Vergleich Wärmepumpe ./. IR-Heizung

Meine Split Klimaanlage läuft jetzt seit ca. 1 Stunde im Eco-Modus. Raumtemperatur waren 15,5°C (gestern Abend nicht mehr geheizt, heut früh ausgiebig gelüftet). Der Raum hat jetzt 19°C und die Klimaanlage nimmt aktuell 270W auf, spuckt aber trotzdem ordentlich warme Luft in den Raum. Um den Raum so weit aufzuheizen, gingen bisher 0,42kWh durch.

Wenn ich das Selbe mit einer 400W-Infrarotheizung machen würde, wäre der Raum jetzt praktisch noch KALT. Und zwar gefühlt so kalt wie vor dem Heizen. Woher ich das weiß? Selbst ein Heizlüfter mit 1,5kW richtet auf 1. Stufe (= 750W) praktisch fast gar nichts aus, jedenfalls nicht innerhalb einer Stunde.

Ich bin jetzt nicht tiefer in der Materie drin aber so wie ich das sehe, ist eine "Infrarotheizung" einfach nichts weiter als eine Platte, in der ein Heizdraht verlegt ist, der diese Platte erwärmt. Die Oberflächentemperatur ist dann einfach so hoch, dass die Oberfläche Infrarotstrahlung abgibt. Weil die Oberfläche glatt ist, gibt es wenig Konvektionswärme, sondern überwiegend Strahlungswärme.

Wenn eine Infrarotheizung meinen Raum überwiegend durch Strahlungswärme aufheizen soll, dann wird das dauern, denn die Wärmekapazität von Gipskartonplatten ist hoch genug, dass das Aufheizen einige Stunden dauern würde. Erst danach KANN sich ein schönes Wärmegefühl einstellen. Woher ich das weiß?

Selbst ein Holzofen, der schon ordentlich ballert und an der Oberfläche richtig heiß ist, erzeugt kein schönes Wärmegefühl, bevor nicht der Raum (=Wände und Gegenstände) einigermaßen erwärmt ist. Und das, obwohl ein Ofen auch eine Infrarotheizung ist und zwar eine mit richtig Dampf im Infrarotanteil. Die Konvektion kommt natürlich dazu.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Infrarotheizung für mich einen Wert hat und auch nicht, dass sie für irgendjemanden einen Wert hat, der einmal eine anständige Heizung erlebt hat. Und ich bin todsicher: jeder, der Infrarotheizungen mag, wird eine Split Klimaanlage vergöttern.

Das Einzige was ich daran absolut überzeugend finde, ist die Einfachheit. Ich stehe total auf simple Technik. Aber nicht, wenn es sich um eine Heizung handelt, die noch nicht einmal einen "Hebel" (COP) hat wie eine Wärmepumpe, sondern einfach eine Strom-Direktheizung ist. Möglicherweise wars ein Billigprodukt aber die Infrarotheizung einer Freundin war für mich gefühlt ein stromfressendes Placebo-Gerät.

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Alles richtig, aber der entscheidende Nachteil, warum es in vielen Konstellationen völlig wertlos wird, ist die Effizienz bzw. der hohe Stromverbrauch.

Vieles, was du aufzählst, ist ja bei jeder Elektro-Direktheizung so. Wenn das Konzept irgendwie in einem realistischen Bereich arbeiten würde, gäbe es massenhaft eine praktische Umsetzung. Gibt es aber so nicht.

Vor 50 Jahren baute man ja viel Nachtspeicheröfen ein, aber die waren auch nur deshalb interessant, weil der Nachtstrom sehr günstig war, ich glaube, der lag Faktor 3 günstiger, als normaler Strom.

Elektrodirektheizung wurde zwischendurch auch immer mal wieder verbaut, vor allem in Neubauten, wo man billig bauen wollte. Es war verlockend für Häuslebauer, da viel Geld zu sparen und günstiger ans Haus zu kommen. Aber mit den Stromkosten, wie wir sie heute haben, fluchen die meisten doch auf diese Entscheidung.

