Hallo,
ich lese schon eine Weile mit bzw. habe ich vorher schon fleißig YT geschaut.
Das DYI BMS ist recht interessant. Mich würde nur mal interessieren wie ihr die Abschaltung der PW realisiert?
Bis jetzt ist es ja ein reines Monitoring System...oder hab ich da was überlesen?
Ich nutzte zur Zeit den D1-Mini zur Temperaturüberwachung beim Testen der Akkus.
D1-Mini DS18B20 -> IO Broker -> Schaltsteckdose.
Gruß
Torsten
Mit einem Relais für den Laderegler und einem Schwerlastschütz für die Batteriekabel.
Beides wird über den RaspPi geschaltet.
Hi Leute,
ich sammle und recycle auch seit einigen Monaten 18650er Zellen. Allerdings für einen anderen Anwendungsfall. Ich hoffe, dass ich trotzdem hier im Forum willkommen bin, da die Thematik sich nicht wesentlich unterscheidet
Darum geht es:
Ich bin gerade dabei, mir einen 12s12P Akku für mein E-Bike aus recycelten 18650er Zellen zu bauen. Außerdem möchte ich später (klingt vieleicht verrückt :mrgreen: ) ein altes E-Auto auf 18650er umrüsten oder einen Verbrenner komplett auf E umbauen (Entscheidung steht noch aus).
Vor diesem Hintergrund stellen sich mir nun folgende Fragen:
1. Arbeitet euer BMS mit einer beliebigen Anzahl an in Reihe geschalteten Zellen? Also z.B. 12s oder später im Auto auch 36s oder 40s?
2. Benötigt man einen PC zum Betrieb des BMS? Wenn nein, was dann? Raspberry oder Arduino? Oder beides? (Habe noch keine Ahnung davon)
3. Meint Ihr, dass es aufgrund der WLAN-Übertragung im E-Bike oder später im Auto zu Funkverbindungsproblemen kommen könnte, also das BMS nicht zuverlässig funktionieren könnte?
Ps.: Super Forum und YT Videos! Ich poste demnächst mal meinen Akku. Besonderheit: Jede einzelne 18650er Zelle kann ganz einfach und SCHNELL gemessen und bei Bedarf ausgetauscht werden! Das ist m.M.n. ein unglaublich großer Vorteil, besonders bei recycelten Zellen. (Nein, es ist nicht die Magnet-Methode) :mrgreen:
BG, Elton
zu Deinen Fragen:
zu 1:) Das BMS arbeitet prinzipiell mit beliebig vielen in Serie geschalteten Zellen / Zellpacks.
Es ist aber nur ein Monitoring-System, Balancing muss separat gemacht werden.
zu 2:) Die Auswertung erfolgt mittels Raspberry PI, theoretisch geht auch ein anderer PC mit Linux oder auch Windows.
zu 3:) Für ein Ebike wird diese Art von BMS unnötig viel "Ballast" sein, da würde ich auf kompaktere Fertiglösungen zurückgreifen, die es auch mit Bluetooth-Übertragung und Display gibt.
Für ein Auto gelten wieder ganz andere Anforderungen. Hier sollte man sehr genau wissen, was man tut. Da werden auch Leistungen, wie wir sie unseren recycelten Akkupacks zumuten bei Weitem nicht ausreichen. Und letztlich muss das auch noch geprüft und abgenommen werden. Aber machbar ist es bestimmt.
EDIT: TIPP: Schau dir doch die Videos von Andreas bei YouTube zum Thema DIY BMS 2.0 an, da wird alles sehr gut erklärt.
Danke für die rasche Antwort dentec.
Ich möchte zuerst meine neue Akkupack-Methode im E-Bike testen. Ebenso ein BMS, dass ich später erweitern kann. Daher kommt ein Billig-Fertig-China-BMS für E-Bikes für mich nicht in Frage.
Die Ströme sind im Auto sicherlich etwas höher als in einer Powerwall, aber sie halten sich mit ca. 3-4A / Zelle (kurzzeitig) und ca. 1-1,5A (Dauer) doch noch angenehm in Grenzen. (Ausreichend parallel geschaltete Zellen vorausgesetzt). Abnahmetechnisch ist das auch alles machbar, man muss halt gewisse TÜV-Vorgaben einhalten! (Die meisten davon sind auch durchaus sinnvoll!)
Ich werde vermutlich auf Top-Balancing mit mindestens 6A setzen. Dann bekomme ich beim Schnellladen auch keine Probleme. Wichtig ist mir, dass das BMS Unter/Überspannung einzelner Zellen erkennt und die Last abschalten kann. Dies ist hier ja wohl eindeutig gegeben.
Was ich nicht ganz verstehe: Kann man den Raspberry Pi direkt an einen Monitor anschließen? Oder muss er an einen PC angeschlossen werden damit man die grafische Darstellung sehen kann? So oder so: Der Monitor kann, nachdem alle Einstellungen gemacht sind, hoffentlich getrennt werden!? (Im Bike unnötig).
