Wo lebst du? Was träumst du sonst so? Es geht nicht um das graue Kästchen an der Wand bei dir, zum Netz gehört mehr als diese Box. Dazu gehören Trafostationen, Verbindungsleitungen und Personal in der Verwaltung von allem. Techniker die kommen, wenn du jammerst der Strom ist weg. Mach einer scheint eine sehr fokussierte Sichtweise zu besitzen. Es steht dir ja frei deinen Strom Anschluss zu kündigen und dich selbst zu versorgen, bei Abwasser/Müll bist du z.B. nicht frei in der Wahl, was ich auch gut finde. Möchte nicht wie im Mittelalter leben, wo jeder sein Töpfchen aus dem Fenster kippt.
Zu Tibber, die werden auch bald die Preise erhöhen, oder der Service wird so schlecht (was der ja scheinbar schon ist, wenn man mal die Bewertungen bei den Vergleichsportalen anschaut) das die Kunden entnervt weg gehen, denn in nicht so ferner Zukunft muss jeder so was anbieten.
@linuxdep "Zu Tibber, die werden auch bald die Preise erhöhen, oder der Service wird so schlecht (was der ja scheinbar schon ist, wenn man mal die Bewertungen bei den Vergleichsportalen anschaut) das die Kunden entnervt weg gehen, denn in nicht so ferner Zukunft muss jeder so was anbieten."
Abwarten .. zumindest bei mir klappte der Wechsel reibungslos.incl. Pulse Einrichtung ..
Die Abrechnungen sind monatlich und super Transparent .. die Abbuchung erfolgt erst 14 Tage nach dem Verbrauch .. und ich habe nur zwei Wochen bis zur Kündigung … was will man mehr??
Kannst ja mal deine letzte Stromrechnung zum Vergleich hier rein stellen
Ich habe oben schonmal was zur Kommunikation mit Tibber geschrieben. Ich habe es tausend mal gelesen, das es bei Tibber schwierig ist. Ich kann das überhaupt nicht bestätigen. Antworten auf Fragen über die App kommen nicht immer sofort aber zeitnah. Spätestens nächsten Tag hatte ich immer eine Antwort. Wenn die Kommunikation zu allen anderen an der EE Wende beteiligten z.b. dem VNB so unkompliziert wäre, ist vieles einfacher.
Brauchte einer von euch mal direkten Kontakt zum VNB wegen eines speziellen Problems und musste weiter als zur Auskunft? Na viel Spaß
Was führt euch zu der Annahme das Tibber teurer wird?
@lulu09 Das geht schon. Man geht in einer ruhigen Phase, z.B. nachts, durchs Haus und kann dann einzelne Verbraucher abstecken und sieht innert zwei, drei Sekunden den Effekt in der Tibber App. Und man sieht Ausreißer. Kürzlich hatten wir einen ungewöhnlichen, viertelstündlich wiederkehrenden Verbrauch, den sich niemand erklären konnte. Nach einem Rundgang konnte ich die Tauchpumpe im Fahrradkeller als Ursache ausmachen, die so lange gegen einen abgeknickten Schlauch gepumpt hat, bis der Temperaturschalter eingriff. Das Wasser in dem Loch hatte rund 50 °C
@lulu09 Glaub mir .. wenn du öfter mal in die App guckst .. kannst nach relativ kurzer Zeit deine Verbraucher anhand der Ausschläge erkennen
Kühlschrank geht recht einfach .. nach und nach siehst du auch schon den Fernseher, den Wasserkocher, Herd etc. und irgendwann Interessiert dich dann auch warum der Verbrauch Nachts nicht ganz zurück geht .. dann findest du auch die klein Verbraucher {green}
Morgen ist ein guter Tag um mal komplett aufs Netz zu schalten ? … um zu gucken ob sich die ganze Akku Laderei mit den entsprechenden Verlusten überhaupt lohnt
In erster Näherung hängen die Netzkosten an der maximalen Last / Einspeisung und sind für die letzten 10 km bis zum Ende Klein Verbraucher ähnlich hoch wie die nächsten 500.