Ich hab einen Bekannten, der hat eine Eigentumswohnung, die immerhin noch mittig liegt, also von rechts/links/oben/unten mitgeheizt wird. Der hat bei 80m² einen jährlichen Stromverbrauch nur für die Heizung von 12.000 kWh. Der wusste gar nicht, wie er es das letzte Jahr mit 40ct/kWh bezahlen sollte. Fast 5000 Euro fürs Heizen, reiner Wahnsinn.

Ich hab auch schon Bekannte erlebt, denen die Gasheizung ausgefallen ist und die mit Heizlüftern geheizt haben, die haben in den 8 Wochen auch viel höhere Kosten gehabt, obwohl sie nur notmäßig geheizt haben.

Das einzige, was ich noch sehen kann: Moderne Häuser sind mittlerweile so gut gedämmt, dass man viel weniger Heizenergie in der Summe übers Jahr braucht. Auf der anderen Seite sind moderne Heizsysteme wie eine Wärmepumpe dermaßen teuer in der Anschaffung geworden, dass die niedrigeren Verbrauchskosten das lange Zeit nicht relativieren. Deshalb und in solchen Fällen wird es dann doch wieder interessant, über IR-Heizung nachzudenken.

Und was ich auch noch sehe: In der Übergangszeit arbeiten wassergeführte Heizsysteme oft besonders ineffizient. Da kann es sich lohnen, das bisschen Wärme, was man braucht, über Direktstrom einzubringen. Wenn man das dann noch mit Solar kombinieren kann, wird es richtig spannend. Solarerträge sind ja von September-November durchaus noch gut möglich.

Ja, so ist es. Um IR-Panels wird gerne etwas Mystik gelegt, als können die zaubern. Aber eigentlich ganz banale Technik. Einzig der Strahlungsanteil ist gegenüber manch anderer Elektro-Direktheizung höher, weshalb man sich durchaus bei 2-4 Grad weniger Raumtemperatur schon wohl fühlen kann, wenn man direkt darunter steht. Dieser Effekt ist besonders dort interessant, wo man sich räumlich oft an einem Punkt aufhält. Ich hatte so ein Teil mal über dem Schreibtisch hängen, da war es noch sehr angenehm bei 16 Grad Raumtemperatur. Allerdings wurden die Füße kalt, das gehört also noch eine Platte unter den Schreibtisch. Auch an einer Werkbank kann das gut funktionieren, wenn man im Winter im 8 Grad kalten Keller arbeitet.

Ja, mit einer Split-Klima kannst es absolut nicht vergleichen. Gerade jetzt in der Übgergangszeit hat man COPs von 5-8. Wenn du es vergleichen willst, müsstest du schon auch Faktor 5-8 mehr elektrisch einspeisen, um zu gleichen Wärmeergebnissen zu kommen.

Wenn ein Raum aber erstmal aufgeheizt ist, braucht man derzeit bei 10-12 Grad draußen nur sehr wenig elektrische Leistung. Ich habs bei uns mal ausgerechnet, fürs Wohnzimmer brauchen wir derzeit so etwa 300 Watt. Das wären mit einem Panel dann 7,2 kW oder 2,16 Euro Kosten. Ist aber alles ungedämmt. Gut gedämmt wären wir Faktor 5 besser, dann wären es nur noch 1,44 kWh am Tag. Dann wird es schon interessant.

Kurzum: Es kann sich durchaus für bestimmte Wohnobjekte rechnen, aber eben nur unter einer Reihe von Voraussetzungen.

@Win

danke, du hast das im Grunde perfekt erklärt, auch was die sinnvolle Anwendung angeht. Und auch deine Beispiele von Bekannten mit Strom-Direktheizung sind treffend.

Wenn man punktuell und am besten zeitlich begrenzt stille Wärme braucht - gerade am Schreibtisch o.ä., dann gibt es mit Sicherheit keine einfachere Lösung. Das war es aber auch schon.

Ursprünglich ging es hier ja um den Vergleich zwischen IR-Heizung und einer Wärmepumpe.

Letzten Endes kann man nur sagen: das ist schlicht und einfach nicht vergleichbar.

