Brauchwasser Wärmepumpe

Mein Ziel ist es, die Gastherme die mein Haus heizt und auch für Warmwasser zuständig ist, von April (also jetzt) bis Oktober komplett auszuschalten. Hintergrund ist ein ENORMER Verbrauch zur Bereitung des Warmwassers in dieser Zeit. Mein Heizi sagt, das hat damit zu tun, dass die Therme jedes mal, wenn das Wasser paar Grad unter Nenntemperatur ist, mit voller Pulle losbollert und dabei erst mal sich selbst (den Kessel) und dann das Wasser zur Wärmeübertragung auf Nenntemperatur plus 20 Grad aufheizt. Ist der Job erledigt, steht die heiße Brühe in den Leitungen und kühlt, zusammen mit dem Kessel, langsam wieder ab. Also ein ziemlicher Overhead für ein paar Grad Warmwassertemperatur. Dafür ist es im Keller muckelig warm und feucht im Sommer.
Kann ich absolut nachvollziehen, denn ich habe genau so eine alte "dumme" Heizung und ganz ähnliche Gedankengänge wie Du. Bitte unbedinge Deinen Erfahrungen hier in den nächsten 2-3 Monate hier teilen.

Ich finde es auch schwer mir eine Meinung über Brauchwasserwärmepumpen zu bilden, weil doch recht viele Leute empfehlen dann gleich eine "große (inkl. Heizung)" Wärmepumpe einzubauen. Aber wenn ich vorhabe Strom selbst zu erzeugen, dann bin ich doch mit einer 500Watt Wärmepumpe viel einfacher und flexibler unterwegs als mit einer großen Wärmepumpe die 2000-4000 Watt zieht (oder was ist da realistisch?), oder hab ich da einen gedanklichen Fehler? Dann kann ich wie Du geschrieben hast schonmal das Thema Warmwasser (April-Oktober) komplett erledigen. Ich glaube sogar im Winter ist es recht einfach 500Watt zu generieren.
Ich denke es kommt auch drauf an, ob man einen Altbau oder Neubau hat und was die generelle Strategie zur Heizenergie ist. Gefühlt find ich die Idee gut die Problemstellungen etwas zu entkoppeln, zumal der Heizungstausch bis zu einem Jahr dauern würde weil die Betriebe ausgelastet sind. Da bau ich mir doch lieber eine Brauchwasserwärmepume ein und fang an zu sparen. Naja, da sind zumindest meine groben Gedanken dazu.

Mich interessiert noch ob Du eine Art intelligente PV Steuerung (Energiemanager) einsetzt. Ist die Brauchwasserwärmepumpe SG-Ready und wird intelligent eingeschaltet, je nachdem wieviel Strom über PV zur Verfügung steht? Ich plane ein Victron ESS aber den Teil der intelligenenten Steuerung hab ich noch nicht gelöst (SolarLog, Loxone?)
Ich glaube sogar im Winter ist es recht einfach 500Watt zu generieren.
Ja, wahrscheinlich. Zumal meine kleine WP noch nicht mal 500 Watt benötigt.
Allerdings ist es, wenn die Gastherme sowieso läuft, vermutlich günstiger das Warmwasser damit zu erledigen. Im Winter kann ich das bisschen Solarertrag an anderer Stelle (Grundlast) besser brauchen.
Sollte sich der Gaspreis allerdings nochmal verdoppeln, sieht das zugegeben anders aus.

Mich interessiert noch ob Du eine Art intelligente PV Steuerung (Energiemanager) einsetzt. Ist die Brauchwasserwärmepumpe SG-Ready und wird intelligent eingeschaltet, je nachdem wieviel Strom über PV zur Verfügung steht? Ich plane ein Victron ESS aber den Teil der intelligenenten Steuerung hab ich noch nicht gelöst (SolarLog, Loxone?)
Nein, habe ich nicht. Die Ariston ist steuerungstechnisch ziemlich einfach gestrickt. Aber die braucht eben nur 250 Watt im WP Modus, und die habe ich eigentlich immer über, wenn es hell ist. Den Rest erledigt z.B. die eingebaute Zeitsteuerung in der Ariston selbst, aber wie gesagt - ich habe bisher nur das sehr übersichtliche Handbuch gelesen und noch keine Erfahrungen im Betrieb. Ein Bekannter kommt aber gut damit klar. Also Hörensagen.