Für die Verbindung nach Norwegen werden die Kosten der Leitung über die Differenz zwischen den Marktpreisen beglichen. Ist der Preis in Norwegen bei 2 Cent und in Deutschland bei 10 Cent, verdient der Betreiber der Verbindung 8 Cent pro transportierter kWh.
Man kann das Ganze als Invest pro kW ausdrücken und ist da in der Region 2000 Euro pro kW für die letzten 10 km, die nächsten 500 und auch für die Verbindung nach Norwegen.
Bei den laufenden Kosten gibt es einen wichtigen Posten beim innerdeutschen Transport. Wir haben eine Preiszone, die auch gilt, wenn der Strom gar nicht ausreichend von Nord nach Süd transportiert werden kann. Hier wird anders vorgegangen als bei der Leitung nach Norwegen: es werden im Süden von Netzbetreiber (vor allem sehr teure) Gaskraftwerke angefahren und im Norden Kraftwerke abgeregelt. Die Kosten dafür werden über die Übertragungs Netzentgelte umgelegt.
Insgesamt sind die Netzkosten massiv gestiegen und könnten extremst weiter steigen, wenn wir nicht aufpassen.
Die Netzbetreiber haben leider wenig Interesse nach Alternativen zum Netzausbau zu suchen. Für die ist die naheliegendste Lösung am liebsten immer mehr Netzausbau. Das ist es, was sie können und kennen und womit sie Geld verdienen.
Die pro kW Werte sind interessant, wenn wir die häuslichen Verursacher genauer betrachten, also zum Beispiel elektrische Heizungen oder bei der Einspeisung PV Anlagen. Setzt man 20 kWp in einen Ort, wo im Sommer der Strom abtransportiert werden muss unter jetzigen Rahmenbedingungen, dann sind da leicht 15 kW an zusätzlichen erste 10 km Leitungen und vielleicht sogar 15 kW an zusätzlichen nächste 500 km Leitungen nötig. Das sind mal eben 60000 Euro von der Größenordnung her. Der Haushalt mit PV zahlt das aber nicht, ganz im Gegenteil neben der Einspeise Vergütung kann der mit nicht netzdienlich genutzter Batterie und so viel PV vielleicht 90% der variablen Netzgebühren einsparen.
Die beste Lösung dafür ist aber jetzt nicht nach kalifornischem schlechtem Vorbild, dass wir die Grundgebühr massivst auf mehr als 1000 Euro im Jahr erhöhen, damit der Netzbetreiber den teuren Ausbau finanziert bekommt.
Die beste Lösung sind variable Preise (wie Tibber sie anbietet) und variable Netzentgelte.
So schafft man Anreize, dass der PV Überschuss gar nicht teuer abtransportiert werden muss. Der kann lokal gespeichert werden oder lokal verbraucht werden und schon fallen die 60000 Euro überhaupt nicht mehr an.
Zudem kann die Batterie des PV Besitzers netzdienlich verwendet werden, um im Winter die Abendspitze zu bedienen. Damit ist es dann auch sinnvoll, den PV Besitzer mit niedrigen Netzentgelten zu belohnen, wenn durch diese Belohnung Verhalten angereizt wird, dass die tatsächlichen Kosten des Netzbetreibers senkt.
Ich war mal bei den Jungen Liberalen und bin, da wo es Sinn macht, sehr marktgläubig.
Wenn Mittags im Juni bei Sonne der Strompreis auf 5 Cent fällt und das Netzentgelt auf minus 1 Cent, kann der Nachbar gerne günstig das Elektroauto laden, den Pool beheizen oder Brennholz für den Winter trocknen (Alkohol aus Fallobst für den Generator für die Dunkelflaute brennen ist leider illegal).
Wenn dann um 22:00 der Strompreis bei 20 Cent liegt und es bei der Einspeisung noch das Netzentgelt von 20 Cent on top gibt, ich also 40 Cent kriege, um den Nachbarn zu beliefern, dann darf er gerne meine Batterie mitbenutzen
Übrigens kann man so auch relativ leicht die bisherigen Netzentgelte für ein Aluminium Werk in Grundlast herleiten.