@John:

Das, was du hier beschreibst ist auch ein gutes Beispiel für eine wahrscheinlich recht schlechte Gasheizung (Gesamtsystem ineffizient). Umso cooler, wenn du das jetzt mit Hilfe von Infrarotheizungen rausfinden konntest und auch objektive Werte am Start hast. Das wäre mit einer Split Klimaanlage (ohne Wärmemengenzähler) so nicht möglich. Und durch diese objektiven Werte kannst du jetzt in aller Ruhe hergehen und versuchen, ein insgesamt effizientes Heizsystem für dein Haus zu planen.

@gullideggl

Ich dank dir für die versöhnliche Bemerkung am Ende deines letzten Posts, auf den vorherigen hätte ich nicht geantwortet.

Es gibt auch Bedingungen, die den Einbau von Split-Klima Anlagen unmöglich machen.

  • Dem Besitzer einer Wohnung ist es von der Hausverwaltung nicht erlaubt eine Split-Klima einzubringen.
  • der Bewohner leidet unter starken Asthma und verträgt kein erhöhtes Staubaufkommen
Ich schliesse auch für mich nicht aus, dort wo es sinnvoll und praktikabel erscheint Wärmepumpentechnik einzusetzen. Es geht auch nicht nur um 1 Raum sondern um ein ganzes Haus.

Die Raumtemperatur für 10 Räume indivduell mit Split-Klima zu regeln kann ich mir bei den notwendigen Änderungen an der Bausubstanz nur schwer vorstellen.(Kernbohrungen, mehrere Aussenwandgeräte, Kabelschächte für Versorgungsleitungen in den Innenräumen, Kondensatpumpen)

Zumal einige Räume nur temporär genutzt werden wäre das "Overkill".

Man kann sich in den primären Strahlungskegel einer IR-Heizung stellen und spürt sofort die Wärme, das ist kurfristig möglich.

Eine IR-Heizung ist nicht dazu geeignet einen Raum schnell zu erwärmen, denn sie fängt mit der massiven Raumhülle an und nicht mit der Luft.

Das IR-Feeling stellt sich also erst ein, wenn die Wände ausreichend erwärmt sind, was beim ersten Einsatz mehrere Stunden dauern kann.

Danach gibt es definitiv keine kalten Füsse mehr (bei Konvektion ist das deutlich wahrscheinlicher) und es spielt auch keine Rolle wo man sich aufhält,
da die Wände, Boden und Decke auf Temperatur gekommen sind und man von diesen "angestrahlt" wird.
(Eindeutig mit eine IR-Thermometer messbar, die Hülle wird wärmer aus die Raumluft)

Wenn ich mir meinen Beitrag nochmal anschaue, stimme ich dir zu. Ich war schon ziemlich am Nörgeln gegen die Infrarotheizung. Dass ich davon wenig halte, gebe ich offen zu. Aber der Ton spielt die Musik und viel wichtiger:

Da stimme ich zu 100% zu und gehe sogar noch weiter als diese wirklichen KO-Kriterien:

Ich baue gerade neu und habe den Vorteil, dass ich pro Stockwerk hauptsächlich einen Raum beheizen muss. Wenn das Bad nicht mit beheizt ist, stört mich das nicht. Ein Heizlüfter richtet das zwar ineffizient aber unterm Strich effektiv und günstig. Ich halte mich nicht lange im Bad auf. Ein komplett abgetrenntes Schlafzimmer habe ich aktuell auch nicht und vermisse das auch nicht. Insofern könnten mir zwei Split Klimaanlagen als Heizung ausreichen. Warmwasser über einen Boiler. Die PV mach das Ganze dann recht günstig.

ABER wie sieht das aus, wenn ich z.B. das obere Stockwerk vermieten möchte? Nicht jeder steht auf sehr offene Bauweise und auch der Warmwasserbedarf steigt dann. Kann auch gut sein, dass eine künftige Freundin nicht zufrieden mit meiner Lösung wäre. Oder ich selbst: Aktuell teste ich eine Split Klimaanlage zum Heizen und was mich definitiv stört, ist das Geräusch. Ich empfinde das Lüftergeräusch auch im silent-Modus als sehr präsent.

