 0% SOC entladen. Das wird ja auch meistens von den Herstellern so empfohlen um die beworbene Zyklenzahl zu erreichen. Aber es muss halt möglich sein. Es hat ja bei den anderen drei Akkus auch funktioniert und das war kein Zufall, sondern die waren in Ordnung! Wie die Zellen beim defekten Akku intern zueinander waren kann ich dir natürlich nicht sagen, da ich den Akku ja nicht öffnen konnte. Aber die Kapazitäten der drei anderen Akkus waren 228Ah, 230Ah und 232Ah und der "defekte" Akku eben nur 217Ah. Und ganz rein zufällig hat genau der ein Problem. Seltsam? Nein, für mich nicht. Von einer Alterung kann man bei einem Alter von 6 Monaten ja auch nicht wirklich sprechen. Wenn eine Zelle intern zu weit driftet (aus welchen Gründen auch immer) und ich den dann nicht mit 14.4V laden kann, dann ist das ganz einfach ein Mangel und ganz und garnicht in Ordnung.

Ich habe dir ja schon geschrieben dass es ja sein kann, wenn ich den jetzt mal wochenlang mit 0.5A laden/entladen würde, es sich vielleicht etwas geändert hätte. Aber wer macht denn sowas? Ich will die Akkus betreiben und keine Studien damit abhalten. Die Dinger haben mir sowieso schon genügend Zeit geraubt.

Der Hersteller bzw. der Verkäufer hat dafür zu sorgen, dass die Ware die bei mir ankommt in Ordnung ist. Das war bei dem einen Akku nicht der Fall.

Ich habe jetzt mal nur alles schnell überflogen, deswegen sorry wenn Infos kommen die vielleicht schon vorliegen. ich denke aber es könnte vielleicht helfen meine Erfahrung zu teilen.
Bei mir sind 4 x 12,8V 100Ah in Reihe geschaltet.
Bei mir hat Anfangs auch das BMS von einer der 4 abgeschaltet. Auf der Suche nach der Ursache ist mir auch beim messen der Pole aufgefallen, dass die Spannungen an den jeweiligen Batterien unterschiedlich sind. Aber auch wirklich nur wenn viel in die Batterien geladen oder rausgeholt wird. Im nahezu Ruhezustand gleichen die sich wieder an.
Ist ja eigentlich auch normal, wenn an dem Plus-Pol der einen Batterie so extrem viel anliegt und damit das zum Plus-Pol der anderen kommt, muss das erst mal alles durch die ersten Batterien durch. Da die Batterien einen Widerstand haben, sind die Werte dann natürlich unterschiedlich.
So meine Theorie. Korrigiert mich gerne wenn ich falsch liegen sollte.
Ich habe einfach die Absorptionsspannung in den Ladereglern einfach gesenkt und seit etwa einem Jahr läuft alles rund. Er fängt halt dann an bei einem Soc von 96 bis 98% die PV stark zu drosseln.
In meinem Flow habe ich das dann so eingestellt, dass die Einspeisung ins Hausnetz bei 22% SOC gedrosselt wird und bei 20% wird nichts mehr eingespeist.

Dass die Akkus ingesamt ein wenig driften ist ja auch normal. Dafür hatte ich ja einen HX02 an den 4 Akkus dran. Aber der kann natürlich bei einem Akku der innerhalb seines Spannungsbereiches nicht vernüftig arbeitet auch nicht zaubern.

@jmj66 Nichts anderes habe ich ja geschrieben ;).
Deswegen dachte ich, ich teile mal meine Erfahrung. Da anfangs bei Absorption eins der 4 BMS auch abgeschaltet hat und es nur daran lag, dass die Absorptionsspannung zu hoch gesetzt war. Eben genau für die eine Batterie welche die volle Ladung von den Ladereglern abbekommen hat. Das ist halt echt nervig, weil wegen ein bisschen zu hoher Absorption immer das eine BMS abschaltet, obwohl die eingestellte Absorption deutlich unter dem Wert liegt bei dem das BMS abschaltet. Eben weil die beim Beladen stark auseinander driften.

btw.: Das sind dann bei 6000W income schon ein bisschen mehr als "ein wenig driften" an Unterschiede.
Damit sie aber allgemein auf dem gleichen stand bleiben, habe ich 3 Victron Balancer verbaut. Deren Arbeit ist genial. Deutlich besser als vorher. Ohne die, hast du selbst im Ruhezustand, spätestens nach einer Woche einen etwas höheren Unterschied zwischen den einzelnen Batterien. 3% waren es Anfangs und da ist aber schon der Unterschied beim vollen beladen mit einberechnet.