Will jemand in die Badewanne oder ist die warmwasser-hydrophile Schwiegertochter-auf-Besuch im Bad, dann muss halt der Heizstab ran. Oder die Gastherme, die ist ja auch noch da. Das passiert aber eher selten, dafür lege ich kein extra System aus. Dann spendiere ich gerne mal die 2 kW, die später ohnehin durch den Fön geblasen werden.

Ich habe auch ein Victron ESS mit MP2 im Aufbau und theoretisch könnte man die WP auch hart über den Victron GX schalten. Regeln kann man das Ding nicht. Aber wozu auch, bei 250 Watt :mrgreen:

Ich will die Kellerfeuchte in diesem Sommer zusätzlich mit Infrarotheizkörpern angehen, also außerhalb des "Kühlraums" und natürlich im Luftzug der WP durch den Keller clever integriert. Werde also PV Überschüsse nicht weiter einspeisen, sondern verbraten. Dazu brauche ich so ein intelligentes System ohnehin. Da geht es um Schaltstufen in 300 Watt Schritten bis ca. 2 kW. Diese Geräte wandern dann im September in Küche und Wohnraum, um die Heizung dort in der Übergangszeit zu unterstützen. Ich bin jetzt kein Dogmatiker, der genau auf die Nulleinspeisung achtet, aber warum was weggeben, was man selbst brauchen kann.

Danke für den Bericht.


... und ein neuer 100L Speicher mit guter Dämmung und sehr guter flexibler Steuerung hängt an der Wand.

Magst du den Typ des Speichers und der Steuerung nennen?
Dank der Steuerung kann ich überwiegend geringe Temperaturen fahren. Meist nur 43°C, wenn baden angesagt ist kurz mal auf 60°C.
Wenn du 100l mit PV, d.h. tagsüber nur auf 43°, lädst wie sieht es dann spätabends oder frühmorgens mit dem Duschkomfort aus
Ergebnis im letzten Jahr nur ca. 600kWh Verbrauch, wovon ein satter Teil auch noch von der Solar stammt, da Aufheizzeit, in der Regel, über Mittag ist.
Magst du noch ergänzen, wie viele Personen ihr seid?
Ich bin deshalb auch gegen große 300 oder 500L Speicher, weil dort die Wärmeverluste einfach zu hoch sind.
Da ich hier sehr hartes Wasser (16°dH) habe, habe ich Sorge, dass der Heizstab eines elektrischen Brauchwasserboilers schnell verkalken würde. Selbst wenn man den Speicher nur auf43° lädt, wird ein Heizstab immer so heiß, dass sich schnell Kalk bildet.
Deshalb die Idee, einen Heizungsspeicher zu verwenden und damit eine Frischwasserstation anzutreiben.
Da muss ich mir dann auch keine Sorgen wegen Legionellen machen, wenn ich den Speicher unter 50 Grad betreibe.
Rein für WW würde ich auch keinen so großen Speicher nehmen. Elektrisch soll auch nur die obere Hälfte geheizt werden. Durch die untere Hälfte soll der Heizungsrücklauf gehen, so dass der Speicher als Pufferspeicher dienen kann, der in der Übergangszeit das Takten des Gasbrenners minimieren soll.
Meine noch nicht ganz zu Ende gedachte Idee war, dass der Speicher etwas größer sein müsste, wenn ich ihn bei kleineren Temperaturen betreiben will und eingespeicherte PV- oder Nachstrom-Wärme möglichst lange reichen soll. Aber gut möglich, dass ich mit der Speicherdauer noch einen Denkfehler habe, wenn bei einem größeren Speicher die Verluste proportional steigen.

Einen sehr großen Vorteil hat ein fertiger elektrischer WW-Boiler aber auf jeden Fall: da die Teile in großen Mengen hergestellt werden, wird da sehr viel mehr Sachverstand in geringen Energieverbrauch investiert, als ihn der einzelne Heizungsbauer aufbringen kann, der vor Ort aus einer Menge von Einzelteilen eine WW-Anlage zusammenstellt.

