PV-Anlage daheim mit Powerstation und ohne jeglichen Kontakt zur Hauselektronik – welche rechtlichen Bestimmungen gelten?

@jay

Echt jetzt? Hilft Dir das auf die Sprünge?

Komisch, ich hätte gedacht Du hast gelesen, was Du zitiert hast.

So kann man sich täuschen.

Jaja, iss mir jetzt zu langweilig...

@jay Keine Lust mehr zu spielen? Wie schade. {green}:grinning:

Nö, heute nicht. 10 Minuten AHDS. Und die Ritalin sind alle...

Wüsstest du vielleicht noch mehr über den Umgang mit brennenden Akkus, @g1cs2009?

Ich weiß, dass alles ab 1.000 Volt nur noch von Profis angegangen werden soll und dass praktisch alle Feuerlöscher für Privatverbraucher bei Spannungen unter diesem Wert für solche Brände genutzt werden können, aber was einen brennenden Akku anbelangt, gerade bei einem richtig großen, bin ich wirklich ratlos und umso mehr interessiert daran, zu wissen, was zu tun ist. Ich habe mich schon des Öfteren gefragt, wie man richtig vorgehen soll, wenn der Lithium-Ionen-Akku irgendeines Geräts (ganz egal, ob jetzt Handy, Stabmixer, Bohrmaschine o.Ä.) oder sonstige Varianten von Lithium-Akkus anfangen zu brennen.

Ich kann mich nämlich noch ziemlich gut daran erinnern (gab's schon zur Demonstration in der Grundschule bei mir!), was Lithium plus Wasser so alles anstellen können.

Den Feuerlöscher hatte ich ehrlich gesagt eher für den Außenbereich mit den Modulen angedacht, weil die dort größeren und ungeahnten Einflüssen ausgesetzt sein können, als es im Innenraum beispielsweise bei Akkus, die dort lagern und genutzt werden, der Fall ist.

AHDS? Absatz-Höhen-Defizit-Syndrom? Du bist mit deinem Ergebnis nicht zufrieden, versteh ich das richtig?

Also ich hab die Simpsons-Folge auch gesehen, in der Bart am Ende Ritalin nimmt und deshalb scheinbar glücklich wurde, aber ich meine dafür ist das schon ziemlich starker Tobak. Du musst da ja echt hart im Nehmen sein, @jay. :wink:

@zentrifuge15 Ich rate davon ab, bei einem "richtigen" Brand, egal ob Akku oder Zimmer mit einem handelsüblichen Feuerlöscher Löschversuche zu machen. Wenn erstmal das Sofa oder was vergleichbares im Vollbrand sind, kommst Du mit einem tragbaren Löscher eher selbst ins Krankenhaus als zur Ehrenmedaille Grisu der kleine Feuerwehrdrache. So ein 6kg-Löscher ist in ungefähr genauso vielen Sekunden abgeblasen. Da muss man wissen wie man am besten vorgeht.

Die Rauchgase sind toxisch, von mancher Plörre reicht ein Atemzug und du kommst am Brandort zum Liegen und die Männer und Frauen im Vollschutz ziehen dich wieder raus. Wenn Du das Feuer in der Entstehungsphase erwischt oder es unter der Motorhaube beim Auto qualmt, dann richtest Du was aus.

Ansonsten: Türen zum Brandort schließen, sich selbst und andere in Sicherheit bringen und dabei gleichzeitig die Feuerwehr alarmieren.

Die Krankheit heißt im Übrigen ADHS und hat was mit "starke Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen" zu tun.

Hart ist doch gut? :slight_smile:

Ok. du darfst noch Dysgraphie zum ADHS zufügen :slight_smile:

Moderation: Achtet bitte darauf, nichts zu schreiben, was andere als persönliche Beleidigung empfinden können. Das bringt nur schlechte Stimmung hier.

Tut mir leid, dass ich für Ungemach gesorgt habe. Sorry!

Danke für deine Antwort, @thorstenkoehler. Hilft mir wirklich weiter. Ich war mir nicht darüber im Klaren, dass private Feuerlöscher hauptsächlich zur Brandeindämmung ausgelegt sind und dass, sowie es Brandbekämpfung ist oder problematische Substanzen gibt, komplett die Feuerwehr übernehmen soll.

@zentrifuge15 Du kannst mit so einem Hausgebrauchsteil schon Feuer bekämpfen. Du musst halt wissen, wann das damit noch Sinn macht. Die Dauer in der so ein 6kg-Löscher um sich spritzt, liegt halt überschaubaren 15-23 Sekunden. Ich hatte noch aus der 1. Hilfe Schulung bei der Feuerwehr 6 Sekunden im Kopf, das waren aber die kleinen Pupslöscher aus dem Auto.

In der zur Verfügung stehenden Zeit muss das Feuer gelöscht sein und Du brauchst eine eiserne Reserve im Spritzer fürs Wiederaufflammen. Bei einem Akkubrand, also 5kWh Lithium..., halte ich das für fraglich, dass das reicht. Nicht umsonst taucht die Feuerwehr die größeren Akkus, also brennende BEV in einen wassergefüllten Container.

