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BMS schaltet bei Inverterstart ab

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(@urkuff)
Vorsichtiger Stromfühler
Beigetreten: Vor 7 Monaten
Beiträge: 7
Themenstarter  

Hallo Forum

Ich bin gerade dabei mein Boot auf E-Antreib umzurüsten und habe in dem Zuge einen 5KW Inverter installiert. Stromversorgung über 72V 230Ah prismatische Zellen 22S. BMS ANT 24BHC1 550A max für 10 Sek.

Beim ersten Versuch den Inverter zu starten ist sofort der BMS ausgestiegen. Darauf hin habe ich die zulässigen Ströme erhöht und er ließ sich in den Standy einschaltet. Laut Handbuch muss ich jetzt die Batterieparameter einstellen und dabei die UP Down und Starttaste gleichzeitig drücken. In dem Augenblick verabschiedet sich das BMS. Ich habe die Ströme sukzessiv erhöht und auch das Delay erhöht, jedoch ohne Erfolg. Hier die momentanen Werte:

Charge Overcurrent Prot: 200
2nd Discharge Overcurrent Prot: 250
Charge Overcurrent Delay: 20
2nd Discharge Overcurrent Delay: 2000
Discharge Overcurrent Prot: 250
Short Circuit Prot. Curr: 500
Discharge Overcurrent Delay: 2000
Short Circuit Prot. Delay: 2000
Charge Overcurrent Alert: 80
Discharge Overcurrent Alert: 250
Charge Overcurrent Alert Rec.:60
Discharge Overcurrent Alert Rec.: 250
SOC Level 1 Alert: 20
SOC Level 2 Alert: 5

Höher will ich eigentlich nicht gehen, ohne mal innegehalten zu haben, zumal das Delay scheinbar keine Wirkung hat, denn die Abschaltung erfolgt im Millisekundenbereich.

Ein wenig wundert mich, dass sich der Inverter einschalten lässt, dann aber nicht aus dem Standby in den aktiven Modi wechselt. Saugen sich die Elkos erst voll, wenn der Inverter aus dem Standby erwacht?

Bin ich hier irgendwo auf dem Holzweg?


   
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Carolus
(@carolus)
Famous Member Admin
Beigetreten: Vor 3 Jahren
Beiträge: 8380
 

Veröffentlicht von: @urkuff

Bin ich hier irgendwo auf dem Holzweg?

Keine Ahnung. Dazu ist das noch nicht eindeutig genug.

Ich würde als erstes prüfen, ob es ein Einschaltstromstoss ist.

Das einfachste dazu ist, Den Zuleitungswiderstand zu erhöhen, damit der Stossstrom von z.B. Kondensatoren begrenzt ist. Dazu brauch man einen ziemlich kleinen Widerstand, und meine einzige idee dazu sind ein paar meter draht mit 10 qmm, also eigentlich zu klein für volle last, aber begrenzend für den Strom. Einfach in die Zuleitung schalten.... und natürlich nur für den Test, dn jede Absicherung, die du hast, wird für den draht zu hoch sein. Aber letztendlich, nur um einen Einschaltstromstoss zu überstehen wird das reichen. Und so schnell raucht das Kabel natürlich nicht ab. länger als 10 s mehr als 100 A würde ich aber auch nicht machen.

Das Ergebnis davon wird über weitere Tests oder Massnahmen entscheiden.

Ich bin kein Amateur, aber ich lerne trotzdem noch.
Bürokratie schafft man nicht durch neue Regeln oder Gesetze ab.


   
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(@urkuff)
Vorsichtiger Stromfühler
Beigetreten: Vor 7 Monaten
Beiträge: 7
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Gute Idee. So zwei drei Meter müsste ich zusammen bekommen. Laut Tabelle wäre der bis 65A freilegend. Das sollte schon recht warm werden, aber abfackeln wird das wohl nicht. Ich kann ja mal mit 80A anfangen und dann hochschrauben.

 


   
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Carolus
(@carolus)
Famous Member Admin
Beigetreten: Vor 3 Jahren
Beiträge: 8380
 

Veröffentlicht von: @urkuff

Gute Idee. So zwei drei Meter müsste ich zusammen bekommen. Laut Tabelle wäre der bis 65A freilegend. Das sollte schon recht warm werden, aber abfackeln wird das wohl nicht. Ich kann ja mal mit 80A anfangen und dann hochschrauben.