Ja gut, wenn man >100A in die Akkus donnert, dann ist das schon eine Hausnummer. Aber warum? Du hast geschrieben, dass du ca. 5Kw an Akkus hast. Die wären dann ja in unter einer Stunde voll! Im Sommer brauchst du das nicht und im Winter schaffst du es nicht, außer du hast genügend PV-Module installiert. Was bei Otto-Normal aber meist nicht der Fall ist. Deine Akkus sind doch wahrscheinlich für diese hohen Ströme von >100A garnicht vorgesehen oder? Aber selbst bei 100A dürfte das wohl das Maximum sein. Korrigiere mich wenn ich da falsch liege, aber das dürfte wohl für die Akkus etwas grenzwertig sein.

In den Akkus befinden sich Balancer. Diese sorgen, wenn man sie dazu anregt, daß die Zellen innerhalb der Batterie balanciert werden. Mit welchem Strom und nach welchem Verfahren der Balancer arbeitet wissen wir nicht. Hier mal ein kurzes Video meiner 310Ah Batterie, die bei umgerechnet 13,8V balanciert wird. Der Balancer ist auf 3,45V Startspannung und einer Zellendifferenz von 5mV eingestellt. Der Ladestrom beträgt noch etwa 5A (wenig). Der Balancer entlädt die Zelle mit höchster Spannung und lädt dafür die Zelle mit der niedrigsten Spannung mit 2A. Wenn die Bedingungen zum Balancieren gegeben sind, werden diese beiden Zellen rot markiert. Hätte ich die Ladespannung höher eingestellt, würden meine gut balancierten Batterien mit Sicherheit die 3,6V überschreiten und wegen Cell_Overvoltage den Ladestrom abschalten. Wenn eine Zelle etwa 3,5V überschreitet, kann man das Abschalten nicht mehr verhindern, selbst wenn man den Ladestrom auf 2,5A absenkt. Bei einer 100Ah Batterie wäre das ein Strom von 0,83A, der aber nur gilt, wenn der Balancer auch 2A bringt (beim besten Willen nicht zu erwarten). Die zweite Batterie wird noch mit 0,37A geladen. Selbst bei dem geringen Ladestrom von C/1000 muss der Balancer alle Minute eingreifen, damit die Zellenspannungen zusammengehalten werden.

Hier das Video

Das ist Unsinn. Das BMS wird nur abschalten wenn es so eingestellt ist, sofern das überhaupt möglich ist (z.B. bei einem Smart-BMS/ BMS mit Bluetooth-Anbindung).

Ansonsten gilt da die Herstellerangabe und wenn die 14.4V bis 14.6V ist, schaltet das BMS die Zellen nicht bei 3.6V ab. Die Angabe einer Ladespannung von 14.4V-14.6V würde ja auch keinen Sinn mehr machen. Was du anscheinend auch immer außer Acht lässt ist, dass wenn der Akku bei eingestellter Ladespannung von 14.4V diese Spannung erreicht hat, der Akku eh nicht mehr mit dem eingestellten Ladestrom lädt, sondern gegen nahezu 0A geht.

Da geht anscheinend mit Fakten, Ursache und Wirkung einiges durcheinander.

Darüber musst du noch mal nachdenken und dir dafür die Ladekurve von LiFePo4 Zellen genauer ansehen. Besonders den Teil oberhalb von 3,55V[quote data-userid="38420" data-postid="231219"]

Das BMS wird nur abschalten wenn es so eingestellt ist

[/quote]

Ein BMS für LiFePo4 Zellen kann aus folgenden Gründen abschalten: Zu hohe Gesamtspannung, zu hoher Ladestrom, zu hoher Entladestrom und zu hohe Zellenspannug.

Auf Grund von geringsten differenzen des SOC kann eine Zelle die 3,6V (oder 3,65V bei der das BMS den Ladestrom unterbricht) erreichen, ohne dass die Ladespamnnung von z.B. 14,2V überschritten wird. Bei 3,7V ist eine Zelle in äußerster Gefahr. Deshalb schalten alle BMS spätestens bei 3,65V ab. Das wären 14,6V bei vollkommener (nicht möglicher) Balance. Spätestens da schaltet jede LiFePo4 Batterie den Ladestrom ab. Wenn sie auch nur ganz geringfügig aus der Balance ist (0,1Ah) wird sie mit Sicherheit schon viel früher abschalten. Das kann man auch in der Ladekurve nachvollziehen, indem man die entsprechenden Zellenspannungen mit einer Differenz von 0,1Ah bei verschiedenen Ladezuständen abliest: Alle Zellen sind unterhalb 3,4V, während die höchste die 3,6V überschreitet. Das kann schon bei 13,8V der Fall sein!! Verhindern lässt sich das nur, indem man die Batterie regelmäßg soweit auflädt dass die Zellenspannungen bei unbalance auseinanderlaufen und der Balancer dagegensteuert. Die Kunst ist es, diesen Spannungsbereich anzupeilen und längere Zeit zu halten, ohne dass der Balancer aufhört zu arbeiten oder Das BMS den Ladestrom abschaltet. Die Hersteller bieten die Batterien Haupsächlich für Camper an. Dort treten Spannungen bis 14,6V oder sogar noch etwa höher auf. Das BMS schaltet ummerzu den Ladestrom ab, während beim abklingen der Spannung balanciert wird. Der User würde überhapt nichts davon bemerken, weil der Enladestrom weiterin ohne Unterbrechung Möglich ist und weil die Fahrzeugbatterie Spannungsspitzen dämpft. Anders sieht es aus, wenn eine LiFePo4 an einem Laderegler angeschlossen ist oder Reiheschaltungen vorliegen. Dort kann man Spannunganstiege deutlich messen und soe führen manchmal auch zu Überspannungsabschaltungen von Wechselrichern.

