Speicher, wir brauchen Speicher!

@gorch 10kWh pro Tag bedeuten 3650kWh pro Jahr. Da muss der Verbrauch aber schon ordentlich, geschätzt doppelt so hoch sein, damit in den guten und hellen Monaten tatsächlich noch so viel pro Tag anfallen.

Würdest Du jetzt nen BEV oder nen PHEV aus dem Heimspeicher laden, dann könnte das vielleicht klappen. Oder Du machst das Brauchwasser warm. Wären immerhin >190L mit 45K Temperaturerhöhung.

@thorstenkoehler In meinem Post hatte ich 150 Tage als Basis angenommen.

Vielleicht stehe ich auf dem Schlauch. Aber Du willst 10kWh jeden Tag, an 150 Tagen im "guten" Halbjahr, in die Batterie einspeichern? Die verbrauchst Du dann, wenn es dunkel ist? Oder was ist der Plan?

Es ist eine Modellrechnung. Die Überschlagsrechnung dient zur Ermittlung, welchen finanziellen Beitrag die Batterie bei vollwertiger Nutzung (10 kWh turnover) jährlich finanziell überhaupt leisten kann. Auf 10 Jahre hochgerechnet ergäbe sich ein Investitionsbetrag, so das ab dem 11. Jahr eine Rentabilität einträte. Die Rechnung gibt mir eine Kenngröße. Investiere ich über den 10 Jahresbetrag, dann setzt die Rentabilität später ein. Bleibe ich finanziell darunter, dann hat sich der Invest schneller amortisiert.

Ist es z.B. realistisch netto 150 Tage vollwertige 10 kWh Nutzung anzunehmen?

@gorch
Das kannst NUR du an deinem Nachtverbrauch im Sommer und der Übergangszeit ermitteln.

Bei mir z.b. sind es im Sommer max. 4 kWh pro Nacht .. in der Übergangszeit mit Klima Heizen deutlich mehr denke so bis ca. 15 kWh .. aber dann wird es schon knapp mit der PV :wink:

GRID ist in dem Beispiel der Akku (leider auch am Ende Netz Bezug) ! Habe leider bisher noch keine besser Darstellung des Verbrauchs. Ich arbeite dran :slight_smile:

Kann man auch seit Sept. an meinen Tibber Rechnungen sehen. wann die PV mit Akku wenig bringt . sind hier auch irgendwo im Forum.

Denke das PV Tool hier .. zeigt dir ganz gut was möglich ist :wink:

https://www.akkudoktor.net/pvtool-rechner/

@gorch Das sehe ich wie zx6r. Von dem gespeicherten Strom hast Du nur etwas, wenn Du den auch verbrauchen kannst. Das ist genau das, was ich angesprochen hatte.

Wenn Du in der dunklen Zeit am Tag die 10kWh Batterie leeren willst, dann brauchst Du einen ziemlich hohen Stromverbrauch. Voll wird die in der Zeit, wo die Sonne lange und kräftig scheint und die Nächte eher kurz sind. Sagen wir mal 50/50 vom Jahr.

Dann müsstest Du am Tag im Schnitt mindestens 20kWh oder im Jahr 7300kWh verbrauchen. Wahrscheinlich sogar noch mehr, da Du im Winter eh mehr Strom verbrauchst, Heizungspumpe läuft ständig, Licht ist länger an....

In der Sommernacht fällt das Licht als Verbraucher mal weg und auch Kühlschrank, Froster, TV, PlaySi o.ä. schlummern, Heizungspumpe auch. Da dürfte der Nachtverbruach vergleichsweise gering sein. Ich glaube nicht, dass Du das schaffst.

Wir haben nur einen 5kWh-Speicher und der ist im Sommer in 0,nix voll und hat am anderen Morgen meist um die 70%. Wir haben allerdings auch einen ziemlich geringen Verbrauch.

Das ganze ist mal wieder eine ziemlich müssige Diskussion. Ich habe 2 Haushalte(Doppelhaus mit Einliegerwohnung, 8 Personen) mit 1 demnächst 2 BEV und noch etwas Hobbygeflügelzucht (Wärmelampen, Brutautomat). Zudem nutze ich Tibber und Victron DESS. Wir laufen irgendwo bei einem nächtlichen Verbrauch um die 800 W und Jahresbedarf 15-20.000 kwh rum.Also ganz andere Situation.

Was ich damit sagen will, hier und auch anderswo wird immer von irgendwelchen Durchschnittsverbräuchen ausgegangen aber die Wirklichkeit sieht doch oft anders aus. Jeder Haushalt variiert doch und die Faktoren (BEV,Wärmepumpe,dynamische Stromtarife) ändern sich auch gerade rasant. Deshalb ärgern mich pauschale Aussagen (Speicher zu groß/klein, 150 Zyklen oder oder oder). Jeder sollte sich genau überlegen, was in seinem Zuhause die nächsten Jahre wahrscheinlich passieren wird, wie sich sein Stroomverbrauch zusammen setzt und sich entwickeln wird. Jede pauschale Aussage, runtergebrochen auf das Durchschnitts Reihenhaus mit 3 Personen ist aus meiner Sicht schon mal unseriös.

