Wenn der Hersteller nicht selber sagt, dass seine PKW mit LFP Akku sicherer sind als seine PKW mit NMC Akku dann erscheint mir das reine Spekulation.
Die Sicherheit eines Akkupacks im 15 jährigen Betrieb hängt von weitaus mehr ab als nur dem verbauten Kathodenmaterial.
Im Smartphone habt ihr idR einen Akku mir sehr cobaltlastiger Kathode ohne Sicherheitsfeataures moderner Rundzellen, der auch noch idR bis über 4,3V geladen wird. Das Teil schieben sich Milliarden Menschen tagtäglich in die Hosentasche oder legen es sich zum Schlafen neben oder aufs Bett.
Von der Kapazität her ist der NMC Akku nach vielleicht 300.000km (Zahl ins Blaue geraten) dann so schlecht wie ein nagelneuer LFP Akku, Beim Laden in der Kälte ist er evtl. sogar dann noch dem neuen LFP Akku überlegen,
Die begrenzten Rohstoffe wie Cobalt und Nickel werden bei entsprechender Nachfrage und Preis abgebaut. Die Entscheidung über wieviel und wie obliegt derzeit nicht uns, sondern den Förderländern. In einem PKW-Akku sind Cobalt und Nickel erstmal "aufgehoben" und wenn der PKW in Deutschland verbleibt bleiben auch die Rohstoffe in Deutschland und stehen uns dann in 15 Jahren via Recycling wieder zur Verfügung.
Wir sind ein im Vergleich zum Bedarf an Metallen recht rohstoffarmes Land (Kontinent) und die aktuelle geopolitische Situation und die zunehmende generelle Knappheit mancher Ressourcen könnte dazu führen, dass der uneingeschränkte globale Handel u.U. in Zukunft nicht mehr so funktionieren wird wie in den letzten 70 Jahren.
Damit will ich das Rohstoffargument nicht gänzlich negieren, aber es ist ein Aspekt, den man durchaus auch bedenken sollte. Sollten Nickel und Cobalt in 15 Jahren wirklich knapp und teuer sein, dann werden sie in einem heute gekauften e-PKW auch nicht "verbraucht", zumindest dann nicht, wenn der Akku in Deutschland sachgerecht entsorgt wird und nicht irgendwo in Afrika oder Indien vergraben wird.
Beim Thema Recycling von Metallen generell sind wir im globalen Vergleich hier ganz gut dabei, siehe z.B. Aluminium.