Hallo,
die Kfz Starter Batterien simd auf max. Leistung für kurze Momente ausgelegt. Als "Fahrakku" taugen sie nicht.
Im meinem Plugin wird der Motor mit dem HV Akku gestartet. Im Kofferraum ist ein 12V Bleiakku von Hawker (runde Zellen), der nur für die 12 V Bordspannung benötigt wird. Der tut´s schon mehr als 10 Jahren. Er wird über den HV Strang stets geladen, sobald das Fahrzeug eingeschaltet wird.
Blei Gel Akku´s haben wohl mit die längste Haltbarkeit, kosten aber auch ein kleines Vermögen und sind spätestens nach 2 Jahrzehnten auch "platt".
Wegen der Reihenschaltung wäre m.A. stets ein Austausch aller 4 Akkus sinnvoll. Nach Gebrauch sollten sie alsbald an das Ladegerät.
Es gibt nicht ganz ohne Grund unterschiedliche Bauarten für Gabelstaplerbatterien und für Starterbatterien. Die Betriebsbedingungen unterscheiden sich da doch grundlegend.
ich hab mich immer gefragt, warum die wartungsfreien Batterien kein Wasser verbrauchen Und trotzdem keine Probleme mit Säureschichtung haben. Obwohl sie ortsfest eingesetzt werden. Anfangs dachte ich sie wären mit einem Katalytischem Teil wie Aquagen ausgestattet und würden im Inneren doch gasen. Davon war aber nirgends was zu lesen und es ist auch nicht so. Gleichzeitig wurde immer auf die Ca Batterien geschimpft. Bei zwei Solaranlagen war sicher, dass sie annähernd kein Wasser verbrauchen und das sie so weit sulftiert waren, dass sie nur noch unter 100mA aufnahmen. Da kam der entscheidende Hinweis von Banner: Wenn die Batterie vollständig entladen ist, muss sie ausgebaut, aufgeladen und 24Stunden bei 16V gehalten werden. Entgegen aller Warnungen habe ich mich bei einem Betreiber durchdgesetzt und er hat dann wenigstens mit 15,5V geladen. von Mitte Dezember bis Ende Januar mit seiner Solaranlge ohne dass Verbraucher aktiv waren! Das Ergebnis war positiv und beeindruckend: Aus drei parallelgeschalteten 100Ah Batterien konnte man mit C/3 ohne weteres bis 50%SOC entladen. Selbst beim Umbau der Anlage auf 24V mit zwei dieser Batterien ergab sich keine Abweichung der Mittenspannung. Daraus habe ich zwei Schlussfolgerungen gezogen: Die Batterien sind nicht nur annähernd gasungsfrei sondern auch resistent gegen die damit verbundene Säureschichtung, solange sie nicht zu stark ist. Und die geht mit 14,4V nicht weg.
Wenn die Zellenspannung größer 2,4V (14,4 bei S6) geht, gasen alle Zellen zwangsweise. Das kein Gas oben austritt liegt angeblich an einer katalytischen Rückführung von O2 und H2 zu H2O - es kann also kaum Gas entweichen. Da gibt es sicherlich eine maximale Obergrenze für die Menge an Gas die katalytische wieder zu Wasser zurückgeführt werden kann. Wenn also die Spannung zu hoch eingestellt wird, müßten diese Zellen aus Ausgasen. Ich meine deswegen haben auch alle diese ‘wartungsfreien’ Bleibatterien ein Ausgasungsventil. Mir sind aber Akkus zum Wasser nachfüllen lieber - gibt es aber kaum noch weil die meisten das eh vernachlässigen.
Die könnte man auch etwas teurer bauen, damit die länger halten.
Gefühlt eh schon der Fall bei Erstausrüstung.
Ist ja nicht nur der Ärger über den Preis der neuen Batterie, sondern der Aufwand schnell eine aufzutreiben und erstmal die Batterie die neue rein bzw. die alte raus zu kriegen. Die ganzen fliegenden Sicherungen sind da auch nicht gerade hilfreich. Kompakter IP 6X 12V Kleinverteiler mit ein paar Sicherungen und Relais wäre da was …
Dann wird es keine gewöhnlichen Starterbatterien mehr geben. Ich habe schon ewig keine Starbatterie mehr nachgefüllt.
Die ersten Batterien in meinen letzten Autos haben 8-9 Jahre gehalten. Ganz so kaputtoptimiert scheinen die dann doch nicht zu sein. So alt wurde in der „früher war alles besser - Bleiplatten“ Zeit kaum ein Auto.
Daran ist ja nicht mehr die Batterie schuld. Seitdem man die Ladevorgänge der Batterie in Fahrzeugvorgänge hineinoptimiert hat, bekommt nach nach einer Stunde oder so die Zurücknahme der Spannung auf 13,8 V, Ladevorgang nur während Schiebebetrieb und weitere nette ideen. Suboptimal für die Womo leute, die ihre Aufbaubatterie nich mehr vollkriegen.
Das ist nicht der Fall. Es ist von den Eigenschaften der Elektroden abhängig.
Das ist zum Beispiel bei OPZS Batterien der Fall, wenn sie optional damit ausgestattet sind. Sowas ist aber nicht eingebaut.
Wartungsfreie Batterien sind in der Regel Batterien mit flüssigem Elektrolyten und sind oft mit einer Zentralentgasung ohne Überdruckventil ausgestattet. Sie sehen aus, als wären sie verschlossen.Sie sind aber nur geschlossen. Verschlossene Batterien sind VRLA Batterien, die es als Gel Batterie oder als AGM Batterie gibt. Diese haben ein Überdruckventil und gasen bei richtiger Behandlung nicht aus. Bis etwa 98% des entstehenden H und O reagieren zu H2O. Nicht H2 und O2! Bei der Elektrolyse entsteht nämlich atomarer Sauerstoff und Wasserstoff. Die reagieren ohne Katalysator miteinander solange sie noch ganz frisch sofort aufeinandertreffen und noch nicht mit sich selbst zu einem Molekül verbunden haben.
So modern ist auch nur mein Auto und das fährt seit ~9 Jahren mit der Orginal Batterie. Meine Erfahrungen bzw. mein Gefühl bezieht sich auf Batterien an stupiden Drehstromlichtmaschinen. Und da ist teils nach ~2 Jahren Schluss (gut die Einbausituation ist auch nicht gerade unschuldig).