Das mit dem sehr harten Wasser hab ich leider auch. Der erste Billig-Boiler ist da auch nach geschätzten 10 Jahren hops gegangen. Ist aber auch mit ca. 60°- 70° durchgelaufen.
Der neue tschechische "ES/SM OKHE 100 + 2,0 kW" läuft jetzt seit einigen Jahren und dank der deutlich geringeren Temperaturen habe ich Hoffnung auf ein längeres Leben.
Unter der Woche bin ich alleine, da kann ich Morgens mit der 43° Ladung vom Vortag direkt entspannt duschen ohne Kaltwasser zuzumischen.
Am Wochenende zu Zweit mache ich dann 50-55°, da gibt es dann auch keine Beschwerden.

Die Steuerung (per App) hat u.a. einen Selbstlernmodus, der sich an den letzten Wochen orientiert und eine Prognose ableitet um Uhrzeitabhängig nur die nötige Temperatur vorzuheizen. Hab ich aber wegen der Solaranlage nicht in Betrieb sondern die mehrfach frei programmierbare interne Schaltuhr. In der App kann man noch den Stromverbrauch der letzten 7 einzelnen Tage + letzen 12 Monate ablesen. Das hilft sehr bei der Verbrauchsoptimierung.

Hallo Erwin,
du schreibst " wenn bei einem größeren Speicher die Verluste proportional steigen. "
Diese Aussage ist nicht richtig. Die Speicherverluste sind geringer als das Volumen steigt.
Beispiel: Ein Würfel von 1m Kantenlänge hat 1000l Speichervolumen und eine Oberfläche von 6x 1qm = 6qm
Verdoppelt man nun die Kantenlänge auf 2m hat man 2x2x2 = 8000l Speichervolumen und eine Oberfläche von 6x 4qm = 24qm
Ergo, das Volumen ist bei diesem Beispiel 8 mal größer aber die Oberfläche die die Verluste bestimmt ist nur 4 mal größer.
Optimal wäre eine Kugel aber in der Praxis leider nicht so praktikabel.
Ein runder Körper ist also schonmal eine gute Wahl und wenn möglich sollte der Körper nicht viel höher als der Durchmesser sein. Ist nicht einfach zu finden.
Gruß Manfred

Hallo zusammen

Ich möchte mal von meinen Erfahrungswerten berichten da ich sowas ähnliches bei mir zuhause umgesetzt habe.
Bei mir ist ein 850 Hygjenespeicher verbaut ( war im bestand ) in ihm befindet sich also das Heizungswasser und das Brauchwasser wird beim Durchfliessen erwärmt.
als hauptheizungssystem habe ich eine Pelletheizung.
vor ca 2 Jahren habe ich eine stiebel brauchwasserwärmepumpe Installiert(WWS20 ) die erwärmt allerdings nicht das Brauchwasser sondern das Heizungswasser.
Und zwar immer dann wenn genügend PV Leistung vorhanden ist bzw ins netz geliefert wird. ( Gesteuert mit openhab )
im Winter läuft das ding so gut wie nie da meine kleine neue PV Anlage mit nur 5,2 Kwp leider selten lange genügend strom produziert.
Aber immer so ab ca März ist genügend strom zur verfügung.
Die Luft wird von außen ( 160 mm Rohr ) von außen angezogen und im Normalfall auch wieder nach aussen abtransportiert.
Nur in den 6 wochen wo es wirklich richtig heiss ist entferne ich das rohr nach aussen lasse alle türen offen und blasse die Kalte luft dann in die Wohnung ( kühleffekt ca 2 bis 3 grad die aber durchaus zu spüren sind ) die leistungsaufnahme der wäremepumpe schwankt je nach Temperatur des Puffers so zwischen 420 watt und ca 630 Watt ( speichertemp ca 50 grad ) anbei mal der verlauf von heute.
Jukebox watt ist die wärmepumpe .... muss man nicht verstehen

850l-Speicher zur WW-Bereitung klingt viel. Für wie viele Personen ist das gedacht?
Oder braucht man einfach die Größe, damit der interne WW-Wärmetauscher (Edelstahl-Wellrohr?) auch bei 50 Grad Speichertemperatur hinreichend warmes Wasser liefert?