Die Videos habe ich mir angesehen, beantworten aber für einen PI-Einsteiger leider nicht alle Fragen. Bei den Kommentaren sieht man ja auch, dass sich die meisten noch nicht wirklich mit dem Thema in der Praxis auseinander gesetzt haben. :geek:
BG, Elton
Hallo Elton,
da ich ausschließlich mit dem Arduino nur so viel.
Der Pi ist mehr ein winziger PC und der Arduino der Steuerungsrechner.
Am Pi läst sich ein Monitor anschließen.
Bis dann ...
@DWL & @drbacke
habe gerade mit einem Kumpel aus der IT telefoniert. Er sagte mir, dass euer BMS höchstwahrscheinlich über das Internet läuft. Man muss also ständig online sein. Stimmt das??? :shock:
Dann wäre es für meine Anwendung im E-Bike/Auto nutzlos. Zu viele Funklöcher, damit kein sicherer Betrieb. Außerdem bleibt mein Auto grundsätzlich Internetfrei.
Eine möglichst ausführliche Antwort von euch zwei IT Spezialisten wäre sehr nett und aufschlußreich.
BG, Elton
Hallo Elton,
leider binn ich kein IT Spezialist. Ich erarbeite mir die gezeigten Lösungen alle Schritt für Schritt. Das von mir genutzte BMS ist eine rein lokale Lösung, welche bei mir im heimischen W-Lan funkioniert. Mit MQTT Broker und Client. Um meine Daten lesen und auswerten zu können benötige ich kein Internet. Ein lokales W-Lan Netzt ist alles was ich brauche. Es handelt sich dabei auch außschließlich um ein Monitoring.
Bestimmt könnte man das System auch übers Internet betreiben, hab ich mich aber bisher nicht mit beschäftigt.
Gruß Dirk
Hallo Elton,
da hilft nur noch Strippen ziehen
.
Bei meinem "GoKart" sind 24 Module im Einsatz. Ich werde 2 Nano Arduino einsetzen mit jeweils 3 x I2C 4x 16Bit AD Wandler. Diese liefern dann an einen Arduino Mega die
Messwerte über eine parallele Anbindung.
Balanciert wird mit aktiv Modulen (aber die sind praktisch NUR wirksam wenn das Fahrzeug steht - zu geringe Leistung) und der Rest wird über eine BMS-Funktion gesteuert.
Das klingt "altbacken" aber ich beherrsche die "neue" Welt nicht sicher genug.
Und ein " over the air update" wollte ich sowie so nicht
Ich bin natürlich auch kein IT Spezialist . Ich programmiere zwar, aber eher im Maschinenbau und nicht auf diesem hohen Niveau.
Gruß Manfred
Hi DWL,
1. heisst das, dass du eine Fritz-Box oder ähnliches benötigst?
2. Bist du dir ganz sicher mit der Internetverbindung? Also schon mal Stecker rausgezogen?
3. Laut Andreas Video soll dein System ja noch cooler sein. Besteht da null Chance eine Abschaltung bei Über/Unterspannung einer Zelle zu implementieren? Oder kannst du dazu nichts sagen?
4. Zieht Andreas gerade um, oder weshalb meldet er sich nicht zu Wort?
BG,
Elton
Hallo Elton100,
Powerwall zuhause:
wenn Du von unterwgs auf Dein Monitoring zuhause zugreifen möchtest, benötigst Du das Internet.
Wenn Du Benachrichtung auf Dein Handy möchtest, benötigst Du Internet, sonst kannst Du es lokal/ offline verwalten.
Dein Auto:
Wenn Du alles nur in Deinem Auto nutzen möchtest, benötigst Du mindestens ein Accesspoint, dann IP Adressen manuell vergeben oder einen Router, dann alles per DHCP.
Andy scheint gerade um zu ziehen.
Gruß,
Zorrex
Hmm,
bin etwas verwirrt, da mein Kumpel meinte, dass die Informationen in Assembler umgewandelt werden müssen und dies wahrscheinlich über eine cloud funktioniert. Irgendwie so, nagelt mich nicht fest.
Ihr seid also 100% ig sicher, dass beide BMS Varianten offline funktionieren!? Sowohl das von Andreas als auch das von DWL?
100%ig Elton.
Ich habe Dirks (DWL) Lösung nachgebaut.
Auf einem Raspberry Pi werden zentral die Daten gesammelt, die die einzenlen D1 minis senden.
Prinzipiell sind beide Systeme fast gleich. Dirk steuert die D1 Minins mit ESPeasy (sehr anwenderfreundlich, auch ohne Programmierkenntnisse), Andreas mit Programmiercode (möglicherweise flexibler).
