2 BKV an 2 Hausanschlüssen nutzen 1 gemeinsamen Akku - geht das?

Moin, ich habe in einer anderen Kategorie schon eine Fragen zu Kabelquerschnitten gestellt und nun möchte ich hier ein neues Thema besser verstehen.

Ich habe ein Einfamilienhaus mit einer Einliegerwohnung. Diese wird aber inzwischen von uns mitgenutzt und nicht separat vermietet. Beide Wohneinheiten haben einen eigenen Stromzähler und Energieliefervertrag, hängen aber am gleichen Hausanschluss. Für beide Wohneinheiten habe ich ein BKV angemeldet und möchte gerne die gewonnen Energie in EINEM Akku speichern und für die Hauptwohneinheit nutzen. In der Einliegerwohnung sind derzeit keine Verbraucher, d.h. der Ertrag des ELW-BKV würde ungenutzt und unvergütet verpuffen.

Ist das möglich und wenn ja, wie? Das ELW-BKV muss ja irgendwie am Stromkreis der ELW hängen.

Danke für Eure Tips. Gruß Jan

Legal angemeldet hast Du ja beide BKW erfolgreich.
Das schöne an Balkonkraftwerken ist ja der Laien-bedienbare Stecker. Eine Laie kann sich ja auch mal in der Steckdose vertun.

:slight_smile:

Wie sagte zu Schülerzeiten ein freundlicher Polizist zu mir und meinem Kumpeln beim Angeln an einem Teich: "Unwissenheit schützt vor Strafe nicht - Angeln ist an diesem Teich verboten!"

Vielleicht gibt es ja noch alternative "technische" Lösungen über AC-Laden von BKV-Akkus oder so. Bin halt noch nicht so tief in den Themen, als dass ich alle Bausteine in Ihren Möglichkeiten schon begreife.

Das klassische (und nach meinem rechtlichen Verständnis vereinfacht anmeldbare) BKW ist Panel -> μWR -> Steckdose -> Zähler. Nix mit Speicher.

In der Praxis mag das anders aussehen, aber rechtlich sehe ich da keinen Spielraum.

Wie sähe denn dein Konzept mit Speicher an einem BKW aus? Welche Bauteile?

Auch von Empfehlungen, die Steckdose zu vertauschen oder sich nicht zu erinnern, halte ich nichts, zumindest nicht ohne Zusatz, daß jeder für sich und sein Handeln selbst verantwortlich bist. Und daß die Vergesslichkeit eines Politikers anders gewertet wird, sollte heute jedem klar sein.

Kannst du nicht einfach einen Teil der Verbraucher, z.B. WLAN-Router oder Waschmaschine oder auch Heizung auf das zweite Netz umklemmen? Etwas, was unabhängig der Stromleitungen dem ganzen Haus und seinen Bewohnern zu Gute kommt.

Selbst wenn Du beide BKWs in einen Speicher anschließen könntest, würde Dir das wohl kaum was nützen, weil:

Der zweite mikro-Wechselrichter müsste (soweit ich informiert bin) zwingend an das Netz der zweiten Wohnung angeschlossen werden. Wenn aber die Zweite Wohnung keinen Verbrauch hat, ist der Jahresverbrauch des zweiten Zählers negativ oder Null, falls der Zähler eine Rücklaufsperre hat.

Bei negativem Verbrauch und ohne Einspeisevergütung dürfte der Stromversorger über und kurz oder lang auf die Idee kommen, Dir einen Zähler mit Rücklaufsperre einzubauen.

Und "Lösungen", die nicht den Bestimmungen entsprechen dürfen/sollten
wir hier wohl nicht erörtern. Vielleicht stellt Du in der Einliegerwohnung eine Waschmaschine und Trockner auf ?

Folgendes könnte dann gehen:

Alle Panelen (max. 2000 Watt-Peak) an einen Laderegler und an den einen
Speicher. An den Speicher zwei mikro-Wechselrichter - je einen pro Wohnung an den einen Speicher.

Disclaimer: keine Gewährleistung für rechtliche Zulässigkeit oder technische Korrektheit.

@TheJan
Von welche Verbräuchen pro Jahr reden wir hier eigentlich?

Verstehe ich nicht. Jeder, der ein BKW anmeldet, bekommt einen Zweirichtungszähler, der hier wohl auch verbaut sein wird. Was willst du da mit einem Zähler mit Rücklaufsperre?

Könntest im Stromkreis, wo derzeit keine Last dranhängt, ein Ladegerät installieren, was den Akku lädt. Das bräuchte aber eine Nulleinspeiselogik, müsste also immer genau so viel liefern, wie erzeugt wird. Alles recht aufwändig.

Wieviel Leistung haben denn überhaupt die einzelnen BKWs? Vielleicht brauchst du ja nur die Module umzuklemmen und zu einem BKW zusammenzuführen?

