[quote data-userid="2509" data-postid="140019"]Es gibt hier eine lange Diskussion, dass die maximale Ladespannung aus Lebensdauer Gründen niedriger sein sollte.[/quote] Die Diskussion kann ich gleich beenden, die Antwort nach über 20 Jahren Erfahrung mit Bleibatterien heißt: Je kleiner die Differenz zwischen Nenn- und die Ladespannung ist, desto länger hält die Batterie. Sollte bei LiFePo nicht anders sein, denn die Differenzspannung wird in Wärme ungesetzt.
Und noch eine Weisheit habe ich nach 8 Jahren E-Auto mit 208Tkm: Je kleiner der Ladestrom, desto länger hält er Akku. Mein Smart mit Schnellader (22kW) hat der Akku nur noch ca. 60%, bei vergleichbaren KM-Leistung mit Schnachlader (3,6kW) ist der Akku noch bei über 80%. Aber trau keiner Statistik die Du nicht selbst gefälscht hast ?
Ich habe jetzt herausbekommen, wo im Seplos die Ladespannung eingestellt wird. Wie ich diese Englisch liebe ?. Vielleicht erstelle ich noch ein Wiki.
Eigentlich hat das Seplos mit der Ladespannung nichts zu tun. Im Seplos steht die OVP - over voltage protection - Überspannungsschutz, das ist die Spannung bei der das Seplos den Akku zum Schutz trennt.
Ladespannung macht eigentlich Ladegerät oder Wandler, wobei es sein kann, dass es/er Daten aus dem Seplos bezieht und bei der Ladesteuerung berücksichtigt.
Eigentlich ist die Lebensdauer nicht wirklich von der Ladespannung abhängig, sondern vom Ladezustand.
Bleibatterien müssen regelmässig auf 100% geladen werden, damit sie nicht sulfatieren, bei Lithium ist das anders. Lithium Akku altern schneller wenn sie voll sind, deshalb werden Akkus immer ziemlich leer gelagert und werden auch so versendet.
Deshalb sollte man die Zeit so kurz wie möglich halten, wo der Akku voll geladen rum steht.
Am einfachsten geht das im Sommer mit reduziertem Ladestrom, dann wird der Akuu nicht schon morgens um 10 Uhr voll, sondern erst Nachmittags.
[quote data-userid="2509" data-postid="140025"] Eigentlich hat das Seplos mit der Ladespannung nichts zu tun. Im Seplos steht die OVP - over voltage protection - Überspannungsschutz, das ist die Spannung bei der das Seplos den Akku zum Schutz trennt. [/quote] Im Sunny Island kann keine Spannung eingestellt werden, die ist da fest auf 48V voreingestellt. Die Ladespannung muss im Seplos unter „Total_voltage Overvolt Protection“ eingestellt werden, wenn ich dort Ladespannung + 1V eintrage, bekommen ich die gewünschte Ladespannung vom SI geliefert. Ich habe sie jetzt auf 55,72V (=54,72V Ladespannung) eingestellt. Natürliche muss dann auch der „Total pressure high pressure alarm“ angepasst werden, damit ein Alarm früher als der Schutz kommt. Beim Einstellen konnte ich auch gleich sehen, das sich die Zellspannungen am NEEY geändert haben.
Warum dieses Feld mit „Gesamtspannung Oberspannungsschutz“ bezeichnet wird erschließt sich mir nicht. Vielleicht soll es auch „Gesamtspannung und Oberspannungsschutz“ heißen. Die Rubrik unter der es zu finden ist heißt „Gesamtspannung relativ„, also musste für die Spannung dort etwas sein. Ich habe einfach ausprobiert.
Das das Seplos die Regelung übernimmt hatte ich im Video von Andy gesehen, dort konnte er auch nichts einstellen wenn das Selpols angeschlossen wurde, es hat einfach die Einstellung von Cerbot ignoriert.
Bleiakkus und Li-ion-Akkus kann man nicht mit einander vergleichen, weder bei Ladecharakteristik noch bei Spannung-SoC-Kurve!
Klass. Blei-Naßzellen sind nicht so empfindlich gegen gelegentliches Überladen, ganz im Gegenteil ist es hin und wieder gut, leicht zu überladen bis zur deutlichen Gasung. Damit wird der Elektrolyt durchmischt, sonst sammelt sich unten die dichtere, konzentriertere Säure! Man soll es damit aber auch nicht übertreiben. Bleibatt. dürfen niemals über die volle nom. Kapazität entladen werden, dann sind sie defekt! Gerade Starterbatt. sollen nur sehr wenig entladen werden (10-20% sind o.k., alles über 50% ist schädlich).
Was richtig ist: beide Zellchemien haben eine 'Wohlfühlspannung' - bei Bleizellen sind das 2,2-2,3 V (=95 - 100% SoC) bei klass. Li-ion 3,5...3,7V (ca. 30-50% SoC) bei LiFePO um die 3,2 V (= 20 - 50% Soc). Langsames Laden mit kleinem Strom ist i.d.R. besser für alle Technologien, insbes. für Li-ion.
Li-ion lieben keine Lagerung bei 100% SoC (= hohe Degradation insbes. bei Wärme), Bleibatterien müssen bei nahezu 100% SoC gelagert und immer wieder nachgeladen werden. Die Ladeschlußspannung muß bei allen Zellen zur Chemie passen, wobei Bleisäurebatt. da etwas flexibel sind.