Für mich ist die rote Kurve eine die aus einem Dreieckgenerator kommt dessen Versorgungsspannung zu knapp gewählt wurde und deshalb clipt.
Irgendwie bin ich jetzt etwas verwirrt. Bist Du bei Julian mit von der Partie?
PWM-Tackern während der Flanken und permanent auf den Zwischenkreis beim Plateau
ist ein sehr gutes wirkungsgradstarkes Konzept. Das gefällt mir sehr und damit kommen
alle netzspannungsgeeigneten Lasten und auch grid tie Wechselrichter zurecht.
… Oder man lässt nur den Transistor mit der langen Zeit schalten.
Es gibt inzwischen SiC MOSFETs …
Die “Pure Sine” Wechselrichter machen das so, dass sie eine Zwischenkreisspannung
erzeugen, die deutlich über den Scheitelwerten des zu erzeugenden Sinus liegen.
Dann brauchst Du im Scheitel keine 99% Tastgrad sondern z.B.80% und das ist handhabbar.
Deshalb haben die oft so um die 400V für Wechselstromvollbrücken.
Diese Kröte müsste man halt schlucken. Man bekommt dafür ein sehr einfaches Konzept
was konstruktiv kaum aufwändiger ist als eine Gleichspannungsinsel aber das Spektrum
der verwendbaren Endverbraucher deutlich erweitert. Ich freue mich auf weitere Beiträge von Euch.
Jetzt zähl mal 1 und 1 zusammen ![]()
Ich weiß, und ich setze sie gerne ein. Aber die kurzen Schaltzeiten sind mit rustikalem Aufbau eher… nicht so vereinbar. Nebenbei hätte man sie neu kaufen und damit auch entsprechend bezahlen müssen.
Die Spitzenwert/Effektivwert-Krücke ist doch eine erhebliche Einschränkung. Ein im Vorfeld diskutiertes Konzept war, alle “Großmaschinen” mit Frequenzumrichtern an Gleichstrom auszurüsten und nur eine Phase für “Lichtstrom” zu haben.
Die Richtung war aber vorgegeben, weil die Frequenzumrichtrichter vom Schrott doch tatsächlich defekt waren - und die Idee von dem “plattgekloppten Sinus” und von “Stumpfsinnssteuerung mit EPROM-Tabelle” schon länger im Hinterkopf lagen.
Ich hatte irgendwann mal die map() Funktion entdeckt und mache eine kleine mapping Liste
aus der dann die Kurve viel gleichmäßiger gemacht wird als über eine Tabelle.
void modulation() {
mod = act + lztp;
mod = constrain(mod, 0, 10000);
if(mod > 5000) { // spiegelt die Kurve
mod = 10000 - mod;
}
switch (mod)
{
case 0 ... 1100: // Lücke um den Nulldurchgang
modulationswert = 0;
break;
case 1101 ... 1500: // Anstieg zu bzw. Abfall von der Halbwelle
modulationswert = map(mod, 1100, 1500, 0, 128);
break;
case 1501 ... 2100: // Sinus
modulationswert = map(mod, 1500, 2100, 128, 173);
break;
case 2101 ... 2600: // Sinus
modulationswert = map(mod, 2100, 2600, 173, 205);
break;
case 2601 ... 3100: // Sinus
modulationswert = map(mod, 2600, 3100, 205, 233);
break;
case 3101 ... 3600: // Sinus
modulationswert = map(mod, 3100, 3600, 233, 255);
break;
case 3601 ... 5000: // Scheitelplateau
modulationswert = 255;
break;
}
}
Das ist die für meinen grid tie, wobei da die Anforderungen etwas anders sind.
Netzgekoppelte Wechselricher machen Strom, Inselwechselrichter machen Spannung.
Das Ganze durchläuft noch einen analogen Tiefpass der die “Fieberkurve” glättet.
Dafür ist lztp was Laufzeittiefpass bedeutet.
Ich hoffe hier kommt noch was. Das Projekt interessiert mich.
Freut mch, dass es dich und auch viele vor dir interessiert.
Danke für das tolle Feedback an alle.