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Was ist das denn dann wenn die Zelle die 3.5V überschreitet? The Point of no Return? Ernsthaft? Wie kommst du auf so einen Unsinn?

Du solltest vor allem mal meinen Text etwas genauer lesen. Da habe ich dir mittlerweile schon zig mal vermittelt, dass der betroffene Akku unterschiedliche Zellenspannung gehabt haben muss. Entweder soviel, dass der Balancer das nicht mehr ausgleichen könnte, oder eine oder mehrere Zellen sich in ihere Kapazität zueinander zu stark von den anderen unterschieden haben und deshalb ein Zellendrift enstanden ist. Auch habe ich dir geschrieben, dass komischerweise genau dieser Akku anstatt 230Ah nur 217Ah hatte. Alleine das war schon Grund genug für mich anzunehmen, dass da beim Laden dann ein Zellendrift vorliegt und deshalb sich der Akku nicht über 13.5V laden ließ ohne dass er sich abschaltet. Und wenn der beim Laden mit 14.4V nachdem er sich abgeschaltet hat nur 13.6V hat, dann ist das ein Mangel und kein normaler Ladevorgang. Dass das aber geht und auch gängige Praxis ist, zeigen die Angaben der Hersteller von Lifepo4-Akkus wie auch die der Ladegeräte oder schaue dir unzählige Videos an.

Das ist das Gleiche als wenn du dir ein Auto kaufst und der Verkäufer sagt zu dir, geb nur max. 3/4 Gas, wenn du Vollgas gibst geht dir das Auto aus. [...]

Ist das jetzt so schwer zu verstehen?

@jmj66 Ja da hast du recht, aber ich habe nur die Infos geschrieben die hier nötig sind bzw. zu welcher Zeit ich das Problem hatte. Zu dieser Zeit hatte ich ca. 2 bis 3kWp installiert und ca. 5kWh Speicher.
Jetzt sind es über 6kWp und über 10kWh Speicher, aber das Problem das ein BMS abschaltet, hatte ich ja bevor ich auf über 6kWp und 10kWh Speicher aufgerüstet habe.
Kurz zur Info was zwar OffTopic ist, aber ich denke das sollte OK sein!?
Ich habe die ca. 5kWh erweitert und habe jetzt 8 x 12,8V 100Ah = 48V System mit 200Ah.
Ich habe selbst auch Powerqueen und extra nochmal beim Hersteller angefragt ob man bei dieser Variante ohne Probleme bis zu 200A reinballern kann und das wurde mir vom Hersteller bestätigt.
Aber:

