Bitcoin Mining als Sekundärregellast

@peter71131

Mega!

Einfach mal machen und ausprobieren finde ich geil!

Ja die Hardware, welche eine relativ gute Effizienz hat (ich denke du hast einen S19) ist relativ teuer. Aber wenn man die Monetarisierung von Überschussstrom damit so stark steigern kann, dann lohnt sich das natürlich langfristig sehr.
Bei steigendem Bitcoin Preis kann das natürlich noch extrem beschleunigt werden.

Solltest du merken dass das ganze doch nichts für dich ist, dann wirst du den Miner sogar voraussichtlich mit kaum Verlust und wahrscheinlich sogar mit Gewinn verkaufen können.

Hallo,

hatte ja schon mal mit dem Gedanken an Mining gespielt.
Da ich meine geplante VE Anlage mit 30 kWp wohl erst in bis zu 18 Monaten betreiben darf suche ich nach alternativen. Eigenverbrauch lohnt bei mir nicht, habe ne Abschlagzahlung von 9 Euro.

Module werden nach für nach installiert, denke bis august bin ich fertig.
Bei 19 ct würde sich das schon schnell rechnen. Kannst mal sagen was du für Komponenten hast und das betreibst?

gruss Stefan

Was machst du mit der großen Abwärme von einigen kW? Brauchts da zusätzlich eine Klimaanlage?

Bis gestern, also vor den BC halving lag die Vergütung bei ca. 18cent/kWh für einen S19k pro

Der ist regelbar in der Leistung quasi stufenlos einstellbar von 350-5000W mit braiins OS. PV Überschuß kann damit sehr gut verwertet werden, ein PV Speicherakku ist aber nötig

Ob sich das rechnet ist fraglich, so ein Miner muß 24/7 unter vollstrom laufen, nur mit PV ist das meist zu wenig. Der Miner hat 1850€ gekostet

Mal sehen wie sich der BC Kurs entwickelt. Die Abwärme ist ein echtes Problem bei 3kW und mehr, muss nach aussen geführt werden. Im Bereich 900-2600W läuft er relativ leise, bei MAX sind die Dinger infernalisch laut

Alte Miner wie ein S9, oder frühe S19 verbrauchen zu viel Strom und sind ineffizient, bei der mickrigen Rechenleistung auch unsinnig

Eigentlich eine lustige Angelegenheit... als hobby... :slight_smile: (hier noch einen anderen topic dazu)
Kennt ihr eine Lösung in Node-Red um den miner gezogene Leistung zu steuern? (oder iobroker zB) Geht das überhaupt?

@arch86

Ja das ganze kann über Homeassistant realisiert werden, falls dir das hilft. Dort können dann Automationen erstellt werden die den Miner auf verschiedene Leistungen regulieren.

Eine Anleitung zum Einrichten findest du hier

Außerdem sehr interessant zum Thema Heizen mit Mining sind z.B. diese Videos (gibt noch viel mehr Videos und Podcasts darüber)

RY3T

21Energy

Falls dich das Thema weiter interessierst und du dich mit der größten deutschsprachigen Home Miner Community austauschen möchtest, dann kann ich dir die Telegramm Gruppe "BTC-Solo-Mining" empfehlen :orange_heart::zap:

Uff. Ok falls hier jemand diesen Gedanken ernsthaft aufgreifen will, kurze Berechnung:

  • 100€ Antminer S9 bei Ebay

  • 1100€ Antminer S19k Pro

Strompreis hab ich ne Einspeisevergütung von 7ct/ kWh angenommen. Mit dem S9 macht man herbe Verluste - bei dem 1100€ Antminer ist nen Euro pro Tag drin - allerdings mit 60k+ BTC Preis angenommen (ist ja nicht wenig. Mag steigen, mag fallen auf lange Sicht).

Wenn man das ganze Ding im Sommer tagsüber durchballern lässt hat man die 1100€ in 12 Jahren wieder drin. Gesetzt den Fall das Ding hält so lange durch.

Der komplette Verlust jeder moralischen, ethischen und klimaschonenden Ethik wird also nicht mal finanziell belohnt. Und nein, Heizen ist auch ne Kack Idee damit :slight_smile: und sehr laut. Holt euch verdammt nochmal ne Wärmepumpe stattdessen!

Kann man denn über die 12 Jahre überhaupt die Vergütung ausrechnen, da die Hardware ja relativ zur Konkurrenz veraltet und man für die gleiche Rechenleistung letztlich weniger Geld bekommt?

@henkelalex

Du machst einige Fehlannahmen bzw. berücksichtigst manche Aspekte nicht.

Du hast Recht damit, dass ein S9 Miner weniger vergütet als die Netzeinspeisung. Ein S9 lohnt sich also dafür nicht (ist aber super um sich ohne große Initialkosten dem Thema zu nähern und ein Gefühl dafür zu bekommen.

