Kritik geprüft und beantwortet
Diese Seite sammelt öffentliche Kritik, Vorwürfe und Einordnungen zu Akkudoktor und Dr. Andreas Schmitz. Ziel ist es, Kritik nicht zu ignorieren, sondern sachlich zu prüfen, transparent zu beantworten und gegebenenfalls Fehler oder missverständliche Aussagen zu korrigieren.
Kurzfassung
Akkudoktor stellt sich öffentlicher Kritik. Auf dieser Seite werden ausgewählte Kritikpunkte dokumentiert, geprüft und beantwortet. Dabei wird unterschieden zwischen berechtigter Kritik, Missverständnissen, Meinungsverschiedenheiten, falschen Behauptungen und Punkten, bei denen nachträgliche Korrekturen oder Ergänzungen sinnvoll sind.
Grundsätze
- Kritik wird sachlich geprüft.
- Quellen und Originalaussagen werden nach Möglichkeit verlinkt.
- Berechtigte Kritik wird anerkannt.
- Fehler werden korrigiert.
- Missverständnisse & fehlerhafte Kritik wird erklärt.
- Unterschiedliche technische Bewertungen werden als solche kenntlich gemacht.
- Persönliche Angriffe werden nicht in gleicher Form erwidert.
| Betroffenes Projekt | Worum geht die Kritik? | Wer äußerte die Kritik? | Kritik gerechtfertigt? |
Fachliche Einordnung | Reaktion |
|---|---|---|---|---|---|
| Petition Batteriespeicher | Batterien bringen nichts, weil wir zu wenige davon haben. |
Kommentar unter der Petition Link |
Nein | Falscher Maßstab: Der Einsatzzweck von Batterien ist nicht das Überbrücken längerer Zeiträume. Batteriespeicher sind nicht für die alleinige Überbrückung langer Dunkelflauten gedacht. Ihre Rolle liegt vor allem in kurzfristiger Flexibilität: Regelenergie/Frequenzhaltung wie FCR, aFRR und mFRR, Marktflexibilität über Intraday/Day-Ahead, PV-Verschiebung, Lastspitzenreduktion sowie netzdienliche Funktionen wie Blindleistung/Spannungsstützung. |
Antwort im Video: Link Antwort in Textform: Link |
| Video: Energiewende-Narrativ | Strompreise sind deutlich höher als früher, nicht nur “ein bisschen höher”. | Stefan Spiegelsperger (OutdoorChiemgau) Link |
Nein | Unterstellung: Über die exakte Formulierung lässt sich streiten, Stefan nimmt aber als Begründung Bezug auf den Anteil “Beschaffung & Vertrieb” des Strompreises. Dies ist jedoch nicht der Teil, von dem Andreas spricht. |
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| Video: Energiewende-Narrativ | Dunkelflauten können nicht komplett mit Batterien überbrückt werden. | Stefan Spiegelsperger (OutdoorChiemgau) Link |
Nein | Falscher Maßstab / trifft unsere Aussage nicht: Dass Batteriespeicher keine wochenlange Dunkelflaute allein überbrücken, ist unstrittig. Das wurde von uns auch nie behauptet. Batteriespeicher sind vor allem für kurzfristige Flexibilität im Minuten- bis Stundenbereich gedacht: PV-Verschiebung, Lastspitzenreduktion, Marktflexibilität und Systemdienstleistungen. Für längere Dunkelflauten braucht es zusätzlich gesicherte flexible Leistung, zum Beispiel H2-/Gaskraftwerke, flexible Biomasse, Lastmanagement, Importe oder andere Langzeitspeicher. |
Antwort in Textform: Link |
| Video: Speicher ohne PV nutzen | Der erwähnte Marstek-Speicher kann nicht AC-laden, dadurch ist die Grundidee des Videos für diesen Speicher hinfällig. |
Kommentare auf YouTube, Dr. Jens-Peter Eufinger (VoltAmpereLux), Christian Waller (DerKanal) |
Ja | Kritik gerechtfertigt, der Marstek-Speicher ist für die Grundidee des Videos technisch nicht geeignet. | Korrekturvideo: Link |
| Video: Energiewende-Narrativ | Stromerzeugung über Zeiträume von Wochen/Monaten zu betrachten bringt nichts, da das Netz jede Sekunde geregelt werden muss. |
Stefan Spiegelsperger (OutdoorChiemgau) Link |
Nein | Falscher Zeithorizont / Ebenen vermischt: Wochen- und Monatsbetrachtungen sind für Energie- und Versorgungsszenarien relevant. Sie beantworten die Frage, ob über längere Zeiträume genügend Energie und gesicherte Leistung verfügbar ist. Day-Ahead und Intraday betreffen Markt- und Fahrplanebenen. FCR, aFRR und mFRR stabilisieren kurzfristig die Netzfrequenz. Diese Ebenen widersprechen sich nicht, sondern beantworten unterschiedliche Fragen. |
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| Video: SoH von E-Auto-Akkus | Kaputte E-Auto-Akkus müssen nicht immer sofort getauscht werden, sondern können auch repariert werden. |
Stefan Lenz Link |
Ja | Gerechtfertigt. Der Punkt wurde von uns übersehen und in einem Folgevideo ergänzt. | Korrekturvideo: Link |
| PV-Tool | Bug im PV-Tool | Tobias Volk (PV&E) Link |
Ja | Der Bug war korrekt und wurde in der Folge korrigiert. | Korrekturvideo: Link |
| Video: Energiewende-Narrativ | Konventionelle Kraftwerke in der Dunkelflaute wurden zu hoch angesetzt, Netzreserve muss abgezogen werden. |
Stefan Spiegelsperger (OutdoorChiemgau) Link |
Nein | Fachlich nicht haltbar: Unser Balken basiert auf Kraftwerken am Strommarkt (Ausfälle abgezogen). Reserve- und Sicherheitsleistung außerhalb des Strommarkts ist darin nicht enthalten und wurde separat dargestellt. Wer diese Reserve aus dem Marktbalken herausrechnet, zieht etwas ab, was dort gar nicht enthalten war. Dadurch wird die verfügbare Leistung künstlich zu niedrig dargestellt. |
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| Steuerbare Mikro-Wechselrichter verbunden übers Internet, um Oberschwingungen abzudämpfen: In der Theorie möglich, in der Praxis nicht (Wechselrichter, Programmierungen und Steuerungen sind zu unterschiedlich). |
Stefan Spiegelsperger (OutdoorChiemgau) beim Windkraft-Symposium der AfD Link |
Teilweise | Teilweise berechtigt, trifft unsere Aussage aber nicht: Kleine, heterogene Mikro-Wechselrichter über das Internet zur gezielten Oberschwingungsdämpfung sind praktisch kein sinnvoller Haupthebel. Das war aber auch nicht unsere Empfehlung, noch unsere Behauptung. Davon getrennt sind größere Wechselrichter und Batteriespeicher für andere Systemdienste relevant, z. B. Frequenzhaltung, Blindleistung/Spannungsstützung und kurzfristige Flexibilität. Oberschwingungsdämpfung, Frequenzregelung und Blindleistung sollten nicht vermischt werden. Was das mit Softwareversionen usw. zu tun hat -> erschließt sich uns nicht? Nahezu jedes Gerät, Wechselrichter, Kraftwerk hat andere Software im Stromnetz -> Das wird über Normung abgefangen |
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Einordnung
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