Nur weil es läuft, ist's noch lange nicht stabil. Mach mal 20 Zyklen ohne Vollladen.
Nunja das wird sich dann im Winter zeigen wenn er vermutlich nicht mehr voll laden kann.
Interessante Debatte hier, ich will sicher stellen dass ich die Schlussfolgerungen richtig verstanden habe.
Die Ladekurve von LiFePo Zellen ist im linearen Bereich so flach, dass selbst die Leerlaufspannung einzelner Zellen ein zu ungenaues Maß ist um z.B. sagen zu können, ob eine Zelle tatsächlich "voller ist" (mehr Restladung enthält) als eine andere nur weil ihre Zellspannung minimal größer ist.
Das bedeutet dann automatisch auch, dass man ohne ein BMS also nur mit Spannungsmesser den Ladezustand eines Batteriepacks gar nicht richtig bestimmen kann, man merkt erst wenn der lineare Bereich verlassen wird, dass die Batterie so gut wie voll bzw. so gut wie leer ist.
Und das ist der Grund dafür warum Cell Balancing im linearen Bereich wenig Sinn macht, weil Faktoren wie kleine Differenzen der Zellinnenwiderstände oder einfach Messungenauigkeit bei der Zellspannungsmessung dazu führen, dass ein aktiver Balancer Ladungen zwischen den Zellen hin und her schaufeln würde, ohne dabei den tatsächlichen SOC (Ladezustand) der Zellen anzugleichen, sondern nur die Zellspannungen.
Bitte korrigiert mich, wenn hier was nicht nicht.
Das ist so gut, dass ich mir erlaubt habe, einen Link auf deinen Beitrag in mein howto einzubauen.
@carolus Danke, das freut mich.
Dann wäre die Frage dieses Foren Threads wohl geklärt und wir haben wieder was gelernt.
Du hast es zwar richtig erkannt und gut beschrieben (wie es übrigens in Kurzform auch schon auf Seite 1 steht, oder in Langform in dem Link von mir auch hier auf Seite 1), aber geklärt ist es eben trotzdem noch nicht (zumindest für mich nicht)... Oder hast du Beweise mit denen du belegen kannst das dauerhaftes Balancing nicht funktioniert? Denn genau darum geht es in diesen Thread.... wie Balancing normal und gut funktioniert war halt nicht das Thema ?. Den letzten Beitrag von @tuxedo0801 hast du schon gelesen und auch den Screenshot dazu angeschaut oder?? Noch hat niemand klar und deutlich bewiesen das es nicht funktioniert, oder eben doch funktioniert. Ich konnte dazu jedenfalls noch nirgens was finden, außer eben das was der Mainstream so sagt und was ja auch richtig ist (Balancing ab 3,45V). Was bisher aber laut @tuxedo0801 seinem letzten Beitrag zu entnehmen wohl auch funktioniert ist dauerhaftes Balancing wenn man nur bis 3,45V/Zelle lädt. Für mich stellt sich nur noch die Frage was passiert wenn man wie @Carolus sagt keine Vollladungen macht bzw. machen kann (im Winter zb.). Denn dann könnte es tatsächlich passieren das man sich das Balancing versaut. Das glaube ich aber nicht... warum? Weil @tuxedo0801 gegen Ende der CV-Phase gerade mal maximal 25mv Drift hat, das und noch mehr hast du auch wenn du erst ab 3,45V balancen tust. Die Werte sind also völlig normal und es gibt nicht die geringsten Anzeichen dafür das der Balancer irgentwas beim dauerhaften Balancing versaut hat und gegen Ladeschluss mehr gutmachen muste im Vergleich zum Balancing ab 3,45V. Die Chancen stehen also sehr gut das es selbst nach 20 Zyklen ohne Vollladung nicht schlechter aussieht als wie beim balancen ab 3,45V, denn auch da kannst du im Winter dann teilweiße genauso wenig Vollladungen machen und somit überhaupt balancen?. Das ganze läuft nun laut dem TE schon 8 Monate und ich sehe wie gesagt nix was der Balancer versaut haben sollte, ganz im Gegenteil... es sieht bis jetzt sehr sehr gut aus ?.
Es steht (zumindest für mich) nicht zur Frage das Balancing ab 3,45V gut funktioniert, das mache ich ja auch so wie viele andere auch (bzw. balance ich derzeit ab 3,425V und lade auch nur bis 3,425V). Die Frage ist ob es auch anders funktioniert... und ich für meinen Teil bin eben immer Technik begeistert, da interessiert mich sowas. Ob man das dann braucht oder nicht, und stattdessen einfach wie gewohnt ab ~3,45V balanced und gut ist's steht auf einem anderen Blatt Papier?. Kann aber gut sein das es dem ein oder anderen "nicht bekommt" wenn es plötzlich doch nicht nur die eine einzige, richtige und mögliche Methode gibt.
Zwei User auf dem Board haben festgestellt, dass ihre balancingprobleme weg waren, wenn sie ihre Balancer abgestellt bzw richtig betrieben haben.
Das ist Beweis genug.
Damit bin ich auch aus dem Thema raus.
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Und da
Ist der nächste Beweis.