Modernere Miner wie der S19 oder S21 sind (stand heute) profitabler als die 7 bis 8 Cent Einspeisevergütung.

Ja die Anschaffgungskosten muss man auch erstmal raus holen, aber wie genau kommst du auf deine 12 Jahre? Du rechnest die heutige Profitabilität mit aktuellem Bitcoin Preis einfach hoch. Das macht wenig Sinn. Vielleicht steht der Bitcoin Preis in Zukunft sehr viel niedriger als heute und Bitcoin Mining ist eine sehr dumme Idee. Vielleicht setzt sich Bitcoin als inklusives Geldsystem und als zensurfreier Wertspeicher durch, da die Existenz des Bitcoin Netzwerkes quasi für immer gegeben ist.

Sollte sich die ganze Idee von Bitcoin als begrenzte digitale Währung durchsetzen, dann wäre es klug seine Bitcoin die man mit eigenem Sonnenstrom produziert hat nicht in einen garantiert im Wert fallenden Euro zu tauschen. Die Einspeisevergütung durch Mining kann also unter gewissen Szenarien auch rückwirkend stark steigen, sodass aus den 12 Jahren auch gut mal 5 Jahre werden können.

Es hängt von sehr vielen Variablen ab und ich verstehe komplett wenn man das zu unsicher findet!

Ich kenne selbst Leute, die das ganze erstmal ausprobieren. Wenn es dann doch nichts ist, wird man die Hardware ohne großen Verlust oder sogar mit Gewinn wieder los.

Ein toller Usecase ist meiner Minung nach die Optimierung von Batteriespeichern. Ein Miner kann Nachts die Batterie auf 10% leer "saugen" und Strom in Geld verwandeln, wenn klar ist, dass ab dem nächsten Morgen wieder die Sonne scheint (Forecast).

Übrigens ist das Heizen mit einem Bitcoin Miner zwar sehr laut, wenn man den Miner im "Industrie Zustand" lässt, wenn man aber die Lüfter wechselst oder die Miner mit Immersionskühlung oder Wasserkühlung betreibt, dann kann eine Zentralheizung (z.B. Gas) komplett durch Bitcoin Miner ersetzt werden und das komplett ohne Lärm.

Ich selbst nutze einen leisen S9 Miner im Winter als Fußheizung im Büro.

Übrigens sind die alten S9 Miner überall dort sinnvoll, wo Heizlüfter eingesetzt werden. Aus dem gleichen Strom entsteht die gleiche Wärmeleistung, jedoch beim Mining noch ein bisschen gesundes Geld als "Abfallprodukt".

PS: Wenn Bitcoin für dich "Der komplette Verlust jeder moralischen, ethischen und klimaschonenden Ethik" ist, dann hast du dich ehrlich noch nicht tiefgreifend mit dem Thema beschäftigt. Bitcoin Mining kann/wird den Ausbau von erneuerbaren Energien auf der ganzen Welt stark beschleunigen und incentivieren.

Ich erwarte aber von niemanden, dass man sich mal 10 bis 100 Stunden nimmt um das Thema Bitcoin tiefer zu verstehen.

Falls das aber jemand machen will gibt es heutzutage sehr viele gute Videos Podcasts und Bücher auch auf deutsch!
Hier eine kleine Sammlung: DYOR – kanuto

@jensdecker Nein man kann die Vergütung der 12 Jahre nicht ausrechnen, da sie von vielen verschiedenen Faktoren abhängt. Daher sind die von ihm berechneten 12 Jahre auch Quatsch.

Kann viel mehr sein, kann aber auch viel kürzer sein.

Mein Tipp, befasse dich mehr als nur 1 Stunde mit dem Thema. Es lohnt sich sehr das Thema Bitcoin umfänglich zu verstehen.

Natürlich liegt es an der eigenen politischen Überzeugung ob man Bitcoin als feuchten Traum des Libertärkapitalismus gut findet oder nicht. Da ist es durchaus sinnvoll sich mit zu beschäftigen und auch gern mit den sozio-ökonomischen Folgen. Und das eigentlich jedes Versprechen des Bitcoins nicht gehalten werden kann (es ist weder Goldstandart, wenn eine Person/ Institution 1/21 der gesamten Währungsreserven hält, es hat dadurch trotzdem eine Zentralbank, es ist nicht dezentral (wenige Mining pools), es ist nicht sicher vor state-actors bei Angriffen, etc.) - Wenn du diese Dinge nicht auf dem Schirm hast, lohnt es sich wirklich, sich mit dem Thema noch ein bisschen länger zu beschäftigen.