Ich empfinde schon alleine Aufgrund von so niedrigen Preisen (bei Selbsteinbau) alles unter 10kWh als Akku als unsinnig an. Das liegt aber Z.T. Daran, dass ich bei Finanzierung durch Inflation mehr davon habe, als es zu kaufen. Selbst wenn wir durchgängig nur 5kWh benötigen später im Sommer hält der Akku dann halt länger. Und ja, auch die Akkus werden jährlich günstiger aber bis dahin müsste man auf sie verzichten. Wenn man später noch weitere Akkus kauft, vielleicht wird es dann so günstig, dass man es als Puffer für das E-Auto nutzen kann um dann bei Marktpreisänderungen diesen Strom zu speichern, warum nicht. Aber BIS dahin kann man halt einsparen. Auch ggf. abfangen bei Stromausfall.

Bei 10kWh können wir dann locker einige Tage, vielleicht sogar Wochen (wenn eben mit PV kombiniert) Strom überbrücken bei länger anhaltendem Stromausfall. Kühlschrank, Gefrierer wäre hier zu nennen, die benötigen bei uns genug.

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Das sind zwei gegensätzliche Positionen. Und genau darum geht es in meiner Betrachtung. Oben hatte ich beschrieben, das mit einem 10 kWh Akku bei 100% Nutzung (turnover) an 150 Tagen im Jahr ein Stromkaufäquivalent von 1500 kWh, auf Basis von 30 ct/kWh von 470 €, entsteht. Erst nach 10 Jahren würde bei gleich bleibendem Strompreis und einem Invest von 4700 € ein finanzieller Vorteil durch den Einsatz des Akkus entstehen. Steigen die Strompreise in den nächsten 10 Jahren, dann verschiebt sich mein Vorteil leicht unter 10 Jahre. Ansonsten geht es darüber hinaus.

Der Akku muss schon arbeiten, damit es sich lohnt. Sonst ist es ein kostspieliges Hobby oder einfach eine Ausfallabsicherung. Also eine Versicherung.

Da die Akkus vornehmlich Nachts ihre Wirkung entfalten, müssten also große Verbraucher in die Nacht verlegt werden. Duscht jemand am Abend, dann würde die BWWP 1-3 kWh vom Akku abzwacken, damit am nächsten Morgen wieder vollwertig warmes Wasser bereit stünde. Ok, das E-Auto konsumiert nachts gerne jede kWh die andere Verbraucher übrig lassen. Mit Zeitschaltuhren, könnte ich Kühlschränke und -truhen nachts ausschalten. Die sollten nicht "teuren" Akku Strom konsumieren. Wer nachts gerne mit Klimaanlage schläft, konsumiert vorzugsweise Akkustrom. Welche Verbraucher würde ich noch in die Nacht legen, um die 10 kWh umzuwälzen?

Ich möchte an den Thread-Titel erinnern. "Speicher, wir brauchen Speicher"! Ich interpretiere das mal als möglichst viel privaten Speicher. Die Batteriepreise müssen bei gleichbleibenden oder steigenden Strompreisen also signifikant sinken, damit sich der Speicherkauf privat ernsthaft lohnt. Der Ruf nach sinkenden Strompreisen steht dem entgegen.

Ich möchte bei der Betrachtung mal bitten sich mit einem dynamischen ESS zu beschäftigen. Ich möchte bewusst keinen Hersteller nennen, weil ich hoffe das andere Hersteller, zeitnah ähnliche Systeme auf den Markt bringen. Diese dynamischen Speichsysteme in Verbindung mit dynamischen Tarifen, bringen Heimspeicher aus meiner Sicht auf ein ganz anderes Niveau.

Als Ergänzung zum vorherigen Post. Mein System hat heute von 17 kwh produzierte PV Leistung 12 kwh in den Speicher verschoben, die das System heute Abend zur Hochpreisphase zu 34-35 Cent nutzt. Datum 18 Januar. Im vergangenen Jahr PV- und Akkustart 01.03, BEV seit 01.05,Tibber seit 01.10 und start DESS habe ich 194 Vollzyklen 2023 gehabt. Ich erwarte für das Jahr 2024 über 220 Vollzyklen aufgrund dessen das das System jetzt voll am Start ist.

Um von Anfang an klar zu stellen , ich will nicht behaupten das jeder Speicher über 200 Zyklen erreicht, aber wenn ich mich zu so einem Invest entscheide, dann muss man sich bezüglich der Größe und Nutzung schon einige Gedanken machen. Es ist vieles möglich mittlerweile

Ok, dann sind die von mir genannten 150 Tage oder Vollzyklen genannt zu kurz gegriffen. Da geht dann doch mehr. Konservativ gerechnet oder um eine glatte Zahl zu haben, wäre 200 VZ eine annehmbare Größe. Bei weiterhin 10 kWh angenommene Akku Kapazität ergeben sich 200 VZ/a * 10 kWh * 30ct/kWh = 600 €/a. Auf 10 Jahre geplante Amortisation also 6.000 € Budget für eine Akku Lösung mit 10 kWh nutzbarer Kapazität. Das sieht doch schon besser aus.