Brauchst du noch mehr?
Dich habe ich doch garnicht angesprochen, denn deine Meinung dazu kenne ich ja schon. Viel mehr interessiert mich dann die Meinung und Argumentation von energy-geek dazu, deshalb habe ich auch ihn zitiert weil er meinte das der Thread mit seiner Antwort geklärt wäre. Kann er das nämlich nicht, zeigt das, das er es bisher wohl nur verstanden hat wie man normalerweise balancen kann und sollte, aber das wissen ja bereits weil es schon gefühlt 10x hier drin steht. Und dies ist nicht der einzigste Gobel Akku der im Umlauf ist wo dauerhaft der Balancer läuft. Im laufe der Zeit wird sich anhand der Berichte darüber schon von selbst zeigen ob es funktoniert oder eben nicht. Ich bleibe dabei, es gibt bisher keine handfesten Argumente dagegen das es nicht funktioniert, ganz im Gegenteil ?.... warum habe ich im letzten Beitrag oben niedergeschrieben.
Das ist kein Beweis sondern vollkommen hier am Thema vorbei ?.
Der TE von diesem Thread balanced nicht dauerthaft sondern erst ab 3,4V und hat zwei Problem Zellen. Warum das so ist kann mehrere Gründe haben, einer davon wäre zb. schlechte Übergangswiderstände. Ein Akku System als Beweis zu verlinken was selbst bei "normalen Balancing" Grundlegende Probleme hat ergibt keinen Sinn ?. Voraussetzung ist immer ein System das grundlegend sehr gut funktioniert (siehe das System von diesem TE hier), ansonsten passiert eben genau das aus deinem Link, "egal" wie gebalanced wird. Zudem spricht der TE vom schlechtem IR einer Zelle, stellt dann aber sehr grobe Berechnungen zur Bestimmung des Innenwiderstandes auf hat aber eigentlich gar keine Ahnung davon wie der IR einer Zelle richtig gemessen wird und hat bisher erstmal nur davon gehört. Vorallem da in den Protokollen zu seinen Zellen augenscheinlich mit dem IR der Zellen alles in Ordnung ist. Da glaube ich doch eher den Werten aus dem Protokoll selbst wo garantiert mittels AC 1Khz gemessen wurde und tippe auf andere Fehlerquellen im System?.
ZitatEs braucht schon bessere Argumente um diese Theorie hier flach zulegen ?.Wo ich generell noch ein wenig Verständnis-Probleme habe ist die Größenordnung des Innenwiderstands. EVE gibt den für die Lifepo LF280K-Zellen mit < 0.25mOhm an. In den Messschrieben von meinen Zellen stehen auch Werte von 0.15-0.16mOhm.
Wenn ich mir die Zellspannungen bei Lastsprüngen in meinem System anschaue, so sehe ich, dass z.B. die "rote" Zelle bei einem Last-Sprung von 60A um fast 0.1V einbricht. Das würde aber bedeuten, dass der Innenwiderstand dieser Zelle 0.1V / 60A = 1,67mOhm ist (also Faktor 10 höher !!!).
Entweder wir haben schlechte Zellen, oder eine schlechte Kontakte oder die Messung beim Hersteller hat nicht viel mit diesem UseCase zu tun.
Habe mal gehört, dass die Messgeräte das anhand eines 1kHz Wechselstromanregung und deren Antwort auswerten.
Und was macht der Balancer in dieser Zeit ? Zeigt die Spannungsfifferenz eine SOC differenz ?? Nein.
Arbeitet er ? Wenn ja, zerstört er gerade das Top balancing.
Und wann muss er das wieder hinbiegen ? Falsche Frage.
Wann wird er das wieder hinbiegen müssen ?
Oder schaust einfach auf die falschen Konsequenzen.
Du siehst das Problem, was der Balancer - bei hohen Strom gestartet - nicht dann, wenn der Strom weg ist (weil die Zellen wegen dem flachem SOC Unterschied keinen Spannungsunterschied -- wegen flacher Kennline) , sondern erst dann, wenn du wieder vollädst und die Korrekturbalanciererei beginnt.
Aber wenn er was umherschiebt, ist es nicht wegen eines Ladezustadsunterschieds, sondern wegen Spannungsdifferenzen ( "Drift" ) durch den Strom.
Und ob das dann so richtig ist, zweifele ich an.
Falsch. natürlich läuft der Balancer, denn wenn eine Zelle 20 mV mehr hat, haben die anderen ein oder zwei mV weniger. Also startet der Balancer, selbst wenn man 20 mV differenz eigestellt hat. Und die meisten haben diese Differenz unnützerweise noch kleiner.
Das sehe ich als Hauptproblem beim Andy an.
Er versteht nicht den Hintergrund dessen, was er testet. Deswegen ergeben die Tests auch keine Ergebnisse, die für die ebenfalls nicht verstandenen Probleme hilfreich sind.
Also, wenn dir wichtig ist, dass die Zellen nicht davon laufen: Der Balancer ist derjenige, der dafür sorgt.
Wenn du in lässt, wenn es geht. Und wenn du ihn nicht lässt, wenn es nicht geht.