Ich habe nur mit meinem Sungrow WR Erfahrung. Da stoppt eine 50A Eaton Sicherung.
Eine Abschaltung bei Überspannung-Unterspannung-Ent/Ladeströme über Grenzwert erfolgt nur aufgrund der von der Batterie (BMS oder nicht ?) gemeldeten Ist- und Grenzwerte.
D.h. ich kann alle Zellen abklemmen, schickt das BMS "juhu wir laden mit 2kW bei 320V" akzeptiert der WR das und zeigt es auch so an .....
Wo der zweite Regelkreis liegt blieb bisher im Dunkeln !
Es liegt in der Auflosung des Wandlers, und der begrenzten Genauigkeit des Analogen Kreises, und die fehler werden aufintegriert. Genau wie du schreibst.
Damit hat das System keine fest definierte Genauigkeit, weil der fehler mit der Zeit immer größer wird.
In einem System, was extra dafür gemacht wurde, mag das für begrenzte Praktische Anwendungen noch gehen, wobei ich nicht glaube, dass das uber den Winter geht.
Wenn aber nichtmal ein Shunt vorhanden ist, sondern nur die nicht tempstabilen Strommesswiderstande des Mosfets, geht die Temperatur Stabilität nicht, und die Spannung des Shunts ist grob um den Faktor 10 grösser, so dass das im bms mit schlechtetem und kleinerem Widerstand genauigkeitsmasig dahingeht.
Naja auch JK-BMS haben viele kleine Shunts aber deren Genauigkeit stelle ich auch ein wenig in Frage. Der ADC-Wandler, den ich verwende erscheint mir ausreichend genau.
Wer sagt bitte das ein BMS nur ein Sicherheitssystem sein darf? Es mag ja sein das im Zuge der neuen Akkutypen das ursprünglich als reiner Schutz gedacht ist. Aber das bedeutet nicht das es daher auch nur das sein darf.
Ich erwartet ehrlich gesagt schon das ein BMS nicht NUR das Sicherheitssystem stellt. Ich finde die Argumentation auch nicht gut. Wenn ich nur Security bin, dann dürfte ich auch einfach kein SoC liefern (übertrieben gesagt!).
Es gibt auch Systeme die überhaupt kein Abschaltung bieten und nur den Status liefern… Du magst die Auffassung vertreten ein BMS ist NUR ein Schutzsystem. Andere tun das nicht und ich kann das nachvollziehen.
Ist die gleiche Diskussion damals wo es ein RAID gab und Dateisystem. Und dann kam btrfs und schon war es eins
Und einen Floppy disk controller, der die Drehzahl der Diskette anhand des Indexlochs überprüfte
Heute übernimmt (muß übernehmen) ein BMS eben mehr Aufgaben und muß auch ein wenig mit der Aussenwelt kommunizieren. Beim Makita Akku mag das anders sein.
Ich denke auch das ist dann ein Systemproblem. Ich bin nunmal in der Victronwelt unterwegs daher rührt meine Erfahrung nur aus der Victron Ecke.
Jedoch, selbstverständlich kann man (in der Victronwelt) den Batterie-WR und den MPPT Lader auch ohne Kommunikation mit LiFePo betreiben. Der Lader wird mit den Ladespannungs- und Stromwerten parametriert und hält diese dann (im fehlerfreien Betrieb) auch ein. Der Multiplus als Lader betrieben das Gleiche und wenn der Multiplus als WR betrieben wird enthält er in seinen Systemeinstellungen auch die entsprechenden Grenzwerte für Entladeschluss, halt Spannungsbasiert. Kommunikation ist da nicht zwingend nötig.
Aber was man dann nicht mitbekommt (wenn man nicht täglich aufs Akku-Display guckt) ist wenn z.B. aus welchen Gründen auch immer Zellspannungsdifferenzen entstehen, oder das sich erhöhte Temperaturwerte im Akku einstellen usw.
Wozu sollte es denn Vorteile haben? Es funktkioniert, das reicht doch im Prinzip. Übergeordnet kann man dann noch den Ladestrom limitieren.
Betreibe unser System ja mit Kommunikation. Aber wenn ich das nicht tun würde, dann würde ich z.B. Ladesschlussspannung der ladenden Geräte bei 16S auf 3,45V setzen und im BMS sind die 3,6V als letzte Abschaltschwelle hinterlegt. Damit wäre eine doppelte Sicherheit gegeben. Der Lader kann im Regelfall nicht überladen. Hat der Lader einen Defekt gibt es als zweite Stufe immer noch die Abschaltung des BMS. Gleiches beim Entladen.