Alter Zähler ist bald kein Problem mehr...?!

Ich würde es mal auf die "spaßig gemeinte" Frage vom Anfang zurück bringen: Wer kennt jemand dessen Zähler rückwärts läuft? Ich frag nur für einen Freund! Und hier geht es um 0815 BKW (und keine Spezial-Bauten und extreme Erweiterungen). :wink:

Da würde ich mich gerne anschliessen.

Kann jemand meine Berechnungsformel verbessern oder sind hier auch alle in Statistik durchgefallen?! :sunglasses:

Wenn ich einen kennen würde, würde ich selbst das nicht zugeben.

Aber als ich im Photovoltaik Forum begann, vor vielleicht 6 Jahren, schätzte man dort die Zahl der Guerilla Anlagen auf ca 80.000.

Für heute habe ich Zahlen zischen 200 - 300 tsd gesehen.

Wieviele davon nun noch den Ferraris haben.... darüber darf man spekulieren. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass sich jemand den Zähler wechslen lässt, um dann eine Guerilla zu betreiben....

btw, auch als Spass, das tollste Guerilla Konzept habe ich damals gelesen: Ein schöne grosses Wohnmobil, vollgepflastert mit Solar, und wie jedes andere Womo zuhause an Landstrom angeschlossen. Wer kommt schon auf die Idee, dass....

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Hallo zusammen,

habe mit Interesse die bisherige Diskussion verfolgt, und würde gerne meine Erfahrungen einbringen:

Mein Netzbetreiber sieht das Thema sehr entspannt und verzichtet bereits jetzt auf eine Anmeldung von steckerfertigen Balkonsolaranlagen. Nur noch eine Anmeldung im MaStR ist notwendig.

Das kann man hier nachlesen: https://www.stuttgart-netze.de/energie-einspeisen/ihre-anlage/steckerfertige-pv-anlagen/

Wenn man dies ganz durchliest, kommt unten ein Hinweis auf den Zähler: auch nach telefonischer Nachfrage hat man mir bestätigt, das selbst bei einem Ferraris-Zähler kein nicht-turnusmäßiger Austausch geplant ist: sie gehen bei (0,6kw - Eigenverbrauch) von so geringen Rückspeiseleistungen aus, dass sie es für irrelevant halten.

Das kann ich mir für den Durchschnitt aller Balkonsolar-Anlagen auch sehr gut vorstellen.

Prinzipiell empfinde ich es auch als fair, dadurch indirekt eine volle Vergütung für die Einspeisung zu erhalten, ein Speicher ist hier nicht nötig.

Ökologisch wäre es natürlich trotzdem sinnvoll, seinen Verbrauch mit der Eigenerzeugung möglichst gut abzustimmen.

Rechtlich sehe ich es persönlich als eine Grauzone an, denn selbst wenn es der Netzbetreiber es in Ordnung findet, kann es für den Stromanbieter ein Problem sein, bzw. das Thema Subventionsbetrug eine Rolle spielen, falls man sehr genau auf die Regeln schaut. Ich will mich hier ungern weiter einarbeiten und hoffe, dass es bald gesetzlich sauber geregelt ist.

So, jetzt noch zu meinen persönlichen Erfahrungen: ich habe bei mir beide Situationen direkt in Betreuung: selbst habe ich eine moderne Messeinrichtung, die nicht rückwärts zählt. Das bedeutet für mich viel mehr Aufwand mit Speicher, Steuerung, etc. um das maximale aus meinem Balkonsolar rauszuholen.

Beim Nachbar ist noch ein Ferraris-Zähler verbaut: das bedeutet für mich: einfach anschließen und laufen lassen, kein weitere Aufwand: der kommt erst, wenn der Netzbetreiber den Zähler tauscht.

P.S.: beide Anlagen sind beim MaStR angemeldet, bisher keinerlei Rückmeldung, ich gehe davon aus dass da auch nichts mehr kommt.

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@alter-hase also bei 170W Verbrauch muss nicht jeder 7-8kWh am Tag haben. Bekannter hat ein wenig geringere Grundlast und kommt auf 3,5-4kWh am Tag. Ein BKW mit 600VA und 1700 kWp erreicht an guten Tagen weit mehr das, so das selbst bis Oktober und ab März es eine Nullnummer ist und im Sommer eher rückläufig.

@abrissfunke kenne niemanden, soll es aber geben, denn gerade die ganzen Gorilla PV werden bestimmt auch welche dabei sein, derren Zähler rückwärts dreht.