Die allgemeine Kritik an den Hygienespeichern besteht ja darin, dass man sie nicht so entladen kann wie einen WW-Speicher oder einen Speicher mit externer FriWa, weil die Leistung des Wellrohrtauschers kontinuierlich nachlässt je mehr sich der Speicher unten abkühlt. WW-Speicher oder Speicher+FriWa können so lange warmes Wasser liefern, so lange oben noch warmes Wasser ist, weil sie das warme Wasser oben aus dem Speicher entnehmen.

Durchströmen die Pelletheizung und die WP den Speicher direkt, oder haben die extra Wärmetauscher im Speicher?
Musst du den Speicher manuell zwischen WP- und Pelletbetrieb umschalten, d.h. irgendwelche Ventile umschalten?

Wärmepumpen arbeiten ja mit hohem Wasserdurchsatz und geringer Spreizung. Wenn die direkt einen Speicher durchströmen, dann zerstören sie jegliche Schichtung und bringen den Speicher eher langsam und im ganzen auf die gewünschte Temperatur. Das kann dann aber auch heißen, dass nach dem Anspringen der WP eine Weile kein warmes Wasser mehr kommt.

Hast du eine Zahl, wieviel elektrische KWh die WP jeden Tag für WW-Bereitung aufnimmt, so dass man abschätzen könnte, welche Differenz man zu einem Elektroboiler hätte?

Edit: sehe gerade, dass die WP ca 8h über 500W gezogen hat. Hm, verbraucht ihr viel warmes Wasser?

Hallo
die 850 liter sind ja Heizungswasser wieviel Liter Brauchwasser sind in den Rohren befindet kann ich gar nicht sagen aber ich denke mal nicht besonders viel ... wird ja beim durchströmen erwärmt.
Die grösse brauche ich eher damit die Pelletheizung nicht anfängt zu Takten man muss vielleicht dazu sagen das dieser speicher schon für die Pelltesheizung verbaut war ich also keinen neuen oder zusätzlichen kaufen musste.
Sowohl die wp wie auch die Pelletheizung durchströmen den speicher direkt es läuft alles automatisch sind keine extra wärmetauscher verbaut.
Nein ich muss nix umschalten das geht alles automatisch.

Die sorgen mit der Schichtung hatte ich auch ist aber tatsächlich nicht so schlimm.
die WP macht in meinem fall ja nicht nur Warmes wasser sondern die energie kann auch zum heizen benutzt werden was ich eigentlich ganz gut finde.
Vorgestern ( Bild ) hat die WP den speicher den ganzen tag über auf Temperatur halten können gerade so.... was für mich aber ok ist...
im sommer wenn keine Heizung mehr benötigt wird reichen die 850 Liter auch mal um einen oder machmal auch 2 regentage zu überbrücken.
wohnen tun hier ca 2,5 erwachsene
Edit:vorgestern hat die wärmepumpe mehr zum heizen beigetragen als warmeswasser gemacht. Ich kann halt nicht genau sagen wieviel energie ins wasser geht und wieviel zum heizen verbraucht wird.
Wenn im Sommer nicht mehr geheizt wird dann zieht die WP bei ca 50 Grad im speicher auch mal so 630 Watt

Huch, das ist der Pufferspeicher der Pelletheizung und an dem Tag, den das Bild zeigt, blieb die Pelletheizung während die WP lief aus, weil die BrauchwasserWP das Haus mitgeheizt hat.

Ok, das verändert die Sichtweise doch erheblich.

Viel Schichtung wird im Speicher nicht sein. Die Wärmeerzeuger (Pellet oder WP) sorgen dafür, dass der Speicher gar nicht erst so kalt wird, dass man beim WW etwas bemerken würde.

Schaltest du die WP grundsätzlich (also auch im Sommer) immer erst ein, wenn du ausreichend PV dafür hast und wenn die WP nicht läuft, dann übernimmt automatisch der Pelletheizer falls der Puffer zu kalt für WW wird?

Ich könnte mir vorstellen, dass es Sinn macht, oberhalb einer bestimmten Zulufttemperatur die WP auch laufen zu lassen, wenn nicht genug PV vorhanden ist.