Wenn der Bitcoin morgen bei 1.000.000€ ist dann ist es natürlich finanziell geil gewesen zu investieren. Aber das ist ja keine wirklich gute Berechungsgrundlage für die Effizienz einer Heizung. Genauso kann ich mir ne günstige Gastherme kaufen und das gesparte Geld auf "rot" im Kasino setzen. Nachher weiß man dann ob es finanziell gut ausgegangen ist, ne gute Investitionstrategie sieht aber anders aus.

Miner als Heizung zu benutzen ist absoluer Blödsinn. Die Investitionskonsten von entsprechenden Minern (die mehr tun sollen als deine Füße wärmen) um ein Haus zu erwärmen ist sicherlich teurer als einer Wärmepumpe. Und eine Wärmepumpe bringt das 3-5 fache (je nach COP) von dem was du reinsteckst. Deine (eh schon zu knappe) Solarleistung im Winter müsstest du somit erstmal ungefähr vervierfachen damit du überhaupt den Strom reinkriegst das genauso effizient zu gestalten.

Und du verbrätest halt einfach das 4fache an Energie - Energie die wichtige andere Dinge betreiben könnte um die Energiewende und Energieautarkie voranzubringen.

Deine Beispiele mit Batterien sind auch quatsch. die 12 Jahre kamen daher (wie beschrieben) dass die mit Solarstrom tagsüber betrieben werden. Wenn du natürlich einen überdimensionierten Batteriespeicher hast, kannst du da vielleicht dann auf 8 Jahre kommen - aber dann musst du ehrlicherweise deinen Batteriespeicher mit einrechnen auf der Kostenseite - spoiler: Wird nicht besser.

Und weiterverkaufen kannst du die Dinger auch nur mit dem Wert, die grade BTC eben hat. Bei fallendem Kurs will sie dann nämlich keiner mehr haben zu dem Preis, weil die Amortisierungsberechnungen dann eben anders laufen.

Klar kann BTC mining Geld scheffeln - aber nicht in Deutschland, nicht bei 7ct Einspeisevergütung und nicht mit Grünstromüberschuss im Sommer. Von den Ethikfragen mal abgesehen.

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Du spielst auf die Satoshi-Coins an? Okay, das ist tatsächlich heikel und nicht vorherzusagen, was passieren würde, wenn die wieder in Umlauf kämen.

Das verstehe ich nicht - bitte erklären.

(Mit einer Zentralbank verbinde ich eine Geldmengensteuerung und die Festlegung, wie teuer Geld ist (Zins) - beides gibt es beim Bitcoin nicht.)

Das ist ein Trugschluss. Ein "Mining Pool" ist nur eine lose Organisation, jeder Pool-Teilnehmer kann in nicht mal fünf Minuten auf einen beliebigen anderen Pool wechseln. Der Betreiber des Mining Pools hat also keine Machtposition. Wenn er irgendetwas tut, was seinen Pool-Teilnehmern nicht gefällt, sind die ganz schnell woanders.

Das stimmt schon lange nicht mehr. Ein State Actor käme möglicherweise an genügend Strom, aber bei weitem nicht an genügend Mining Hardware.

Unabhängig von den nicht-technischen Diskussionspunkten finde ich Bitcoin-Mining als regelbare Last mit Zweitnutzen ideal als Ergänzung zu Speichern mit Zweitnutzen, sowohl im privaten Bereich als auch im kommerziellen Bereich.

Was meine ich damit beispielhaft:

  1. Im Privaten:

Was ich mir gut vorstellen könnte, wäre ein kleiner Hausspeicher (2-5 kWh) und ein Elektroauto mit bidirektionalem Laden (60-80 kWh), letzteres wäre ein Speicher mit Zweitnutzen, dazu 30-50% flexiblem Homeoffice (damit das Auto bei Bedarf daheim steht).
Dazu eine Gewerbeschein und einen Miner mit z.B. max. 3-4kw Leistung, wobei die Abwärme auf jeden Fall zur Warmwasserbereitung genutzt werden sollte ( mal egal mit welcher Technologie, ob als Heizstab-Ersatz oder mit BWWP kombiniert).

Dazu noch ein flexibler Stromtarif, eine gute Energiemanagement-Software und auch eine Anbindung zum Netzbetreiber zwecks Netzdienlichkeit ( ich weiß nicht, ob ich den Begriff korrekt verwende, ich meine damit Netzstabilisierung).

Fast vergessen: natürlich PV soviel wie geht auf Dach, Garage, Garten, Zaun, etc.

  1. Im Kommerziellen:

An strategisch günstigen Stellen sowohl Miner als auch große Speicher (bevorzugt aus Second-Life Elektroauto-Speichern) bauen, und maximal netzdienlich betreiben ( also Überschüsse in die Speicher, wenn diese voll sind in die Miner, bei Bedarf Strom aus dem Speicher ins Netz). Die Abwärme möglichst für benachbarte industrielle Prozesse nutzen.