@carolus ja die Wohnmobile die zur Erhaltung am Netz hängen :slight_smile:

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Ich glaube die Gesamtheit der BKW wird nicht ideal in Richtung Süd mit 38 Grad oder so ausgerichtet sein und es wir auch nur wenige vielleicht 1-3 Module am WR hängen. Die werden fast alle angemeldet sein (im Mark. u. beim NB). Es macht doch gar keinen Sinn das BKW nicht anzumelden (und wenn es in Zukunft oder auch jetzt schon keine Anmeldung beim NB bedarf, dann werden es noch mehr tun).

Diese "Panikmache": alle sind böse und machen dem 0815 BKW Besitzer das leben schwer ist nicht gerade förderlich.

OK, wenn nun (bei Gleichverteilung) die BKW mit irgendwas bis 90 Grad an irgendwelchen Flächen hängen, dann hängen die meisten nicht Richtung Süden, sodass diese schönen Idealwerte eher selten erreicht werden. Also werden wohl 7 von 10 BKW eher so rumdümpeln. Ich glaube das haben sich die großen Player (z.B.: NV) auch schon durch gerechnet, sonst wären sie nicht so entspannt.

Das Gorilla PV Thema ist doch schon im erlaubten angekommen und nur noch so Spezialbauten und extremen Erweiterungen könnte noch dazu zählen. Da ist sicher das ein oder andere Problem zu lösen... (und eine Anmeldung schon schwieriger).

@win 5kWh mit 600W BKW in sechs Stunden? Wie geht das?

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Schön zu lesen, dass es auch Sachbearbeiter gibt, die mit beiden Beinen auf dem Boden stehen und auch genug berufliche Erfahrung haben. Wie lange ist es her dass von rhönEnergie strafzahlungen verschickt wurden. (Die wurden dann schnell wieder eingesammelt).

Ich habe seit 2023 meine inselanlage in betrieb. Der verbrauch in 2023 war nur noch 25 Prozent von dem, was ich an Abschlag in 2023 bezahlt habe. Das ging auch alles ok. Ab 2024 ist der zu erwartende verbrauch im Abschlag für 2024 eingetaktet. Zum Glück gibts auch solche positiven Beispiele. Was gibt es denn auch besseres, als dass der Strom direkt vor Ort erzeugt und verbraucht wird.

Es ist auch eine gesetzesänderung in arbeit, dass man ein bkw betreiben darf, auch wenn der zähler noch nicht getauscht ist. Dass diese Gesetzesänderung nötig ist zeigt, dass es bisher zu Ärger gekommen ist, weils doch genug personen gibt, die aus der Mücke nen Elefanten machen.

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@abrissfunke geht hier nicht um Panikmache oder um leben schwer machen. Ein 0815 BKW ist die Anmeldung auch kein Problem und meist eine Sache von wenigen Minuten.

Generell wird ein einfaches BKW mit 1-2 Modulen die 90 senkrecht hängen natürlich nie nennenswert einspeisen (außer man hat einen Grundverbrauch von unter 100W, soll es geben einer hier im Forum am Tag sogar nur 50W).

Ein BKW mit 4 Modulen und die aufgeständert bringt da natürlich schon deutlich mehr. Hab gerade nochmal geschaut, Eltern 600VA 1700Wp haben im März bisher im Schnitt knapp 3,2 kWh am Tag erreicht. Wer hier wirklich nur 3-3,5kWh Verbrauch hat wäre so quasi bei Null Verbrauch, wenn der Zähler auch rückwärts drehen wurde.

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@MhlTheOne "Ausnahmen bestätigen die Regel" oder wie war das?

Ich denke das 0815 BKW Problem Thema ist bald durch. Der eine wird es gut finden, der andere eher nicht, weil die pauschalen Zahlen anders sein könnten. Aber man muss irgendwo mal eine Punkt machen, damit es weiter gehen kann. Dann sollte auch der Begriff BKW nur noch für diese Kleinstanlagen (ein WR x Watt, ein paar wenige Module) genutzt werde. Andere PV Anlagen sind halt doch noch zu prüfen und machen mehr Arbeit.

Meiner Meinung nach ist die große Herausforderung, die Speicherung von Energie. In der Energie Erzeugung haben wir wenig Probleme und wissen nicht wohin damit. Wenn man die in die dunklen Zeiten retten will braucht man Speicher. Das kann an verschiedenen Stellen integriert werden. Beim Erzeuger, beim Netzbetreiber und beim Verbraucher, sowie es vielleicht Organisationen gibt, die Ihren Speicher nutzen um billig zu landen und teuer zu verkaufen.