Das sind früher 50 km von Grundlast Kraftwerk zu Grundlast Verbraucher gewesen. Wenn auf der Höchst Spannungsebene 500 km Größenordnung 2000 Euro pro kW kosten, sind es für 50 km nur 200 Euro.
Leitungen halten länger als zwanzig Jahre, aber es gibt auch laufende Kosten. Sehr grob kann man die laufenden Kosten reinnehmen, indem wir durch 20 Jahre teilen.
Dann sind es noch 10 Euro oder 1000 Cent, das noch durch 8000 Stunden pro Jahr und wir sind bei etwas über 0,1 Cent an Netzentgelten für das Aluminium Werk.
Und ja, so wenig ist da in der Vergangenheit bezahlt worden und ja das war sogar ein angemessener Wert.
Bei Größenordnung 4 Cent finden sich da schon einige Verwendungen, z.B. die Gasheizung ausschalten und mit billigsten Heizstäben das Warmwasser machen.
Jetzt dürfte der Nachbar auch gerne nuckeln, dann soll der aber auch mehr als 50 Cent zahlen.
Du musst zwischen den Erzeugerpreisen an der Börse und den Verbraucherpreisen unterscheiden. Dazwischen liegen allemal ziemlich untransparente Netzgeböhren. Je weiter PV ausgebaut wird, desto mehr gibt es zur Mittagszeit Peaks für welche der Preis gegen Null geht oder sogar negativ wird. Das drückt gewaltig auf den Durchschnittspreis. In Wirklichkeit entstehen dadurch aber immense Kosten welche Pumpspeicher im Ausland (Österreich, Schweiz, Skandinavien) kassieren um unseren Strom zu speichern. Diese Kosten gibt der Netzbetreiber natürlich über die Netzgebühren an die Verbraucher weiter. Unser einst mit 16 Mrd prall gefülltes EEG Konto ist dazu bereits weitgehend geplündert. Ein Nachschiessen von Klima - Sondervermögen fällt nach dem Verfassungsgericht dazu jetzt auch aus. Wie man sowas auch noch als fallenden Strompreis feiern kann, bleibt mir ein Rätsel. Kein fossiles Kraftwerk kann um diesen Preis noch produzieren. Sie werden deshalb mittelfristig stillgelegt und abgeschraubt. Das ist politisch gewollt, fehlt dann aber zu anderen Zeiten. Dem Volk wird nur vorgegauckelt daß der Strompreis dadurch sinkt. Es wird aber nicht nur der Durchschnittspreis weiter sinken, sondern auch die Volatilität der Börsenpreise ungeahnt wachsen. 1 €/kWh wird vermutlich bald keine Seltenheit mehr sein und man sieht bereits an den lukrativen Geboten für Regelenergie wohin die Reise geht.
Dinge wie Kaltstartfähigkeit waren mit den rotierenden Generatormassen früher einfach vorhanden. Jetzt müssen sie plötzlich als Systemdienstleistung zugekauft werden. Die Redispatches werden immer aufwendiger um das Netz am Laufen zu halten. Deshalb werden die Netzgebühren und damit die Bezugspreise für den Verbraucher ebenfalls weiter steigen. Jedenfalls solange die Politik kein Geschäftsmodell für netzdienlichen Einsatz von Heimspeichern oder V2G hinkriegt, bzw. diese wie Pumpspeicher von Steuern und Netzgebühren befreit. Erste interessante Ansätze für Lieferung nach Börsenpreis sind beim Tibber Mitbewerber Voltego zu erkennen.
Das würde dann solange helfen, bis daß die Marktdurchdringung von privaten Speichern einen kritischen Wert wie bei der PV Erzeugung erreicht. Davon sind wir aber noch unerreichbar weit weg. Die Börsenpreise würden dann soweit geglättet werden, daß der Speichereinsatz unwirtschaftlich werden würde. Zumindest wären wir mit vielen lokalen Kleinspeichern aber mit dem Problem des fälligen Netzausbaus deutlich weiter.
Weder die Politik noch der durchschnittliche Konsument ist derzeit soweit. Bestenfalls einige Idealisten unter den Akku Fricklern.