Im kommenden Winter werde ich entscheiden, ob es nicht doch eine LWWP mit Fußbodenheizung wird. In meine Entscheidung wird stark mit einfließen, dass ich sehr auf einfache Technik stehe. Das macht die Split-Klimaanlage extrem attraktiv. Keine großen technischen Verrenkungen nötig und ich kann es nachvollziehen, wenn jemand auch so an die Infrarotheizung herangeht. Nur verzichtet man da auf ziemlich viel Effizienz.

@john
Ich sag mal ganz einfach.. wenn die IR „Heizung“ nur kurzzeitig in Betrieb ist (z.b. im Bad) dann mag das OK sein.. aber zum Heizen ganzer Häuser .. nie und nimmer …die Stromkosten werden euch auffressen!!

Auch in Neubauten haben die nix verloren .. dort benötigt man eh eine Zentrale Lüftung wo man dann ohne großen Aufwand eine Split Klima mit integrieren kann.. zusätzliche kosten von unter 5000€ und Wartungsarm ..

Aber bin sehr gespannt wie dein Stromverbrauch im Winter aussieht … mal davon abgesehen das die Bude mit 800Watt niemals warm wird.. Ich denke du wirst selbst diese 800 Watt dann abschalten weil das 24/7 schon fast 20kw am Tag sind ..

Ich hab da ne einfache Idee .. für alle die glauben einen Raum mit IR heizen zu können :slight_smile: Geht in die Küche macht das Ceran Kochfeld auf Volldampf und schaut wie sich der Raum erwärmt :wink: Aber bitte hin und wieder den Stromzähler im Auge behalten .. sonnst wird es teuer :stuck_out_tongue:

Toaster geht übrigens auch :wink: {green}:smile:

Da möchte ich mich auch mal entschuldigen, ich wollte nicht an deinem Vorhaben rumnörgeln oder besserwisserisch daherkommen. Ich finde es ja super, dass du damit experimentierst und deine Erfahrungen damit sammelst. Das ist auch für das Forum sicherlich sehr wertvoll.

Es ist manchmal schwierig, eine abweichende Meinung zu vertreten, ohne auf menschlicher Ebene Frust auszulösen.

IR Heizungen taugen doch max. im super gut gedämmten neuen Häusern, aber selbst da würde ich auf Lüftungsanlage mit Klima setzen, hat den Vorteil im Sommer auch kühlen zu können und den notwendigen Luftaustausch zu garantieren.
Noch dazu ist mir persönlich die IR Wärme zu unangenehm, alles was nicht bestrahlt wird, ist erst mal kalt. Da liebe ich meinen FBH. Aber das empfindet jeder anders.

NORIO hat gerade auch ein Video dazu gemacht, da gibt es eine schöne Kurve, wie sich die Kosten entwickeln über die Zeit.

Ach ja, zu dem (zum Glück) nicht mehr verlinkten Video, der setzt doch nur auch Klicks, wie viele andere mittlerweile auch um Geld zu machen. Der Fachwerker hat gerade heute ein Video zum Thema Youtube gemacht... wie es da gerade läuft, die Zuschauer alle in Premium zu drücken. Zuballern mit Werbung bis sie aufgeben oder Premium buchen. Tut mir leid für die Youtuber die Wissen vermitteln wollen, die eine oder andere Werbung oder Produkt zum Thema mag ja noch passen, aber da kommt ja nur noch Scam.

Warum sollte das bei Konvektion genau anders herum sein? Also auf die Luftfeuchte bezogen.

Konvektion, also vorbei streichende Luft, führt doch Feuchtigkeit eher ab, auch von einer kalten Wand nach meinem Verständnis, oder nicht?

Aber interessantes Thema mit dem du dich da befasst. ?

Ich möchte mich bei dem Thema auch mal einklinken, da ich selbst IR Paneele benutze. Ich hab mein Haus 2020 von meiner Mutter übernommen und damals einen Kostenvoranschlag für eine Gasheizung bekommen von ca. 35000 €. Ein bekannter Architekt hat mich dann auf die IR Paneele aufmerksam gemacht. Da ich damals unter Zeitdruck stand bin ich kurzerhand nach Essen gefahren - dort hat die Firma Heizkraft eine Art Musterhaus wo man sich verschiedene Anbieter ansehen / "fühlen" kann. Ich habe mich danach dafür entschieden.