Ggf. lohnt sich auch mal ein Blick auf den reinen WW-Betrieb. Ich könnte mir vorstellen, dass das System mehrere hundert Prozent der Energie braucht, die für WW-Erzeugung erforderlich wäre, so dass selbst ein reiner E-Boiler weniger Energie verbrauchen würde. Ok, da muss man fairerweise noch den sommerlichen Kühleffekt gegenrechnen.

Hallo ja der pelltesbrenner blieb währen der zeit wo die WP lief aus.
Ja die Wp läuft nur wenn genügend strom von der PV Anlage vorhanden ist.und ja wenn der strom nicht reicht übernimmt der Pelletesbrenner..
Ja du könntest recht haben das einer bestimmten Lufttemperatur es auch sinn macht die wp immer laufen zu lassen....in der paxis hat sich aber gezeigt das für den reinen WW betrieb im sommer es eigentlich immer reicht... da schalte die den Pelltesbrenner sogar vom netz... verbraucht tatsächlich ca 15 Watt im standby.

Der pufferspeicher war in meinem fall halt schon vorhanden und eigentlich finde ich es auch nicht so schlecht weil ich somit die Wp auch zum zuheitzen verwenden kann.
Bestimmt hätte man das auch noch mehr optimieren können aber zu welchen kosten ?
Für mich ist der grosse speicher ok dann kann ich wie gesagt auch im sommer mal einen schlechten tag überbrücken.... letztes jahr habe ich ca ab mitte mai den Pelltesbrenner bis ca ende september komplett von netz nehmen können.
Und der Kühleffekt ist im hochsommer echt klasse.

Wollte ja auch nur mal zeigen wie ich es gemacht habe...

Q Erwin warum das system mehrere 100% mehr verbrauchen als reiner WW betrieb ? meinst du das im sommer durch die grössere Fläche des speichers so viel mehr verloren geht ?

Ich verstehe hier nicht so genau was du meinst ?

Mit 1,16 KWh kann man 1000l Wasser um 1 Grad oder 100l um 10 Grad erwärmen. Wenn man seinen WW-Verbrauch nimmt und annimmt, dass man von 10 auf 40 Grad erwärmen muss, dann hat man das theoretische Minimum an Energie, die man für WW benötigt. Und das ist bei den meisten Leuten nicht viel Energie.

Wenn man auf das eigene WW-System schaut, stellt man meistens fest, dass ein Vielfaches der theoretisch benötigten Energie für die Wärmeerzeugung, Übertragung und Speicherung draufgeht.
Elektrische Durchlauferhitzer dürften dem theoretischen Minimum am nächsten kommen.
Sobald man mit externen Wärmeerzeugern Speicher lädt, ist man schnell bei einem Vielfachen der theoretischen Menge.

Ich habe mal meinem Gasbrennwertgerät beim Laden unseres 110l WW-Speichers zugesehen. Selbst wenn wir gar kein warmes Wasser verbrauchen, verschwinden 30KWh Erdgas in 24h.

Und mein Brennwertgerät ist mit 20KW und 5l Kesselwasser noch vergleichsweise klein und modern.

Wenn man einen sehr großen WW-Speicher mit einer WP lädt, sehe ich ein gewisses Potential, dass man mehr Strom als mit einem kleinen Elektroboiler verbraucht.


Ich habe mal meinem Gasbrennwertgerät beim Laden unseres 110l WW-Speichers zugesehen. Selbst wenn wir gar kein warmes Wasser verbrauchen, verschwinden 30KWh Erdgas in 24h.
Genau das ist auch mein Problem, so ähnlich - nur ohne deine Fakten - hatte ich das ja oben beschrieben.
Was passiert ist, dass eine tiefkalte Gastherme zum Leben erweckt wird, weil die Speichertemperatur nur 56 statt 60 Grad beträgt. Dann heizt die erst mal sich selbst und das Kesselwasser auf 80 Grad und dann beginnt der Kreislauf durch den Speicher, bis der wieder 60 Grad hat. Dauert 10 bis 15 Minuten und setzt in meinem Fall 24kW um, die Nennlast der Therme. Sagen wird mal 5kWh.
Das passiert mehrfach täglich, selbst ohne Entnahme, und natürlich nach jedem Duschen.
Danach ist die meiste Wärmeenergie gar nicht im Warmwasser gelandet. Die Therme ist heiß. Die Rohre auch. Das kühlt dann langsam wieder ab und kaum ist es kalt geht der Zyklus von vorne los.