600€ je kwh????? Finde ich zu hoch, aber guck was du bekommst.

@sarowe1972 ok,ok. Ich habe nachgebessert. Siehe Fettdruck in meinem Post.

Es geht mir nicht um die letzte Zahl. Das muss sich auch jeder selber ausrechnen und Angebote rein holen. Aber 600 € pro Kwh sind definitiv zu hoch

@sarowe1972 Schon recht. Aber die Zyklenzahl 200 stammt aus Deinen Daten, die 30 ct/kWh sind aktuell marktüblich und der 10 kWh nutzbare Speicher sind fix. Demnach müsste ein 10 kWh Speicher jährlich einen Gegenwert von 600 € übernehmen. Tatsächlich hast Du für dieses Jahr sogar 220 Vollzyklen prognostiziert.

Die 30 ct/kWh sind deshalb anzusetzen, weil der Speicher dann wirken soll, wenn PV u.a. nicht liefern, sprich Strom vom Markt gekauft werden müsste.

OK, würden wir den von der PV erzeugten Strom in die Betrachtung miteinbeziehen, dann müsste auch die Investition der PV miteinbezogen werden. Erstmal vereinfacht, PV Strom der in den Akku fließen soll, würde alternativ für 7 ct/kWh ins Netz eingespeist. Nehmen wir dann 30 ct/kWh - 7ct/kWh = 23 ct/kWh als Gegenwert für den Akkustrom an. Die Berechnung lautet dann 200 VZ/a * 10 kWh * 23ct/kWh = 460 €/a. Somit hätte ich für den Kauf der Akku Lösung auf 10 Jahre gerechnet ein Budget von 4600 € zur Verfügung. Von den ursprünglichen 6000 € würden 6000 € - 4600 € = 1400 € für die Beschaffung der PV berücksichtigt werden müssen.

Es wird klar, das eine Amortisation von 10 Jahren zu knapp ist. Zudem noch keine Wartung und Reparaturen in die Betrachtung eingeflossen sind.

@gorch Das ist uns allen bewusst. Es geht hier eher um die Annahme der Kosten pro kWh Akku.

Wenn wir hier über eigene Niedervoltlösungen sprechen sind die Kosten derzeit wie folgt:

  • Fertigakku (Bsp PowerQueen 48V 100 Ah) kostest 1277€ also 266€/kWh
  • Fertiger DIY Akku (LiFePo Shop 48V 16kWh 2023) kostest 3054€ also 191€/kWh
  • Selbstbau mit Zellen (abhängig von Preisen) kann man für knapp 2000€ bei 14,4 kWh realisieren, also 140€/kWh
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Wenn du dann noch willst, rechne Mehrkosten für Laderegler bzw Hybridwechselrichter. Aber offen gestanden bin ich da bei aktuellen Preisen etwas raus. Meine Angebote sind alle überholt, allerdings lagen wir vor einem Jahr schon weit unter 600 € je kwh Speicher

Mein Reden. Das wären ungefähr 1400-2000€ für einen 10kWh Akku mit dazugehöriger Austestausrüstung. Wenn ich nun nur im Sommer + Übergangstage 180 + 120 Tage mit ungefähr 5kWh im Akku und nutzbar für den Haushalt habe, bei einer großen überdimensionierten PV, dann sind das schon 1500kWh die ich speichern kann. Die restlichen 60 Tage sind vielleicht sogar mehr zu speichern, weil punktuell mehr erzeugt und verbraucht wird. Aber lassen wir das 2kWh sein. Dann sind es insgesamt 1620kWh.

Preis dafür sind 486€ bei 30ct. Einspeisung wäre 5ct (im Sommer weniger, im Winter mehr) im Durchschnitt. Also 400€ im Jahr gespart bei relativ konstant hohem Verbrauch und überdimensionierter Erzeugung. Hat man demnach in ca. 5 Jahren raus bei Selbstbaulösung. Dazu kommt noch das Ausfallpotential falls mal Stromausfall ist. So könnte man alles, was wichtig ist dranlassen und alles "unnötige" per Sicherungen abschalten und kann so etvl. mit dem erzeugten der PV auskommen.

Und in 5 Jahren, möglich, dass es dann größere Speicher gibt, effizientere, billigere. Bis dahin hat man den jedoch und kann ihn erst einmal weiter nutzen. Vielleicht auch für was Anderes, für den Ausgleich bei niedrigen Strompreisen. Ist ja dann egal, Hauptsache man nutzt ihn. Oder als USV.

Kostet der aber 600€ pro kWh sieht das Ganze ein wenig anders aus. Verbraucht man nur 1500kWh Strom im Jahr sieht es anders aus. Etc. pp.

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So in der Richtung wird ein Schuh draus.