Bedenke, dass die Angabe 65 A bedeutet, dass der Draht den Strom dauerhaft aushält. Nach den Berechnungsregeln und dem Verhalten der Sicherungen bedeutet das den 1,4 fachen Wert für eine Stunde, also grob 90 A, und den 3fachen Wert (270 A)für ein paar sekunden. Die Leitung hält deutlich mehr aus, sonst würde eine Sicherung ja Leitungen nicht beschützen.

Also, ein paar Hundert A dürfen da schon drüber gehen, und im Stromstoss unter einer Sekunde nochmal richtig deutlich mehr.

Es geht ja hier nur um Untersuchung den

sEinschaltvorgang, mit Vollast betreiben darfst du über den Draht natürlich nicht.

 

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(@urkuff)
Vorsichtiger Stromfühler
Beigetreten: Vor 7 Monaten
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Mit 2,5m 10MMq begrenzt auf 100A schaltet der BMS schon beim Einschalten des Stromes ab. Für mich ein eindeutiges Zeichen dafür, dass die Elkos sich vollsaugen, wenn der Inverter unter Strom gesetzt wird und nicht erst, wenn er von Standby auf Betrieb geht. Ich schließe daraus, dass etwas mit dem Gerät nicht stimmt, denn wenn die Elkos voll sind und am Inverter keine Last hängt, sollte auch kein erhöhter Strom beim Wechsel von Standby auf Betrieb entstehen, schon gar nicht, was über 500A Kurzschlussstrom geht.


   
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Carolus
(@carolus)
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Beigetreten: Vor 3 Jahren
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Veröffentlicht von: @urkuff

Mit 2,5m 10MMq begrenzt auf 100A schaltet der BMS schon beim Einschalten des Stromes ab.

So war das nicht gemeint....

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(@urkuff)
Vorsichtiger Stromfühler
Beigetreten: Vor 7 Monaten
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Wie genau meintest du das dann?
Liege ich damit verkehrt, wenn ich behaupte, dass er die Elkos schon im Standby voll zieht, wenn der BMS bei 100A abriegelt?


   
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Carolus
(@carolus)
Famous Member Admin
Beigetreten: Vor 3 Jahren
Beiträge: 8380
 

ich meinte, du sollst die 10 qmm mit dem hohen Stromlimit probieren. Um zu sehen, was passiert, obs nur ne Stromspitze ist, die das BMS auslöst, oder längerer Strom.

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(@urkuff)
Vorsichtiger Stromfühler
Beigetreten: Vor 7 Monaten
Beiträge: 7
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@carolus 
Das hatte ich auch so verstanden. Im Endeffekt hatte ich aber wohl die richtigen Schlüsse gezogen. Der Inverters saugt sich bei der Verbindung mit der Batterie voll. Da ich das ja im Griff hatte und der BMS immer nur dann abgeriegelt hat, wenn ich von Standby in den Arbeitsmodus gewechselt habe, war mit nicht klar, ob der Inverter sozusagen beim Einschalten des 230V Ausgangs weitere und deutlich größere Kondensatoren hat. Dafür hatte ich die Idee mit dem 10mmq nutzen wollen. Als ich aber bemerkt habe, dass der schon beim Verbinden mit dem 72V über 100A gezogen hat, war mir relativ klar, dass da keine weiteren Elkos mit noch viel höhere Kapazität beim 230V Betrieb dazugeschaltet werden.

Ich habe die Kiste aufgeschraubt und zunächst nichts gefunden. Dann Bilder an den Hersteller und siehe da, der wusste wohl recht genau wo er schauen muss.

Was auch immer darin verbaut ist, wurde zerlegt. Die Platine ist Schrott und das beim ersten Einschalten. Der Verkäufer meinte ich sollte halt deren Akkus kaufen, denn 72V wären halt nur theoretisch 72V und bei den Akkus von denen könnte ich sicher sein, dass es die richtigen 72V wären! Guter Verkäufer..... .

Auf jeden Fall Danke für die Hilfe!


   
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Carolus
(@carolus)
Famous Member Admin
Beigetreten: Vor 3 Jahren
Beiträge: 8380
 

Veröffentlicht von: @urkuff

Guter Verkäufer..... .

Hübsche Risse.

Betrü.....

Da ist nichts weiter als ein Netzfilter drin.

Die Ursache wird woanders sein.

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