15-20kW WR mit 4+ MPPT für problemlosen Betrieb ohne Cloud über EVCC, Home Assistant gesucht

Aktuell stehen zur Auswahl:

  1. Hoymiles HIT-15L-G3 (LV-System, daher billigere Akkus. 4MPPT)
  2. Solis S6-EH3P15K (HV-System, 4 MPPT)
  3. Deye SUN-15K-SG05LP3 (LV, aber nur 2 MPPT, daher nur ungern. Hat aber wohl einen guten Ruf für open source und cloudfree)

Hat hier jemand Erfahrung mit einem (oder gar mehreren) der drei Geräte, welches lässt sich am problemlosesten auf einem Heimserver mit Open Source Software betreiben?

(Gern auch sonstige Erfahrungen und Hinweise. Also falls man noch etwas kostenpflichtig freischalten muss, oder Standardfunktionen wie Notstromversorgung Zukufteile benötigt, oder falls die Batterie einen MPPT-Anschluss blockiert, oder womöglich der Generatoranschluss fehlt...)

Herzlichen Dank.

(Ach so, ja, der Vollständigkeit halber: 5 Stränge, Süddach, Westdach, Ostdach, Westwand + Ostwand als Polystring. 20A sind also genug, die einzigen Stränge, die parallel geschaltet werden können nie gleichzeitig Sonne kriegen. 25kWpeak, aber realistisch 12kW max. 15 bis 20kWh Batterie sind geplant)

Beschreib die Strings mal genauer was die Längen angeht und ob Du echte Notstromversorgung wünscht oder nur so ein „im Notfall kann der Wechselrichter das x Stunden aushalten“.

Ich habe mir eine Victron Anlage gebaut, kostet ein paar Euro mehr, aber vollkommen modular und extrem gut dokumentiert.

Deye habe ich mir auch angesehen, nach dem Umgang mit Sicherheit Themen wie fehlenden Sicherungen, der Zwangsabschaltung von Kunden und den verschiedenen Sicherheitslücken im Produkt aber verworfen. Die Produkte selbst sind, denke ich gut, die Mentalität des Hersteller passt nicht zu meinen Wünschen.

Wir haben den Deye 15k und sind zufrieden. Er hat 4 PV-Eingänge, wobei je 2 parallel geschaltet sind. Die Eingänge können aber bis zu 36A meine ich (der eine mehr als der andere). Wenn immer 2 Strings in der Länge passen, ist das also kein Problem. Man kann sonst auch einen zusätzlichen billigen String-WR nutzen und diesen an den Generatoreingang des Deye hängen.

Was Zwangsabschaltungen und nebulöse Firmware angeht hatten wir bisher keine schlechten Erfahrungen. Es betraf wohl nur einige Kunden in bestimmten Ländern, wo die gesetzlichen Vorgaben geändert wurden. Der Deye-Service ist durchaus erreichbar (wenn auch meist über China) und es gibt es extra Deye-Forum auf deutsch. Manche Spezialfunktionen sind im Handbuch nur schlecht oder gar nicht dokumentiert, muß man sich dann über die Foren zusammensuchen. Das Display (Touchscreen) finde ich recht schwergängig und man muß vor Änderung wichtiger Parameter immer ein PW eingeben - sehr nervig - aber dient der Sicherheit.

Du mußt ihn auch nicht in die Cloud hängen - dann kann da kein Chinese zugreifen. Wir nutzen aber problemlos die Solarman-App über die Cloud - läuft seit 1 Jahr ohne Probleme.

Der Deye kann extrem viel (bis zur kompl. Notstromversorgung mit autom. Umschaltung) und läßt sich auch sonst fast beliebig einstellen. Nachteil: etwas hoher Grundverbrauch (80-100W), aber normal bei einem 15kW-Gerät mit 3Phasen. Kann man nicht mit einphasigen Victron vergleichen. Mein Victron 1000W (1 Phase) braucht nur 11W im standby.

Kann man bei Deye aber auch optimieren, indem man z.B. im Winter die Batterie wegschaltet (softwaretechnisch oder über HW-Schalter links außen). Man muß die Batt. dazu nicht physisch abtrennen. Dann soll man auf etwa 20-30W herunter kommen - dann ist aber auch der Leistungsteil abgeschaltet. Bei 'Trennung' über die Software ('No Batt.) geht der Verbrauch auf ca. 35-50W, aber der Leistungsteil beibt aktiv. Bei Sonne kann der WR also die Hauslast versorgen, aber nicht mehr die Batt. laden. Ein wenig Strom wird aber dennoch aus dem Akku gezogen für die Versorgung von Display und Software (Prozessor etc.). Dazu braucht der Deye 5 und 12V und die kann er am einfachsten über die Batt. generieren (kann es aber wohl auch von PV und vom Netz). Damit wird die Batt. praktisch ständig mit 15-20 W belastet - was über Nacht dann gerade mal 0,2 kWh sind. Im Normalbetrieb sind es in 24h schon mal um die 2kWh - je nachdem welche Wandler aktiv sind.

18 (Niederspannungs)-Module auf dem Süddach in einem String auf einen MPPT,
9 Hochspannungsmodule jeweils Westwand und Ostwand parallel auf einen MPPT
6 Hochspannungsmodule je West/Ostdach mit 15° Neigung

16kWh Niedervoltakku

Der Hoymiles wäre also ideal mit 4 MPPT und Niedervoltfähigkeit. Soll aber Probleme machen mit EVCC und HA. Deye und Solis sollen besser open source und cloudfree arbeiten, haben aber nur 2 MPPT. Und sind teurer. Und ich müsste noch ein, zwei kleinere WR kaufen um die restlichen Strings an den Generatoranschluss zu legen.

Und ja, volle EPS oder UPS mit Nennleistung.
Haus inkl. WP kommen an den Backup-Ausgang, Wallbox an den normalen Ausgang und wäre dann abgeschaltet. WP soll in dem Fall per EVCC oder HA gedrosselt, und ab 50% SoC abgeschaltet werden.
Und ja, keine Cloud, kein Internetzugang, und Firmware wird upgedatet wenn wir was vermissen, und auch dann erst mit ein, zwei Monaten Verspätung, damit eine stehende Installation nicht zerschossen wird, weil der Hersteller die Leute auf seiner Cloud will.

Kann Victron NV-Akkus? Klingt gut, aber teuer. Der Hoymiles wäre schon die preiswerteste Lösung.

.

4 PV-Eingänge helfen mir leider nicht, wenn nur zwei MPPT dahintersitzen. Bis auf die Wände eignet sich kein Stringpaar für Polystrings, 4 wären also ideal.

Warum nur ein Wechselrichter?

  • Hybrid- + String-WR
  • Hybrid-WR + MPPT Laderegler
  • Victron-Anlage + String + MPPT
  • ...

Alles in NV Technik, V1 auch in HV

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Geld und Zeit. Ein NV-Hybrid-WR der 15kW-Klasse kostet 1.500 bis 1.700€, und ist mehr oder weniger plug&play.
Ein bis drei Balkon-WR in den Gen-Port dürfte auch kein Hexenwerk sein, und mit 3X100-150€ auch überschaubar. Ebenso ein größerer String-WR.

Aber ein WR mit 4 MPPT wie der Hoymiles wären halt am einfachsten und billigsten.