Klar, du brauchsst eine Fritzbox o.ä., jedoch kein Internet, solange du nur in Reichweite deiner Fritzboxreichweite zugreifen, abfragen, verwalten, steuern möchtest.
Ah,OK, gibts da mittlerweile ne kleine Fritzbox oder ähnliche WLAN Router, die mit 5V, 12V oder sogar mit 48V DC laufen und möglichst wenig Strom verbrauchen? Soll ja möglichst kompakt werden
Der Router wird dann ganz normal per LAN Kabel an den PI angeschlossen nehme ich an!?
BG,
Elton
Ich habe von 1+1 eine kleine Fritzbox mal bekommen die auf 5V(meine ich) lief und ca. 4-5W verbrauchte. Kleine schwarze Kiste halt.
Bei Kleinanzeigen vermutlich zu finden.
Gruß Manfred
es gibt kleine Minirouter von z.B. TP-Link(WR802).
Die kannst Du als AP oder Router laufen lassen und benötigen 5V.
Hallo Elton,
also ich bin mir ganz sicher das mein BMS ohne Internet und Lokal funkioniert. Allerdings braucht es etwas wie die Fritzbox oder einen anderen W-Lan Router. Wie Uwe ganz richtig beschrieben hat.
Je nach dem, welchen Stecker ich ziehe funktioniert es nicht mehr.
Von Assamblern habe ich genau keine Ahnung. Sollte sowas bei ESP Easy, Node Red, Influx DB oder Grafana verwendet werden, dann ohne mein zutuen.
Das Ein oder Ausschalten der PW direkt über das BMS kann funkionieren, werde ich aber nicht weiter verfolgen. An einer generellen NOTABSCHALTUNG arbeite ich grade. Die wird aber nur mit den aus dem BMS ermittelten Werten gesteuert und nicht vom BMS selber.
Dazu werde ich einen weiteren D1 mini oder Rasperry einsetzen.
Wenn die Notabschaltung funkioniert, werde ich Sie hier vorstellen.
Wir allerdings nicht ganz so Übersichtlich wie das BMS selber werden. Aber durchaus machbar, hoffe ich. ![]()
Grüße Dirk
@DWL
na, das klingt doch eigentlich ganz gut. Hauptsache eine automatische Abschaltung bei Über/Unterspannung einer Zelle sowie bei Über/Unterschreitung der Gesamtspannung.
Was mir noch ein bisschen Sorgen macht, ist der relativ hohe Stromverbrauch. Wenn der Raspi ca. 10W benötigt, gehen in einer Woche ca. 1,7KWh flöten. Das ist schon was.
Welchen Raspi benutzt denn der Andreas? Und welchen du Dirk?
BG,
Elton
es gibt kleine Minirouter von z.B. TP-Link(WR802).@zorrex
Die kannst Du als AP oder Router laufen lassen und benötigen 5V.
meinst du den hier?
https://www.amazon.de/TP-Link-TL-WR802N-Tragbar-Accesspoint-Repeater/dp/B00TQEX8BO/ref=asc_df_B00TQEX8BO/?tag=&linkCode=df0&hvadid=310761028777&hvpos=&hvnetw=g&hvrand=13708516267467628681&hvpone=&hvptwo=&hvqmt=&hvdev=c&hvdvcmdl=&hvlocint=&hvlocphy=9044666&hvtargid=pla-382421202159&th=1&ref=&adgrpid=62550347740
Hoffe, der Link ist zulässig?
BG,
Elton
Ich überwache NICHT jede einzelen Zelle der 1680 Akkus in der PW. Ich überwache die Spannung jedes der 14 Packs und die Gesamtspannund der PW.
Als MQTT Broker nutze ich einen Pi 4 auf dem sowiso noch andere Anwendungen 24/7 laufen. Influx und Grafana laufen auf einer Synology als Docker auch 24/7.
Zum Stromverbrauch der Komponenten. Die D1 minis kann mann in den Tiefschlaf versetzen und alle x Sekunden wecken um Werte zu ermitteln und zu senden. Danach können die wider schlafen und nach x Sekunden geweckt werden. Ist in meinem Beispiel aber nicht angewendet. Um das zu realisiern müssen 2 Pins am D1mini gebrückt werden. Google wird dein Freund sein.
Was den Stromverbrauch des Raspi angeht: https://buyzero.de/blogs/news/was-kostet-mich-der-pi-4-an-strom-im-jahr-how-much-does-power-usage-cost-for-the-pi-4
Ob man das für sich und sein System umsetzen möchte oder sich eine andere Lösung überlegt, muß jeder für Sich entscheiden.
Die von mir gezeigte Lösung ist nicht für jede Anwendung und jeden Nutzer brauchbar! Weiterhin gibt es bessere Lösungen als Fertigpack im Handel zu erwerben. Die von mir gezeigte Lösung hat auch keinen Anspruch auf unfehlbarkeit und kann gewiss abgespeckt oder aufgemotzt werden.
Grüße Dirk