16s zu 18s

Hi zusammen!

Ich hab gerade zwei neue Zellen zu meinen 16s System (16x eve 280k) hinzugefügt, alles top geblanced und entlade das ganze Pack gerade mal.

Die zwei neuen Zellen (9 und 10) liegen jetzt schon etwas über den alten Zellen (siehe Screenshot). Was denkt ihr, macht es Sinn, das Ganze so zu betreiben und einfach die obere und untere SoC Grenze an den Rand der alten Zellen einzustellen? Die neuen Zellen wären damit halt nie so nah an Voll/Leer, wie die anderen aber das wäre ja eigentlich kein Problem, oder?

Ich verstehe nicht, was du willst.

Ich persönlich glaube nicht, dass das gut funktioniert. Die mittlere Spannung liegt bei ca. 3,2V. Die Ladeschlussspannung würde ich auf 3,5V einstellen und Entladeschluss auf z.B. 2.5V.

Bei mittleren und niedrigen SOC sehe ich kein Problem. Aber mit 16x3,5V liegst Du bei 56V, das sind bei 18S nur 3,1V und zu wenig. Damit nutzt Du nur etwa 10% Deiner Kapazität. Für die obere Spannunggrenze brauchst Du imho mindestens 3,3x18V = 59,4V. Das gibt dann natürlich einen schönen Buffer bis zur Maximalspannung und reduziert die Alterung wenn voll. Und die Balancing-Spannung muss dann natürlich runter auf 3,3V.

Und das geht garnicht.

Können Daly und Co das echt nicht? Bei DIY-BMS wärs kein Problem.

Was willst du denn bei 3,3 V balancieren? Hast du dir mal die Ladekurve bzw. den Spannungsverlauf eines LiFePO angesehen?

Hab ich. 3,3V ist ist etwas knapp, aber es könnte gehen. Du erreichst Du natürlich keine 100%, aber 80 sind wohl drin.

Die violette Linie oben ist die OCV von LFP. Hier noch ein paar eigene Messungen bei Ladung mit 1C, da ists die grüne Kurve. Mit 1C kommt man schon bei höheren Spannungen raus, der Ladestrom würde bei Limitierung auf 3,3V also noch deutlich absinken, schon ab 50% SOC.

Außerdem will ICH ja gar nicht bei 3,3V balancieren, aber Layer 8 müsste das tun. Macht halt alles nicht so furchtbar viel Sinn...

Danke für eure Meinungen. Ich entlade mal weiter, bis die alten Zellen auf 2,9V sind und schaue, wie "weit" die neuen Zellen dann wirklich davon entfernt sind.

@layer8

Du hast ja das JK BMS, da wäre Seite 2 der Einstellungen sicher

auch interessant.

  • Was steht bei Balance Trig. Volt (V)?

  • Was steht bei Start Balance Volt. (V)?

Das Problem besteht im Dauerbetrieb darin:

Der aktive (wahrscheinlich 2A) Balancer vom JK BMS ist die ganze Zeit damit

beschäftigt, die Energie von den Zellen 09 und 10 wegzuschaufeln. Egal bei

welcher Triggerspannung. Die beiden Zellen haben ja fast immer die höchste

Spannung. Damit kann sich der Balancer aber gar nicht mehr um die anderen

Zellen kümmern. Er macht praktisch ständig "Notdienst" an Zelle 09 & 10.

Das bleibt bei SOC < ca. 80 % ein Dauerzustand wegen der leicht unterschied-

lichen Gesamtkapazität der Zellen. 09 & 10 sind eben etwas "kräftiger".

Es bleibt hier wohl nur die Möglichkeit des Top-Balancing ab SOC > 80% aufwärts.

Bei der zu wählenden Startspannung "Start Balance Volt. (V)" kann man sich ja

herantasten.

Damit kommt wenigstens das ganze Feld bei der gleichen Maximalspannung ins

Ziel und der SOC sowie die Gesamtspannung kann einigermaßen brauchbar für

das ESS Management verwertet werden.

Wenn der JK Balancer das beim Top-Balancing nicht schaffen sollte (hängt vom

Ladestrom und der damit verbundenen Ladezeit ab) könnte man noch einen

aktiven 4A Balancer dazu schalten.

Grüße,

rd_global

Wenn er den Balancerstart richtig eingestellt hat, nämlich auf 3,4 V, balanciert da garnichts .

Es gibt auch garkeine Grund dafür, selbst der Spannungsunterschied zwischen den Zellen, der kann von alt oder neu, von Temperatur, von Strom und von einer schlechten Verschraubung herkommen. Allesmöglich, aber balanciert wird da nicht.

Was der OP zu tun hat, ist jede Menge Parameter anzupassen, OVP Pack, UVP und so weiter, für die höhere Spannung des Akkus.

Ich hoffe ja, dass er das gemacht hat.

Natürlich habe ich alle Parameter auf 18s angepasst, sowohl am Multiplus bzw. im ESS, als auch im dbus-serialbattery.

JK BMS:

  • OVP: 3.6V

  • OVPR: 3.55V

  • UVP: 2.6V

  • UVPR: 2.65V

Balance trigger: 0.003V

Balancer Start: 3.48V (also wirklich sehr spät)

dbus-serialbattery (alles auf Standard):

LINEAR_LIMITATION_ENABLE = True

# Set Steps to reduce battery current. The current will be changed linear between those steps

CELL_VOLTAGES_WHILE_CHARGING = [3.55, 3.50, 3.45, 3.30]

MAX_CHARGE_CURRENT_CV = [ 0, 2, 30, 60]

CELL_VOLTAGES_WHILE_DISCHARGING = [2.70, 2.80, 2.90, 3.10]

MAX_DISCHARGE_CURRENT_CV = [ 0, 5, 30, 60]

Es geht also sowieso nie über 3.55V oder unter 2.7V pro Zelle, weil das DVCC den Strom reduziert. Der Balancer kann dann arbeiten.

Ich entlade das Pack ja gerade und sehe, dass die Zelldifferenz auch wieder weniger wird. Sind inzwischen wieder unter 10mV. Ich mache mal weiter und lade dann wieder voll - mal seh

en, ob und wann mir da eine der alten Zellen zu früh abhaut.

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Ich habe mir jetzt nicht jeden wert angesehen, aber das sieht gut aus, du weißt was du tust.

Den Balancer kannst du ab 3,4 V laufen lassen. Bleib beim reinen top balancing, dann wird alles gut.

Und die gelegentliche Spannungsdifferenz nimm mal nicht so ernst. Selbst wenn es Alterungsunterschiede sind, den Betrieb stört das nicht.

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@carolus Ich war jetzt zum Schluss etwas verunsichert, weil die beiden neuen Zellen schon wieder ca. 50mV auseinander waren und das, als die niedrigste Zelle noch über 3.1V hatte. Meinst du wirklich, dass ich da mit dem Balancing, so wie ich das eingestellt habe, keine Probleme bekomme?

Nein, du bekommst keine Probleme.

Was du jetzt, unten in der Spannung, siehst sind Kapazitätsunterschiede. Nicht balancingfehler, die siehst du nur oben.

Also, entlade weiter, bei entladene der ersten Zelle alles notieren, hier mitteilen.

Dann

Vollladen . Und du wirst sehen: noch immer balanciert.

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