  1. Bei einem 48V-Speicher wird mit etwa 58V geladen. Bei 5kWp wären das dann ca. 86A würde man die Wp erreichen.
  2. Meine Module haben verschiedene Ausrichtungen. So ist es unmöglich die Wp der ganzen Anlage überhaupt zu erreichen.
  3. Ich habe meine PV so eingerichtet, dass sie so viel Energie liefert wie im Haus gebraucht wird. Bei uns wird immer Energie verbraucht. Da ich HomeOffice habe, verbrauchen wir mindestens 400W. Eigentlich ist es im Durschnitt mehr, aber ich habe das Minimum mal genommen. Somit wird der Hausverbrauch schonmal nicht in den Speicher geladen.
  4. Es gibt auch noch Frühling und Herbst neben Winter und Sommer. In der Übergangszeit ist die Überdimensionierung der PV absolut Gold wert, da wir mit Klimaanlagen heizen.
  5. Aber selbst im Sommer, kann ich bei großer Hitze fleißig die Klimas mit kostenlosen Strom laufen lassen. Da mein Büro in einem sehr schlecht isolierten Gebäude abseits vom Wohnhaus ist, brauche ich vor allem hier die Klima. Da es dort wie in einem schlecht isolierten Dachgeschoss ist. Im Sommer um 10 fängt die Sonne an drauf zu knallen und bei 20 Grad im Schatten am Morgen bedeuten ca. 24 Grad im Büro.
  6. Selbst im Winter gibt es ab und zu mal ein paar Tage an denen die Sonne raus kommt und einige Module sind Süd/West ausgerichtet und da sind so viel Wp Gold Wert.
  7. Die 10kWh Speicher waren definitiv nötig, da sogar im Sommer der Speicher über Nacht leer wäre. Mit den 10kWh sind wir ab April bis jetzt bei über 95% Autarkie.
  8. Eventuell erweitere ich meinen Speicher sogar noch. Vom Frühling habe ich aktuell schon alle Daten, aber ich warte noch den Herbst ab um zu schauen in wieweit wir wieviel sparen könnten. Denn genau in den Übergangsjahreszeiten reicht der Speicher nicht für die Nacht im Frühling waren es einige Tage an denen der Speicher am Tag komplett voll wurde und dann am nächsten Tag schlechtes Wetter war und wir dann in der kommenden Nacht 2 bis 3kWh zu wenig an Speicher hatten.
    Genau den Fall hatten wir vor ein paar Tagen. Der Speicher war 2,3kWh zu klein um einen schlechten Wettertag zu überbrücken und die anderen Tage davor und danach, wären selbst 20kWh voll geworden.

Alles gut. Das zeigt ja, dass das auch funktioniert. Also hast du jetzt ein 4S2P-System. Dann ist der Ladestrom natürlich kein Problem mehr, vorausgesetzt die Leitungen sind demensprechend dimensioniert und davon gehe ich jetzt mal aus.

Powerqueen bewirbt diese Konstellation sogar, habe ich gerade gesehen. Hast du denn da jetzt einen externen Balancer dran?

@jmj66 Die Leitungen sind dicker als sie sein müssten. Da bin ich save. Ich habe auch mal gefühlt als die PV für mehrere Minuten voll geballert hat. Die Kabel haben sich nur ganz leicht warm angefühlt. Sie werden als Handwarm nach mehreren Minuten ziemlichen Maximal möglichen Ladewerten. Aber diese Situation kommt auch wirklich selten vor.
Ja sie bewerben die Konstellation sogar, aber ich wollte trotzdem sicher gehen ob ich das richtig verstanden habe. Aber ja, sie haben mir bestätigt. Laut deren Aussage könnte ich ohne Probleme 200A reinladen und auch rausziehen.
Mit dem Balancer hatte ich Glück. Von Victron gibt es für 12V Batterien Balancer. Laut Victron kann man 3 Balancer nehmen und damit ein 48V System balancieren. Aber wenn ich das richtig sehe, geht das nur bei 4 x 12V in reihe geschaltenen Batterien und nicht bei 2 x 24V Batterien.
Die Balancer schalten aber erst ein wenn der Speicher voll ist. Ich weiß die Spannung nicht mehr, aber es ist ein Spannungsbereich bei dem meine Laderegler auf "float" stellen.
Vorher sind sie aus. Sie balancieren also nichts wenn die PV volle Kanone den Speicher läd und dadurch die Batterien etwas auseinander triften.
Durch mein Victron-System mit einem Shunt von Victron kann ich die Mid-point Voltage anzeigen lassen. Anfangs waren die Abweichungen extrem. Aber jetzt sieht es gut aus, selbst nach dem Winter und einigen Tagen an denen der Speicher nicht voll war und dadurch die Balancer nicht aktiv wurden.

2x24V? Du hast oben geschrieben du hättest jetzt 8x12V.

@jmj66 Also ich habe meinen Absatz mehrmals gelesen. Ich habe keine Ahnung wieso diese Frage von dir?
Meine Aussage:
Mit dem Balancer hatte ich Glück. Von Victron gibt es für 12V Batterien Balancer. Laut Victron kann man 3 Balancer nehmen und damit ein 48V System balancieren. Aber wenn ich das richtig sehe, geht das nur bei 4 x 12V in reihe geschaltenen Batterien und nicht bei 2 x 24V Batterien.
Wenn ich das jetzt etwas umformuliere aber der Sinn der gleiche bleibt: Ich hatte Glück das ich nur 12V Batterien habe und keine 24V, da die Balancer von Victron nur mit 12V Batterien gehen aber bei 48V Systemen.
Diese Aussage habe ich getätigt, weil es in dem Beitrag hier um 2 x 24V ging und diese Balancer für den Thread-Ersteller nicht zur Auswahl stehen.