In diesem Zusammenhang sind aber noch die Randdaten des Hauses relevant: Kernhaus aus den 1950ern, Anbau aus den 70ern. Hülle ca. 30cm Gasbeton / 2 cm Styropor(oder dur?) und 11 cm Hohlklinker. Das Dach wurde 2015 rum in Eigenleistung gedämmt.

Von den insgesamt 135 qm bewohnen wir die untere Etage mit ca. 85 qm. Auf diesen 85 qm haben wir schlussendlich 6,5 kW IR Paneelleistung installiert: Küche/Ess/Wohnzimmer mit insgesamt 3,8 kW, Schlafzimmer 700 W, Bad 1,1 kW, Kinderzimmer 900 W.

Zuletzt habe ich mir mit meinen Verbrauchsdaten und Wetterdaten eine Art Heizkurve erstellt: Verbrauch = -2,75 * Außentemperatur + 59 kW

Insgesamt habe ich in den letzten fast drei Jahren einen Verbrauch in der nicht PV Saison / Heizsaison von 7500 kW - den Rest des Jahres übernimmt die 10 kWp PV so gut wie alles. Die oben genannten 12000 kW bei 80 qm kann ich so also nicht teilen. Meine Raumtempteratur beträgt übrigens 22 °C und ist bedarfsgesteuert - also Bad und Schlafzimmer nur in Nutzungszeiträumen z.B. .

Wie gesagt das ganze wurde damals aus Zeit gründen so umgesetzt. Ein entscheidender Nachteil der IR Paneele ist, dass man stark darauf achten muss was wie angestrahlt wird. Wir haben z.B. nur Deckenmontage, das heißt der Boden wird angestrahlt und soll ja Wärme dann wieder abgeben. Das Problem ist der Boden ist ein Designboden aus Polyurethan - das Wärmespeichervermögen ist gelinde gesagt fürn Eimer - aus diesem Grund haben wir im Wohnzimmer z.B. einen Teppich ausgelegt der dieses Problem aufhebt. Auch werden bei der Deckenmontage die Außenwände nicht so richtig gut getroffen auf Grund des Abstrahlwinkels. Hier kann u.U. durch kühlere Wände das Wärmeempfinden benachteiligt sein. Und auch der letzte Punkt, dass man kalte Füße hat kann ich bestätigen - wir tragen in der Regel Hausschuhe.

Fazit:

Gerade wenn man PV nutzt kann man IR Paneele auch für ganze Häuser nutzen - sogar im Altbau. Aber es gibt kostengünstigere Alternativen wie z.B. Splitklima die die Verbrauchswerte senken können. Dennoch sind Splitklimas nicht in allen Räumen einsetzbar wie z.B. in Badezimmern. Ich glaube also das insgesamt eine kombinierte Lösung wie ich sie aktuell anstrebe für mich am meisten Sinn macht. Bad und Schlafzimmer --> IR, Rest Splitklima.

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Ist das richtig verstanden, dass deine komplette Heizenergie für die Heizperiode 7500 kWh ist? Also der wirkliche Verbrauch für Wärme, ohne Verrechnung mit PV?

Danke schonmal für so ein schönes Praxisbeispiel.

Bei 35 ct/kWh würde man derzeit bei 2625 Euro Heizkosten pro Jahr liegen. Komplett mit Split-Klima könnte man vermutlich so Faktor 5 niedriger sein, also 525 Euro. Man würde jährlich 2100 Euro sparen können. Mal vereinfacht betrachtet, dass man alles mit Split-Klima machen könnte. Da sieht man auf jeden Fall, dass sich Split-Klima hinreichend schnell amortisiert.

Würde man hingegen die typischen Angebote für eine LWWP dagegenhalten, die nicht selten bei 50.000 Euro liegen, weil das ganze Heizsystem aufwändig umgebaut werden muss, sieht die Sache anders aus. Da bräuchte man 24 Jahre. Man muss natürlich noch die Investition der IR-Panel abrechnen.

Was hat die ganze Anlage gekostet? Hast du selber installiert?

