Wie macht ihr das mit der 1P/3P Phasenumschaltung beim PV Überschussladen?
Mein Ladepunkt (Shelly Charger) unterstützt die Funktion anscheinend doch nicht, zumindest nicht via EVCC. Vorab hatte ich gelesen dass es gehen sollte... Nun überlege ich ob ich ein anderes Gerät kaufe, welches die Funktion hat.
Allerdings lese ich auch immer wieder, dass es auch bei der automatischen Umschaltung zum Abbruch und Neustart des Ladevorgangs kommt. Je nach Wetter könnte das natürlich öfter mal passieren - und einige sagen dass es nicht gut fürs Auto ist. Ob das Ladegerät oder der Akku darunter leiden, weiß ich nicht?
In EVCC gibt es dafür ja auch die Option Min+Solar, so dass nicht u.U. bei jeder grossen Wolke der Ladevorgang gestoppt und gestartet wird. Bei der Phasenumschaltung gibt es aber keine solche Schutzfunktion.
Aktuell stecke ich es jetzt einfach mal um, beim PV Überschussladen via Schuko mit max 13A (ersetzte ich dann vielleicht durch CEE Doppeldose 1P + 3P)
Zum schnelleren Laden mit 11kW muss ich dann halt von 1P auf 3P manuell umstecken.
Ich habe mir die neue openWB SE zugelegt, ist heute Morgen angekommen.
Die kann 1-phasig bis zu 20A (ca. 4,6kW) laden und dreiphasig starten ab 6A (ca. 4,1kW) und hat automatische Umschaltung. Durch die hohe einphasige Leistung gibt es somit kein Loch.
Nicht schlecht, aber mit dem 1P/3P Addon auch nicht ganz billig
D.h. bei dir wird erst ab 4,6kW umgeschaltet, aber da dann eben mit Neustart?
wobei ja die PV Leistung durchaus auch in dem Bereich schwanken könnte, also zwischen 4-5kW?
P.S. Wie hast du das abgesichert? Habe mal gelesen dass 11kW Wallboxen mit 3x16A abgesichert werden sollten. Mit den 1-phasigen 20A dann 3x20A?
P.P.S. Wenn ich die Wallbox wechsle, hätte ich im Blick:
Heidelberg Wallbox Energy Control Plus
ABL eMH1
Die hat EVCC beide in der Liste mit aut. Phasenumschaltung. Allerdings gibts dann da bestimmt wieder Herausforderungen mit Modbus, evtl. keine Energiemessung integriert, o.ä...
Die Phasen-Umschaltung funktioniert automatisch, wie gut das funktioniert, hängt vom jeweiligen Fahrzeug ab. Üblicherweise gibt es eine kurze Lade Pause, dann geht der Ladevorgang drei-phasig weiter.
Ich werde die gemäß der Angaben mit 20A Typ B pro Phase absichern:
Sogar schon bei Spannung unter ca. 200V. Hatte ich gerade beim Zuschalten des dritten Victron RS 48/6000 im einphasigen Insel-Verbund.
Da Tesla aber, im Gegensatz zu KIA, eine ordentliche App hat, kann man damit aber alles rund ums Laden bedienen und steuern. Also kurz aus und wieder ein und es geht weiter, inkl. Ladestrom von 6 bis 32A einstellen.
Ich habe auch darüber nachgedacht, die externe Phasenumschaltung zu programmieren, mich dann aber anders entschieden. Bei wechselnder Bewölkung kann man einen Teil der Hausbatterie nutzen, um die Wolke zu überbrücken. Wenn der SOC der Batterie unter den eingestellten Wert fällt, dann den Ladeprozess anhalten. Es ist besser, 30 Minuten mit 4,1 kW dreiphasig zu laden als zwei Stunden mit 1,2 kW einphasig, denn je geringer der Ladestrom ist, desto mehr Verluste hat man.
