Hallo zusammen,
so richtig wusste ich nicht wohin mit dem Thema, aber weil es um die richtige Nutzung vom BMS in Victron Anlagen geht probier ichs mal hier. Kurzinfos zur Anlage
1x Multiplus II 5kW mit Cerbo
1x 280Ah DIY Battery Pack
1x Batrium BMS mit Watchmon Core und K9 angeschlossen über CAN an den BMS Port des Cerbo
1x 10KWp DC gekoppelte PV Anlage
Konfiguriert ist das ganze als netzparalleles ESS System das auch einspeisen soll
Für meine Frage ist der Hersteller des BMS meinem Verständnis nach aber nicht relevant - Frage trifft auf alle Systeme zu die per BMS Kabel an den Cerbo angeschlossen sind.
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Die Analge ist neu und heute wurde das erste mal auf 100% geladen. Im BMS habe ich eingestellt, das der Ladestrom ab 85% SOC begrenzt werden soll. Im Cerbo ist DVCC konfiguriert und das Batrium taucht dort auf und der SOC, sowie die Grenzwerte für den Ladestrom werden auch korrekt übermittelt und angezeigt. Wie gewünscht hat das BMS bei 85% auch den maximalen Ladestrom (CCL Wert im Cerbo) auf 40A begrenzt, allerdings hat die PV Anlage unvermindert mit 90A in die Batterie geblasen. Den Ladestrom konnte ich dann nur begrenzen, indem ich die maximale Ladespannung runtergedreht habe (auf 54,4V). Die Spannung war der einzige Wert auf den das System reagiert hat. Auf der Suche nach der Ursache bin ich auf diese Beschreibung im DVCC bzw. ESS Manual vom Victron gestoßen:
https://www.victronenergy.com/media/pg/Energy_Storage_System/de/configuration.html
Diese Einstellung habe ich natürlich aktiviert, da ich ja auch einspeisen möchte. Der Text beschreibt auch exakt wie sich das System verhalten hat. Jetzt zu meinen zwei Fragen:
- Kann man in DC gekoppelten Victron Systemen gar nicht einspeisen und gleichzeitig dem BMS die Hoheit über die Ladesteuerung übergeben? Geht Einspeisung nur wenn man die Ladung über die Spannung einstellt?
- Wie konfiguriert man ein DC gekoppeltes Victron System richtig, damit die Batteriezellen geschützt werden (z.B. durch Einzelzellüberwachung), aber gleichzeitig auch Einspeisung möglich ist?
Persönlich hätte ich jetzt größere Schwierigkeiten mich auf die Gesamtspannungsregelung des Victron Systems zu verlassen. Heute war z.B. eine Zelle viel stärker geladen als die anderen. Die Gesamtspannung war unter 54,4V, aber eine Zelle hatte schon 3,7V - das BMS hätte die Ladung des Packs vorher schon längst verhindert. Was sind eure Gedanken dazu?
Viele Grüße!
Hallo, das Thema ist leider bekannt siehe https://www.akkudoktor.net/forum/stell-dein-batterie-powerwall-projekt-vor/serialbattery-bms-was-geht-was-geht-nicht/
da geht es zwar um eine Eigenbau Anbindung des BMS an Victron, da gibt es aber das gleiche Problem.
Kann man mMn nur über die Spannungseinstellungen in den Ladereglern in den Griff kriegen. Damit bleibt die Spannung auf dem Wunschlevel stehen und die Ströme in die Batterie gehen dann von selber bis auf Null zurück. Grundvoraussetzung ist aber vorher ein ordentliche Top Balancing damit die Zellen alle in etwa gleich sind, ansonsten muss das BMS abschalten, um eine Überladung einer einzelnen Zelle zu verhindern.
Wie hast Du die Abschaltung realisiert? Beim Batrium muss man das ja extern selber bauen.
Das Thema gabs schon öfter.
Eigentlich sollte man vermuten, daß der Multi die den vorgegebenen Ladestrom übersteigende Leistung übernimmt und ins Netz schiebt, aber das passiert nicht. Da wird rein die Spannung auf dem maximalen zulässigen Wert gehalten, und der Ladestrom in die Batterie ergibt sich dann so, wie er sich halt ergibt.
Warum das nicht besser geht, keine Ahnung.
Dagegen hilft wohl nur ESS Mode 3, und dazu eine eigene Steuerung aller Komponenten.
Oliver
Naja, Victron regelt CCL nicht runter da eingespeist werden soll.
Wenn der Multi kleiner ist wie die DC Leistung vom Laderegler, kann er nicht genug Strom ins Netz schieben um die Batterie zu schützen.
Zumindest gibt es bei meiner Anlage dieses Problem nicht, obwohl ich mit 100A vom DC BHKW auf den Akku und mit ca. 50A vom Ladereglerauf den Akku gehe.
Wenn Akku voll, speisen die 2 Multis ins Netz und der Laderegler wird runter geregelt.
9,99KWp Yingli 270W Ost/West, SMA9000TL-20
2,7KWp Axitec AC-300M, Victron BlueSolar 150/60-Tr
4,235KWp an Hoymiles
48 x 280Ah Lifepo4 EVE Cell, REC BMS
3 Victron MP2 5000
Panasonic Aquarea 9KW Split
Vectrix VX-1
Smart Forfour EQ
Wenn Akku voll, speisen die 2 Multis ins Netz und der Laderegler wird runter geregelt.
Darum gehts doch gar nicht. Das macht die Anlage des TO garantiert genauso.
Es geht um den Fall, daß der Akku fast voll ist, und das BMS dann gerne einen reduzierten Ladestrom hätte. Der Wunsch wird vom System da völlig ignoriert.
Oliver
Das Problem ist hier auch wieder die falsche Plannung der Anlage.
Herbert hat seine Anlage wie eine Insel mit Laderegler aufgebaut und nicht wie eine Netzparallele PV mit PV WR.
Abgesehen von seiner Problematik, hat er auf den kompletten Eigenverbrauch und die komplette Einspeisung 10% Wandlungsverlusten.
Zudem stehen ihm max 4000Watt Solarstrom zum Verbrauch zur Verfügung, mit PV WR hätte er die komplette PV-WR Leistung und die 4000 Watt aus dem Multi zur verfügung.
Von dem schnelleren ableben des Multis mal ganz abgesehen.
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@stromsparer: Das stimmt. War aber auch Absicht - aber der PV WR hat auch keine Effizienz von 100% und hat auch Wandlungsverluste. Hat alles so seine Vor- und Nachteile.
@Rest: Danke für die Rückmeldung. Das scheint tatsächlich eine Systemlimitierung zu sein. Ich versuche jetzt mal die Antworten hier zu verstehen und melde mich sobald ich eine Lösung gefunden habe. Mit ESS3 eine eigene Regelung schreiben würde ich ungern - das kriege ich wohl nicht gescheit getestet.
Der Wirkungsgrad von einem PV WR ist mindestens gleich groß wie bei einem Laderegler, nur hast da schon AC und musst nicht mehr mit dem Multi wandeln.
Eigenverbrauch und Einspeisung sind ca. 80%, der Batterieanteil ist eher gering.
Vergessen hast du, dass deine Module an guten Tagen über 8000Watt produzieren, du aber nur 4000Watt nutzen kannst, weil der Multi nicht mehr wandeln kann.
Du lässt aber 50% ungenutzt.
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2,7KWp Axitec AC-300M, Victron BlueSolar 150/60-Tr
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