@ted

Warum sollte das bei Konvektion genau anders herum sein? Also auf die Luftfeuchte bezogen.
Die IR-Heizung wurde ursprünglich für die Bau-Trocknung entwickelt und wird auch heute noch dort eingesetzt.

https://www.primaprofi.de/infrarotheizung/wandtrocknung-mit-infrarot/

So meine Vorstellung:

Bei der IR-Heizung ist die Lufttemperatur tendenziell an der Wand höher als an anderen Stellen, da die Wand die Raumluft erwärmt.

Höhere Temperatur bedingt geringere relative Feuchte, so daß an der Wand eher Feuchte von der Raumluft aufgenommen werden kann.

Anders bei der Konvektionsheizung. Hier tendiert die Raumlauft an der Wand abzukühlen, die relative Luftfeuchte steigt und somit sinkt das Vermögen Feuchte aufzunehmen.

Wenn die relative Feuchte der Raumluft an bestimmten Stellen 100% erreicht, wird Nässe an den betroffen Oberflächen entstehen (siehe Fenster im Bad, da kälteste Stelle)

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@zx6r

Ich weiß nicht, was dich an dem Versuch "IR-Heizung anstelle von Gas-Heizung" so "angiftet".

Toll wäre es, wenn du deine Vermutung mit eigenen Erfahrungen und Daten belegen könntest, das würde mir weiter helfen und die Diskussion versachlichen.

Du musst dir keine Sorgen über das Kosten-Monitoring machen. Mir stehen online permanent die Stunden-, Tages- und Monatsverbäuche für Strom-Bezug und Gasverbrauch
zur Verfügung, ebenso wie der Referenzwerte für das Gas-Äquivalent des letzten Jahres zum aktuellen Tag. Ich habe das im Blick.

Ich würde mir von dir wünschen daß du neben den "lustigen" Ratschlägen auch hilfreiche benennen würdest.

Ich hab mir nochmal meine Verbrauchsdaten genau angesehen: Gesamtverbrauch sind 7828 kW. Den Verbrauch für Warmwasser (über DLE) und sonstige StandBy Geräte bemesse ich über meine Verbräuche in der Nichtheizperiode - diese liegen bei ca. 5 kW pro Tag. Ziehe ich diese ab komme ich auf einen Heizverbrauch von ca. 7000 kW. Im Bemessungszeitraum habe ich einen Eigenverbrauch von ca. 1300 kW PV Strom allerdings kann ich diesen Teil ja nicht rein dem Heizen zuordnen von daher rechne ich worst case mit 7000 kW Heizlast aus Netzbezug.

Meine damalige Rechnung war auf 25 ct / kWh begründet (damaliger realer Preis). Anschaffungswert der IR Paneele (selbst montiert) liegt für die gesamte Wohnung (6,5 kW) bei ca. 5000 €. Demgegenüber standen die 35000€ Kosten für eine Gasheizung. Bei also 30000 € Differenz und besagtem Strompreis wäre ich bei 7000 kW Verbrauch bei 17,14 Jahren die ich mit dieser Preisdifferenz meine Hütte warm hätte.

Auf Grund der baulichen Gegebenheiten und dem geschuldet, dass Splitklimas sich nicht ganz so geschmeidig ins Bild einfügen wie z.B. an der Decke montierte IR Paneele ist es mir nur möglich 3,8 kW der aktuellen 6,5 kW zu ersetzen. Die IR Paneele die ich ersetze bekommen aber ein 2nd. life im bisher gar nicht geheizten Keller wo sie dann bei Bedarf angeworfen werden.

Für die 3,8 kW L-Form bestehend aus Ess/Wohnzimmer und Küche plane ich eine Daikin 4kW cold region ein. Kostenpunkt mit allem drum herum vermutlich 2500 €. Über die einzelnen Verbrauchswerte der Paneele kann ich ziemlich genau sagen, dass die drei Räume 60% des Gesamtverbrauchs ausmachen also 4200 kW. Diesen mal einfach mit einem COP von um die 4 gegengerechnet macht einen Stromverbrauch dann von 1050 kW. Der Restverbrauch sind dann 2800 kW + die neuen 1050 kW --> Ersparnis also 3150 kW in einer Heizperiode. Oder in €: 1102 bei aktuellen 35 ct / kWh. Das heißt für mich ist es mehr oder weniger nach zwei Jahren durch.