Es gibt viele Autos, bei denen die Ladeleistung bequem per App in mehreren Stufen umgeschaltet werden kann. Wenn sich die App in Home Assistant oder etwas Ähnliches integrieren lässt, dann kann man sie in das Überschussladen integrieren
Ich bin der Meinung, dass die Heidelberg Wallbox Energy Control Plus gar keine Phasenumschaltung hat. Ich benutze eine ältere Version von Energy Control. Die kann definitiv keine Phasenumschaltung. Ich habe mir auch Energy Control Plus gekauft, aber noch nicht installiert. Plus sollte für § 14a EnWG-konform stehen.
Genau, so mache ich es auch bevorzugt. Also dass die Hausbatterie die Schwankungen ausgleicht, und das funktioniert super! So bleibt das Laden am Auto relativ gleichmässig, und EVCC steuert das hervorragend (Min+Solar). Maximale Ausnutzung der PV Erzeugung
Ich baue mir jetzt erstmal einen Zwischenstecker bzw. Adapterkabel CEE 16A 3P zu 1P. Aktuell reichen mir zum Überschussladen noch die max. 3,7kW mit 1P. Ab Mitte April sollte es dann voraussichtlich mit den 3P, minimal 4kW und bei Bedarf Ausgleich über die Hausbatterie klappen (ohne Netzbezug).
Zum "Schnellladen" mit 11kW muss ich im 1P Betrieb dann halt umstecken.
Werde das jetzt mal so testen für ein paar Monate.
Genauso habe ich mir das auch vorgestellt. Bei openWB kann man zusätzlich einen Puffer von z.B. 500W definieren, so das auch bei Schwankungen der PV Leistung kein Netzbezug stattfindet.
Werde mich in die Steuerung dieses Wochenende mal einlesen, was mir an openWB so gut gefällt ist neben des offenen System und der Produktion in Deutschland vor allem die gute Doku.
Dafür ist “min+PV” eigentlich nicht gedacht. Das lädt immer mit dem minimalen Strom und ergänzt nach oben mit PV. Also 1p 6A 230V mit ~1,4kW und 3p dann entsprechend ~4,2kW.
EVCC in Kombination mit Go-E Gemini kann natürlich 1p/3p Umschalten und es gibt in der Standard-Konfiguration eine “Haltezeit” von 2 Minuten wo kein Phasenwechsel gemacht wird bei Limit Verletzungen, weder nach unten noch nach oben.
Somit wäre der “korrekte” Ladevorgang eigentlich erstmal “PV” mit automatischer Phasenumschaltung. Auf Wunsch kann man das natürlich auch auf 1p oder 3p “fest nageln”
Wie weiter oben beschrieben, unter Berücksichtigung der Schieflast Grenze von 20A, kann die 22kW Version entsprechend eine Überlappung zwischen 1p bis 4,6kW (20A) und 3p ab 4,2kW liefern, also ein Fenster von ~400W, was eine verringerte Zahl an Umschaltungen nach sich zieht. Im 2 Minuten Haltefenster wird “bei Wolke” entsprechend auf minimalen Strom zurück gefahren bevor z.b. von 3p auf 1p geschaltet wird oder halt bei 1p die 20A gehalten.
So läuft das bei uns schon über 2 Jahre sehr gut und ohne Probleme mit einem Kia EV6 und Audi eTron.
Man muss aber auch sagen, dass es relativer Luxus ist wenn man sowas an 30kWp (je 10 Ost, Süd, West) betreibt mit 19,2kWh Speicher, von dem sich EVCC 20% als Schwankungs-Ausgleich gönnen darf. Da schaltet EVCC eher selten die Phasen um zwischen März und Oktober. Sprich bis runter auf 80% SoC Hausspeicher darf sich EVCC bedienen und hat Vorrang bei der Überschuss-Nutzung ab 90% SoC Hausspeicher. Das lässt sich alles konfigurieren. Im Sommer, wenn die Wärmepumpe wenig Strom braucht, darf EVCC sogar bis 50% gehen, da kommt man mit entsprechend weniger im Akku über die Nacht und das vermeidet, dass man in der Mittags-Spitze wenn die PV Anlage teilweise bis zu 20kW liefern kann bei perfektem Wetter, zu viel einspeist, da Auto und Haus-Akku parallel geladen werden, sobald das Haus 50% SoC hat.