Und mit Brandgasen ist echt nicht zu spaßen. Ich hatte das "Vergnügen" angeschmortes Plastik in der Küche zu schnuppern, als unsere Katze die Kochplatten angestellt hat und wir "die guten Tu..erdosen" darauf vergessen hatten.

Stinkt teuflisch.

Alles klar, danke für deine detaillierte Erklärung, @thorstenkoehler! Gerade mehr darüber zu erfahren, wie man mit einem Gerät umgeht, dass auf einmalige Verwendung ausgelegt ist, ist echt wertvoll. Einfach mal ausprobieren geht halt nicht so einfach deshalb.

Wenn eure Katze die ist, die du auch für dein Avatarbild nutzt, glaub ich sofort, dass sie solche Fisimatenten auf Lager hat. :wink:

Nach den ganzen persönlichem Angegange hier.... Kommt mal wieder runter.

Rechtlich bleibt es dabei, kein Vermieter darf dir IN der Wohnung die Nutzung der Powerstation als Fertiggerät untersagen. Basta. Das die gespeicherte Energie schon um zig höher ist, ist jedem klar, aber diese Geräte verfügen über andere Gehäuse als Smartphone oder Laptop, zumindest die in Europa konstruierten und in den Markt gebrachten, die Chinabilligvarianten, ok das ist was anderes. Die Lage der Akkus und somit die Ausstoßzone ist dort in der Regel bedacht und für gewöhnlich nach oben, damit es oben im Gerät ein großes Loch geben kann, aber die Außenseiten und der Untere Teil nicht Wegschmelzen. Der Kunststoff ist meistens ein Duroplat oder Thermoplast mit Zusätzen zur Brandhämmung. Also einfach nichts drauf Lagern und außen ein paar cm Platz für die Belüftung.

Brandbekämpfung.

Erstens ist es immer gut eine Schulung gemacht zu haben. Niemals den Feuerlöscher in einem Zug leeren, dann hast eh schon verloren.

Zweitens sprach ich nicht von einem kleinen Feuerlöscher, die bringen auch was bei Fettbränden oder Entstehungsbrand zb. Kerze. Aber auf das richtige Löschmittel achten. ABC Pulver ist billig aber macht viel Dreck. Flüssiglöschmittel halt nicht für Strom und Fett, Gasförmigen fehlt die Kühlwirkung. Pulverlöscher können bei Entstehungsbränden durch das Liegende Pulver teilweise die Ausbreitung sehr gut unterbinden.

Ich habe zum einen überall kleine 3-6kg Löscher verteilt und an wichtigen Punkten 10-20kg Löscher, alle mit Druckanzeige und nix mit "Haushaltslöscher", die gibt es nicht. Grundsätzlich sind die alle gleich und auch gleich geprüft. Haushalte lassen halt nur nicht regelmäßig neu prüfen oder warten. So ein 10kg Löscher von LIDL und Co für 20-30€ ist besser als viel reden aber selber nichts haben. Und brennende Smartphones, E-Bike Akkus oder Rollerakkus sind wahrscheinlich häufiger als Brennende Hausakkus oder Powerstations.

Li Ion Akkus am besten gar nicht erst versuchen zu Löschen. Wenn es ohne direktes Anfassen des Akkus geht, sofort raus, am besten auf Festen Boden, werfen. Beispiel Laptop, wenn es hinten qualmt, plötzlich funken kommen, kann man den noch eben an der Vorderkante greifen und eine Frisbie raus machen, aber vorher Fenster auf. ansonsten Spüle in der Küche oder Badewanne, oder schlicht umdrehen damit die Hitze nach oben steigt, Raum oder Gebäude verlassen, Feuerwehr rufen und abwarten. Rauchgase steigen nach oben, also ist kurz Zeit. Keine Panik, hilft eh nicht.

Mein Beispiel, ich habe bis letztes jahr regelmäßig defekte E-Bikeakkus beim Händler holen dürfen, jetzt wegen neuer Verordnungen vorbei. Da hatte ich bereits mehrfach Akkus, die von Laien manipuliert waren, sprich zB. den Stecker des Balanceranschlus, vermutlich zum messen und testen, zerlegt und dann die Sicherungsnasen soweit verformt das diese nicht mehr greifen, beim Öffnen des Gehäuse etwas am Kabel gezogen, BMS war in der Stirnabdeckung, zack, 11 Leitungen direkt zusammen, also schnell zwei schritte auf den Balkon, mit dem Seitenschneider die Kabel kurz rasiert, man waren die Hell am glühen und viel Glück gehabt. Hab den Akku dann vorerst in Brandschutzgranulat gelagert, so wie es für Händler auch vorgeschrieben ist. Die Zellen sind alle ok gewesen, Akku war voll geladen, nur das BMS defekt. Wäre der Akku durch gegangen, hätte er ohne Schaden auf dem Balkon abbrennen können. Es war noch ein Alugehäuse drum also konnte ich den noch festhalten zum Kabel abzwicken. Dauerte alles ca. 3 sek.