Vielleicht noch ein paar Gedanken:

  • Kinderzimmer: da würde ich nur Deckenmontage empfehlen auf Grund der hohen Oberflächentemperatur

  • Badezimmer: Wenn ihr Glas als Trennwand zur Dusche nutzt werdet ihr merken, dass die Strahlungswärme nicht dadurch kommt. Dennoch empfinde ich die Paneele als sauberere Lösung als beispielsweise einen Heizlüfter zu nutzen da so der Raum nicht zu stark auskühlt und auf einem gewissen Level gehalten werden kann

  • IR Paneele mögen "volle" Räume. Je mehr Gegenstände angestrahl werden und somit abstrahlen können, desto höher ist das Wohlbefinden / Behaglichkeit.

@win

Da möchte ich mich auch mal entschuldigen, ich wollte nicht an deinem Vorhaben rumnörgeln oder besserwisserisch daherkommen. Ich finde es ja super, dass du damit experimentierst und deine Erfahrungen damit sammelst. Das ist auch für das Forum sicherlich sehr wertvoll. Es ist manchmal schwierig, eine abweichende Meinung zu vertreten, ohne auf menschlicher Ebene Frust auszulösen.
Besten Dank für deinen anerkennenden Worte, die Notwendigkeit für ein Entschuldigung sehe ich nicht, du hast ja deine Meinung sachlich und nie persönlich diffamierend vorgetragen, das schätze ich sehr.

Ich wollte ja meine Vorhaben von anderen "gespiegelt" sehen, da darf ich nicht zur Zuspruch erwarten.

Bitte dann unbedingt über deine Erfahrungen berichten! Ich bin mir sicher, dass du verbrauchstechnisch begeistert sein wirst. Vor Allem bin ich gespannt, wie du den Umstieg von einer praktisch geräuschlosen Heizung zu einer mit hörbarem Luftstrom empfindest. Ich finde da wird noch etwas wenig darüber berichtet, bei einer Heizung ist ja das Wohlbefinden doch auch ein wichtiger Faktor.

Bei IR Heizung müsst ihr auch noch berücksichtigen, die haben keinen 100% WG, sondern her so zwischen 40-60% WG, also schlimmer kann man sein Geld nicht vernichten. Es mag einzelne Bereiche geben, wo ich das als Zusatzheizung sehen würde, bei Räumen die selten genutzt werden oder über der Badewanne, mehr nicht. Genau wie Elektro- Direktheizungen, das ist nicht mehr Zeitgemäß. Wenn man ein Haus hat oder Beabsichtigt haben zu wollen, der muss sich im klaren sein, das kostet mehr als eine Wohnung, klar bleibt dann noch was zum vererben da, aber die Kosten sind nun mal da, denn es muss auch mal was dran gemacht werden. Da sollte man auch den Aufwand nicht scheuen Geld zu investieren um eine Heizung zu bauen, die nicht nur die nächsten 5 Jahre betrachtet wird. Habe vor >15 Jahren mir auch gesagt, eine WP mit Tiefenbohrung + große ST muss her. Klar war das damit verbunden den Hausbau Kredit zu vergrößern, aber damit war auch klar, die nächsten 10 Jahre kostet mich das Summe X für die Heizung. Wenn ich in den ganzen Jahren gehört habe, was Gas oder Öl so verschlungen hat bei anderen, konnte ich vor grinsen nicht einschlafen. Selbst als in den letzten Jahren die Preise gestiegen sind für WP Stromtarife. Liege bei 3500-4000kWh für die WP pro Jahr, incl. WW und habe alles (ca. 160m²) auf 22-23° warm. Mit IR hätte ich glaube schon Insolvenz anmelden müssen.

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Als wir letztens mal wieder die Gasheizung testweise an hatten, ist mir erstmal bewusst geworden, dass die bei weitem nicht geräuschlos ist. Da sind deutliche Strömungsgeräusche. Je nachdem, wie weit man vom Heizkörper weg sitzt, kann dieses Geräusch lauter sein, als die Split-Klima. Man hat sich nur so dran gewöhnt, dass es einem nicht auffällt.

Bei Fußbodenheizung ist es anders, die hört man in der Regel nicht.

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