Es wäre aber zu kurz gesprungen, das Problem nur bei den Heizungsbrennern zu suchen. Das geht ja prinzipiell nicht anders, wenn so ein Brenner einen WW-Speicher aus hygienischen Anforderungen immer über 50 Grad halten soll und wenn er dann zur Klasse der Standkessel mit einem Zentner Brennergewicht und ab 50l Kesselwasser gehört, dann kann sich jeder ausrechnen, was da passiert, wenn er außerhalb der Heizperiode einmal pro Stunde einen 200l Speicher von 50 auf 55 Grad nachheizen soll.

Was man ebenfalls nicht übersehen darf, ist das Gesamtkunstwerk, das der jeweilige Heizungsbauer errichtet hat und da sieht es leider überwiegend sehr traurig aus.
Das fängt schon damit an, dass der Heizungsbauer an viele Kessel niemals einen WW-Speicher hätte anschließen sollen, sondern von vornherein einen Elektroboiler hätte einbauen sollen. Macht er aber nicht, weil er dabei weniger verdient.
Als nächstes braucht das Eigenheim natürlich eine WW-Zirkulationsleitung.
Oder beim WW-Speicher wird die WW-Leitung senkrecht nach oben aus dem Speicher geführt, so dass durch thermische Zirkulation die Speicherverluste mehrfach so hoch sind, wie sie vom Speicherhersteller angegeben werden.
Im Ergebnis muss dann jede Stunde oder noch kürzer nachgeheizt werden, ohne dass jemand WW verbraucht hätte.

Und da waren wir noch nichtmal bei einigen hochgradig vermurksten Hydrauliken, wenn zu dem einen Heizungsbrenner noch andere Wärmeerzeuger kommen.

OK habe ich soweit verstanden

mit 1,16 KW mache ich halt mit der WP und den angenommenen COP von 3 zirka 3,5 KW Wärme ich denke schon das es sinnvoller ist als ein dirketheizstab.

Zumal ich die WP in meinem fall ja auch noch zum zuheitzen verwende....
Umwälzung ist bei mir über Taster gelöst passiert als wirklich nur wenn ich es will oder brauche....

Und tatsächlich konnte wie man oben in der Grafik ja sieht die Speichertemperatur konstant gehalten werden obwohl das Gebäude noch Heizenergie verbraucht hat.

Ich sehe bei mir genau ob eine Heizung läuft oder eben nicht.

Nur für den reinen WW Betrieb läuft die Pumpe meistens nicht so lange aus diesem Grund bin ich ja mit meinem Speicher ganz zufrieden ...

Findest du den Aufbau bei mir nicht gut ? ich bin für Verbesserungsvorschläge oder Anregungen offen.

Es wäre aber zu kurz gesprungen ...
Klar, auch die anderen Dinge sind bei mir nicht verbrauchsoptimal gelöst.
Das Geraffel hier wurde vor über 20 Jahren gebaut und damals hat man für Gas so wenig bezahlt, dass sich keiner ernsthaft darüber Gedanken gemacht hat. Ich auch nicht.

Mittlerweile ist die Heizung komplett auf Niedrigtemperatur mit Boden und Wandheizungen umgerüstet. Der Kessel passt ohnehin nicht mehr und wird auch irgendwann verschwinden, was dann dahin kommt ... keine Ahnung.

Die Warmwasserbereitung macht zudem auch kaum Verluste, wenn die Therme sowieso läuft, also von Oktober bis März. Dann ist eh der Kessel warm.

Nur in der grade beginnenden Sommerzeit ist das, was dann hier in meinem Heizungskeller passiert, schon bemerkenswert. Hatte ich ja beschrieben. Ich glaube, wenn ich mein Brauchwasser im 20 Liter Topf auf dem Ceranfeld in der Küche zubereiten würde, wäre das energetisch sinnvoller und sogar billiger. Also höchste Zeit, daran was zu tun.