Eigentlich steht als nächstes der Schaltplan vom Wechselrichter an.
Der ist vorhanden, wurde aber nachträglich an einigen Stellen geändert.
Teilweise nur Werte angepasst, teilweise auch wesentliche Dinge geändert.
Diese nachträglichen Änderungen sind nicht dokumentiert, sondern nur gelötet worden und Ferdinand und ich müssten uns dazu durch Seiten alten Chats wühlen und versuchen, das so gut es geht zu rekonstruieren, da die Maschine, die da auf der Holzplatte hängt ja weiterlaufen muss.
Das zu tun ist geplant, nur.. wann ist noch offen.
Ich habe auch schon überlegt, die dokumentierte Version des WR- Schaltplans zu posten. Aber dann müsste man Änderungen in Prosa hinzufügen, später die korrigierte Version nachreichen, wüsste nicht auf welche Version sich Fragen beziehen usw.
Deshalb habe ich entschieden, gleich die korrekte Version zu posten.
Wenn jemand in nächster Zeit einen ähnlichen Eigenbau vor hat und unsere Umsetzung sehen möchte.. ich kann den derzeit vorhandenen Plan per PN verschicken.
Aber der ist halt dann nicht 1:1 umzusetzen.
Gruß Julian
Ich sehe das sehr viel entspannter.
BKW Wechselrichterprojekt für die Sauergurkenzeit - Elektrik, DIY, Softwareprojekte, Neue Ideen - Akkudoktor Forum
Es kann Dir auch passieren, dass Leute im Thread auftauchen, von denen man richtig gut lernen kann. Diese Chance nimmst Du Dir so. Die hohe Kunst ist, destruktive und konstruktive Beiträge zu erkennen. Inzwischen habe ich das raus. ![]()
Dein Link scheint leider nicht zu funktionieren.
Du hast mich glaube ich falsch verstanden. Die korrekte Version hängt ja seit Februar an der Wand und läuft. Also es gab Version 1 mit Fehlern und Problemen, dann wurde viel gemessen und gelötet und an der Wand hängt jetzt Version 2 (oder 5), der Schaltplan ist aber immer noch Version 1.
GJ
Moin,
ich habe ja vor längerer Zeit versprochen, die Pläne des Wechselrichters hier zu posten. Eigentlich wollte ich nachträglich gemachte Ergänzungen zuerst einpflegen, aber dazu fehlt einfach die Zeit.
Einige Details müsste man erst wieder an der nackten (und dauerhaft unzugänglichen, weil in Betrieb) Platine herausfinden, also ist es denke ich besser, euch den vorhandenen Plan zu zeigen und Ergänzungen in Prosa dazu zu schreiben als überhaupt nichts zu posten.
wred schaltplan.pdf (85,9 KB)
Der gezeigte Plan war unsere Basis für den lauffähigen WR. Der Plan war nie für die Veröffentlichungen gedacht, deshalb sind einige Details, die uns selbstverständlich erschienen nicht sauber ausgeführt.
Änderungen:
- zum besseren Startverhalten, also um undefinierte Zustände beim Hochlaufen der Versorgungsspannung zu vermeiden, wurden an die Resetpins (1 und 13) der 74HC74 nicht invertierende Schmitt-Trigger geklemmt.
- die Elkos auf der DC- Seite der IGBT sind natürlich keine einzelnen, sondern zwei in Reihe, Mittelabgriff zwischen den Elkos = Nullleiter (also zwischen den IGBT). Hier wurde mit 12x 2200µF ein bisschen übertrieben, aber die lagen halt rum.
- die Ausgänge sind jeweils mittels 7mH 25A- Drosseln und 10µF geglättet.
- die Versorgung der Elektronik ist von 15 auf 18V gestiegen. Man kann dazu ein Laptopnetzteil o.ä. +7818 nehmen oder einen DCDC- Wandler fürn schmalen Taler kaufen.
- Bewegt sich die Akkuspannung zwischen mindestens 100 und höchstens 300V, reicht ein einfaches Schaltnetzteil aus der Grabbelkiste
