1930er Doppelhaushälfte 3er Daikin Multisplit

Ich werde vor demnächst eine kleine Doppelhaushälfte kaufen. Diese ist 104 m² groß, hat zwei Etagen und ist teilweise unterkellert. Das Haus wurde 1936 gebaut, und das Dach wurde in den 1990er Jahren gedämmt. Momentan wird mit Nachtspeicheröfen geheizt, die ich bald ersetzen möchte. Der aktuelle Energieverbrauch, inklusive Warmwasser, liegt bei etwa 167 kWh pro Quadratmeter im Jahr.

Da keine Heizungsrohre im Haus verlegt sind und Niedertemperatur-Heizkörper zu groß für die kleinen Räume wären, plane ich, weiterhin mit Klimaanlagen zu heizen. Das mache ich schon seit zwei Wintern erfolgreich mit einer Mitsubishi-Anlage (4,7 kW).

Hier ist mein Plan, und ich freue mich auf eure Meinungen dazu:

Ich möchte eine Multisplit-Anlage von Daikin einbauen (AG: 3MXM52A2V1B9 ), mit einem Innengeräten FTXM35A (3,5 kW) für das Erdgeschoss. Diese sollen auch die Küche mit beheizen. Zusätzlich möchte ich einen Holzofen für die sehr kalten Tage nutzen. Im Wohnzimmer werde ich die Wände dämmen, sodass der U-Wert bei 0,5 liegt. Bei den Fenstern weiß ich noch nicht, ob ich sie austauschen werde, da ich ihren U-Wert nicht kenne. Die Heizlast des Wohnzimmers liegt bei 1500 bis 2500 W.

Im Dachgeschoss plane ich die restlichen zwei Innengeräte CTXM15A (1,5 kW), welche auch durch die Tür warme Luft in angrenzende Räume blasen sollen. Im Bad soll entweder ein Heizlüfter oder eine elektrische Fußbodenheizung eingebaut werden. Die Kältemittelleitungen sollen außen an der Hauswand verlegt werden.

Im Bad ist auch eine Abluftanlage vorgesehen, die eventuell warme Luft ansaugen könnte.

Ich habe dazu zwei Fragen:

  1. Die Außeneinheit könnte ich an die östliche Hauswand stellen – entweder an die Wand dübeln oder auf den Boden stellen. Eine andere Option wäre, sie unter dem Dach auf der Loggia zu platzieren, wo sie der Sonne ausgesetzt ist.
  • Wie stark vibriert eine Außeneinheit? Ist es besser, sie auf den Boden zu stellen?
  • Welche Nachteile könnte es haben, sie auf der Loggia zu platzieren?

Mir ist bewusst, dass eine Multisplit-Anlage gewisse Nachteile hat, wie die Notwendigkeit, dass mindestens zwei Geräte gleichzeitig laufen müssen, und die begrenzte Modulationsfähigkeit. Notfalls könnte ich noch Monosplit Anlagen ergänzen.

Vielen Dank schon mal für eure Ideen und Vorschläge!



Kann schon einiges an Vibration sein und sich auch mal blöd übertragen aufs Haus. In der Regel bekommt man es durch passende Dämpfer in den Griff. Wenn die Loggia eine Holzkonstruktion hat, könnte es sich auch blöd übertragen.

Eine gute Alternative ist auch oft, fürs stärker beheizte Wohnzimmer eine Single-Split aus der Nordic-Serie zu nehmen und dann noch eine 2er Split. Die 2er moduliert auch schön weit runter und man kann auch nur ein IG laufen lassen.

Ob das IG in Richtung Süden oder Osten steht, spielt nur eine untergeordnete Rolle. Klar, im Süden hast du manchmal etwas Vorteile, was Abtauverhalten angeht.

Was win sagt, kann ich nur unterschreiben! Betreiben selbst ein ähnliches system (3mxm52 mit 3.5er und 2x2er). Wenn ich es nochmal neu machen sollte, würde ich auf jeden Fall im Wohn- Essbereich eine Single Daikin aus der neuen Nepura Serie (FTXTM) installieren. Und für 2 Räume im og eine Dualsplit. Ist die Frage, ob du für 2 AG Platz hättest, falls ja würde ich das auf jeden Fall machen, insbesondere wenn es die einzige Heizung im Haus ist.