Ich bin nach wie vor der Meinung, dass man PV kaum besser einsetzen kann, als damit eine Brauchwasser-WP zu betreiben. Man braucht kaum Invest für die paar Watt tagsüber und die Amortisation ist knallschnell. Jedenfalls wenn man eine vergleichbare Situation vorfindet wie bei mir.
wenn ich mein Brauchwasser im 20 Liter Topf auf dem Ceranfeld in der Küche zubereiten würde, wäre das energetisch sinnvoller und sogar billiger.
wen ndas billiger ist, wieviel kostet bei dir die kwh strom?
Findest du den Aufbau bei mir nicht gut ? ich bin für Verbesserungsvorschläge oder Anregungen offen.
So lange du für den Pelletbrenner keinen PlanB hast, brauchst du den Pufferspeicher sowieso.

Und wenn die BrauchwasserWP beim Heizen hilft und im Sommer Wohnräume kühlt, dann verbessert das die Bilanz auch nochmal.

Wenn innerhalb der zu erwartenden Lebensdauer der WP (10 Jahre?)die Investitionskosten durch Einsparung von Pellets ungefähr wieder reinkommen, dann fällt mir ohne nähere Kenntnis von Details auch erst mal nichts Besseres ein.

Es ist halt nichts, was man einfach so zum Nachbauen empfehlen kann
Ich bin nach wie vor der Meinung, dass man PV kaum besser einsetzen kann, als damit eine Brauchwasser-WP zu betreiben. Man braucht kaum Invest für die paar Watt tagsüber und die Amortisation ist knallschnell. Jedenfalls wenn man eine vergleichbare Situation vorfindet wie bei mir.
Wenn wir mit unseren Brennern vergleichen amortisiert sich einiges recht schnell.

Mach mal den Vergleich mit einem kleinen Elektro-Boiler. Der ist gnadenlos billig und auch den kann man im Sommer mit PV heizen.

Eigenheime haben einen so geringen WW-Verbrauch, dass die Systemkosten für WP sich lange nicht amortisieren könnten. Günstige WP schaffen auch keinen COP von 3. Und mehr als 10 Jahre Lebensdauer würde ich nicht ansetzen.

Das energetisch günstigste wäre sicher ein elektrischer Durchlauferhitzer, den man aus einem PV-Speicher befeuert. Der COP den man mit einer BW-WP schafft, geht leicht wieder für Speicherverluste drauf.

Einen nicht so ganz kleinen Elektroboiler könnte man sich im Winter vielleicht als regelbare Netzlast vorstellen oder mit einem Nachstromtarif betreiben.

Ich will BW-WP nicht pauschal schlechtreden, aber man muss sicher sehr viel detaillierter planen, damit das einen Sinn ergibt.

Angesichts des Preises eines E-Boilers kann man wohl kaum etwas falsch machen und vielleicht spielt es ja auch eine Rolle, wie schnell wir Sachen ändern können, um von fossilen Energieträgern loszukommen. Und da kämen wir mit E-Boilern sicher schneller voran als mit BW-WP.

Hallo Erwin,

deine Argumente sind alle richtig und ich habe die vor der Entscheidung auch durchdacht. Ich hatte einen Ariston Boiler in der gleichen Volumen-Größenordnung wie die Ariston Primo WP auf dem Zettel. Ersterer hätte mich 450 Euro gekostet, den Primo habe ich für etwas über 800 bekommen. Also knapp 400 Euro mehr. Im Hinblick auf die steigenden Energiekosten erschien mir der Aufpreis für die WP Funktion jetzt nicht so furchterregend.

Besser geht natürlich immer, aber irgendwo und schnell bei der Wärmeerzeugung was zu tun, das war für mich ein Muss. Das Invest für dieses Projekt war zudem übersichtlich genug, um zügig was zu tun. Dazu kam in meiner Planung der gewünschte Effekt der Kellerklimatisierung durch die kleine WP. Das war aber eher ein nettes AddOn und nicht das wesentliche Entscheidungsargument. Ich möchte schlicht den Umgang mit WP kennenlernen, an dem (zugegeben) einfachen Beispiel. Und wenn die Ariston tatsächlich nur 10 Jahre hält, ist sie trotzdem amortisiert. Sogar deutlich früher. Dazu kommt, dass die bei mir nur ein halbes bis dreiviertel Jahr im Jahr in Betrieb sein wird. Voraussichtlich. Also hab ich es gemacht.

Herzliche Grüße
Hans