Ein Schritt könnte sein, das jeder Hausanschluss sofort nach den Zähler die Möglichkeit hat eine Puffer (also "steckerfertig" kaufen, hinstellen, Stecker rein - oder besser mit zwei Stecker (zum einschleifen) als 3 Phasen-USV)) anzuschließen, welcher nicht nur von einer Solaranlage sondern auch aus dem Netz gelandern werden kann. Ich finde, da könnte man schon mal anfangen die Weichen zustellen. Was die anderen Player machen ist eh kaum zu beeinflussen, wenn jedoch jeder Bürger sich etwas entkoppeln kann, dann ist es schwieriger etwas zu diktieren. Aber ich denke das sollte in eine anderen Thread. (Ach ja, ohne 50Hz läuft fast keine PV egal wie groß der Akku ist. Also Insel mit der Möglichkeit des Bezugs aus dem Netz)

Insel mit Netzbezug ist die neue "Gorilla PV"

Oder wie seht ihr das...?

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Eine größere PV kann laufen, wenn der WR inselfähig ist oder aber z.B. die PV am AC out vom Victron Multiplus hängt. Also da gibt es einige Möglichkeiten.

So ne Insel überlege ich auch noch für den Allgemein Strom im Haus. Da ist es überschaubar mit den Leistungen und mit einem Multiplus zu lösen.

Komplette Insel ist hier kaum möglich, bzw maximal unwirtschaftlich da wir hier im Haus alleine vier DLE haben.

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Möglich ist technisch vielen! Ich dachte eher in die Zukunft. Eine Wohnung, ein Haus oä. als Insel mit möglichen Netzbezug gesehen werden kann. Nur wenn kein Speicher oder PV vorhanden ist, dann ist es Vollbezug. Wenn es dafür eine rechtliche Grundlage gibt, dann wären viele Diskussionen und Selbstbauprojekte nicht notwendig. Selbst Quartiers-Projekte scheitern häufig an zu vielen Meinungen und Wünsche, aber auf die kleinste Einheit dimensioniert, kann jeder für sich entscheiden welchen Weg, wie gegangen wird. Also könnte man es USV schimpfen (oder Insel mit Netzbezug)... USV direkt nach dem Zählen mit zusätzlichem PV Anschuss und fertig ist die Laube! :grinning: (Aber ohne gesetzlichen Recht auf diese Möglichkeit und einer standardisierten Beschreibung (ohne Hersteller-Interessen) wird das nix. Könnte man ja schon mal zu einer erlaubten Lösung bei Neubauten machen - zwei Dosen können ja nicht so schwer sein. Im "Altbau" na ja, da muss dann wohl wieder was umgebaut werden....)

Wir private haushalte können das doch gut beeinflussen. Ich habe bischen speicher. Der ist sinnvoll , keine frage. Man braucht aber auch nicht viel speicher. Alle grossen verbraucher können tagsüber bei Sonnenschein laufen. Die Energie geht von den Panel (über den wechselrichter) direkt an die verbraucher. Von abends bis morgens brauchen keine grossen verbraucher zu laufen, warmwasseraufbereitung und split klimaanlagen mal ausgenommen. Wenn der akku reicht, dass man gut den grundverbrauch 17.00 bis 9.00 damit versorgen kann ist das ok. Waschmaschine muss nicht jeden tag laufen, spülmaschine auch nicht. Man kann auch mal auf geeignetes wetter warten. Im winter reicht es nicht, da nutzen weder viele Panel noch viel Akku was. Ich fange 75 prozent meines stromverbrauches mit meiner inselanlage ab, 5,8 kwp Panel. Der rest strom wird zugekauft. Noch vor wenigen jahren haben alle den gesamten Strom gekauft. Nicht gleich übers ziel raus schiessen. Unsere regierung sollte das gut/einfach machbare fördern. Da hat jeder was von. Aber wer will schon, dass sehr viele privathaushalte über die hälfte des benötigten stromes selbst erzeugen und nicht mehr kaufen müssen. Das problem ist erst mal nicht die speichermöglichkeit.

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@alter Hase Na klar, da hast Du recht. Gehen tut das alles und man kann das auch bauen. Ich dachte es allerdings allg. und nicht nur für Privat. - Ich dachte an die Oma, den Opa, die Mutter, den Student, etc. und alle anderen (auch mich) die entweder keine Lust haben etwas zu bauen (die es auch zu keinem Hobby machen wollen), oder sich unsicher sind oder vielleicht auch keine Ahnung haben. Die können einfach eine Box kaufen und anschließen und fertig, sowie wie das BKW. Und das am besten ohne "Mecker-Möglichkeit" vom NB, etc.. Da die BOX direkt am Zähler steht, kann es auch keine Diskussion mehr geben. Wäre doch schon wenn man so einen Zugang schon verschreibt, bevor alle es wollen.