Zumal eine 3MXM52 auch "nur" noch 4.25kwh Heizleistung bei -7 Grad bringt, d.h. du wärst immer auf den zusätzlichen Ofen angewiesen ( Modell 3MXM52A9 / FTXM25R / FTXM25R | Eurovent Certita Certification).
Deine aktuelle Heizlast müsste eher bei 7-9kwh bei liegen, ohne weitere Dämmung.

Fahre selbst eine ähnliche Kombination mit Nordic Variante im EG und kleiner Multisplit im OG. Dann kann auch die Anlage im EG mal Nachts durchlaufen, in sehr kalten Nächten um eine Grundtemperatur zu halten und beim schlafen wird niemand von Abtauzyklen im OG gestört. Oder wenn wir tagsüber nicht zu Hause sind läuft nur die Anlage im EG um eine Grundtemperatur zu halten, das reicht das die Zimmer im OG bei offenen Zimmertüren nicht komplett auskühlen.
Bin sehr zufrieden mit dem Setup.

Das haben wir ebenfalls, davon sollte man aber keine Wunder erwarten, die Wärmemenge die von einer 50-100m^3/h Abluft angezogen wird kann nicht viel mehr als 100W "Wäme" sein. Unser innenliegendes Bad kühlt dann nicht unter 18 Grad aus, bei Benutzung bringt dann ein Heizlüfter das ganze innerhalb weniger Minuten auf angenehme Temperaturen.

Danke für die Tipps! Ich hatte auch schon in diese Richtung überlegt.

Ich werde es jetzt mit einer FTXTM-Anlage für das Erdgeschoss und einer Multisplit-Daikin-Anlage für das Obergeschoss probieren.

Die FTXTM30R hat ja laut Webseite eine Heizleistung von (min.~max.) in kW: 4,2 (0,8-7,2), was ja recht flexibel wäre.

Was verbirgt sich eigentlich hinter dem Begriff "Hyper Heating"? Ist das auch so eine Heißgasabtauung wie bei der Panasonic Heatcharge?

Statt die Außengeräte an der Hauswand zu montieren, plane ich, sie auf einen Sockel an der Außenwand aufzustellen – dort gibt es ausreichend Platz.

Welche Art von Sockel würdet ihr empfehlen? Ist Beton wirklich die beste Option, oder gibt es bessere Alternativen, damit die Außengeräte nicht im Blumenbeet stehen?

Wie weit sollten die auseinander stehen, im Zweifel sagt mir das aber der Installateur vorab.

Ich werde euch auf dem Laufenden halten.

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Wie gut ist das Dach gedämmt? Auf mich wirkt der Flur im Obergeschoss wie eine potentielle Wärmesenke. Bei Aufenthalt im Wohnzimmer im Erdgeschoss scheint es für mich so, dass es angenehmer sein wird, wenn die Türen zum Flur im Erdgeschoss und zur Treppe nach oben geschlossen sind. Ansonsten vermute ich, dass es da einen kühlen Luftstrom geben wird. Somit wird es auch in den oberen Zimmern evtl unangenehm, wenn die Türen oben geöffnet sind und unten geschlossen. Wenn alle Türen geschlossen sind, kühlt der Flur im Obergeschoss vermutlich erst recht aus. Jetzt weiß ich natürlich nicht, wie Du die Prioritäten setzt: Mehr Komfort oder mehr Heizkosten sparen. Ich würde aber dem Vorschlag zustimmen, unten eine (ggf. Nordic) Einzelanlage und oben eine Multisplit zu installieren. 3er für mehr Komfort und 2er, wenn Du sparen möchtest.
Ich kann mit meiner Aussage natürlich auch völlig falsch liegen. Aber das waren die ersten Gedanken, die mir durch den Kopf gingen, als ich den Grundriss und die Aufstellorte der Innengeräte gesehen habe.

Ich kann nicht genau sagen, wie dick das Dach isoliert ist, da wir noch keinen Zugang zum Haus haben, aber ich bin bereits mit der Planung beschäftigt. :slight_smile: Der Flur auf beiden Etagen wird wahrscheinlich schon kalt bleiben, aber nicht zu kalt, da die der Außenwände an das Nachbarhaus grenzen. Sollte es im oberen Flur doch zu kalt werden, würden wir eine dritte Anlage installieren, möglicherweise mit der Außeneinheit auf dem Dach. Wir sind jedoch eher der Typ, der im Winter lieber einen Pullover trägt.

Ein Heizlastberechnung würde Dir helfen. Habe es mit https://heiz.report gemacht und lag sehr vergleichbar mit der Energieberatung vor 10J durch einen nicht so fähigen Enegieberater.