100kW Speicher für Kleingewerbe ohne Solar

Guten Tag,

Ich habe die Idee einen 100KW Speicher für unsere Ölmühle zu kaufen, da wir Mieter sind können wir Solaranlagen nicht nutzen. Auch wenn wir eine kleine Firma, mit nur 7 Angestellten sind, verbrauchen unsere Ölpressen etc viel Strom. Ca 70.000 KWh im Jahr, am Tag also rund 190KWh. Mein Gedanke war sich einen dynamischen Stromtarif zu suchen und dann Nachts oder tagsüber zu Spitzenzeiten wenn der Strom günstiger ist den Speicher zu laden und wenn der Strom teuer wird die Pressen über den Speicher zu versorgen. Wir haben auch noch 2 E Stapler und demnächst kommt noch ein Hybrid Firmenwagen. Die Stapler könnten auch fast immer dynamisch geladen werden.

Was meint ihr zu der Idee? Kann man so realistisch beim Strompreis sparen? Zur Zeit zahlen wir ca. 16.000€ im Jahr nur für Strom. Wir könnten Max.10 Solarmodule anbringen, das Dach ist schon voll vom Vermieter.

schau dich um nach einem passenden Stromangebot. Nach den Zahlen haust 250kWh am Tag durch das fängt an sich zu lohnen. Vermutlich fährst mim “gewerbespeicher” gut, ab 160kWh

Die bei gutem Wetter 20kWh von 10 Panels als Zubrot

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Ist der Verbrauch an 365 Kalendertagen gleich, oder hauptsächlich an 250 Werktagen?

Die 10 Modulen decken im peak noch nicht mal deinen momentanen Verbrauch.

Montieren würde ich trotzdem so viel wie möglich. Auch an Fassade und Norddach.

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Habt Ihr aufgezeichnete Lastprofile, wie sich der Bedarf über den Tag/Nacht, Woche und Jahr verteilt? Zahlt Ihr auch für Maximallast, die man mit dem Akku reduzieren könnte?

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Der Verbrauch ist an ca 300 Tagen gleich. Ab und an werden mal 4 - 8 kw abgeschaltet für 2-3 Tage.

Wir können nur an der Fassade und Max an 14 Überseecontainer Module installieren. Wobei nicht vollflächig auf den Containern. 4 Container stehen zwar frei, aber dafür weit weg vom Einspeisepunkt, da müssten Leitungen unter die Erde oder über 4m Höhe als Oberleitung

Je Überseecontainer nen 6fach Modul-WR und 6 x 600W drauf? Der Hoymiles Kram wuppt 3x20A über die Abzweigstecker. Je 3 Container ne Leitung mit 3x16A abgesichert spannen

Damit hast gefühlt deinen halben Verbrauch weg

Ich würd bei so nem Bedarf zum Netzbetreiber gehen oder zum größten EVU und dann mit dem was aushandeln. Wenn ihr da wirklich nen Akku kauft kann man sich ggf. mit dem EVU auf Zeiten festlegen, an denen das geladen wird, bzw. die dürfen auf euren Akku zugreifen und den laden. Das wird bei der Größenordnung mehr sparen als über Spot oder sowas. Und wenn man das fixiert, habt ihr kein “Pech” wenns teurer aufm Markt ist. Da beruft man sich auf die festgelegten Preise.

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Ggf ist ein Bezug über den landwirtschaftlichen Maschinenring auch interessant. Wir waren mal drauf und dran eine Straußenfarm zu übernehmen mit etwa 100 000 kWh Strombedarf im Jahr und hatten uns damals schon mal mit denen kurzgeschlossen.

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Vielleicht wäre es eine win-win-Situation, wenn der Vermieter seinen Solarstrom direkt an euch verkauft.

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Der Vermieter hat die Dachflächen verpachtet an eine Solarfirma. Da wird direkt eingespeist ins Netz. Der Vermieter selber hat von dem Ertrag nix, er bekommt nur die Pacht von der Fläche. Er ist noch 5 Jahre gebunden und kann danach erst die ganze Anlage abkaufen und den Strom selber nutzen.

Wegen dem Maschenring mache ich mich mal schlau. Gute Idee

Ein Lastenprofil gibt es nicht, Spitzenlasten die plötzlich auftreten gibt es nicht. Es gibt eine 24/7 Grundlast von ca 30KWh, das sind die Ölpressen und die Rührwerke von den Öltanks. Zwischen 6 - 15:30 kommen dann noch maximal 20KWh dazu. Wir haben noch 2 Ölpressen a 4KW in Reserve die ab und an ein paar Tage laufen. Die größte Einzellast sind unsere 2 Mühlen a 7,5KW die aber max 2 Stunden am Tag laufen. Ich werde demnächst ein Smartmeter in die Verteilung einbauen um mal genauer zu sehen wie hoch wann die Verbräuche sind.

Ich hab vorher in der Solarbranche gearbeitet und Anlagen gebaut. Davor hab ich temporäre Netze über Generatoren für Filmproduktionen realisiert. Meiner Partnerin gehört die Firma, ich bin dann nur zufällig dazugekommen und leite mittlerweile die Produktion, ich hab schon einiges Automatisiert und Abläufe optimiert. Dadurch sind es schon mal 8000 KWH im Jahr weniger geworden.

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Und dann kein Dach zur Verfügung für PV und kein Wasserrecht zur Mühle, das ist bitter ... Vielleicht geht ja was auf den Containern und an der Fassade vom Haus. Wenn Ihr auch nachts produziert, könnt Ihr da ja ggf. schon mal von niedrigeren Tarifen profitieren.

Sehe gerade, daß wir die Olivenöl-Abholtage 2026 – arteFakt Olivenölkampagne verpennt haben ...

Wasser brauchten wir noch nie, ist keine klassische Mühle für Mehl.

Aus einem Teil unseren Ölpressen kommen Pellets raus, die zerschlagen wir mit einer Mühle zu Granulat. Das bekommen dann Pferde als Zusatzfutter.

Die Firma ist letztes Jahr umgezogen in 2 Industriehallen. Jetzt geht vieles einfacher als vorher. Leider konnten wir keine passende Immobilie zum Kauf finden.

Da ich schon ein paar Jahre aus der Solarbranche raus bin und ich fast nur direkt Einspeiser gebaut hab, bin ich nicht mehr auf aktuellem Stand bei Speichern etc. Ich hatte noch Schulungen für Ecocoach aber nie eine Anlage fertig gebaut.

Ich selber hab mich noch mit Alpha Ess und Lynus beschäftigt. Lynus war damals kurz vor der Markteinführung.

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Ich dachte an Stromgewinnung mit Wasserkraft.

Ah ok und ich dachte das du an eine klassische Mühle denkst. Machen die meisten und sind dann verwundern wenn sie mal sehen wie wir produzieren.