Die größten Schwierigkeiten entstehen doch immer bei nachträglichen Sachen für die es noch keine allgemeingültiges Vorgehen gibt. Also wie beim Auto: ABE und wenn das nicht reicht, dann Sonder-Prüfung. Und ich hätte das gern in Serie. Aber das ist auch nur mein Wunsch. (Waschmaschine im Keller geht ja auch. Akku auf dem Balkon oder in der Abstellkammer ist eher nur eine Notlösung)

Aber das wird schon wieder OT :rofl:

Es gibt jetzt schon viele hersteller, die komplettpakete (bkw mit speicher und halbwegs guter regelung) anbieten, die den grundverbrauch nachts ganz gut abdecken. Da sind aber noch jede menge kinderkrankheiten vorhanden. Das ist ne gute sache für die meisten leute. Einschalten und fertig. Mit der zeit wird es sehr viele solcher Anlagen geben. Das ist auf einem guten weg. Es wird mal gute Komplettanlagen geben, das ist nur eine frage der zeit. Dann hat es sich auch mit rückwärts laufenden zählern erübrigt. In ganz Deutschland und ganz Gallien. Nur bei ein paar vereinzelten Aluhutbesitzern dreht sich dann noch der olle ferraiszähler leise im keller. Wenn man ganz still ist, wird man die dann manchmal quietschen hören können.

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Ich denke da auch daran das der Speicher auch ohne PV nutzbar wird und es keine Leitungsthemen gibt, da direkt hinter dem Zähler. Und vor allem wenn mal Stromausfall ist, das man trotzdem weiter aus dem Akku die Energie nutzen kann (eben USV). Das dann "steckerfertig hinter dem Zähler" und nicht erst am WR mit dran oder so. Zum Beispiel könnte ein Versorger einen Vertrag anbieten, der das Gerät wenn es günstigen Strom gibt voll pumpt und damit man es nutzen kann. So einer Art "Nachtspeicherbatterie" nur ohne Nacht, also eher Tag. Ich denke ich bin Insel Fan und würde nur zur Not Strom zukaufen :grinning: Habe aber leider eine schlechte Voraussetzung. :disappointed_relieved:

Das wird nicht so sein. Die komplettpakete bestehen aus Solarpanel, die einen Akku laden. Es gibt eine intelligente regelung, die einen wechselrichter mit dem Akku versorgt. Der wechselrichter gibt die am system eingestellte leistung ab. Wenn man einiges an Panelleistung hat, kann tagsüber der Akku geladen werden und gleichtzeitig der wechselrichter so gespeist werden, dass immer die grundlast bedient wird. Von 17.00 bis 10.00 speist der Akku alleine den wechselrichter. Wenn der strom ausfällt, schaltet der wechselrichter ab. Falls es eine 230V steckdose im system gibt, könnte hier eventuell ein geeigneter verbraucher auch bei einem stromausfall versorgt werden. Ich gehe davon aus, dass günstige komplettsysteme das nicht haben werden.

Auf der sicheren seite ist man mit einem offgrid wechselrichter. Es gibt auch leute, die mit ihrer PV Anlage einspeisen und den Strom verkaufen. Da liegt ein offgrid wechselrichter im schrank. Wenns dicke kommt, wird der an die Panel angeschlossen und man hat etwas strom, den man über verlängerungskabel und mehrfachsteckdosen im haus verteilen kann.

Ich sehe nicht wirklich einen markt für stand alone usv speicher, das gibt es ja schon lange. Die haben aber doch auch nur eigene steckdosen, an denen man verbraucher betreiben kann.

Wenn man bischen was an panel und einen offgrid wechselrichter hat, bekommt man doch jeden tag bischen was an strom und kann damit das notwendigste versorgen. Braucht man wirklich eine 24h rund um die uhr versorgung mit Strom ? Ein krankenhaus sicher, privat reicht es, wenn man jeden Tag paar stunden das nötigste versorgen kann. Auch brauchen wir in deutschland nicht längere zeit ein stromausfall zu erwarten.

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Ich dachte da nicht an ein Paket welches es zur Zeit gibt, da sind ja verschiedenste am Markt.

Aber wieder zurück zur Ursprungsfrage, da das ja wohl in Stuttgart und WestNetz-Land geduldet ist...