Das könnten private Firmen betreiben, aber - falls gesetzlich zulässig - auch die Netzbetreiber selbst.

Mir ist klar, dass es hier im Detail beliebig viele technische und gesetzliche Hürden zu lösen gibt, und es - gerade im privaten Bereich - recht unterschiedliche Szenarien geben kann.

Bezahlbar sollte es auch sein, und das wird m.E. noch eine Weile brauchen.

Insgesamt kann ich mir das technisch aber vorstellen, v.a. weil es weltweit auch schon Ansätze dazu gibt.

Quantitativ kann ich nur wenig dazu sagen, außer den Erfahrungen, die ich selbst mit Balkonkraftwerk, kleinem Speicher und meinem persönlichen Stromverbrauch bisher gesammelt habe: daher kommen die beispielhaft genannten Zahlen unter Punkt 1, wobei ich hier mit Elektroauto und bidirektionalem Laden etwas in die Zukunft extrapoliert habe.

Ja, ich wollte hier nicht zu sehr ausholen weil es dann doch eben Offtopic ist. Ich meinte, wenn du ungenutzte Währungsreserven von 1/21 der Gesamtmenge hast, und jemand (in dem Fall sogar jemand den niemand kennt) jederzeit die Fluttore öffnen kann, hast du eine plötzliche, massive Inflation. Es kann sozusagen Geld gedruckt werden indem Satoshi Coins in den Markt kommen. Obwohl es vielleicht realistischer wäre Bitcoin bricht direkt zusammen weil es plötzlich einen krassen Wertverlust gibt.

Was ich damit meinte, zusammen mit dem state-actor Prnzip ist, dass du bloß ner Handvoll Leuten gleichzeitig eine Knarre an den Kopf halten musst um eine 51% Attacke zu fahren. Es ist etwas besser geworden, aber vor paar Jahren standen 75% der Mining Pools noch in China, heute bräuchte es etwas mehr Koordination auch über ne Staatengrenze hinweg vermutlich.

Wie gesagt, geht hier jetzt in Richtung offtopic. Aber keins der wirklichen Probleme wird durch Crypto (egal welcher Coleur) in einer Weise gelöst die keine entscheidenden negativen Seiteneffekte hat. Und keins ist wirkliche Dezentralität oder Demokratisierung des Geldmarktes. Leider.

Um zurückzukommen: Wenn man das wirklich will, wenn man das eh hat, etc. - dann ist es natürlich besser, das ganze möglichst Netzunbelastend zu machen und Abwärme möglichst zu nutzen. Aber man darf halt nicht glauben, dass es irgendwie besser wäre als vernünftige Alternativen zum Heizen wie Wärmepumpen, oder Netzstabilisierung via E-Autos/ Batterien oder smartes Umlegen des Verbrauchs, etc.

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Das wäre nicht viel anders, als wenn ein Großaktionär einer Firma seine Aktien auf einen Schlag verkaufen würde. Viele Aktien-Besitzer würden sich ärgern, und soundso viel andere würden die günstigen Kaufpreise nutzen.

Darauf können wir uns einigen.

Hi,

hatte mich hier auch schon mal geäußert weil ich so viel Stromüberschuss habe

und ich nicht weis wohin damit. Habe gerade 2 Radiatoren draußen eingeschaltet bei 22 Grad.

Bald kommen nochmal 30 kWp PV dazu die erst in ca 18 Monaten ins Netz einspeisen dürfen, soviele können bei mir ihre BEVs garnicht laden.

Seit einem Jahr ist auch noch Wasser ohne Ende für meine WKA da, ich muss also nochmal das Thema Mining aufnehmen.

Was wäre da sinnvoll zu investieren? Bis auf ca 10 Wochen im Jahr habe ich eigentlich immer Stromüberfluss, mal nur 1kW, mal 30 kW, wobei ich hoffe das ab nächsten Herbst die 30 kW als Volleinspeiser durchgehen.
Macht es erstmal Sinn mit ein paar s9 anzufangen oder gleich nen 19 oder so zu nehmen? Bin da nicht so dicke drin, habe aber nen Bekannten aus der IT Branche der mir helfen könnte.

was würden denn die Experten hier empfehlen?

Danke

Stefan

@4plus17 Hi,wie kann ich denn einen S9 Antminer mit 300Watt laufen lassen?

@mucki mit homeassistant
hier ein Einrichtunsvideo: https://www.youtube.com/watch?v=6HwSQag7NU8

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@mucki falls sonst hier auch noch wer an einer technischen Umsetzung interessiert ist:

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