Bei solchen Arbeiten habe ich immer einen Eimer mit Löschgranulat, Blecheimer, ist klar. Die Tür nebenan nach draußen auf oder sitze direkt draußen.

Dicke Akkusysteme würde ich nicht Löschen, direkt so aufbauen, das die einfach Abbrennen können. Also Abstände und Feuerfeste Materialien.

Ich lade mein Smartphone auf der Steinernen Fensterbank, nur als Beispiel. Also bei allen Akkus überlege ich wo oder wie ich diese Lade, damit es beim Thermal Runaway keinen Brand gibt wenn ich nicht da bin, alleine wegen der Katzen und Hunde im Haushalt.

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Hab mal kurz geschaut, für 59€ werden teilweise diese Kurse angeboten, also einfach mal einen Feuerlöschkurs besuchen, halte ich für genau so wichtig wie ein Fahrsicherheitstraining.

{green}:nerd: {green}:amazed: {green}:starryeyes:

Super vielen Dank für deine Antwort, @g1cs2009!!!

Mit deinen geschilderten Erfahrungen und Ratschlägen hilfst du mir außerordentlich weiter!

Darf ich dann noch fragen, welches Löschmittel in den Feuerlöschern, die bei dir in Bereitschaft stehen, am häufigsten zum Einsatz kommen soll? Gerade das von der kleineren Löschervariante ist für mich interessant.

Bei mir begann mal, so ein kleiner akkubetriebener Billighandmixer sich zu erhitzen, weil sich der Elektromotor darin verkantet hatte. Weil es ein Noname-Produkt aus China war, dachte ich sofort, hoffentlich explodiert nicht gleich die 18650er Zelle darin. Auf der Stelle raus auf die Steinfliesen vom Balkon geschmissen und aus dem Innenraum heraus beobachtet, was weiter geschieht. Der Handgriff war schon deutlich wärmer, bevor das Gerät draußen lag, dann fing es kurz zu glühen an und erlosch schnell wieder. Ich hab den Mixer einen Tag lang liegen lassen und daraufhin näher angeschaut. Die Hauptplatine ist irgendwie durchgeschmort, wie an der Unterseite des Handgriffs erkennbar war. Hab die Stromverbindung mit einer Nagelschere durch einen Spalt gekappt und dann das Ding auseinander genommen und entsorgt. Die Plastikeinfassung von der Akkuzelle war nur ein bisschen angesengt.

Die Moral von der Geschicht für mich war: Kaufste besser teurer oder nicht. Hab mir dann zwei große Handstabmixer (verwende die nämlich oft) von einem deutschen Hersteller angeschafft. Bei dem einen ist die Ladeanzeige aber unzuverlässig und gibt nicht korrekt an, wann der Akku komplett voll ist. Der eine war wohl aus einer Kundenretoure, wie ich beim Auspacken der zwei bemerkt habe. Aber diese Problematik ist ja meines Wissens bei Lithium-Ionen-Akkus nicht allzu ungewöhnlich. Meine 18 V-Akkus von Bosch kennen meinem Verständnis nach auch laut Statusanzeige vom Ladegerät nur "(fast) komplett leer" oder eben "voller". Vielleicht bin ich aber auch einfach nur unwissend. Wer weiß?

Deinen detaillierten Ausführungen und Vorbereitungen nach zu urteilen, kannst du kaum noch ein Laienakteur sein. Dieser Professionalismus erinnert mich sehr stark an "Ein Zahnarzt putzt viermal täglich seine Zähne". Wenn es nicht zu viel der Neugierde wäre, könntest du offenbaren, als Teil welcher Tätigkeit du dich hier ans Werk gemacht hast?

Auf jeden Fall richtig vielen Dank für dein Wissen und deine Erfahrungen, die du geteilt hast! Dankeschön! :+1:

Ich verwende für alle Löscher Größer 5Kg nur ABC Pulverlöscher, aus der Kita, welche meine Frau leitet, bin ich auf die "Spraydosenlöscher" gekommen, aber nur für so etwas wie Küche oder so. Das ist nix für starke Hitze, eher für Brände die sich durch Sauerstoffunterbrechung beenden lassen. Die arbeiten mit Löschschaum, ist auch für PKW ganz ok. Akku oder andere sehr heiße Brandquellen ist da so lala.

Wichtig ist halt immer, das alle Li-Ion LiFe Akkusysteme zu ende geladen werden müssen, da die BMS bei den meisten erst ab 3,9-4V anfangen zu Balacen. Macht man es zu selten, driften die Zellen sehr leicht zu weit auseinander und das BMS kann dann sogar das Laden unterbinden. Hab ich gerade erst beim "Gebrauchtbikekauf" gehabt. Akku hat sich komplett verweigert, verbaute Zellen sind mit Schutzelektronik und trennen sich selber, glaube ab 1,5V oder so. Die sind dann Schrott. ist ein 10S4P und ein Paket in der Kette war auf null entladen. trotz neuer Zellen sagt der Samsungakku CPI nichts mehr. Das BMS verhindert das Laden dauerhaft. Jetzt ist ein anderes, universelles 10S BMS drin.