Dann nenn' es halt zwei-Richtungszähler. Rücklaufsperre ist die veraltete Version bzw. veraltete Bezeichnung und Einbau über "kurz" - das war aber nicht die Frage des Threads/Fadens.

Für die Idee brauchst: grosse Batterie ca 15kWh. Laderegler, die aus allen Panels die Batterie laden. 4kWp kriegen 15kWh voll.
Dann brauchst 2 x Nulleinspeisung, also deine eigenen smartmeter die den Verbrauch der beiden Wohnungen an die Wechselrichter weitergeben. Damit kannst deinen Verbrauch immer um 800W drücken an beiden Wohnungen, bis die Batterie leer ist

Danke erst einmal für die Antworten.

Zur weiteren Klarstellung: Am Hausanschluss sind für beide Wohneinheiten "moderne" 2-Richtungszähler bereits verbaut. Das war die direkte Konsequenz nach der initialen Anmeldung der BKV beim örtlichen Netzbetreiber.

Beide Wohneinheiten Balkonkraftwerke werden mit Hoymiles HMS-800-2T und jeweils 4 Stk 450W PV-Module (parallel je 1 Ost und 1 per Y-Stück an einem MPPT-Tracker-Eingang.

Perspektivisch möchte ich gerne mehr Module verbauen und auch in Richtung PV-Überschussladen meines Elektroautos erweitern. Die beiden BKVs sollen erst einmal der Einstieg in die Materie sein um Erfahrungen zu sammeln, aber insbesondere auch das verschachtelte Flachdach und die Beschattungseffekte besser einschätzen zu können.

Die Idee von Win finde ich ganz charmant. Ich schließe in der ELW ein Ladegerät an, dass eine PV-Batterie über AC läd, die ebenso über DC an dem BKV der Hauptwohnung hängt. Dann wären beide BKVs konform an Ihren separaten Stromkreisen installiert und speisen dort ein. Der Akku wird in der einen Wohneinheit direkt per AC geladen und gleichzeitig DC von einem Ladegerät der ELW. Verluste durch das hin-und-herwandeln würde ich mal vernachlässigen, da sonst das gesamte BKV der ELW ungenutzter Verlust wäre.

Funktioniert das?

Wird schon gehn, liefert dir aber bei idealer Konfiguration höchstens 750W von einer in die andere Wohnung. Und kostet extra Ladegerät

Der Gesamtjahresverbrauch liegt derzeit bei ca 6.000 kWh/a ohne Elektroauto. Wallbox liegt schon parat.

Was zwischen plug&play 0 und DIY 10 möchtest du haben?

ich würde mal sagen 7. Alles in Richtung Programmierung, verkabeln, … ist kein Problem - eher eine Frage der Zeit. Ich restauriere alte VW T1 Busse, weiß also sehr gut mit Werkzeug umzugehen. Ob ich mir allerdings bspw. den Aufwand eines Akku-Selbstbaus mit Chinabestellung von Zellen antun will, weiß ich noch nicht. Mich reizt auch das Projekt, etwas für mich optimiertes zu realisieren, ohne alles selber “erfunden” zu haben.

i ch seh eher ein Problem darin, dass der Verbrauch wesentlich höher ist als die Leistung der Panels. "Zum üben" OK, aber Auto laden wird sicher nix mit 800W WR

Das ist ja auch die Idee. Mal “ausprobieren” mit den BKVs und schauen, welche Grundlasten man decken kann, wie man eine Nacht abgedeckt bekommt, …

Und dann im zweiten Schritt erweitern für E-Auto, Soeicher wenn es sich rechnet oder auch Einspeisen. Ich könnte ja auch an die ELW eine Volleinspeiseanlage hängen und den eigenen Verbrauch mit der Anlage der Hauptwohneimheit decken. Das Dach haben beide gemeinsam, da kann ich also beleibig verteilen und modular erweitern.

Dann fang doch mal an mit einem mobilen 48V Akku, idealerweise einer der erweiterbar ist.
Auf jeden Zähler einen TasmotaIR
Hauptwohnung:
Zum Laden die Module direkt mit Laderegler anschließen. Einspeisen über die Hms und OPENDTUoB.
Aufpassen beim anschließen, Kondensatoren vorladen.
Einliegerwohnung:
Überschuss mit Trucki to MeanWell in den Akku laden.
Hier die Module breit (z. B. Ost/West) ausrichten, damit die 800W nicht lange überschritten werden können. Sonst lässt du zuviel auf dem Dach.

Meinst Du mit mobilem 48V Akku sowas wie Hoymiles MS A2 oder Anker Solix oder Zendure Dinge?

Du hast 4000W am Dach. Das liefert dir ganz grob 15-20kWh am Tag.